Schreie der Nacht und Angst/Das Camp des Schreckens (TC # 63

Moderator: jogiwan

Schreie der Nacht und Angst/Das Camp des Schreckens (TC # 63

Beitragvon jogiwan » 17. Dez 2009, 09:04

Schreie der Nacht und Angst/Das Camp des Schreckens (TC # 63)

Zwei Filme auf einer DVD!!!

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Schreie in der Nacht

Originaltitel: Cries in the Night

Herstellungsland:Kanada / 1980

Regie: William Fruet

Darsteller: Lesleh Donaldson, Kay Hawtry, Barry Morse, Dean Garbett, u.a.

Story:

Heather, eine hübsche junge Frau, besucht im Sommer ihre Großmutter Maude in einem idyllischen Kleinstädtchen. Sie will ihr helfen, ein ehemaliges Bestattungsinstitut in eine Pension zu verwandeln. Heathers Großvater, einst der Bestatter, wird seit ein paar Jahren vermisst, und es sind viele Gerüchte über ihn im Umlauf. Manchmal hört Heather nachts die Stimme ihrer Großmutter, die mit ihrem vermissten Mann zu sprechen scheint …
In den kommenden Wochen verschwinden auf äußerst mysteriöse Weise immer wieder Sommergäste aus der Pension. Maude zerstreut Heathers Bedenken zunächst mit der Bemerkung, diese seien überhastet abgereist. Doch dann werden einige von ihnen tot aufgefunden…

Ein düsterer Horror-Klassiker mit großartiger Besetzung, hervorragender Filmmusik und einer meisterlichen Regie!


Angst

Originaltitel: The Final Terror

Herstellungsland: USA/ 1983

Regie: Andrew Davis

Darsteller: John Friedrich, Adrian Zmed, Ernest Harden Jr., Lewis Smith, u.a.

Story:


Eine Gruppe junger Ranger macht sich zusammen mit einigen attraktiven Mädels auf den Weg in weitgehend unberührte Bergwälder, um dort ein paar Tage zu campen und zu arbeiten. Als die Ranger in der ersten Nacht beschließen, ihre ökologischen Arbeiten auch gleich auf die illegalen Marihuana-Anbauflächen der einheimischen Hinterwäldler auszuweiten, bleibt einer von ihnen auf der Strecke. Kurz darauf wird die Gruppe auf blutige Weise um zwei weitere Mitglieder dezimiert, und aus einem vermeintlichen Abenteuer wird plötzlich das pure Grauen. In schierer Panik ergreifen die Überlebenden zunächst die Flucht. Doch als ihnen klar wird, dass ein Entkommen unmöglich ist, stellen sie sich dem Kampf gegen die unbekannte Bestie…

Ein gnadenloser und Nerven zerfetzender Backwood-Slasher vom Allerfeinsten!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Schreie der Nacht und Angst/Das Camp des Schreckens (TC # 63

Beitragvon buxtebrawler » 25. Sep 2010, 18:05

Schreie der Nacht:

Dreist beim Urvater aller Slasher abgekupferter kanadischer Horrorthriller aus dem Jahre 1981, der augenscheinlich über ein sehr geringes Budget verfügte und weniger mit blutigen Effekten als mit wohliger Atmosphäre, überzeugenden Jungdarstellern und hier und da (besonders in der dt. Synchro) unfreiwilliger Komik unterhält - und das gar nicht mal schlecht.

Zum "Camp des Schreckens" habe ich mir mal notiert: "Guter US-amerikanischer Backwood-Slasher vom späteren Mainstream-Regisseur Andrew Davis, der stets zwischen Klischee und Originalität hin- und herpendelt. Habe ich weitaus trashiger erwartet." Ich muss allerdings zugeben, mich nicht mehr sonderlich an den Film erinnern zu können. Das schreit nach einer Zweitsichtung.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Schreie der Nacht und Angst/Das Camp des Schreckens (TC # 63

Beitragvon Blap » 25. Sep 2010, 22:44

Obwohl schon länger im Regal, wurde erst die "halbe" Scheibe der Sichtung zugeführt. Kurzkommentar von Ende 2008:


Angst - Das Camp des Schreckens

Eine Gruppe junger Burschen und ein paar Mädel machen sich auf in die "Wildnis". Den ersten Teil der Reise bewältigt man per Bus, zu Fuß und per Boot soll es weitergehen. Nicht nur Spiel und Spass stehen auf dem Speiseplan, man will nebenbei auch ein paar Tätigkeiten zum Wohle der Natur erledigen. Bereits vor der Fahrt gibt es immer wieder heftigen Streit mit dem leicht verschrobenen Eggar. Dieser Ärger setzt sich während der Busreise fort, zu allem Überfluss steuert ausgerechtnet Eggar das Vehikel. Bereits während der ersten Nacht im Schoße der Natur kommt es zu unheimlichen Vorfällen, doch der Terror wird sich noch in weitaus schrecklichere Dimensionen bewegen. In der Gegend gibt es die Legende von einer unheimlichen, irren Frau, die ruhelos durch die Wälder streift. Zunächst will keiner der jungen Leute an diese groteske Mär glauben. Als jedoch der Leiter des Ausflugs samt Freundin verschwindet, breitet sich endgültig ein verdammt ungutes Gefühl aus...

