Vampirella - Jim Wynorski (Trash Collection #110)

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Vampirella - Jim Wynorski (Trash Collection #110)

Beitragvon jogiwan » 30. Okt 2014, 21:22

Vampirella (Trash Collection #110)

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Originaltitel: Vampirella

Herstellungsland: USA / 1996

Regie: Jim Wynorski

Darsteller: Talisa Soto, Roger Daltrey, Richard Joseph Paul, Brian Bloom, Corinna Harney

Story:

Auf dem Planeten Draculon entkommt der gewalttätige Vampir Vlad aus dem Gefängnis und tötet dabei den Vater der schönen Vampirella. Zusammen mit seinem Gefolge begibt sich Vlad auf den Weg zur Erde, um dort seinen Durst nach menschlichem Blut zu stillen. Während er unter dem Namen Jamie Blood in L.A. sein Unwesen treibt, ahnt er nicht, dass die attraktive und rachsüchtige Vampirella ihn mit Hilfe von Adam van Helsing, dem Sohn des berühmten Vampirjägers, jagt, um seiner Herrschaft ein für allemal ein Ende zu setzen. (quelle: cmv-laservision)
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Re: Vampirella - Jim Wynorski (Trash Collection #110)

Beitragvon Dr. Johnny Danger » 16. Nov 2014, 12:23

Oh je, das sich wirklich Jemand traut den Film in Deutschland auf DVD zu veröffentlichen...
Kein Smartphone und Facebook Account aber trotzdem glücklich!

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Re: Vampirella - Jim Wynorski (Trash Collection #110)

Beitragvon karlAbundzu » 16. Nov 2014, 12:41

so hlimm?
ich mochte ja einige der frühen Vampirella Comics, und nachdem der Onel irgendwo nelich das Plakat zum Hammer-Anlauf der Vampirella Verfilmung postete (der nie verwirklicht wurde), wurde mir ganz weh ums herz.
aber die monster-flics von Wynorski/Corman sind so schlecht ja nicht.

PS: Der Trailer sieht doch ganz launig aus, und immerhin Roger Daltrey und einem Bond-Girl.
www.youtube.com Video From : www.youtube.com
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Vampirella - Jim Wynorski (Trash Collection #110)

Beitragvon Onkel Joe » 17. Nov 2014, 00:10

Der Film passt wunderbar in die Trash Collection, ist halt ein echter Wynorski und somit echter Trash!

Keine Bombe aber mit viel Herzblut entstanden, ist für kleines Geld auf alle Fälle eine blick wert.
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Re: Vampirella - Jim Wynorski (Trash Collection #110)

Beitragvon jogiwan » 11. Jan 2015, 16:30

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Entgegen den gesellschaftlichen Gepflogenheiten seines Heimatplaneten Drakulon, trinkt der Bösewicht Vlad (Roger Daltrey) als Nahrung nicht das frische Blut aus den Flüssen des fernen Planeten einer anderen Galaxie, sondern direkt aus dem Hals seiner an sich friedlichen Vampir-Bewohner und wird daraufhin für sein barbarisches Verhalten verhaftet und in den Kerker geworfen. Als Vlad dafür vom Weisen-Rat zum Tode verurteilt werden soll, wird er jedoch während der Verhandlung von Sympathisanten befreit und tötet vor der trickreichen Flucht mit einem Raumschiff in ferne Galaxien nicht nur den gesamten Rat, sondern auch den weisen Fürsten von Drakulon, dessen besonnene Tochter Ella (Talisa Soto) daraufhin grausame Rache schwört.

Dreißig Jahrhunderte später ahnen Adam von Helsing (Richard Joseph Paul) und sein Partner Walsh (Lee de Broux) einer Spezialeinheit zur Vampirbekämpfung nichts von dem außerirdischen Ursprungs des Vampirkults, der die Erde unsicher machen und als es gelingt, den Vampir Demos zu verhaften, verrät dieser die Tarnung des unsterblichen Anführers Vlad, der mittlerweile als Rockstar Jamie Blood in Las Vegas sein Unwesen treibt. Auch die hübsche Ella schafft es nach einem unfreiwilligen Zwischenstopp auf dem Mars auf die Erde und sucht als Vampirella getaufte Rächerin im knappen Outfit und synthetischen Blut als Nahrungsquelle nach den Mördern ihres Vaters und findet Vlads ehemaligen Verbündeten Traxxx (Tom Deters), der mittlerweile als renommierter Professor an einer Uni unterrichtet und von Ella im Zweikampf zur Strecke gebracht wird.

