The Uninvited - Greydon Clark - Trash Collection #107

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The Uninvited - Greydon Clark - Trash Collection #107

Beitragvon jogiwan » 30. Jun 2014, 07:38

The Uninvited

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Originaltitel: Uninvited

Herstellungsland: USA / 1988

Regie: Greydon Clark

Darsteller: Toni Hudson, Eric Larson, Alex Cord, George Kennedy, Clu Gulager

Story:

Eine Katze, an der Experimente vorgenommen wurden, kann aus einem Versuchslabor entkommen. Sie läuft einer jungen Frau in die Arme, die mit ihren Freunden eine Schiffsfahrt machen möchte, nachdem sie von einem fragwürdigen Mann dazu eingeladen wurde. Auf den Weiten des Meeres entpuppt sich das kleine Kätzchen als Hülle, in derem Inneren eine Killerkatze steckt, die aus dem Maul der Kuschelmietze herausschießt, wenn sie sich ihre Opfer holen will. Da sich der Besitzer des Schiffes zusätzlich noch als Verbrecher entpuppt wird die Fahrt alles andere als gemütlich. (quelle: ofdb.de)
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Re: The Uninvited - Greydon Clark - Trash Collection #107

Beitragvon jogiwan » 2. Nov 2014, 16:49

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In einem schicken Hotel in Ford Lauderdale treffen die beiden abgebrannten Studentinnen Bobby (Clare Carey)und Suzanne (Shari Shattuck) in ihrer „Spring-Break“-Urlaubswoche auf den smarten Börsenmakler Walter (Alex Cord), der die beiden Mädchen neben einem gemeinsamen Abendessen auch spontan zu einem luxuriösen Bootstrip auf seiner eigenen Yacht in die Karibik einlädt. Was sich jedoch im ersten Augenblick sehr gönnerhaft anhört, ist in Wirklichkeit die berechnende Tat eines skrupellosen Mannes, dem bereits die Finanzbehörde im Nacken sitzt und der mit seinen beiden Geschäftspartnern Albert (Clu Gulager) und Harvey (George Kennedy) auch vor Mord nicht zurückschreckt und dringend ein paar harmlos erscheinende Zeuge für einen Trip zu den Cayman Inseln benötigt um eine große Menge Bargeld außer Landes zu schaffen.

Da Bobby und Suzanne dem älteren Mann und seinen Absichten nicht so wirklich über den Weg trauen, laden die Beiden auch drei Jungs zu dem Trip ein, die sie kurz zuvor kennengelernt haben und als eines der Mädchen auch noch eine ausgehungerte Katzen findet, wird auch diese unter den Arm geklemmt, ehe sich der hoffnungsfrohe Trupp an Bord des geräumigen Schiffes begibt. Walter ist angesichts der menschlichen und tierischen Mitbringsel wenig erfreut, willigt jedoch ein, da ihm abgesehen von dem weiblichen Kapitän Rachel alle restlichen Crew-Mitglieder abhanden gekommen sind und sich die drei Burschen Corey (Rob Estes), Daryl (Michael Holden) und Martin (Eric Larson) bereit erklären, die zahlreichen Aufgaben an Bord zu übernehmen und auch eine Katze an Bord Glück bringen soll.

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Doch schon wenig sorgt gerade der tierische Gast für Panik und Entsetzen, als sich die Katze als Wirt für ein mutiertes und hochgiftiges Wesen entpuppt, dass kurz zuvor aus einer streng geheimen Forschungseinrichtung entkommen ist. Als Erstes wird Albert während eines Sturms von dem Tier angefallen und geht über Bord und am nächsten Tag entdeckt der Biologie-Student Marten ein blutgetränktes Stück seiner Kleidung, auf dem das Blut bereits ebenfalls mutiert ist. Als das Monster auch noch sämtliche Nahrungsmittelvorräte kontaminiert und den Motor des Schiffes beschädigt liegen schon bald die Nerven blank und während Walter noch immer bestrebt ist, sein Geld in Sicherheit zu bringen und jeder Form des Hilferufs sabotiert, beginnt für die restlichen Crew-Mitglieder auf ein hoher See ein Kampf ums blanke Überleben…

Obwohl Greydon Clark eher ein Name ist, der beim durchschnittlichen Genre-Fan eher Schulterzucken als große Begeisterungsstürme auslöst, ist der in Michigan geborene Regisseur doch für zahlreiche Filme verantwortlich, die sich bei vielen Filmfans durchaus großer Beliebtheit erfreuen. So zeichnet sich Clark sowohl für den kuriosen Blaxploitation-Beitrag „Black Shampoo“, wie auch für den kurzweiligen Sci-Fi-Horror „Das Geheimnis der fliegenden Teufel“ und den Banden-Terror-Streifen „Hi-Riders – Jungs laßt die Fetzen fliegen“ verantwortlich und war auch in so obskuren Streifen wie „Die Sadisten des Satans“ und „Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein“ als Darsteller zu sehen. Ein großes Faible für eher trashige Stoffe scheint dem Herrn also auch im Blut zu liegen und so ist es wenig verwunderlich, dass der kurzweilige „Uninvited“ auch eher nicht zu den Glanzleistungen des Genres gezählt werden kann.

