Yako - Ruben Galindo (Trash Collection # 20)

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Yako - Ruben Galindo (Trash Collection # 20)

Beitragvon jogiwan » 15. Dez 2009, 19:09

Yako - Ruben Galindo (Trash Collection # 20)

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Originaltitel: Yako, cazador de malditos

Herstellungsland: Mexiko / 1986

Regie: Rubén Galindo

Darsteller: Eduardo Yáñez, Gregorio Casal, Humberto Elizondo, Diana Ferreti, u.a.

Story:

Ein sympathisches junges Liebespaar gerät auf einer Zelttour in der Einsamkeit des Urwaldes in die Hände einer Bande von brutalen Kriminellen. Das junge Mädchen wird entführt.
Ihr von den Verbrechern zunächst schwer gequälter und verletzter junger Freund kommt abseits des Urwaldcamps wieder auf die Beine. Er hat nur noch im Sinn, sich zu rächen und sein Mädchen aus der Gewalt der Gesetzlosen zu befreien. Doch dann muss er erfahren, dass sie ermordet wurde. Nach Rambo-Manier setzt er seinen Racheplan in die Tat um, indem er sich mit List und gnadenlosem Waffeneinsatz an die Horde heranschleicht und einen nach dem anderen erledigt…

In einem erbarmungslosen Rachefeldzug jagt er die kaltblütigen Mörder seiner Frau!
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Re: Yako - Ruben Galindo (Trash Collection # 20)

Beitragvon horror1966 » 29. Jul 2010, 22:05

"Wer braucht noch Rambo, wenn es Yako gibt?"


Diese Frage kann man sich nch Ansicht dieses äusserst trashigen Actioners aus Mexiko berechtigterweise stellen, denn entpuppt sich unser Titelheld doch im Laufe der Geschichte als gnadenlose Killermaschine, der unbarmherzig seine Gegner eliminiert. Doch bis es soweit ist, muss man als Zuschauer die ersten gut 30 Minuten durchstehen, in denen eigentlich so gut wie gar nichts passiert und man lediglich mit den beiden Figuren Yako und seiner schwangeren Freundin Diana konfrontiert wird, ohne dabei jedoch besonders viel über die beiden zu erfahren. So gestaltet sich dann auch die Einführung in die Geschichte nicht unbedingt sehr unterhaltsam, was sich dann aber fast schlagartig ändert, als die beiden jungen Leute zum Zelten fahren. Diana wird von einer wilden Horde von Desperados überfallen, vergewaltigt und anschließend getötet, so das Yako blutige Rache schwört.

Nun nimmt die Geschichte so richtig an Tempo auf, denn die Gruppe der Übeltäter ist ziemlich groß und Yako möchte sich an allen rächen, so das es hier fast minütlich Tote zu beklagen gibt. War die erste halbe Stunde des Filmes noch recht zähflüssig und belanglos, kann der Rest des Geschehens nun aber durchgehend durch einen extrem hohen Unterhaltungswert beim Zuschauer punkten, allerdings sollte man keine größeren Ansprüche als Maßstab nehmen, da es sich um den puren Trash handelt. Das fällt allein schon durch die absolut grottenschlechten Darsteller auf, die phasenweise so schlecht agieren, das es schon wieder einen Riesenspaß macht, ihnen bei ihrem dilletantischen Schauspiel zuzusehen. Dem trashigen Szenario angemessen sind auch die deutsche Synchronisation und die vorhandenen Dialoge, denn beide Dinge treiben dem Betrachter doch so manches Mal die tränen in die Augen, so das man sich vor lachen kaum noch halten kann.