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Durch Traxxx kommt Ella ebenfalls auf die Spur von Musiker-Vampir Vlad und reist nach Las Vegas um aufreizend bei einer seiner Shows im Publikum zu sitzen. Die Anwesenheit der hübschen Ella bleibt Vlad auch nicht verborgen und er macht sich an die hübsche Frau heran, ohne zu ahnen, welche Absichten diese hegt. Als sich die hübsche Frau wenig später bei einem Date rächen möchte, wird sie von Adam und seinem Team durch eine lang geplante Aktion daran gehindert und gemeinsam mit Vlad festgenommen. Dieser kann sich jedoch bereits wenig später wieder aus der Gewalt des Säuberungsteams befreien, während Vampirella die Mannschaft mit ihrer Resistenz gegen gängige Mittel wie Kreuze, Knoblauch, Weihwasser und Sonnenlicht vor neue Rätsel stellt.

Vampirella erzählt den verdutzten Ermittlern auch alles von ihren Planeten Drakulon samt seinen friedfertigen Bewohnern und untermauert damit Adams Theorie, dass der Vampiermythos, wie ihn die Menschheit kennt, außerirdischen Ursprungs ist. Während Adam vorschlägt, gemeinsam mit Vampirella gegen Vlad und seine Mannschaft vorzugehen, bleibt Walsh weiter skeptisch und vermutet, dass die hübsche Frau mit dem Bösewicht unter einer Decke steckt. Diese Befürchtung scheint sich auch zu bewahrheiten, als Adam in seiner Wohnung entführt wird und während Vampirella versucht, den Sohn des Vampirjägers aus der Gewalt des Verbrechers zu befreien, entdeckt Vampirella, dass Vlad und sein Vampir-Gefolge noch weit finstere Pläne hegen und die Apokalypse kurz bevor steht…

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Der von dem berüchtigten Viel-Filmer Jim Wynorski im Jahre 1996 gedrehten Comic-Adaption „Vampirella“ aus der Produktionsschmiede von Roger Corman eilt ja in Fankreisen ein bestimmter Ruf voraus, der mit „wenig wohlwollend“ ja noch sehr schmeichelhaft umschrieben ist. Nicht wenige enttäuschte Zuschauer und Comic-Fans halten den „Direct-to-Video“-Schnellschuss für eine der schlechtesten Comic-Verfilmungen aller Zeiten und trotz attraktiver Hauptdarstellerin, jeder Menge turbulenter Ereignisse, dem „The Who“-Sänger Roger Daltrey als Bösewicht und einem Cameo-Auftritt von John Landis ist der Streifen leider kein Werk geworden, dass die Masse an streitbaren „Sci-Fi“-Horror-Comic-Nerds hätte begeistern können.

Man kann sich aber schon gut vorstellen, dass es als Fan der Comics wohl auch eher schwierig sein wird, die teils haarsträubend erscheinende Umsetzung der angeblich sehr wilden und mir leider unbekannten Vorlage gut zu finden und wenn man nicht einen ausgeprägten Hang zu eher trashigen Filmen aus der Diskont-Ecke hat, wird man mit „Vampirella“ vermutlich auch eher wenig Freude haben. Der Streifen ist zwar liebenswert, aber gleichzeitig auch in allen Belangen recht billig ausgefallen, bedient sich zu Beginn auch noch an Szenen aus dem Streifen „Planet des Schreckens“ und erinnert auch ansonsten stark an die charmant-naiven, wenn auch selbst in Genre-Kreisen nicht gänzlich unumstrittenen Werke aus der Produktionsschmiede eines Charles Band, der die Welt und auch die Trash-Collection seit Jahrzehnten mit kostengünstigen Werken und geschicktem Franchise bereichert.

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Der amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Jim Wynorski ist ja wohl auch nicht die erste Adresse für Fan-freundliche Comic-Adaptionen, sondern eher für seine zahllosen Erotik- und B- bis C-Actionfilme bekannt, die der umtriebige Mann mit oder ohne Pseudonym zuhauf dreht und die IMDB listet aktuell fast 100 Filme mit so blumigen Titeln wie „The Bare Wench Projekt“, „The Hills have Thights“ oder „The Witches of Breastwick“, bei denen man sich schon vorstellen kann, auf welchen Körperregionen der Fokus gelegt wurde. Generell scheint sich der gute Mann ja für kein Thema zu schade und Titel wie „Dinoroc vs. Supergator“, „Piranhaconda“ und „Camel Spiders“ lassen darauf schließen, dass der mittlerweile 64jährige Regisseur neben weiblicher Anatomie neuerdings anscheinend auch ein großes Interesse an ungewöhnlichen Kreuzungen der Tierwelt mit Schwerpunkt Beißkraft an den Tag legt.

