Derrick: Folge 140 - Das absolute Ende

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Derrick: Folge 140 - Das absolute Ende

Beitragvon untot » 13. Aug 2011, 17:00

Erstausstrahlung: 25.04.1986
Regie: Alfred Vohrer

Der Mord an der Jungen Herta Kolka beschäftigt Inspektor Derrick und seinen Assistenten Klein.
Alle sind zutiefst erschüttert über den Tod des jungen Mädchens, das überall beliebt war und keine Feinde hatte, trotzdem ist der Mörder im Bekanntenkreis von Herta Kolka zu suchen, da ist sich Derrick absolut sicher.
Noch bevor er erste Ergebnisse vorweisen kann, geschieht ein weiterer Mord, diesmal ist Hertas Vater das Opfer...

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Mit:
Günter Mack
Volkert Kraeft
Reinhild Solf
Konrad Georg
Marion Kracht
Michael Heltau
Wolfgang Müller
Tommi Piper
Thomas Astan
Enzi Fuchs
Holger Hagen
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Re: Derrick: Folge 140 - Das absolute Ende

Beitragvon untot » 13. Aug 2011, 17:02

Sehr spannende und auch dramatische Folge, die mit einigen überraschenden Wendungen glänzen kann.
Top!!

8/10
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Re: Derrick: Folge 140 - Das absolute Ende

Beitragvon Blap » 30. Dez 2012, 14:26

Die Fortsetzung der "Mega-Derrick-Sause"

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Derrick Collectors Box 10 (Folge 136-150)



Folge 140 - Das absolute Ende (Deutschland 1986)

Wer den Jackpot will ... schiesst!

Herta Kolka (Marion Kracht) ist nach dem Gitarrenunterricht bei Reinhard Wessel (Thomas Astan) gut gelaunt. Vor dem Haus des Musiklehrers wird die junge Frau aus dem Hinterhalt erschossen. Derrick und Klein suchen den geschockten Vater (Günter Mack) des Opfers auf, Familie Kolka (Günter Mack) gehört zur wohlhabenden Oberschicht der Stadt. Merkwürdig hektisch mutet Ralf Kolka (Volkert Kraeft) an, offenbar war er seiner Cousine sehr zugeneigt. Weitere Blicke hinter die Familienfassade führen befremdliche Dinge ans Tageslicht. So lebt der psychisch kranke Onkel (Konrad Georg) des Opfers im Nachbarhaus, betreut durch seine Schwiegertochter Carmen (Reinhild Solf). Egal wen die Ermittler befragen, jeder beschreibt Herta als freundlich, aufgeschlossen und liebenswert. Journalist Koby (Tommi Piper) kennt sich in der Szene Münchens gut aus, stellt Kontakt zu Rocco Gretschkow (Michael Heltau) her. Auch Rocco war sehr von Herta angetan, hatte ihr sogar einen Heiratsantrag gemacht. Der Fall zieht weitere Kreise, am Telefon wird Derrick zum Ohrenzeuge eines zweiten Mordes ...

Egal ob Volkert Kraeft hektisch durch die Kulissen taumelt, Michael Heltau verzweifelt um Fassung ringt, Günter Mack von zentnerschwerer Trauer fast erdrückt wird, alle Mitglieder der "feinen Gesellschaft" umgibt ein Hauch von Einsamkeit und Traurigkeit. Jeder versucht auf seine Art mit den Ereignissen klarzukommen, überwiegend mit geringen Erfolgsaussichten. Konrad Georg mutet wie das Ende der Fahnenstange an. Eine traurige Hülle ohne jegliche Hoffnung, versorgt durch eine kaltherzige Person, erschreckend. Freilich punktet Volkert Kraeft mit seiner wuseligen Geiferei, erfreut Michael Heltau in der Rolle des "traurigen Millionärs". Mich hat jedoch der kleine Auftritt von Konrad Georg sehr beindruckt, ohne Worte griffen diese Momente wie eine eisige Hand nach mir. Reinhild Solf darf später mehr als Kälte zeigen, Tommi Piper mimt den freundlichen Schreiberling, diesmal wurde der Presse keine allzu hässliche und sensationsgeile Fratze verpasst. Thomas Astan flirtet kurz mit Marion Kracht, zwei Schüsse peitschen seine Träume gnadenlos aus Herz und Hirn. Üblich die Rollenverteilung zwischen Horst Tappert und Fritz Wepper, Derrick denkt stets über den Tellerrand hinaus, Harry ringt mit Vorurteilen gegenüber allem was für ihn "nicht normal" erscheint.

"Das absolute Ende" wurde erstmalig am 25.04.1986 ausgestrahlt. Zu diesem Zeitpunkt war Regisseur Alfred Vohrer bereits verstorben (03.02.1986), der Titel könnte kaum treffender gewählt sein. Überhaupt fällt die ungewöhnlich schwermütige Atmosphäre der Folge auf, immerhin sorgt Michael Heltau für Schmunzler, weist einen Hausangestellten beiläufig mit folgenden Worten an: "Alfred, den Kamin!". Alfred Vohrer verdanken wir zahlreiche Perlen deutscher Kino- und TV-Unterhaltung. Vierzehn Edgar-Wallace-Filme, dazu Karl-May-Filme und Simmel-Verfilmungen, den prachtvollen Proto-Derrick namens "Perrak", starke Episoden im Rahmen von "Derrick" und "Der Alte". Noch immer wurden einige -hier nicht genannte- Werke des Filmemachers nicht auf digitalen Medien ausgewertet, ich hoffe auf baldige Nachbesserung. Danke für die vielen schönen Stunden, ich verneige mich, lieber Alfred. Frank Duval steuerte den Song "Liebe und Tod" bei, welcher mit seiner "aufdringlichen Plastik-Melancholie" perfekt in die achtziger Jahre passt. Immerhin war eine mittlere Chartplatzierung in Deutschland und Österreich drin, in der Schweiz gar der siebte Platz. Vohrers Abschied aus der Reihe mag keine Großtat sein, fraglos mutet die vorherrschende Trauerstimmung wie ein bedeutungsvoller Fingerzeig an.

7/10 (gut)

140 Folgen Genuß! Auf geht es, in die zweite Hälfte der insgesamt 281 produzierten Episoden. Ich freue mich drauf!
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