Fireflash – Sergio Martino (Trash Collection # 53)

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Fireflash – Sergio Martino (Trash Collection # 53)

Beitragvon jogiwan » 16. Dez 2009, 14:59

Fireflash – Sergio Martino (Trash Collection # 53)

Bild

Originaltitel: 2019: Dopo la caduta di New York

Herstellungsland: Frankreich/Italien / 1983

Regie: Sergio Martino

Darsteller: Michael Sopkiw, Valentine Monnier, Anna Kanakis, George Eastman

Story:

New York im Jahre 2019: Die Erde ist nach einem Atomkrieg verseucht und verwüstet, ein Überleben ist nur in den Abwasserkanälen möglich. Die von Banden und Mordkommandos beherrschten Ruinenstadt New York City versinkt im Blut. Um die menschliche Rasse zu retten, wird eine nicht kontaminierte und daher gebärfähige Frau gesucht. Die letzte Hoffnung ruht nun auf Flash, einem mutigen Endzeit-Söldner und abgebrühten Haudegen. Gehetzt von einer ganzen Armee aus Mutanten, Söldnern und Säuberungstruppen der mächtigen und brutalen „Eurakern“ gehen Flash und seine zwei Rebellen bei der Erfüllung ihrer Mission durch die Hölle…

Ein grandioses und unbarmherziges Meisterwerk mit atemberaubender Endzeitatmosphäre! Erstmalig ungeschnitten!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Fireflash – Sergio Martino (Trash Collection # 53)

Beitragvon Blap » 29. Jan 2010, 22:29

Fireflash (Italien 1983, Originaltitel: 2019 - Dopo la caduta di New York)

Nach einem Atomkrieg ist die Erde weitgehend verseucht, der Grossteil der Überlebenden mutiert und eitert (un)fröhlich vor sich hin. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2019, seit den Atomschlägen sind ein paar Jahre ins Land gezogen und es wurden keine Kinder mehr geboren. Die fiesen Euraker, eine Föderation des Schreckens, haben die Macht über die verseuchten Trümmerwüsten übernommen. Auch die traurigen Reste New Yorks befinden sich in den Klauen der faschistoiden Machthaber, die in den Ruinen nach unverseuchten Überlebenden suchen, um an den Unglücklichen fürchterliche Experimente durchzuführen. In Alaska halten sich die ehemaligen Machthaber Nordamerikas versteckt, man hat noch immer grosse Pläne. An dieser Stelle kommt der Held der Geschichte ins Spiel, ein Bursche namens Flash (Michael Sopkiw) -nein, nicht Flash Gordon, grins- ist ein harter und pfiffiger Überlebenskünstler. Der Ex-Präsi schickt Flash und zwei Helferlein nach New York. Dort soll es eine Frau geben die nicht unfruchtbar ist. Das Team soll die Dame finden und weg aus New York schaffen, vor dem gnadenlosen Zugriff der perversen Euraker schützen. Kein leichtes Unterfangen für Flash und seine Begleiter, denn in New York treiben nicht nur die Euraker ihr Unwesen, auch allerlei Pöbel, Abschaum und sonstiges Otterngezücht sorgt beständig für Gefahr und Terror...

