Derrick: Folge 141 - Der Charme der Bahamas

Moderator: jogiwan

Derrick: Folge 141 - Der Charme der Bahamas

Beitragvon untot » 16. Aug 2011, 22:49

Erstausstrahlung: 16.05.1986
Regie: Jürgen Goslar

Der Vater von Bettina und Franz Brosch hat sich das Leben genommen, die Schuld am Tod ihres Vaters geben die beiden Hans Müller-Brode, einem Finanzberater mit höchst zweifelhaftem Ruf, der ihren Vater um sein gesamtes Geld gebracht hat.
Voller Wut fahren die Geschwister zu Müller Brode, als er sie nicht einlassen will, stößt Franz Brosch üble Drohungen geben den Mann aus.
Als man Müller-Brode am nächsten Tag erschlagen auffindet und Franz am Tatort antrifft, scheint der Fall sonnenklar zu sein....

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Mit:
Evelyn Opela
Karl-Michael Vogler
Irene Clarin
Till Topf
Klaus J. Behrendt
Thomas Fritsch
Richard Münch
Ullrich Haupt
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Re: Derrick: Folge 141 - Der Charme der Bahamas

Beitragvon untot » 16. Aug 2011, 23:06

Eine recht unspektakuläre Folge, die aber mit vielen bekannten Gesichtern aufwarten kann.
Immer wieder stelle ich fest, das Evelyn Opela eine wirklich interessante Frau gewesen ist.
Ziemlich durchschaubar ist der ganze Fall natürlich auch, denn wenn sich jemand schon gleich zu Anfang so verdächtig macht, dann ist er NIE der Täter!! :opa:

6,5/10
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Re: Derrick: Folge 141 - Der Charme der Bahamas

Beitragvon Blap » 6. Jan 2013, 14:54

Die Fortsetzung der "Mega-Derrick-Sause"

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Derrick Collectors Box 10 (Folge 136-150)



Folge 141 - Der Charme der Bahamas (Deutschland 1986)

MILF-Katze, zornige Geschwister und ein auf dem Drahtseil balancierender Anwalt

Gerhard Brosch (Klaus Behrendt) ist verzweifelt, fragwürdige Geldanlagen haben ihn um sein Vermögen gebracht. Nach letzten Telefonaten mit seiner Tochter Bettina (Irene Clarin) und seinem Sohn Franz (Till Topf), erhängt sich der jeder Hoffung beraubte Mann im Keller. Schnell ist den jungen Leuten klar, wer für den Tod ihres geliebten Vaters verantwortlich zu machen ist, ein windiger Anlagenberater namens Hans Müller-Brode (Karl-Michael Vogler). Am Telefon wird Franz von Müller-Brodes Ehefrau Carina (Evelyn Opela) abgespeist, nur widerwillig spielt die attraktive Frau das feige Spiel ihres Gatten mit. Schäumend vor Wut fährt der junge Mann zum Anwesen Müller-Brode, kann sich jedoch keinen Zutritt verschaffen, spricht vor der Haustür eine Morddrohung aus. Nach Rücksprache mit Derrick, rät Müller-Brodes Rechtsanwalt Dr. Schwede (Thomas Fritsch), seinem Mandanten zur Aussprache mit dem Sohn des Selbstmörders. Tatsächlich meldet sich der Bedrohte bei Franz, bittet um ein persönliches Gespräch. Als Dr. Schwede seinen Klient in dessen Haus anruft, hebt Franz Brosch den Hörer am anderen Ende der Leistung ab. Müller-Brode liegt tot auf dem Boden ...

Geradezu verschwenderisch verwöhnt uns diese Folge mit großartigen Schauspielern. Zunächst kann Klaus Behrendt eine deutliche Duftmarke setzen, den Stab der Verzweiflung gibt er an den verschwitzten Karl-Michael Vogler weiter. Betrogener und Betrüger, für beide Herren nimmt es kein gutes Ende. Die wundervolle Evelyn Opela hat mich mit ihren katzenartigen Reizen sofort gefangen, was für eine Frau! Thomas Fritsch stehen die zusätzlichen Jahre gut zu Gesicht, der kriminelle Jungspund aus Folge 6 (Nur Aufregungen für Rohn, 1975) ist Geschichte. Überhaupt ist Dr. Schwede ein interessanter Charakter, bemüht um größtmögliche Loyalität zu seiner Mandantschaft, vom Drehbuch nicht als unsympathischer Winkeladvokat gezeichnet. Ullrich Haupt ist in einer kleineren Rolle zu sehen, fungiert als zündender Running Gag. Richard Münch sehem wir als väterlichen Freund und Nachbarn der verzweifelten Geschwister, welche von Till Topf und Irene Clarin sehr überzeugend verkörpert werden.

Wieder trifft ein leicht durchschaubarer Kriminalfall auf ein tolles Ensemble, die Damen und Herren vor der Kamera entschädigen für den unkreativen Plot. Mich stört das freilich nicht, schon gar nicht beim Blick in Evelyn Opelas Augen (die mit Produzent Helmut Ringelmann verheiratet war, der Mann hatte Geschmack). Möge die MILF-Katze mich anfallen ... (der Verfasser dieser Zeilen verliert die Contenance). Wo war ich stehen geblieben? Bei der Rollenverteilung zwischen Horst Tappert und Fritz Wepper! Wieder gibt Harry den Wadenbeisser, während Stephan immer einen Schritt weiter denkt. Leichtes Spiel für den erfahreren Regisseur Jürgen Goslar, mit dieser Mannschaft im Gepäck kann man nur gewinnen! Eberhard Schoener arbeitet mit minimalistischen Klängen, düster, hintergründig. Sehr effektiv und stilvoll eingesetzt, die Szene mit Tappert und Opela am Tatort spricht Bände.

7/10 (gut)
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Re: Derrick: Folge 141 - Der Charme der Bahamas

Beitragvon karlAbundzu » 18. Jan 2013, 16:25

im bonusmaterial zu "Im Busch von Mexiko" ist ein langes Interview mit Goslar drin, bei dem er auch zu den Dreharbeiten zu Derrick spricht und seinen besonderen Augenmerk auf die Musik und leicht andere Fälle. Und das bei ihm so viele bekanntere Leute auftraten, weil er die schon ewig kannte, z T schon aus frühen Hörspielzeiten.
das wär ja mal auch interessant für euch Derrick-affinen!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Derrick: Folge 141 - Der Charme der Bahamas

Beitragvon Die Kroete » 20. Jul 2015, 20:15

Die Langeweile feiert Triumpfe, was ja bei Derrick eher selten der Fall ist, trifft bei dieser Folge voll ins Schwarze. Man hat ständig den Eindruck, der gesamte Handlungsbogen zieht sich fürchterlich in die Länge, ohne das dabei wirklich etwas passiert.

Das hier tatsächlich auch ein Mord geschieht, nimmt man nur peripher zu Kenntnis, weil man sich ständig Gedanken darüber macht, welchen Betrug der arme alte Mann zum Opfer gefallen ist, der so gravierend gewesen sein muß, daß dieser freiwillig aus dem Leben scheidet.

4,5/10
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