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Hier geht es neben dem Abgesang auf Materialismus, Börsenspekulanten und Yuppietum ja vor allem um vage Kritik an Tierversuchen bzw. um eine unschuldig-aussehende und dauer-miauende Katze als unangekündigter Partygast mit garstigen Innenleben, die aus einem Hochsicherheitslabor entkommt, bevor sich die zuvor als Tumor diagnostizierte Wucherung als bösartiger, gewaltbereiter und hochgiftiger Organismus entlarvt wird. Dieser kommt immer dann zum Vorschein kommt, wenn der Katze oder ihrem Umfeld etwas Böses geschieht oder es das Drehbuch für richtig erachtet, dass wieder einmal etwas Blut und Gore der ansonsten eher trögen Handlung durchaus zuträglich sein könnte. Greydon Clark, der in dieser Video-Produktion auch das Drehbuch verbrochen hat, vermischt in seinem Creature-Feature ja Belagerungsatmosphäre mit jeder Menge kruder Entwicklungen, die den Zuschauer auch immer eher schlecht als recht bei Laune halten.

Mit Ruhm hat sich in „Uninvited“ wohl niemand bekleckert, auch wenn die Creature-Effekte durchaus sympathisch in Szene gesetzt wurden, das Blut ordentlich durch die Gegend spritzt und am Ende sogar eine Miniatur-Yacht effektiv zum Einsatz kommt. Die panische, dramatische und ausweglose Situation an Bord will sich jedenfalls nicht so wirklich auf den Zuschauer übertragen und neben der ohnehin schon haarsträubenden Ausgangssituation und dem durchaus seltsamen Bedrohungsszenario sind auch die Charaktere fast ausnahmslos von der eher unsympathischen Sorte, sodass sich auch das Mitfiebern der Figuren beim Überlebenskampf auf hoher See eher in Grenzen hält. Am meisten Sympathien hat dann ja auch ohnehin die Mauz auf ihrer Seite, die auch mühelos den restlichen Cast-Membern auch mühelos die Schau und Leinwandpräsenz stiehlt.

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Auch von den Schauspielern sollte man sich nicht zu viel erwarten und der sehr behäbig agierende George Kennedy hat in dem Streifen auch noch eine kleine Kampfszene, die mit ihrer fast schon zelebrierten Lustlosigkeit ja ebenfalls zu den Höhepunkten des Streifens zählt. Der Rest des Casts ist ebenfalls aus alternden Serien-Darstellern, jungen Knall-Chargen und sportlichen Damen zusammengesetzt, die in denkbar geschmacklose Kleidungsstücke gesteckt wurden, die diesen Namen auch gar nicht verdienen. Auch inszenatorisch ist „Uninvited“ eher arg durchschnittlich und punktet maximal durch die Locations an Bord der Yacht, die aber auch nur in den seltensten Fällen wirklich genutzt wird. Abgerundet wird das Ganze dann noch mit einem Achtzigerjahre-Soundtrack aus der Dose, der ebenfalls kaum Akzente setzen kann.

Als Nummer 107 der beliebten „Trash-Collection“ passt der Streifen aber ganz gut ins restliche Programm und bietet als deutsche DVD-Premiere solide Unterhaltung der eher trashigen Art, die das tierisch-monströse Treiben dem staunenden Publikum im Gegensatz zu den bisherigen VHS-Auswertungen nun auch erstmalig ungekürzt präsentiert. Die Bildqualität ist etwas durchschnittlich und als Bonus gibt es leider nur den Trailer in VHS-Qualität und eine kurze Bildergalerie, sowie die Trailer zu „Kosmokiller – Sie fressen alles“, „Zombie Death House“ und „Forbidden Zone“, die ebenfalls im Rahmen der Trash-Collection bereits erschienen sind.

Unterm Strich bleibt eine sympathische, aber auch nicht sonderlich herausragende Mischung aus Tier- und Creature-Horror und ein Horror-Streifen wie sie in den Achtzigern mit abgehalfterten Serien-Stars wohl am Fließband produziert wurden. Leider ist ja die Story aber weder sonderlich logisch noch über die gesamte Laufzeit originell und bietet auch nur die üblichen Figuren vom bösen Börsenmakler bis hin zu etwas zu unbedarften Studenten, die sich auf hoher See auf einmal einer bösartigen Bedrohung in Form einer mutierten Katze gegenübersehen. „Uninvited“ ist dann auch eher ein etwas lieb- und Höhepunkts-los inszenierter Low-Budget-Horror von der Stange, der zwar nicht wirklich schlecht, aber leider auch nicht sonderlich gut ausgefallen ist.

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