Der absolute Höhepunkt des Geschehens ist aber ganz eindeutig die Figur des Yako, der sich im Laufe der Zeit von einem normalen jungen Mann in eine absolute Kampfmaschine verwandelt, die wie eine Kombination aus McGyver und John Rambo erscheint und auch bei der Art seiner Tötungen äusserst facettenreich agiert. Da werden Gegner erschossen, erstochen, in den Sumpf getrieben, oder gar totgesprungen. Bei letzterer Tötungsart rückt der Trash dann auch zu 100% in den Vordergrund, Denn springt Yako seinem Gegner doch von einem Baum auf den Brustkorb und bleibt kerzengerade auf diesem stehen, was ihm mit Sicherheit beim Kunstturnen enorm hohe Haltungsnoten eingebracht hätte. Und dann wäre da auch noch der finale Endkampf mit Dallas, dem Anführer der Banditen, der auch für den Tod von Diana verantwortlich ist. Hier geht es nur mit den Fäusten zur Sache, wobei lediglich immer abwechselnd die Köpfe der beiden Kontrahenten zu sehen sind, wie sie die Schläge des anderen einstecken müssen. Der ganze Kampf wirkt dabei schon so absurd, das man es kaum in Worte fassen kann.

Letztendlich handelt es sich also um einen enorm trashigen Actioner, der qualitätsmäßig sicher nicht viel zu bieten hat, aber nach langatmigen 30 Minuten am Anfang einen Unterhaltungswert aufkommen lässt, der so leicht nicht zu toppen ist. Unter normalen Umständen würde man dieses Werk ganz einfach als grottenschlecht bezeichnen, doch für Trash-Liebhaber entpuppt sich "Yako - Der eiskalte Rächer" als wahre Granate und bietet so erstklassige und sehr kurzweilige Unterhaltung, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Ansonsten würde man nämlich auch einen denkwürdigen und äusserst wirren Score verpassen, da hier von merkwürdigen Geräuschen, die aus einem Slapstickfilm stammen könnten bis hin zur klassischen Musik so ziemlich alles geboten wird. So wird der Trash-Faktor noch einmal zusätzlich herausgestrichen, was dem Film insgesamt gesehen äusserst gut zu Gesicht steht.


Fazit:


Schlechte Darsteller, eine ganz üble Synchronisation und sinnbefreite Dialoge sind die Hauptbestandteile eines Trashfilms, der unglaublich unterhaltsam daherkommt, wenn man einmal die ersten 30 Minuten beiseite legt. Denn danach gibt es Action ohne Ende, die zwar nicht gerade hochklassig ist, aber durchaus ihren Zweck erfüllt. Mich jedenfalls hat diese mexikanische Produktion bestens unterhalten, so das ich für echte Trash-Fans eine unbedingte Empfehlung aussprechen kann.


8/10 Trash-Punkte
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Re: Yako - Ruben Galindo (Trash Collection # 20)

Beitragvon Reinifilm » 30. Jul 2010, 00:15

Hmm... das hört sich verdammt gut an! :D
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Re: Yako - Ruben Galindo (Trash Collection # 20)

Beitragvon jogiwan » 7. Jan 2012, 16:30

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Der junge Student José Luis, der von allen nur Yako genannt wird, hätte eigentlich allen Grund stolz auf seine attraktive Freundin Diana zu sein. Diese ist gerade bei einem Vortanzen entdeckt worden und soll nun als Tänzerin am Broadway groß rauskommen. Doch Yako ist eifersüchtig und sieht die Karrieremöglichkeiten seiner Freundin mit wenig Begeisterung. Als sich auch noch herausstellt, dass Diana schwanger ist und wegen ihrer Karriere das Kind abtreiben möchte, schäumt Yako vor Wut und stellt das Beziehungsende in den Raum. Diana besinnt sich, die beiden heiraten und fahren danach in die Berge um sich bei einem romantischen Versöhnungswochenende wieder näher zu kommen.

Als die beiden jungen Leute an einem abgelegenen See campen geraten sie jedoch unvermittelt in das Visier von bewaffneten Kriminellen, die sich in der abgelegenen Bergwelt vor der Justiz versteckt halten. Die Männer stellen den jungen Leuten nach und vergewaltigen Diana, während Yako zusammengeschlagen wird. Als er wenig später seine Freundin tot am Waldboden findet, schwört er unbarmherzig Rache und durchstreift voller Hass die Wälder, wo er auch wenig später den geheimen Stützpunkt der kriminellen Bande findet. Und während er die darauffolgenden Tage die Vergewaltiger aus der Ferne beobachtet, baut er Fallen, organisiert sich weitere Waffen und beginnt wenig später, seinen grausamen Racheplan auch in die Tat umzusetzen…

