In Vitro - Charles Band - Trash Collection #92

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In Vitro - Charles Band - Trash Collection #92

Beitragvon jogiwan » 20. Apr 2012, 20:15

In Vitro

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Originaltitel: Hideous!

Herstellungsland: USA / 1997

Regie: Charles Band

Darsteller: Michael Citriniti, Rhonda Griffin, Mel Johnson Jr., Jacqueline Lovell, Tracie May

Story:

Dr. Lorca pflegt ein exzentrisches Hobby: mit Vorliebe sammelt er Abartigkeiten und menschliche Freaks. Diese bekommt er in der Regel von Belinda Yost's kleiner Firma "Gesellschaft für anatomische Spezialexemplare". Doch als ein besonders widerliches Einzelstück aus einer Kläranlage auftaucht, verhökert sie diesen Kadaver an Dr. Lorcas Konkurrenten Napoleon Lazar, um einen besseren Schnitt zu machen. Als Dr. Lorca davon erfährt, hetzt er kurzerhand seine Assistentin auf Lazar, die ihm das außergewöhnliche Exemplar gewaltsam entwendet. Doch der rechtmäßige Besitzer will die Kreatur zurück. Der Zusammenprall der beiden Sammler nimmt eine überraschende Wendung, als das Monster plötzlich zum Leben erwacht und eine blutrünstige Armee widerlicher Freaks reanimiert, die alle nur eines wollen - RACHE! (quelle: exposed/cmv-laservision fanzine
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Re: In Vitro - Charles Band - Trash Collection #92

Beitragvon jogiwan » 2. Sep 2012, 17:03

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Die durchtriebene Geschäftsfrau Belinda Yost (Tracie May) betreibt mit ihrer Firma „Gesellschaft für anatomische Spezialexemplare“ ein lukratives Geschäft mit Missgeburten, Mutanten und sonstigen Kreaturen, die sie günstig von Kläranlagenarbeitern und Schwarzmarkt erwirbt und anschließend gewinnbringend an den exzentrischen Dr. Lorca (Michael Citriniti) für dessen fragwürdige Sammlung verkauft. Doch der Markt ist heiß umkämpft und auch dem wohlhabende Dr. Lazar (Mel Johnson Jr.) sitzt die Brieftasche recht locker, wenn es darum geht, den Mitbewerber in Punkto Sammlerstücke auszustechen.

Als Belinda eines Tages Dr. Lorca und dessen vereinbartes Vorverkaufsrecht übergeht und ein ganz besonderes Exemplar für viel Geld an Dr. Lazar verkauft, bekommt dieser durch Belindas naive Sekretärin Elvina (Rhonda Griffin) Wind von der Sache und hetzt kurzerhand seine exhibitionistische Assistentin Sheila (Jacqueline Lovell) auf Lazar um dessen Errungenschaft gewaltsam zu entwenden. Dieser wiederum hat bereits einen Verdacht und heuert gemeinsam mit Belinda den Detektiven Kantor (Jerry O’Donnell) an, der durch geschickte Verhörmethoden auch sofort den Verdacht hegt, dass die Kreatur nur in Dr. Lorcas Schloss versteckt sein kann.

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Gemeinsam macht man sich auf den Weg zu dem exzentrischen Schlossbesitzer, der zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon ahnt, dass die Kreatur mittlerweile zum Leben erwacht ist und auch andere Mutationen seiner Sammlung reanimiert hat. Das Aufeinandertreffen der beiden erbitterten Gegner steht ohnehin unter keinem guten Stern und nach anfänglicher Zurückhaltung und gegenseitigen Schuldzuweisungen eskaliert die ganze Sache als Dr. Lorca entdeckt, dass seine Schützlinge aus ihren Konservierungsgläsern verschwunden sind und verdächtig sofort Dr. Lazar des Diebstahls.

Um eine Flucht der vermeintlichen Diebe und das Abhandenkommen seiner Schützlinge zu verhindern verriegelt Dr. Lorca das Schloss und sperrt Kantor und die restlichen Gäste kurzerhand in ein Zimmer um so die Herausgabe zu erpressen. Doch die Kreaturen erfreuen sich bereits an ihrer Freiheit und sind damit beschäftigt, das Verhalten der Menschen zu studieren und verbünden sich wenig später mit den Eingesperrten um aus dem Schloss zu kommen. Als auch Dr. Lazar seine Kreaturen im lebendigen Zustand sieht ist er hoch erfreut und sieht das Ziel seiner wissenschaftlichen Träume gekommen, ohne zu ahnen, dass diese mit ihrem Besitzer auch noch eine Rechnung offen haben…

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Herrlich! Auf so einen Mutanten-Schmonz muss man erst einmal kommen und wenn man sich die Inhaltsangabe von „In Vitro – Angriff der Mutanten“ durchliest, so wird rasch klar, dass das ganze Treiben natürlich nicht sonderlich ernstgemeint ist. Und der Streifen von Charles Band aus dem Hause der sympathischen Produktionsschmiede „Full Moon“ ist ja auch eher Komödie als Horrorfilm und überrascht mit flotten Tempo, ebensolchen Sprüchen und jeder Menge Kreaturen, die in liebevoller Handarbeit entstanden und animiert wurden.

