The Last Slumber Party – Stephen Tyler (Trash Coll. # 45)

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The Last Slumber Party – Stephen Tyler (Trash Coll. # 45)

Beitragvon jogiwan » 16. Dez 2009, 08:54

The Last Slumber Party – Stephen Tyler (Trash Collection # 45)

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Originaltitel: Last Slumber Party, The

Herstellungsland: USA / 1987

Regie: Stephen Tyler

Darsteller: Jan Jenson, Nancy Mayer, Joann Whitley, Danny David, u.a.

Story:

An ihrem letzten Schultag veranstalten die drei Freundinnen Linda, Tracy und Chris eine Pyjama-Party. Ein paar Jungs schauen vorbei, es fließt reichlich Alkohol, und alle haben eine Menge Spaß. Ohne es zu ahnen, haben die jungen Mädchen jedoch auch noch einen ungebetenen Gast: einen verrückten Killer, der kurz zuvor heimlich aus der Psychiatrie entkommen konnte. Der Serienmörder ist mit einem Skalpell bewaffnet und schleicht leise von Raum zu Raum. Schon bald hat er seine ersten Opfer gefunden und ein schockierender Alptraum beginnt.

"The Last Slumber Party" überzeugt durch seine hübschen Hauptdarstellerinnen und die blutigen Effekte. In bester Teenie-Slasher Manier fallen die Partygäste einer nach dem anderen dem gnadenlosen Killer zum Opfer.
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Re: The Last Slumber Party – Stephen Tyler (Trash Coll. # 45)

Beitragvon horror1966 » 3. Feb 2011, 20:43

An ihrem letzten Schultag veranstalten die drei Freundinnen Linda, Tracy und Chris eine Pyjama Party. Ein paar Jungs schauen vorbei, es fliesst reichlich Alkohol und alle haben eine Menge Spass. Doch die Mädchen haben noch einen unentdeckten Besucher, einen verrückten Killer, der heimlich aus der Psychiatrie entkommen konnte. Der Serienmörder ist bewaffnet mit einem Skalpell und schleicht leise von Raum zu Raum. Schon bald hat er seine ersten Opfer gefunden und ein schockierender Alptraum beginnt.


Laut der Inhaltsangabe könnte man hier durchaus davon ausgehen, das man es mit einem interessanten und spannenden Teenie-Slasher zu tun hat, doch schon gleich zu Beginn des Filmes wird ganz klar deutlich, in welche Richtung dieses Machwerk abzielt. Schon mit der ersten Einstellung kann man dabei erahnen, das es sich um eine extrem billige Amateur-Produktion handelt, die sich letztendlich wohl eher auf einem recht niedrigen Niveau ansiedelt. Um es gleich einmal vorwegzunehmen, das Positivste an diesem Film ist der nach gut 70 Minuten einsetzende Abspann, der allerdings zur Freude des Zuschauers 10 Minuten früher einsetzt, als es auf der Rückseite des DVD-Covers zu lesen ist. Viel länger hätte man es aber auch wirklich nicht ausgehalten, denn entpuppt sich die hier erzählte Geschichte doch als vollkommen sinnbefreit und langweilig und entbehrt zudem auch noch jeglichem Unterhaltungswert, den man bei einem solchen Film zumindest erwarten sollte, um ihm wenigstens etwas Gutes abzugewinnen.

Wer schon einmal ein Werk von Jochen Taubert gesehen hat der weiss ganz genau, was der Begriff "filmischer Bodensatz" bedeutet, doch immerhin sind diese Filme nach ca. 20 Bieren einigermaßen unterhaltsam und hinterlassen einen unfreiwillig komischen Eindruck, über den man sich gut amüsieren kann. Doch selbst dieser Aspekt geht "Last Slumber Party" vollkommen ab, denn dieses Werk ist weder komisch noch unfreiwillig unterhaltsam, sondern ganz einfach nur grottenschlecht. Der in dieser Story auftretende Dilletantismus ist dabei so offenkundig, das man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. Angefangen bei den ganz üblen Darstellern, die diese Bezeichnung nun wirklich nicht verdienen, denn etwas Unbeholfeneres hat man recht selten zu Gesicht bekommen. Sämtliche Akteure übertreffen sich gegenseitig an Unzulänglichkeiten, das Schauspiel als hölzern und ungelenk zu bezeichnen, wäre schon eine maßlose Untertreibung. Dazu passend erscheinen schon fast zwangsläufig die vorhandenen Dialoge, die vor Dummheit nur so strotzen, was aber letztendlich nicht wirklich überraschen kann, hat man dem Film doch auch noch eine deutsche Synchronisation verpasst, die einem Billig-Porno alle Ehre machen würde.