"Fireflash - Der Tag nach dem Ende" reitet wie die wunde Wildsau auf der damaligen Welle italienischer Endzeit-Spekakel mit. Für die Regie zeichnet der bewährte Sergio Martino verantwortlich. Ein Mann der sein Handwerk beherrscht, dem wir z.B. herrliche Gialli wie "Der Killer von Wien" (Lo strano vizio della Signora Wardh, 1971) oder "Die Farben der Nacht" (Tutti i colori del buio, 1972) zu verdanken haben. Auf sein Konto gehen weitere Beiträge zum Giallo Genre, doch auch Western, Komödien und Horror hat Martino inszeniert. Man mag ihm vorwerfen können, dass er eher einer der Regisseure ist, die mit dem jeweils aktuellen Strom schwimmen. Ohne Zweifel gehen ein paar Klassiker des italienischen Genrekinos auf seine Kappe, Filme die mehr als lediglich solides Handwerk bieten (siehe obige Beispiele). Natürlich ist "Fireflash" ein ziemlich irre und trashige Sause, doch Martino geht auch hier nicht das Gespür für Atmosphäre, Spannung und stimmungsvolle Kulissen abhanden. Selbstverständlich sieht man dem Film an, dass hier kein riesiges Budget zur Verfügung stand, doch die Sets wirken für meinen Geschmack zu jeder Zeit überzeugend und passend. Wenn zu Beginn die Kamera an der Silhouette des zerstörten New York bedächtig und bedeutungsvoll entlanggleitet, erkennt man sofort, es sich handelt sich um eine Modelllandschaft. Doch genau mit solchen Details rennt man bei mir offene Türen, ich liebe ansprechend gestaltete Modelle (da schlägt offensichtlich meine Vorliebe für Modelleisenbahnen durch). Die innerstädtischen Kulissen kommen herrlich abgewrackt und dreckig rüber, die Anlagen der Euraker kalt und futuristisch, für die "Außenaufnahmen in Alaska" hat man dann wieder auf schönen Modellbau zurückgegriffen.

Michael Sopkiw macht seinen Job als lockerer Held anständig, diverse Charakterschädel erfreuen das Herz des Italo-Fans. Allen voran natürlich der abgedrehte Auftritt von George Eastman, dessen Figur hier den Namen "Big Ape" trägt, was wie die berühmte Faust aufs Auge passt. Wie es sich für dieses Genre gehört, kommen Gewalt und Action natürlich nicht zu kurz. Da fliegen ab und zu ein paar Köppe, werden Augen ausgestochen, es wird gehauen und gestochen bis das Blut und der Eiter fliessen. Die Effekte wirken eher grotesk und liebenswert, hart und verstörend kommen sie nicht daher (was vermutlich auch kein Italo-Endzeitfreak erwarten wird). Als der Spass nach gut 90 Minuten vorüber war, sass ich bei bester Laune vor der Glotze, und hätte am liebsten gleich den nächsten Endzeit-Knaller in den Player gepackt! Vielen Dank für diese schöne Sause, lieber Sergio Martino!

Über die DVD-Auswertung für den deutschen Markt gibt es positives zu berichten. Allerdings sollte man die alte Ausgabe von EMS meiden, diese kommt gekürzt und im falschen Format daher. Kein Problem, denn CMV hat "Fireflash" als #53 der hauseigenen Trash Collection auf den Markt gebracht. Der Streifen liegt uncut und in guter Qualität vor, die Scheibe kommt in der gewohnten kleinen Hartbox, so wie es für die Trash Collection üblich ist. Diese DVD gibt es inzwischen auch als Repack von '84 Entertainment. Italomaniacs und Endzeitfreaks finden mit "Fireflash" ein prächtige Suhle vor, von mir bekommt diese Veröffentlichung eine ganz dicke Kaufempfehlung!

Sehr guter Stoff! Ein knuffiger Mix aus fiesen Fratzen, lustigen Uniformen, Atmosphäre und Schauwerten. Ein stimmungsvolles und manchmal leicht hysterisches Vergnügen = 8/10

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Re: Fireflash – Sergio Martino (Trash Collection # 53)

Beitragvon Santini » 18. Jun 2011, 01:30

Düster-atmosphärische Endzeit-Äktschen, die von Sergio Martino handwerklich gewohnt solide und sauber inszeniert wurde.

Das Budget dürfte in diesem Fall weitaus höher gewesen sein, als bei manch anderem "wir drehen mal 'nen Film in der Kiesgrube"-Kandidaten.

Der Film profitiert von seinen gut gewählten Locations und stimmigen Sets.

Besonders gut gefallen haben mir:

Romano Puppo als "Ratchet"

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Was für ein Kerl. 8-) ;)

Und die markante Valentine Monnier als "Giara"

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Endzeit-Daumen hoch & Flammenwerfer an! :thup: ;)


New York City versinkt im Blut.
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