RawHeadRex - George Pavlou (Trash Collection # 86)

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RawHeadRex - George Pavlou (Trash Collection # 86)

Beitragvon jogiwan » 21. Jan 2012, 23:28

RawHeadRex

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Originaltitel: Rawhead Rex

Herstellungsland: GB, Irland / 1986

Regie: George Pavlou

Darsteller: David Dukes, Kelly Piper, Hugh O'Conor, Cora Venus Lunny, Ronan Wilmot, u.a.

Story:

folgt!
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Re: RawHeadRex - George Pavlou (Trash Collection # 86)

Beitragvon purgatorio » 22. Jan 2012, 14:40

davon hab ich hier irgendwo ein Comic rumliegen :D
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Re: RawHeadRex - George Pavlou (Trash Collection # 86)

Beitragvon Arkadin » 22. Jan 2012, 14:47

purgatorio hat geschrieben:davon hab ich hier irgendwo ein Comic rumliegen :D


Die Originalstory stammt aus einem der sehr empfehlenswerten "Büchern des Blutes" von Clive Barker. Die habe ich damals verschlungen. Die literarische Vorlage ist auch um Längen besser als der Film, den ich als eher unterdurchschnittlich in Erinnerung habe.
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Re: RawHeadRex - George Pavlou (Trash Collection # 86)

Beitragvon purgatorio » 22. Jan 2012, 14:49

tada:

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Re: RawHeadRex - George Pavlou (Trash Collection # 86)

Beitragvon untot » 29. Jan 2012, 02:50

Nettes kleines Trashfilmchen, hat mir großen Spaß gemacht, das Monster sieht dermaßen blöde aus, das die Leute eigentlich aus dem Lachen nimmer rauskommen müssten, anstatt sich zu fürchten.
Die Story ist eigentlich ganz amüsant und kurzweilig, ordentlich blutig ist der Film auch, was brauchts mehr.
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Re: RawHeadRex - George Pavlou (Trash Collection # 86)

Beitragvon jogiwan » 27. Mär 2012, 17:42

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Der amerikanische Historiker Howard Hallenbeck (David Dukes) begibt sich gemeinsam mit seiner Frau Elaine (Kelly Piper) und seinen Kindern Robbie und Minty in den verschlafenen Ort Rathmorne in Irland um dort für eine Arbeit an ehemaligen Kultstätten zu forschen. Während Howard gerade dabei ist, die örtliche Kirche und deren rekonstruierten Fensterbilder samt seltsamer Dämonendarstellung zu katalogisieren, versucht der ansässige Landwirt Tom gemeinsam mit zwei Freunden einen riesigen Stein aus seinem Acker zu schaffen und setzt so während eines Unwetters unwissentlich den Dämonen Rawhead frei, den seine Vorfahren vor Urzeiten darunter versteckt haben.

Howard und seine Familie machen es sich im örtlichen Pub gemütlich und der Historiker spricht sehr zum Argwohn des zwielichtigen Küsters (Ronan Wilmot) mit dem örtlichen Pfarrer Coot (Niall Toibin) über die Geschichte des Gotteshauses, an dessen Ort Howard eine ehemalige Kultstätte und Dämonenkult vermutet. Schon bald gibt es aber unter den Dorfbewohnern auch die ersten Opfer des grausamen Rawheads und nach dem Landwirt Tom, trifft es auch Dennis, der von dem Monster blutig verstümmelt wird, während dessen schwangere Frau Jenny im letzten Moment verschont wird.

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Während die Polizei zunächst ratlos auf die brutalen Übergriffe reagiert und diese nicht so recht einzuschätzen weiß, werden wenig später auch die Bewohner des Campingplatzes angegriffen. Das Monster wird jedoch von einem Jungen dabei beobachtet, wie dieses gerade eine Leiche verstümmelt und auch Howard bekommt die Bestie während eines Spazierganges vor die Linse und sorgt mit seiner Aussage bei der Polizei für ratlose Gesichter und Unverständnis. Doch als das Morden weiter geht und es der Bestie auch gelingt, weitere Menschen unter seinen Einfluss zu bringen, vermutet die Polizei, dass es bei diesem Fall nicht mit rechten Dingen zugeht.

Als Howard mit seiner Familie den Ort verlassen möchte, wird seine Familie während einer kurzen Pause ebenfalls von dem Rawhead attackiert und der kleine Robbie getötet. Howard kehrt mit seiner Frau und Tochter zurück in nach Rathmorne und versucht anhand seiner Unterlagen herauszufinden, wie man das Monster bekämpfen kann. Während die örtliche Polizei versucht, die Bestie zu fangen, erfährt Howard in der Polizeistation, dass auch der Pfarrer attackiert wurde, macht er sich auf den Weg zur Kirche und findet dort nicht nur den durchgeknallten Küster, der ihm nach dem Leben trachtet, sondern auch überraschende Erkenntnisse über die Existenz des Rawheads…

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Der englische Schriftsteller Clive Barker erfreut sich ja in Fankreisen größter Beliebtheit und ist neben Stephen King wohl der bekannteste und auch erfolgreichste Schriftsteller von neuzeitlicher Horrorliteratur. Während aber die Romanverfilmungen von Kollege King aber auch schon ein paar Klassiker des Horrorkinos zutage gebracht haben, schaut die Quote bei Herrn Barker hingegen weit weniger erfolgreich aus. Zwar ist sein „Hellraiser“ ein düsterer Klassiker des Genres und auch Filme wie „Candyman“ und „Midnight Meat Train“ erfreuen zwar den Fan, aber in der Liste der Verfilmungen seiner literarischen Vorlagen finden sich doch einige ziemliche Gurken.