Der Streifen fackelt ja nicht lange mit Nebensächlichkeiten und im Gegensatz zu manch anderen Werk kommt in den 1997 entstandenen Werk auch keine Langeweile auf und der Zuschauer bekommt eine humorvolle Geschichte mit skurrilen Charakteren und liebenswerten Mutanten präsentiert, die „Full Moon“-Fans auch kaum enttäuschen wird. Zwar bleibt der Streifen etwas blutarm und hat lediglich am Ende ein paar wildere Momente, aber im Großen und Ganzen zählen hier auch eher die pointierten Dialoge und die überdrehte Geschichte zweier Konkurrenten auf einem sehr speziellen Gebiet.

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Die Geschichte aus der Feder von Benjamin Carr („13 Geister“ und „Hellraiser – Deader“) ist ja auch sehr spaßig ausgefallen und vor allem die abgeklärte Figur der Belinda mit ihren Nikotin-, Alkohol und Gewinnmaximierungssucht, sowie die schreckliche naive Sheila sorgen für erhöhte Lachfrequenz. Auch die restlichen Figuren des Streifens sind auf ihre jeweilige Art sympathisch und sorgen mit ihrer Ernsthaftigkeit für das Gelingen des Streifens. „In Vitro – Angriff der Mutanten“ tendiert ja insgesamt auch eher in Richtung Komödie und bietet nebenher auch noch ein paar freizügige Momenten mit Jacqueline Lovell, die dem männlichen Publikum auch sicher gefallen werden.

Das Herzstück des Films sind aber seine putzigen Kreaturen und im Gegensatz zum lahmen „Shrieker“ bekommen diese auch ordentlich Screentime zur Verfügung gestellt. Besonderes Highlight ist dabei das vieräugige Monster, bei dem man wirklich kirre wird, wenn man es länger betrachtet. Dass man die Missgeburten wie in vielen anderen Filmen auch nicht als herzlos, Instinkt-getrieben und gewaltbereit darstellt, sondern durchaus als sympathische kleine Wesen im Lauf der humorvollen Geschichte positioniert macht „In Vitro – Angriff der Mutanten“ ja ebenfalls zu etwas Besonderem im Genre der Mutanten-Monster-Filme.

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Technisch gibt es nicht viel zu meckern und Charles Band führt sein Ensemble auch sehr routiniert durch die überdrehte Handlung. Für „In Vitro“ hat man in den rumänischen Studios sogar eine hübsche Schlosskulisse bauen lassen, die zweifelsfrei auch sehr gelungen ist. Die gut gewählten Darsteller machen ihre Sache jedenfalls sehr gut und auch die Mutanten sind klasse gemacht, sodass es fast schade ist, dass die kleinen Racker im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen kein Sequel oder gar Serie spendiert bekommen haben.

Unterm Strich bleibt ein kurzweiliger, blutarmer und humorvoller Streifen mit seltsamen Menschen und Mutanten, der das Herz am rechten Fleck hat und den Freund von Werken aus der Diskont-Schmiede von „Full Moon“ auch kaum enttäuschen wird. Wer auf grimmigen und blutigen Horror steht ist bei Charles Band und Konsorten ja ohnehin an der falschen Adresse, aber alle anderen können mit „In Vitro – Angriff der Mutanten“ ja achtzig kurzweilige Partyminuten der etwas anderen Art verbringen, die ordentlich rocken und sicherlich auch zu dem besseren Werken gezählt werden kann, die „Full Moon“ bislang auf die Menschheit losgelassen hat. Spaßig!

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Re: In Vitro - Charles Band - Trash Collection #92

Beitragvon Die Kroete » 4. Sep 2012, 01:30

"In Vitro" ist zusammen mit "Shrieker" auf jeden Fall, ein Höhepunkt des amerikanischen Trash-Kinos und gehört für mich zu den Besten, unter dem Namen Charles Band! :thup:

Ich besitze zwar z.Zt. nur die alten VPS-Tapes, werde mir aber, sobald ich wieder flüssig bin, die Scheiben bestimmt noch zulegen :nick:
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