Einzig und allein die auf der Rückseite des DVD-Covers versprochene Gänsehaut-Garantie stellt sich nicht als leere Phrase heraus, denn eine Gänsehaut hat der Zuschauer im Prinzip die gesamte Laufzeit über. Allerdings liegt das weniger an einem gelungenen Spannungsbogen, noch an einer ordentlichen Horror-Atmosphäre, vielmehr liegt das an der Qualität dieses üblen Werkes, das einem automatisch kalte Schauer über den Rücken jagt. Es ist äussert schwierig nachzuvollziehen, das es immer noch viele tolle Filme gibt, die noch nicht auf DVD erschienen sind, aber ein solcher Müll wie dieser es zu einer Veröffentlichung gebracht hat. Beinhaltet die Geschichte doch wirklich rein gar nichts, was eine Sichtung auch nur ansatzweise lohnenswert machen würde. Von Spannung und einer gelungenen Grundstimmung ist nämlich weit und breit keine Spur, ganz egal, wie intensiv man danach sucht. Vielmehr wird man mit einem langweiligen Plot konfrontiert, dem mit dem hanebüchenen Ende die absolute Krone aufgesetzt wird. Selten habe ich einen Film gesehen, der noch nicht einmal etwas guten Trash beinhaltet, so das man einigermaßen auf seine Kosten kommen würde.

"Last Slumber Party" ist sicherlich nicht der schlechteste Film aller Zeiten, wenn man jedoch eine Abstimmung zu diesem Thema durchführen würde, könnte das Werk von Stephen Tyler durchaus in die engere Wahl gelangen, denn der hier an den Tag gelegte Dilletantismus ist schwerlich zu überbieten. Keinerlei Spannung, null Atmosphäre, grottenschlechte Darsteller und eine extrem langweilig umgesetzte Geschichte ergeben einen Gesamteindruck, den man einfach nur als sehr schlecht bezeichnen kann. Letztendlich bekommt man es mit gut 70 Minuten purer Langeweile zu tun, die man sich besser ersparen sollte, da es sich um sinnlos vergeudete Zeit handelt, die man bestimmt viel besser einsetzen kann.


Fazit:


Selbst als bekennender Fan von Amateur-und Low Budget Produktionen kann ich hier absolut keine Empfehlung aussprechen, da es überhaupt nichts gibt, was man als positiv bewerten könnte. Da reissen auch die wenigen blutigen Szenen nichts raus, die ausserdem noch mehr als billig erscheinen und keinerlei Unterhaltungswert beinhalten. Im Endeffekt handelt es sich be "Last Slumber Party" um Trash der ganz üblen Sorte, von dem man besser die Finger lassen sollte.


1,5/10
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Re: The Last Slumber Party – Stephen Tyler (Trash Coll. # 45)

Beitragvon jogiwan » 3. Feb 2011, 21:13

Hehe, armer Horror1966schi: der ist wirklich, wirklich und auch sowas von ganz schlecht. Zu dem hab ich auch mal was geschrieben, mal schauen ob ich das noch irgendwo finde. Ist aber neben "Der Schlitzer" sicher das absolute Minus-Highlight der Serie und einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen hab... :) Pfoten weg!
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Re: The Last Slumber Party – Stephen Tyler (Trash Coll. # 45