Zwei dieser Werke hat dann auch Regisseur George Pavlou verbrochen, der im Jahre 1985 die trashige Drogen-Psi-Freakshow „Underworld“ und ein Jahr darauf in englisch-irischer Co-Produktion die muntere Monster-Sause „Rawhead Rex“ nach einer Vorlage von Clive Barker verfilmte, bei dem wie schon beim Vorgänger neuerlich kein Auge trocken bleibt. Wer sich jedenfalls grimmigen und düsteren Horror al a „Hellraiser“ erwartet, erlebt bei beiden Filmen von George Pavlou ja sein blaues Wunder und muss auf humorvolle Weise erfahren, dass eine gute Vorlage noch lange keinen guten Film garantieren und manche Idee halt auch schon einmal am schmalen Budget und Unvermögen der Darsteller scheitern kann.

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Die Vorlage zu „Rawhead Rex“ stammt aus dem „Dritten Buch des Blutes“, von deren im Jahre 1984 und 1985 sechs Bände erschienen und in denen zwischen vier und sechs Geschichten lang durchschnittliche Menschen von nebenan mit übernatürlichen Ereignissen zwangsbeglückt werden. Auch die Verfilmungen von „Candymans Fluch“, „Book of Blood“ und „Lord of Illusions“ entstammen dieser sechsteiligen Bücher-Serie und geizen wie auch die Geschichte von „Rohkopf Rex“ in der schriftlichen Form nicht gerade mit blutigen Details.

Zwar ist in „Rawhead Rex“ dann auch Mettgut vertreten, aber eigentlich agiert das Monster, das irgendwie so aussieht, als wäre es frisch bei der Heavy-Truppe „Lordy“ ausgebüxt, auch viel zu liebenswert. Schon der erste Auftritt des Monsters sorgt für Erheiterung und irgendwie agiert unser lieber Rex mit seinen leuchtend roten Äuglein dann auch im Verlauf des Filmes viel zu sympathisch, als dass man ihn sich wieder unter die Erde wünscht. Dass er auch gleich ein paar Groupies um sich schart und gegen Ende dann auch auf sehr unkonventionelle Weise seine dominante Seite unter Beweis stellt, sorgt ebenfalls für staunende Gesichter und offene Münder.

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Der Rest der Geschichte ist ja eher Müll und vermengt auf etwas unbeholfene Weise Monsterfilm, Familiendrama, ländliche Milieustudie und heidnisches Kulturgut und hat neben einem etwas peinlichen Creature-Design auch ein paar visuelle Effekte, die selbst im nüchternen Zustand kaum zu ertragen sind. Die Darsteller stolpern eher unbeholfen durch die episodenhaften Handlung und ab und an taucht unser werte Rawheadschi auf um für ein bisschen Bodycount zu sorgen. Alles ist ständig etwas neben der Spur und manchmal auch etwas zäh, auch wenn einem das Finale wieder einmal über die ein- oder andere Holprigkeit im Vorfeld hinwegsehen lässt.

Regisseur George Pavlou ist ja auch nicht unbedingt der große Künstler und spult sein Programm auch eher routiniert herunter. „Rawhead Rex“ bietet auch keinen Spannungsbogen oder schöne Bilder, sondern wirkt eher wie eine TV-Produktion, in der sich zufällig ein paar herbere Szenen eingeschlichen haben. Auch die Darsteller sind eigentlich kaum der Rede wert und werden von unserem Rexi auch allesamt an die Wand gespielt. Nennenswert ist vielleicht noch Kelly Piper („Maniac“) als gelangweilte Ehefrau, die am Ende richtig aufdreht und die eindrucksvollen Auftritte von Ronan Wilmot, während Hauptdarsteller und Serien-Veteran David Dukes eher etwas farblos bleibt.

Unterm Strich bleibt eine durchschnittliche Monster-Hatz durch die irische Hügellandschaft, die teils ein paar groteske Einfälle hat, aber über weite Strecken einfach viel zu harmlos ausgefallen ist und auch seine Herkunft aus der 80er-Diskont-Kiste nicht verstecken kann. Das sympathische Monster aus der Urzeit rockt die Hütte und macht Lust auf Geisterbahn, während die menschlichen Darsteller allesamt etwas zu farblos agieren. Und wer bis zum Ende wegen Trunkenheit noch nicht eingeschlafen ist, darf sich an „Girl Power“ und einer Extraportion psychedelischer Effekten erfreuen, die zweifelsfrei hübsch ausgefallen sind. „Rawhead Rex“ ist zwar sicherlich kein Highlight der Serie, sondern eher solides Mittelmaß“ mit ein, zwei humorvollen Ausreißer nach oben.

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