The Ripper – Christopher Lewis (Trash Collection # 42)

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The Ripper – Christopher Lewis (Trash Collection # 42)

Beitragvon jogiwan » 16. Dez 2009, 08:48

The Ripper – Christopher Lewis (Trash Collection # 42)

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Originaltitel: Ripper, The

Herstellungsland: USA / 1985

Regie: Christopher Lewis

Darsteller: Andrea Adams, Tom Savini, Tom Schreier, Wade Tower, u.a.

Story:

1888 - Binnen zwei Monaten werden im Londoner East End mehrere Frauen bestialisch verstümmelt. Die Verbrechen konnten nie aufgeklärt werden. Eine Legende entsteht um die mysteriösen White-Chapel-Morde - die Legende von Jack the Ripper!

100 Jahre später - Richard Harwell, Geschichtsdozent an einer Universität in Oklahoma, hält eine Vorlesung über berühmte Serienkiller. Bei seinen Recherchen stößt er auf die Abbildung eines Rings, der beim letzten Opfer gefunden worden ist. Ein Ring, der ihm tags zuvor in einem Trödelladen als Rarität zum Kauf angeboten wurde...
Ist es Zufall, dass mit dem Auftauchen des Rings eine Reihe rätselhafter Todesfälle auftreten, die die Handschrift des berüchtigten englischen Frauenmörders tragen? Steve, ein junger Student, dessen Verlobte unter den Opfern ist, geht schließlich auf eigene Faust den Spuren nach und entdeckt ein grauenvolles Geheimnis ...

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Re: The Ripper – Christopher Lewis (Trash Collection # 42)

Beitragvon jogiwan » 5. Jan 2012, 11:48

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Der Streberstudent Steve (Wade Tower) und seine entzückende Freundin Carol (Mona Van Pernis) besuchen ein Seminar über filmische Abhandlungen berühmter Verbrechen, der von Professor Harrell (Tom Schreier) gehalten wird, der als Cineast zu diesem Thema auch allerlei zu erzählen weiß. Als erstes steht dann mit Jack the Ripper auch gleich einer der bekanntesten Mörder der (Film-)Geschichte am Programm, der Ende des 18. Jahrhunderts auch allerlei Prostituierte gemeuchelt hat. Doch die Welt der boshaften Mörder und Psychopathen ist nicht das einzige Interessensgebiet des sympathischen Professors und auch für seine Freundin Cindy (Andrea Adams), einer begnadeten Tanzlehrerin, bleibt natürlich genügend Zeit.

Als der Professor samt Freundin in einen Antiquitätenladen einer schrulligen Frau einen klobigen Ring entdeckt, denken sich die Beide nichts Schlechtes. Wenig später stößt Prof. Richard bei seinen Recherchen für sein Seminar in einem neu erschienen Buch auf einen Ring, den Jack the Ripper angeblich an einem seiner Tatorte verloren haben soll. Und natürlich handelt es sich bei diesem ominösen Stück natürlich um den Ring, den der Professor tags zuvor in dem Geschäft bereits am Finger hatte. Die Neugier ist geweckt und nach ein paar harmlosen Komplikationen ist das Teil dann auch käuflich erworben. Kaum den Ring auf den Finger gestülpt, hat Richard auch schon eine seltsame Vision: er schneidet seiner Cindy in einem Theater die Kehle durch und weidet sie auch noch aus bis er das noch pumpende Herz seiner Freundin in Händen hält.

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Am nächsten Tag erfährt Richard von seinen Studenten, dass tatsächlich einer Frau in einem Theater die Kehle durchgeschnitten wurde und ist entsetzt. Doch das ist erst der Beginn einer blutigen Mordserie, in der allerlei Mädels nach dem Muster der Ripper-Morde effektreich ins Jenseits befördert werden. Die Polizei steht wie üblich vor einem Rätsel und glaubt an einen Nachahmungstäter, der sich in der Gruppe des Professors befinden könnte. Doch als auch noch die blonde Carol vor den Augen ihres Freundes Steve ermordet wird, recherchiert dieser auf eigene Faust und bald gerät Professor Harrell als Tatverdächtiger ins Visier…

Frage an die Experten: was ist modrig, muffig und macht seltsame Geräusche? Korrekt! Der richtige Jack the Ripper, der angesichts dieses Filmes im Grab rotiert. Denn wer sich auch immer hinter der Identität des legenden-umrankten Mörders, der im Lauf der Geschichte zahlreiche Autoren, Regisseure und Kriminologen beflügelt hat, verborgen hat – das hätte er wohl nicht verdient. Das was Regisseur Christopher Lewis samt Ensemble mit der Amateur-Gurke „The Ripper“ dem Zuschauer zumutet fällt eigentlich auch schon unter das Betäubungsmittelgesetz. So eine Schlaftablette müsste dann auch eigentlich rezeptpflichtig sein. Man nehme die Optik einer Folge „California Clan“, vermische diese mit dümmlichen Dialogen und einer komplett erschütternden 80er-Jahre-Tanz-Choreografie a la Flashdance und würze das Gemurkse anschließend noch mit ein paar deftigen Gore-Effekte: Voila - fertig ist das abstruse Werk für den Videomarkt, über das wohl keiner sprechen würde, wenn nicht FX-Guru Tom Savini in den letzten 10 Minuten einen kurzen Auftritt als titelgebender Ripper hätte.

