Derrick: Folge 62 - Das dritte Opfer

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Derrick: Folge 62 - Das dritte Opfer

Beitragvon untot » 17. Mär 2011, 16:43

Erstausstrahlung: 28.09.1979

Derrick verbringt ein paar freie Tage in Oberbayern.
In der Seilbahn, lernt er den gut gelaunten, aufgeschlossenen Albert Grosser kennen, den er dann am Abend in Begleitung der hübschen jungen Haushaltsschülerin Gabriele Voss, im Spielkasino wiedertrifft.
Zurück in seinem Hotellzimmer bekommt der Oberinspektor einen Anruf von Grosser, der angeschossen wurde, sich mit letzter Kraft zum Telefon schleppen konnte und bei ihm anrief.
Für Derrick ist somit nicht nur die Nachtruhe dahin, sondern auch die Aussicht auf ein paar erholsame Urlaubstage, will der doch ermitteln, wer Grosser auf dem Gewissen hat, den er bei seinem Eintreffen nur noch tot vorgefunden hatte...

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Mit:
Jutta Speidel (Gabriele Voss)
Lambert Hamel (Albert Grosser)
Eva Christian (Hella Dorp)
Heinz Drache (Martin Dorp)
Gudrun Genest (Frau Karges)
Gudo Hoegel (Alfred Dorp)
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Re: Derrick: Folge 62 - Das dritte Opfer

Beitragvon Blap » 18. Jul 2011, 00:12

Die Fortsetzung der "Mega-Derrick-Sause"

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Cover der Derrick Collectors Box 5, welche die Folgen 61-75 enthält


Folge 62 - Das dritte Opfer (Deutschland 1979)

Im Urlaub kommt Derrick mit dem ebenfalls in München lebenden Albert Grosser (Lambert Hamel) ins Gespräch. Der Mittvierziger wirkt glücklich, seit wenigen Wochen ist er mit der hübschen Gabriele Voss (Jutta Speidel) befreundet. Wenig später wird Grosser in seinem Hotelzimmer erschossen, Derrick bietet den zuständigen Kollegen seine Hilfe an. Beim dienstlichen Gedankenaustausch mit Harry, fallen Derrick wieder die merkwürdigen Fragen ein, die ihm das Mordopfer voller Wissbegierde stellte. Offenbar war Grosser äusserst fasziniert von der beruflichen Tätigkeit des Kriminalbeamten. Die Nachforschungen führen in das Haus der Familie Dorp. Albert Grosser lebte im Haus seines wohlhabenden Schwagers Martin Dorp (Heinz Drache), in dessen Firma er einer einfachen Tätigkeit nachging. Erstaunlicherweise treffen die Ermittler vor Martin Dorps Büro auf Gabriele Voss...

Wenn Alfred Vohrer für die Regie einer Folge verantwortlich war, gab es für den Zuschauer meist ein Wiedersehen mit Stars aus der Wallace-Ära. Kein Wunder, immerhin inszenierte Vohrer mehr Wallace-Streifen als jeder andere Regisseur. Heinz Drache (nach Joachim Fuchsberger wohl der bekannteste "Wallace-Inspektor") spielt in "Das dritte Opfer" ein vordergründig hilfbereites Familienoberhaupt, Drache wirkt deutlich gereift und legt einen überzeugenden Auftritt hin. Lambert Hamel kann zu Beginn auftrumpfen, sein Albert Grosser ist ein tragisch-sympathischer Verlierer, allerdings mit einem leichten Hang zur Nervensäge. Jutta Speidel balanciert gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen unschuldiger Naivität und dem Verlangen nach Luxus. Die weiteren Mitwirkenden fügen sich gut ins Bild ein, bleiben aber eher beliebig, da der Fokus auf Drache und Speidel liegt.

Jetzt ist mir endlich und unmißverständlich klar, warum der Oberinspektor so selten in den Urlaub fährt. Während im Dienst ein flotter BMW als Gefährt dient, reicht es für den Privatmann Derrick nur zu einem klapprigen VW. Ob Vohrer damit die Unterbezahlung unserer Staatsdiener an den Pranger stellen wollte? Doch vielleicht war das traurige Vehikel nur ein Leihwagen, wir werden es wohl nie erfahren. Ansonsten bekommen wir es in "Das dritte Opfer" mit einem sehenswerten Familiendrama zu tun, im Haus der Dorps macht sich von Anfang an eine -gekonnt eingefangene- befremdliche Stimmung breit. Die Musik von Hans-Martin Majewski tönt angenehm, die frühe Phase der Folge sorgt für Abwechslung bezüglich der Schauplätze. Sicher keine der stärkeren Arbeiten von Alfred Vohrer, allerdings durchaus unterhaltsam, vor allem gut gespielt.

6,5/10 (oberste Mittelklasse)
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Re: Derrick: Folge 62 - Das dritte Opfer

Beitragvon dr. freudstein » 21. Aug 2011, 18:39

Heinz Drache sah ich natürlich sehr gerne hier, ansonsten eine sehr simple, aber gewohnt solide Folge.
Interessant eben, daß der OI DERRICK mal wieder in den Urlaub fährt und natürlich sofort wieder an die Arbeit muß´. Tote bzw. deren Mörder nehmen keine Rücksicht auf die verdiente Erholung von 24Std. Jobbern.
Hassen sie Mörder? Leider keine Antwort vom Chef.

gut
dr. freudstein
 
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