Beitragvon jogiwan » 5. Jan 2012, 12:30

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Dr. Sickler ist der behandelnde Arzt eines namenslosen Patienten, der nicht nur hochgradig gewaltbereit ist, sondern dummerweise auch noch an paranoider Schizophrenie laboriert. Bevor der Arzt der Gefahr für die Menschheit jedoch den letzten Rest Verstand aus dem Gehirn schnippseln kann, gelingt dem Mann als Arzt verkleidet und mit einem Skalpell bewaffnet die Flucht aus dem Krankenhaus und ermordet auch sogleich eine Krankenschwester. Das ist an jenem Abend jedoch nur eines der Probleme von Dr. Sickler, da auch seine Tochter Linda an diesem Abend mit zwei Freundinnen eine Pyjama-Party veranstalten möchte.

Wie üblich ist die Party anlässlich der bevorstehenden Sommerferien nur ein Vorwand um Sex, Drugs und Alkohol unter einen Hut zu bringen und schon bald muss Dr. Sickler auch die ersten mahnenden Worte an seine Tochter und die restlichen Gäste richten. Diese ist darüber wenig begeistert und froh, als ihr Vater wegen den Ereignissen im Krankenhaus das Haus in Eile verlassen muss. Bald stehen auch schon männliche Verehrer Schlange, mit denen dummerweise auch der eingangs erwähnt und furchtbar psychopathische Killer ins Haus gelangt. Der hat dann auch nichts Besseres zu tun, als den Jugendlichen die Partystimmung mittels Kehlenschnitt und sonstigen Einlagen zu vermiesen und die Schlummer-Party wird zum Blutbad und für die Mädels und den Zuschauer zum schrecklichen Alptraum...

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Ein Satz mit X – das war wohl nix... Was hab ich in meiner Karriere als Trashfilmfan nicht schon alles für Gurken durchstehen müssen. Aber bei „The last Slumber Party“ wird selbst der wohlwollendste Zweckoptimist an die Grenzen seines Durchhaltevermögens geführt. Dieses amerikanische Billigsdorfer-Amateurfilmchen aus dem Jahre 1988 sprengt ja selbst für den geeichten Zuseher die Grenzen des Zumutbaren und die Story des Streifens ist so dermaßen unlogisch und an den Haaren herbeigezogen, dass man die Existenz eines Drehbuches bezweifeln möchte. Die Dialoge sind wie das Verhalten der Akteure über die gesamte Laufzeit absolut schwachsinnig und weil das Ganze anscheinend schlecht inszeniert noch nicht doof genug war, wird dem ganzen am Ende noch ein Plottwist aufgesetzt, das man die Silberscheibe samt Player am liebsten in die nächste Restmülltonne zur endgültigen Entsorgung schmeißen möchte.

Sicherlich machen oft ja gerade die naive Herangehensweise, die dilettantische Umsetzung, die doofe Story und die nicht vorhandenen schauspielerischen Leistungen den Reiz eines Werkes aus. Aber in diesem Fall ist leider alles komplett in die Pyjamahose gegangen. „The last Slumber Party“ ist so zäh, langweilig und beinahe ohne jeglichen Unterhaltungswert inszeniert, dass in mich mit viel Alkohol durch die ohnehin kurzen 71 Minuten quälen musste. Irgendwie hat man das Gefühl die lange und blutige Partynacht wurde in Echtzeit realisiert und meine Bemühungen, an diesem Film etwas Positives zu finden oder gar abzugewinnen, sind wohl als gescheitert zu betrachten.