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Als großer Fan der CMV´schen Trash-Collection weiß man ja bereits, dass aus Mexiko recht unterhaltsame und obskure Filmchen mit sympathischen Darstellern und ausgeborgten Geschichten kommen und auch „Yako – der eiskalte Rächer“ ist da natürlich keine große Ausnahme. Obwohl der Titel „Yako“ ja irgendwie eher nach einer Doku über einen Packesel in den Anden klingt, ist der Streifen von Regisseur Ruben Galindo ja ein durchaus kurzweiliger „Rape´n Revenge“-Streifen, der systemerhaltend alles bietet, was der geneigte Fan von einem derartigen Streifen aus der Action-Kiste erwartet. Und so ist der 1986 gedreht Film dann auch eine sattsam bekannte Mischung aus „Rambo“, „Ein Mann sieht rot“ „Flashdance“, und „Deadbeat at dawn“ und ist somit eine Art Best-of-80er-Grütze mit jeder Menge schöner Aha-Erlebnisse und lustigen Einfällen.

Die Geschichte selbst ist natürlich nicht wirklich der Bringer – geht aber für einen derartigen Film durchaus in Ordnung. Leider dauert es imho aber ein bisschen zu lange, bis das Rachedings dann in die Puschen kommt und auch die Sache mit der Karriere als Tänzerin zu Beginn dient ja auch nur dazu, in bester „Flashdance“-Manier ein paar Tänzerinnen in engen Lycra-Anzügen zu zeigen, die sich zu heißen Discorhythmen ein bisschen die Seele aus dem Leib tanzen dürfen. Außerdem gibt es zu Beginn auch jede Menge verzichtbarer Dialoge über Schwangerschaft, Familiengründung und die Schlechtigkeit der Welt, bevor es dann nach knapp einer halben Stunde endlich ans Eingemachte geht. Der Rachefeldzug in bester „Rambo“-Manier ist dann aber durchaus blutig inszeniert und auch der Bodycount ist im oberen Bereich. Die ganzen Morde sind jednefalls recht knackig in Szene gesetzt und flugs wird die Horde Kriminelle auf ein kleines Grüppchen dezimiert, bevor es im dramatischen Finale nochmals so richtig zur Sache geht.

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Wie schon bei seinem mexikanischen Regie-Kollegen Rene Cardona scheint es aber auch bei den Galindos zwei Generationen an Filmemacher mit dem gleichen Namen zu geben, sodass es relativ schwierig ist, zu verlässlichen Infos zum Regisseur zu kommen. Laut OFDB und IMDB ist zwar der Herr Papa eindeutig für „Yako – der eiskalte Rächer“ verantwortlich - bei den nachfolgenden Filmen „Friedhof der Zombies“ und „Don´t panic“, die ebenfalls in der Trash-Collection veröffentlicht wurden, war man sich dann aber offensichtlich nicht mehr ganz so sicher. Aber egal ob Junior oder Senior, „Yako“ ist jedenfalls recht solide in Szene gesetzt und bietet neben all seinen schönen Momenten auch noch einen kruden Soundtrack, der ebenfalls für den ein oder anderen Lacher gut ist.

Bei den Darstellern werden ebenfalls keine Gefangenen gemacht und mit Eduardo Yanez als heißblütiger „Yako“ hat man auch einen Mann an Bord, der danach auch richtig Karriere gemacht hat und in Mexico zu den bekanntesten Darstellern zählt. Auch außerhalb hat der gute Herr regelmäßig Einsätze in Hollywood-Filmen und war unter anderem in „the Punisher“ und „Wild Things“ mit von der Partie. Ihm zur Seite steht Gregorio Casal, als Böswicht Texas, der ebenfalls in Mexico ein bekannter Seriendarsteller ist. Hier darf er hingegen mal den Bösen mimen und macht das auch ganz gut. Der Rest der Darsteller ist dann wie üblich eher zu vernachlässigen und maximal Diana Ferreti muss man noch erwähnen, die ebenfalls stattliche 40 Filme und Serien in ihrer Filmografie aufzuweisen hat.