Wider Erwarten und weitläufiger Meinung ist „Vampirella“ aber eine doch sehr unterhaltsame Sache und auch wenn die turbulente Vampir-Sause immer etwas arg neben der Spur erscheint, so langweilt der 1996 entstandene Sci-Fi-Horror-Schnellschuss den Zuschauer zumindest nicht mit Leerlauf und irgendwelchen Nebensächlichkeiten, sondern prescht mit seiner haarsträubenden Handlung stets richtig nach Vorne. Von Planeten Drakulon bis auf der Erde mit 3000 Jahren Zeitunterschied ist es ja nur ein Katzensprung bzw. ein paar Filmminuten und mit verstaubten Vampirklischees wird in „Vampirella“ ebenfalls gründlich aufgeräumt und wem das alles noch nicht recht, bekommt neben etwas nackter Haut auch noch ein furiose Finale bei der bekannten „Hoover Talsperre“ nahe Las Vegas serviert.

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Auch darstellerisch gibt sich der Streifen durchaus Mühe und präsentiert seine attraktive und auch durchaus talentierte Hauptdarstellerin sicherlich zur Freude der männlichen Zuschauerschaft auch möglichst oft im knappen Outfit. Talisa Soto, die immerhin an der Seite von Timothy Dalton in dem Bond-Abenteuer „Die Lizenz zum Töten“ mitwirkte, macht auch in „Vampirella“ stets eine gute Figur und hatte an dem trashigen Abenteuer anscheinend auch großen Spaß. Über Roger Daltrey kann man hingegen durchaus geteilter Meinung sein und obwohl der Sänger von „The Who“ auf eine durchaus umfangreiche Filmografie zurückblicken kann, hat er sich in „Vampirella“ sicher nicht mit Ruhm bekleckert. Die restlichen Darsteller sind da meines Erachtens schon besser gecastet und neben den Serien-erprobten Darstellern Richard Joseph Paul und Brian Bloom gibt es auch noch andere bekannte Gesichter aus der zweiten Reihe sowie Angus Scrimm („Das Böse“) und Regisseur John Landis in kurzen Cameos.

CMV-Laservision bringt den Streifen als Nummer 110 der Trash-Collection und zu der beliebten Reihe passt der Streifen dann auch wie die Faust aufs Auge. „Trash as Trash can“ ist hier nicht nur eine weitere Ankündigung geschickter Marketing-Strategen, sondern durchaus Programm und wer die Scheibe in den Player schiebt soll hinterher nicht sagen, dass er nicht ausdrücklich gewarnt wurde. Die Qualität der Scheibe ist dabei eigentlich sehr gut und neben der deutschen Synchro gibt es wie gewohnt auch noch die englische Sprachfassung, sowie einen launigen und informativen Audiokommentar von Jim Wynorski, der hier auch aus dem Nähkästchen plaudert. Abgerundet wird die schicke Veröffentlichung der zu Unrecht vielfach gescholtenen Films dann noch mit weiteren Trailern aus dem Programm des Berliner Labels.

Unterm Strich glänzt dieser Action-Horror-Vampir-Spaß neben einem ehemaligen Bond-Girl jedenfalls mit viel knapp bekleideter Haut, jeder Menge Latex-Kostümen und noch mehr lustiger Ideen aus der Vampir-Ecke, die die bierselige Männerrunde und andere aufgeschlossene Zuschauer auch nicht enttäuschen sollte. Ein charmant-trashiger Streifen mit Biss und parodistischen Zügen von dem umtriebigen Viel-Filmer Jim Wynorski, der die schwarz-weiße Comic-Vorlage von Forrest J. Ackerman in eine knallbunte Las Vegas-Party und einem Hangover-Trip für Vampire und Vampirjäger verwandelt und dabei alles auf den Kopf stellt, was man in Punkto Blutsauger schon so alles gehört und gesehen hat. Die Comic-Adaption hat ihr Herz jedenfalls schon am richtigen Fleck und ist entgegen manch anders lautender Meinung überraschend unterhaltsam, kurzweilig und liebenswert ausgefallen.

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