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Zur Realisierung des Projektes standen anscheinend nur billigste technische Geräte zur Verfügung und daher ist die Bildqualität, sowie der Ton ist teilweise ziemlich mies und erinnert an ein abgenudeltes VHS-Tape aus dem Verleih. Andererseits ergibt sich aus den verwaschenen Farben und den ganzen Nachzieh-Effekten auch so etwas wie eine surrealistische Note, die ja schon wieder lustig rüber kommt. Die Dialoge sind im Original ja teils noch ganz spaßig und sorgen mit dem einen oder anderen müden Gag sogar noch für den Ansatz guter Laune. Allerdings wird mit der unsäglichen deutschen Synchronisation dem Film dann noch der letzte Rest gegeben. Und wo andere ähnliche Werke wenigstens durch überzogene Gewalt, unfreiwillige Komik oder Freizügigkeit Gewinne verbuchen können, versagt „die letzte Pyjamaparty“ leider auch noch auf dieser Ebene. Der Nudity-Fleischfaktor tendiert nahezu gegen null und auch die Gore-Effekte sind sehr bescheiden ausgefallen. Außer einem Blut-verspritzenden Skalpell und einem Messer hat der Film auch nicht sonderlich viel zu bieten und bei den Kehlenschnitten sollte man jedenfalls auch nicht allzu genau hinsehen.

Womit wir auch schon beim nächsten Thema sind: die Schauspieler. Hier sticht vor allem die rotblonde Jan Jenson als Chris mit ihrem Schlafzimmerblick und Augenringen aus der Masse der austauschbaren Akteure hervor. Die hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn sie die meiste Zeit, derb-fluchend und ziemlich unbeholfen mit unpassendem Gesichtsausdruck durch die nicht-vorhandene Story torkelt. Gegen so eine Leinwandpräsenz verblassen da natürlich die anderen weiblichen Darstellerinnen zur Gänze, die nebenher – meiner bescheidenen Meinung nach – für Schüler der Abschlussklasse ohnehin alle zu alt sind. Über die männlichen Darsteller hülle ich ebenfalls lieber den Mantel des Schweigens und auch der Regisseur wirkt als Psychopath genauso unbeholfen wie bei seiner Regie.

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Erwähnen möchte ich an dieser Stelle aber auch noch den schlimmen und Ohrkrebs-verursachenden Soundtrack, der sich aus allerlei seltsamen Songs zusammensetzt. Da wäre einmal die total bratzige 80er-Heavy-Mucke, die ich persönlich furchtbar finde und selbst bei Gitarrenriff-aufgeschlossenen Mitbürgern auf wenig Gegenliebe stoßen würde. Dann gibt’s seltsame Disco-inspirierte Songs mit sinnfreien Texten, mit denen man wohl mühelos jede Tanzfläche leer spielen könnte und als absolutes Highlight in allen Spannungs-Szenen noch ein Synthie-Gedudel, dass so klingt, als hätte ein Musikschüler mal schnell seine eigenwillige Interpretation des Halloween-Soundtracks von John Carpenter auf seiner Bontempi-Heimorgel eingespielt.

„The last Slumber Party“ wurde ursprünglich im Jahre 2002 von Astro erstmalig auf den deutschen Markt gebraucht und hat Oliver Krekel damals auch einiges an Kritik eingebracht. Im Rahmen der CMV´schen Trash-Collection ist der Film wenigstens eine Spur besser aufgehoben. Bis auf einen etwaigen Unterhaltungswert erfüllt „The last SlumberPparty“ auch alle Anforderungen für einen waschechten Trashfilm mit absoluter Leichtigkeit. Der Film ist wirklich allen Belagen ziemlich mies und eine Bewertung 2,3 auf der IMDB (Stand 01/2012) spricht eigentlich auch für sich. So bleibt unterm Strich ein absolut schnarchiger Amateur-Slasher mit dummer Story, schlechten Effekten und schauspielerischen Leistungen, die diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdienen. Und wer sich das Werk nach dem obigen Text vom werten Horror1966 und dem schriftlichen Erguss meiner Wenigkeit tatsächlich noch selber antun möchte – dem ist wohl ohnehin nicht zu helfen. Aber sagt hinterher nicht, dass wir euch nicht gewarnt hätten…

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Re: The Last Slumber Party – Stephen Tyler (Trash Coll. # 45

Beitragvon horror1966 » 5. Jan 2012, 12:45

Mann jogi, jetzt hast du mir echt den Tag versaut, indem du den Thread wieder hervorgeholt hast. :mrgreen: Aber es stimmt schon, dieser filmische Müll ist letztendlich lediglich für extremste Masochisten geeignet. :thdown:
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