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Unterm Strich bietet „Yako – der eiskalte Rächer“ genau das, was man sich abgesehen von dem unentschuldigten Fehlen von Hugo Stiglitz von einem mexikanischen Streifen aus der Entstehungszeit erwartet. Eine minimale Geschichte, die bekannte Elemente aus erfolgreichen Filmen miteinander verbindet und hübsch routiniert nochmals unter die Leute bringt. Ruben Galindo hat sich jedenfalls nicht nur bei „Rambo“, sondern auch gleich einer Handvoll anderer Filme bedient und bietet trotzdem eine solide Leistung, die in allen Belangen durchschnittlich bis gut ausgefallen ist. Die Dialoge sind Käse, die sympathischen Hauptdarsteller überbieten sich im Overacting und weil das alles noch nicht reicht, gibt es auch einen Soundtrack, der an Größen wie Jean-Michel Jarre, Harold Faltermayer und Ennio Morricone erinnert und auch noch zwei Klassik-Stücke ohne Rücksicht auf Verluste mitverwurstet. Die Mischung aus holpriger Action und dramatischen Terrorfilmchen hat mir jedenfalls recht gut gefallen und daher gibt es am Ende dann auch wohlwollende 6-7 Punkte auf der Trashskala.

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Re: Yako - Ruben Galindo (Trash Collection # 20)

Beitragvon Blap » 1. Mai 2012, 15:47

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Kleine Hartbox (#20) aus der Trash Collection von CMV



Yako - Der eiskalte Rächer (Mexiko 1986, Originaltitel: Yako, cazador de malditos)

Fiese Fratzen im Wald, Yako macht sie kalt

Diana (Diana Ferreti) hat erfolgreich ein Vortanzen hinter sich gebracht, der Traum von der grossen Karriere scheint sich endlich zu erfüllen. Ihr Freund Yako (Eduardo Yáñez) schäumt nicht unbedingt vor Freude über, zu allem Überfluss bricht Diana plötzlich ohne jegliche Vorwarnung zusammen. Lange lässt die Entwarnung nicht auf sich warten, bei einer Untersuchung stellt der Arzt eine Schwangerschaft bei der jungen Frau fest. Nun hängt der Haussegen kurzzeitig schief, denn während sich Yako auf den Nachwuchs freut, sieht Diana ihren Traum gefährdet, denkt über eine Abtreibung nach. Alles wird gut, Diana entscheidet sich für das Balg, das glückliche Paar verkrümelt sich für ein paar Tage in eine idyllische Waldgegend, will dort eine unbeschwerte Zeit verbringen. Die traute Zweisamkeit nimmt ein brutales Ende, aus dem Unterholz taucht der Abschaum der Menschheit auf, Diana wird vor den Augen ihres -von den Schurken überwältigten- Liebsten zu Tode geschändet. Wenig später kann sich Yako befreien, findet in der Nähe die Leiche seiner Freundin. Jetzt hat unser Heldchen die Schnauze gestrichen voll! Yako nimmt sich die wilde Rotte vor, keiner der Vergewaltiger und Mörder soll den Schauplatz des Grauens lebendig verlassen. Texas (Gregorio Casals), widerlicher und sadistischer Anführer der Bande, denkt nicht daran aufzugeben oder gar die Flucht zu ergreifen, ein gnadenloser Kampf auf Leben und Tod nimmt seinen blutigen Lauf...