"The final Terror" (1983) kommt zunächst wie einer der zahlreichen Slasher der achtziger Jahre daher, die sich allesamt an den Erfolg von "Freitag der 13." hängen wollten. Diese Tatsache schreckt mich keineswegs ab, genau das Gegenteil ist der Fall, denn bekanntlich liebe ich diese Filme. Doch Regisseur Andrew Davis (Nico, Alarmstufe: Rot, Auf der Flucht etc.) schlägt eine etwas differenziertere Richtung ein. Die Charaktere benehmen sich oft längst nicht so dämlich wie ihre Kollegen in den Filmen der Mitbewerber, der Body Count ist recht gering, die Gewalt wird nicht ausufernd. Man mag hier fast von einem "Krimi vor wundervoller Naturkulisse" sprechen.

Genau diese herrliche Kulisse sorgt ganz entscheidend für die sehr gelungene Atmosphäre des Werkes. Auch ohne wildes Gemetzel ist der Unterhaltungswert durchaus im (natur)grünen Bereich, kommt der Film sehr kurzweilig daher. Der viel beschäftigte Joe Pantoliano kommt in der Rolle des unangenehmen Eggar gut rüber, Daryl Hannah ist in einer ihrer frühen Rollen zu sehen. Die Auflösung vermag den aufmerksamen Zuschauer nicht wirklich zu überraschen, kommt aber ebenso bodenständig wie der gesamte Film rüber.

CMV -denen wir schon die Veröffentlichung vieler Perlen verdanken- hat sich dieses kleinen, feinen Filmchens angenommen. Leider ist die Bildqualität nicht sonderlich ansprechend ausgefallen, laut CMV hatte man mit besserem Ausgangsmaterial gerechnet. Um den geneigten Fan nicht zu verprellen, ist auf der DVD ein weiterer Genre-Titel zu sehen: "Schreie der Nacht". Diese Scheibe kommt in einer kleinen, schicken Hartbox, man hat die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Cover-Motiven.

Fazit: Wer Lust auf einen etwas ruhigeren Slasher der Achtiziger hat, darf sich "Angst - Das Camp des Schreckens" durchaus zu Gemüte führen. Zeilenzähler und Bildonanisten machen lieber einen grossen Bogen um diese Veröffentlichung. Für mich spielt die Bildqualität (meist) nur eine untergeordnete Rolle, doch hier hat man -besonders bei den Nachtszenen- teils Mühe den Vorgängen zu folgen. Dadurch leidet die tolle Atmosphäre des Films etwas, jedoch ist mir diese technisch bescheidene Präsentation noch immer lieber als gar keine Präsentation. Der gute Wille zählt, daher Daumen hoch für diese Scheibe aus dem Hause CMV!

7/10
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Re: Schreie der Nacht und Angst/Das Camp des Schreckens (TC # 63

Beitragvon buxtebrawler » 25. Nov 2014, 23:54

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Angst – Das Camp des Schreckens

„Hey, du Sackgesicht!“

Bevor sich US-Regisseur Andrew Davis („Alarmstufe: Rot“) in den Mainstream abseilte, drehte er mit seinem zweiten abendfüllenden Spielfilm „Angst – Das Camp des Schreckens“ alias „Todesfalle am Mill Creek“ im Jahre 1983 einen Beitrag zum Backwood-Slasher-Subgenre.

Ranger Mike (Mark Metcalf, „Blast – Wo die Büffel röhren“) reist zusammen mit seiner jugendlichen Truppe ins Waldgebiet Mill Creek, um einen Flusslauf von Unrat zu bereinigen. Außerdem soll sich dieser Ausflug positiv auf den angekratzten Teamgeist auswirken und Spaß machen, weshalb er seine Freundin Melanie (Cindy Harrell, „Nothing in Common - Sie haben nichts gemein“) und drei ihrer Freundinnen mitnimmt. Doch der soziopathisch anmutende Eggar (Joe Pantoliano, „Matrix“), der für die angeschlagene Moral durch seinen aggressiven Umgang mit den Kollegen in großem Maße mitverantwortlich ist, beschwört erneut Konflikte herauf und schiebt schließlich erzürnt mit dem Bus ab. Als nachts drei der Nachwuchs-Ranger eine örtliche Haschplantage aufsuchen, lassen sie Cerone (Adrian Zmed, „T.J. Hooker“) als Wache zurück. Am nächsten Morgen sind alle verschwunden. Mike begibt sich auf die Suche nach seinen Schützlingen, nutzt die Gelegenheit jedoch auch für ein Schäferstündchen mit Melanie – das Mike nicht überlebt, als beide von einer seltsamen Gestalt angegriffen werden. Melanie wird entführt, die Verbleibenden begeben sich ihrerseits auf die Suche – und finden eine alte Waldhütte mit Gegenständen und Lebensmitteln der Truppe. Welches Spiel treibt der durchgeknallte Eggar? Ist er endgültig zum Psychopathen mutiert oder treibt jemand anderer sein Unwesen?