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Die Geschichte des sympathischen Professors, der durch einen potthässlichen Ring von Jack the Rippers Geist besessen wird und dann wahllos die holde Weiblichkeit dezimiert ist ja nicht unbedingt hitverdächtig und wird dann aber noch mit anderen Lächerlichkeiten, Filmfehlern und der Nebenhandlung des verliebten Studentenpärchens unnötig in die Länge gezogen. Und allein der erste Auftritt des Rippers während des Vorspannes mit übertriebenem Einsatz der Nebelmaschine sorgt für Freude und Heiterkeit. Auch wenn das Geschehene offensichtlich im London des 19. Jahrhunderts stattfinden soll, sieht man aber im Hintergrund sehr schön das Licht eines Motorrades. Spaßig auch die Szene mit einem Opfer, welches minutenlang versucht, mit einem Schlüssel das Schloss des Autos aufzusperren. Sowas sollte selbst einer Blondine in Todesangst in kürzerer Zeit gelingen. Ganz schlimm auch der Ripper-Ring aus dem Kaugummi-Automaten, der wirklich so hässlich protzig ausgefallen ist, dass nicht einmal P.Diddy 50 Cent dafür bezahlen würde. Und warum um Himmels Willen diese komplett unnötige Tanz-Sequenz in den Film integriert werden musste, wird wohl auf ewig das Geheimnis des Regisseurs bleiben.

Aber immerhin handelt es sich ja auch um einen amerikanischen Amateur-Streifen aus den Untiefen der Achtziger-Jahre der für den Videomarkt produziert wurde, sodass man „the Ripper“ einfach nicht nach normalen Gesichtspunkten bewerten kann und auch gar nicht sollte. Der ein oder andere Lacher ist ja schon garantiert, auch wenn der Film mit seiner Laufzeit von 104 Minuten eindeutig viel, viel zu lang geraten ist. Eine kürzere Laufzeit hätte zwecks Temposteigerung und eine straffere Handlung hätte ja sicherlich nicht geschadet. Die Darsteller, vor allem die schmierigen Studentenfuzzis sind allesamt hölzern und austauschbar und werden von einem Clint Eastwood-Poster auch mühelos an die Wand gespielt. Kameraführung, Ausstattung und Musik sind auch nicht der Rede wert und selbst Herr Savini mit seinen fluoreszierenden Kontaktlinsen und berührenden Monolog am Ende vermag es da dann auch nicht mehr, den Film auch nur annähernd zu retten.

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Die Bildqualität ist ebenfalls ziemlich mies und passt somit harmonisch zur billigen Machart des gesamten Filmes. Die deutsche Synchronisation ist absolut grottig und der ganze Rest wirkt wie aus der Diskont-Abteilung eines Slasher-Supermarktes. Auch wenn die Geschichte doch teils recht gorig daherkommt, kann der Rest so gar nicht überzeugen und auch der Unterhaltungswert hält sich bei dem zu langen Werk ebenfalls in Grenzen. Unterm Strich reicht es für den – neben „Last Slumber Party“ wohl schwächsten Vertreter der Trash Collection trotz herzschonender Story, haarsträubender Synchro, uncharismatischen Hauptdarstellern und ein paar netten Einfällen dann auch nur für maximal 3 von 10 Punkten.

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Re: The Ripper – Christopher Lewis (Trash Collection # 42)

Beitragvon buxtebrawler » 5. Jan 2012, 15:01

jogiwan hat geschrieben:Die Darsteller, vor allem die schmierigen Studentenfuzzis sind allesamt hölzern und austauschbar und werden von einem Clint Eastwood-Poster auch mühelos an die Wand gespielt.


:lol:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: The Ripper – Christopher Lewis (Trash Collection # 42)

Beitragvon DrDjangoMD » 5. Jan 2012, 15:06

buxtebrawler hat geschrieben:
jogiwan hat geschrieben:Die Darsteller, vor allem die schmierigen Studentenfuzzis sind allesamt hölzern und austauschbar und werden von einem Clint Eastwood-Poster auch mühelos an die Wand gespielt.


:lol:


Das ist so witzig, weil es war ist. Bei deinem letzten Screenshot habe ich erst beim zweiten Hinsehen, den Schauspieler im Vordergrund erkannt :nick:
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Re: The Ripper – Christopher Lewis (Trash Collection # 42)

Beitragvon buxtebrawler » 13. Okt 2014, 11:48

Erscheint voraussichtlich am 17.10.2014 noch einmal bei New Vision Films / Edel Germany auf DVD:

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Extras: Dokumentation TOM SAVINIS HORROR EFFECTS (ca. 40 Min.), Bildergalerie, Programmtrailer

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=57655
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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