Zombie Brigade - C. Musca/B. Pattison (Trash Coll. # 99/1)

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Zombie Brigade - C. Musca/B. Pattison (Trash Coll. # 99/1)

Beitragvon jogiwan » 23. Jan 2013, 10:47

Zombie Brigade

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Originaltitel: Zombie Brigade

Alternativtitel: Brigade des Schreckens / Night Crawl

Herstellungsland: Australien / 1988

Regie: Carmelo Musca & Barrie Pattison

Darsteller: John Moore, Khym Cam, Geoff Gibbs, Adam A. Wong

Story:

Der skrupellose Grundstücksspekulant und Bürgermeister Harry Ransom, will aus seinem kleinen, verschlafenen Städtchen im australischen Hinterland einen Ort errichten, der die größte Attraktion der südlichen Hemisphäre beheimaten soll. Neben einem Motel und einer Reptilienfarm soll ein riesiger Vergnügungspark namens „Robot Man Park“ errichtet werden. Die wenigen Stadtabgeordneten erhoffen sich sagenhafte Renditen und befürworten daher den Plan des Bürgermeisters. Ein örtlicher Soldatenfriedhof, auf dem gefallene und teils mit einem unbekannten Erreger infizierte Veteranen des Vietnamkrieges ruhen, steht dieser Unternehmung allerdings im Wege. Der selbstgerechte Ransom beschließt diesen umgehend umzusiedeln, da ein entscheidender Besuch eines Investors bevorsteht. Aus Zeitnot lässt er in Absprache mit den Ratsmitgliedern alle sichtbaren Zeichen der Ruhestätte zerstören und auf seinem Befehl hin wird ein Heldendenkmal gesprengt. Durch die Detonation wachen allerdings ein paar vampirähnliche, zu Zombies mutierte Vietnam-Soldaten auf, um sich erbittert für ihre Ruhestörung an den Lebenden zu rächen... (quelle: schnittberichte.com)
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Re: Zombie Brigade - C. Musca/B. Pattison (Trash Coll. # 99)

Beitragvon dr. freudstein » 23. Jan 2013, 14:34

Den hab ich als (unter-) durchschnittlich in Erinnerung. Hab den nach einmaliger Sichtung vor vielen Jahren nie wieder eingelegt. Wird also mal wieder Zeit für.
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Re: Zombie Brigade - C. Musca/B. Pattison (Trash Coll. # 99/1)

Beitragvon jogiwan » 27. Apr 2013, 13:59

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Harry Ransom (Geoffrey Gibbs), der Bürgermeister der verschlafenen, australischen Stadt Lizard Gulley plant den über die Jahre heruntergekommenen Ort mit einem gigantischen Vergnügungspark zu revitalisieren und hat zu diesem Zweck auch japanische Partner gefunden, die mit ihm den unter den Einwohnern nicht unumstrittenen Plan in die Tat umsetzen sollen. Als der japanische Investor Kinoshita (Adam A. Wong) mit seiner Privatsekretärin Yoshie (Khym Lam) zu weiteren Verhandlungen in dem Ort ankommen, hat der geschäftstüchtige Harry daher neben einer abendlichen Party auch ein paar kleinere Attraktionen organisiert, die den Geldgeber bei Laune halten sollen und auch die Sprengung eines Soldatendenkmals gegeben, das sich dummerweise noch auf dem verplanten Grundstück befindet.

Während sich der Gemeindevorstand und Kinoshita am Abend mit ein paar leichten Damen und reichlich Alkohol vergnügen, entsteigen den Trümmern des Denkmals eine Handvoll Vampir-ähnlicher Zombies, die sich im Schutze der Nacht über die ahnungslosen Anwohner hermachen und diese auf brutale Weise ermorden. Auch die Party läuft für Yoshie nicht besonders, da sie eigentlich mit Kinoshita einer Affäre hat, der sich jedoch von der brünftigen Rita bedrängt wird. Als Yoshi die aus dem Ruder laufende Party verlässt und wenig später auf ihrem Zimmer vom Bürgermeister bedrängt wird, hilft ihr der herzensgute Jimmy (John Moore) aus ihrer misslichen Lage, schlägt Ranson k.o. und bringt die junge Frau auf eine entlegene Farm, wo diese die Nacht verbringen soll.

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Auf der Farm stoßen die Beiden auf die ersten Leichen und sehen Jimmys Onkel Charly (Michael Fuller), der sich mit einem alten Stammeszauber der Aborigines der untoten Bedrohung erwehren kann. Zurück in der Stadt ist dort aber bereits das Chaos ausgebrochen, Takashi spurlos verschwunden und zahlreiche Bewohner den Vampir-Zombies bereits zum Opfer gefallen. Als der Sheriff Bill Jackson (Leslie Wright) telefonisch von der katastrophalen Lage berichtet und um Hilfe bittet, wird er jedoch auf einen Notfallplan verwiesen, der die Sperre der bedrohten Region, aber nicht die Rettung dessen Bewohner zur Folge hat und die bedrohten Menschen müssen erkennen, dass keine Hilfe von außen zu erwarten ist.