Mexiko verfügt über einen erstaunlich hohen Ausstoß von kleinen (oft trashigen) Filmen. Leider findet nur ein Bruchtteil dieser Streifen den Weg zu uns nach Mitteleuropa, z. B. im Rahmen der liebenswerten Trash Collection von CMV, die (neben vielen anderen Marschrichtungen) immer wieder Raum für derartige Ergüsse bietet. "Yako - Der eiskalte Rächer" wildert lustvoll in bekannten Gefilden. Die Hauptfigur mutet wie ein Schmalspur-Rambo aus dem Buch der Klischeeabziehbildchen an, sieht dunkelrot wie Charles "Vigilante" Bronson in seiner Paraderolle. Zum Auftakt gibt es ein paar schröcklich-schöne Tanzverrenkungen auf die Augen (Exploitation pur, die Mucke bedient sich dreist bei "Lucifer" von The Alan Parsons Project und labt sich später auch an klassischen Motiven), ganz im Stil der schaurig-schlechten Tanzmachwerke aus jener Zeit. Hektiker sind an der falschen Adresse, "Yako" benötigt einige Zeit um auf Touren zu kommen, aber dann kommt er gewaltig. Zuvor konfrontiert man uns mit über einer halben Stunde Sülze, allenfalls auf dem Niveau einer mittelprächtigen Daily Soap angesiedelt (denen ich sowieso zugeneigt bin, daher kein Problem mit dem lahmarschigen Beginn habe), für viele Betrachter vermutlich eine harte Herausforderung, debile Dialoge und bekloppte Synchronisation inklusive. Schliesslich startet Yako endlich seinen Rachefeldzug, "erstaunlicherweise" entpuppt er sich dabei als cleverer Fallensteller, kommt weitgehend ohne Schusswaffen aus. Selbstverständlich sind die Bösewichter blöd genug einzeln durch den Wald zu streifen, erleichtern somit den Job des Rächers und steigern die Freude des Zuschauers. Munter wird geprügelt, gepöbelt, aufgespiesst und ersäuft, der Rächer gerät hin und wieder in arge Bedrängnis.

Lohnt sich ein Blick auf die Darsteller? Der Mob besteht aus üblichen Hackfressen, die Typen sind so hässlich, die müssen gar keine Grimassen schneiden (herrlich, genau so muss das sein)! Daher lediglich ein paar Worte zu den zentralen Figuren. Eduardo "Yako" Yáñez ist noch immer im Geschäft, oft in Nebenrollen und/oder TV-Produktionen für das US-Fernsehen. Yako ist ein Macho durch und durch, seine Ansichten sind klar, er muss gar nicht aussprechen was er denkt, die Frau gehört geschwängert und an den Herd (...und bitte Söhne werfen, Töchter sind zweite Wahl). Vielleicht durchaus augenzwinkernd gemeint, die Zielgruppe auf dem heimischen Markt des Films vermutlich treffsicher bedienend? Über Diana Ferreti gibt es nicht viel zu sagen, es gab in anderen Mex-Klatschen aufregendere Weibchen zu bewundern. Viel interessanter der Schurkenobermotz, Gregorio Casal (hier als Gregorio Casals am Start) erinnert mich ein wenig an David Carradine in jungen Jahren. Damit genug, anonyme Metzelmasse soll anonyme Metzelmasse bleiben.

Jede Menge Kitsch und Geschleim, dann ordentlich Krawall mit Tod und Teufel. Runter von der kühl-schäbigen Erotik einer Tanzbühne, rein ins wundervolle Waldgebiet am Rande der Zivlilisation. Schade für das glückliche Paar, der Wonnehügel entpuppt sich als Maulwurfshaufen voller Gelump und Otterngezücht, ein verdammter Jammer (verdammtes Glück für den Zuschauer). Wenn Yako zulangt muss der Arzt nicht mehr erscheinen, der Wald färbt sich blutrot, die Kadaver des Lumpenpacks werden der biologischen Entsorgung zugeführt. Übrigens kommt unser strahlender Held in mehrfacher Hinsicht zum Zuge. Zunächst stellt er per Zeugung eines Kindes seine Männlichkeit unter Beweis, dann trumpft er als eiskalter Rächer auf und schaltet eine Übermacht aus, final leuchtet ihm -ein zuvor aus den Fängen der Teufelsbrut gerettetes- Goldlöckchen den Weg zurück ins Leben, ich bin mir sicher, der Rappelriemen bleibt nicht lange unbespielt.

Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Phrasendrescherei kann so schön und treffsicher sein. Dank der soliden CMV-DVD (Bildqualität auf dem Niveau eines ordentliches Tapes) darf sich jeder geneigte Freund grobschlächtigen Unfugs den (h)eis(s)kalten Rächer ins Haus holen, der Bonusbereich gibt ein paar Trailer zu weiteren Titel der Trash Collection her, als Verpackung dient wie immer eine kleine Hartbox.

Mag ich, macht Spass = 7/10 geschlachtete Schurken auf der körperoffenen Hinrichterskala

Lieblingszitat:

Seid vorsichtig! Der Typ ist gefährlich! (Gut erkannt, hilft aber nix...)
Das Blap™ behandelt Filme wie Frauen
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