„Unser Ausflug ist ein totaler Reinfall! Wir benehmen uns wie kleine Kinder und einer versucht den anderen hochzunehmen!“

„Angst – Das Camp des Schreckens“ ist einer dieser von „Deliverance“ inspirierten Low-Budget-Survival-Backwood-Slasher, die sich in den 1980ern gewisser Beliebtheit erfreuten. Zwischen „Freitag der 13. III“ und „Sleepaway Camp“ veröffentlicht, bleibt er lange Zeit sehr formelhaft: Der Prolog lässt ein Pärchen einen Motorradunfall im Wald erleiden. Sie läuft los, um Hilfe zu holen, doch als sie zurückkommt, baumelt er regungslos vom Baum, woraufhin sie in eine Falle läuft. Schnitt, Vorspann, Einführung der eigenartigen Ranger-Truppe. Eggar ist der unberechenbare Fiesling, wie Pantoliano schnell chargierend klarmacht, und ein „Quotenneger“ ist auch dabei. Tatsächlich benehmen sich die ach so toughen Typen wie kleine Kinder und beleidigen sich permanent gegenseitig. Die obligatorische Lagerfeuergeschichte, hier um eine wahnsinnig gewordene Frau, die inmitten der weitestgehend unberührten Natur durchs Busch- und Baumwerk krauchen sollen, endet im nicht minder obligatorischen False Scare, bevor das Whodunit? an Fahrt gewinnt, als – natürlich – die Kiffer und Bumser ein garstiges Schicksal ereilt. So sehr man auch versucht, den Eindruck zu erwecken bzw. zumindest die Truppenmitglieder davon ausgehen lässt, dass Eggar hinter allem steckt, so sehr darf der Zuschauer an dieser These zweifeln und hat mit der Gruselgeschichte am Feuer – so sie denn stimmt – einen weiteren Anhaltspunkt geliefert bekommen. Oder steckt ganz etwas anderes dahinter?

„Wir kriegen das Ganze nicht mehr in den Griff!“

Während einige reizvoll ausgeleuchtete Nachtaufnahmen wie höhnisch über Gefahr und Leichenfunden thronen, wird der Zuschauer Zeuge, wie die Überlebenden mit einer Mischung aus Angst und Kampfeslust auf die Umstände reagieren und schließlich umständlich per Boot zum (defekten) Bus zurückfahren, wobei sie mit einer Leiche beworfen werden. Das klingt nun alles wesentlich spektakulärer, als es ist, denn die Eindimensionalität der nie sonderlich sympathisch wirkenden Ranger und Rangerinnen zerrt mit der Zeit doch mehr an den Nerven, als dass sie Interesse für die Rollen wecken würde. Während andere Genrevertreter das mit beklemmender Atmosphäre, kreativen Morden oder Action auszugleichen verstehen, gibt sich „Angst – Das Camp des Schreckens“ eher blutarm und über weite Strecken leider etwas langweilig, wenn sich die immer gleichen Kamera-Schwenks in die Baumwipfel längst abgenutzt haben, der finale Überlebenskampf aber noch nicht in die Gänge gekommen ist. Dann allerdings wird die Inspiration aus „Deliverance“ mit der groben Kelle serviert, wenn der Mörder den Bus angreift und der Guerilla-artige Kampf mit Anspielungen auf den Vietnam-Krieg gespickt wird. Wie die finale Pointe aufgefasst wird – ob als überraschende Wendung oder vorhergesehene Auflösung – dürfte davon abhängen, auf welche Fährte man sich hat locken lassen bzw. welche Handlungselemente man wie stark gewichtet aufgenommen hat. Ich persönlich hatte sie so nicht erwartet, weshalb sie ihre Wirkung voll entfachen konnte. Allerdings bleibt sie einfach im Raum stehen, ohne dass noch vorm Abspann näher auf sie eingegangen würde.

Im Endeffekt ist „Angst – Das Camp des Schreckens“ dann auch gar nicht einmal so schlecht ausgefallen, ist aber auch recht weit davon entfernt, ein in sich runder, durchweg gelungener Vertreter seines Fachs zu sein – insbesondere angesichts starker Konkurrenz. Die Charaktere weisen einen hohen Nervfaktor auf und zu allem Überfluss, was aber auch eine Besonderheit des Films ist, bleibt eine ganze Reihe von ihnen am Leben. Aus dem unwirtlichen, furchteinflößenden Wald-Ambiente hätte weitaus mehr herausgeholt werden können, für emotionale Zwischentöne abseits von gegenseitiger Wut aufeinander bleibt kaum Zeit und die nur wenig eingesetzte, durchschnittliche Musik spielt nur die zweite Geige hinter einer oft etwas arg dominanten, unauthentischen Naturgeräuschkulisse. Genre-Fans werden bestimmt auf ihre Kosten kommen, andere dürften sich bereits früh davon verabschieden, das Treiben der Waldmeister konzentriert zu verfolgen. Auf mehr als 5,5 von 10 Portionen Pfadfinderfutter komme ich leider nicht..
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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