Mit Tagesanbruch ziehen sich die Zombies in Verstecke zurück, was die Lage der eingekesselten Bewohner von Lizard Gulley jedoch nicht wirklich verbessert. Der Fluchtversuch eines Bewohners mit einem Auto endet mit dessen Tod und die Nerven der restlichen Überlebenden liegen mittlerweile ebenfalls blank, sodass Sherriff Jackson auch alle Hände voll zu tun hat, damit die Lange in der Stadt nicht vollends eskaliert. Jimmy behält jedoch auch in der angespannten Lage die Nerven und ist es auch, der mit seinem Onkel Charlie gemeinsam eine Idee hat, wie man sich der übermächtigen Bedrohung auf recht unorthodoxe Weise entgegnen könnte…

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Das Kiste der Zombie-Filme bietet ja eine Vielzahl sehr guter, passabler und weniger gelungener Beiträge und im Falle des australischen Streifens „Zombie Brigade“ aus dem Jahre 1986 (IMDB) bzw. 1988 (OFDB) sind wir auch sehr eindeutig in der letzteren Kategorie gelandet. Was die beiden Regisseure Carmelo Musca und Barrie Pattinson dem Zuschauer mit ihrem 90-minütigen Film-Desaster zumuten, spottet eigentlich auch jeglicher Beschreibung und auf Vampir-ähnliche Zombies, die einem Kriegerdenkmal entsteigen, erst mal gemütlich eine rauchen, bevor sie sich dann über australische Hinterwäldler und ausländische Investoren hermachen muss man auch erst einmal kommen. Und wer glaubt, dass es im Verlauf des Streifens nicht noch schlimmer kommen kann, wird bei entsprechenden Durchhaltevermögen dann noch mit einem Finale entlohnt, dass man kaum noch in Worte zu fassen vermag.

Die Geschichte des Streifens ist ja wirklich Grütze der allerübelsten Sorte und vermengt scheinbar vollkommen willkürlich Zombies, Vampire, Kriegs-Thematik, Globalisierungs-Kritik und Hinterwäldler-Komödie um bastelt daraus einen schnarchigen Horrorfilm mit lahmen Gags, der sich aufgrund seiner holprigen Erzählweise und Krater-große Logiklöcher trotz unerwarteter Gesangseinlage (!!!) selbst für den aufgeschlossenen Trashologen zur wahren Bewährungsprobe entwickelt. Zwar ist „Zombie Brigade“ schon so doof, dass er schon wieder irgendwie lustig ist und hat auch seine ein- oder zwei lustigen Momente, aber so richtig kommt der „Ozploitation“-Streifen doch nie in die Puschen und auch die zahmen Effekte und schlechte „Make-Up“ rechtfertigen die bisherige Freigabe keinesfalls.

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Die einzig gelungene Szenen in dem Streifen ist dann auch wirklich eine Fahrt durch eine Straße, in der havarierte Fahrzeuge und Leichen geparkt wurden und einen Ansatz dessen bitten, was hier eigentlich möglich gewesen wäre, wenn man ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit hätte walten lassen. Figuren kommen und gehen, unbeteiligte Personen stolpern durchs Bild und anstatt den „Zombiren“ (klingt besser als “Vambies“) mehr Screentime einzuräumen, wird der Zuschauer mit Nonsens-Dialogen, müden Gags und Nebensächlichkeiten gelangweilt und auch die ungewohnten Locations und australische Vegetation werden nicht einmal ansatzweise genutzt.

Auch darstellerisch darf man sich in der Zombie-Persiflage nicht viel erwarten und außer dem sympathischen John Moore als „Jimmy“ und Khym Lam als mehrsprachige und Karriere-ambitionierte Privatsekretärin mit Hang zum Schoßdiktat sticht in dem lahmen Teil auch niemand so wirklich hervor. Die meisten Charaktere sind im Gegensatz dazu ziemlich nervig ausgefallen und manche der Frisuren und Kleidungsstücke, sowie die schlechten Gore-Effekte fallen auch schon eher unter optische Körperverletzung. Generell hat sich hier wirklich niemand mit Ruhm bekleckert und so ist es wenig verwunderlich, dass „Brigade des Schreckens“ mit einer Wertung von 1,9 (von 10) bei der IMDB auch eher in der Guken-Abteilung zu finden ist.

Unterm Strich ist „Zombie Brigade“ ein doch recht lahmer Streifen, der mich persönlich nicht wirklich begeistern konnte und einen kruden und auch nicht geglückten Mix aus allerlei Versatzstückten des Genres bietet. Dass es mit Kriegsopfer-Zombies aber noch schlechter geht, beweist dann nur noch der französische „ Sumpf der lebenden Toten“ den ich mir dann gleich noch im Anschluss gegeben habe und den Streifen dann rückblickend noch ein bisschen besser dastehen lässt. Dennoch ist das australische Werk alles andere als ein Burner und kurz vorm großen Jubiläum eher noch ein kleiner, cineastischer Griff ins Klo, der dann mit ruhigem Gewissen auch eher nur Allesguckern, „Die-Hard“-Trashologen und Zombie-Komplettisten empfohlen werden kann.

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Re: Zombie Brigade - C. Musca/B. Pattison (Trash Coll. # 99/1)

Beitragvon buxtebrawler » 13. Okt 2014, 11:53

Erscheint voraussichtlich am 17.10.2014 bei New Visions Films / Edel Germany noch einmal auf DVD:

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Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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