Death Time – Joseph Mazzuca (Trash Collection # 62)

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Death Time – Joseph Mazzuca (Trash Collection # 62)

Beitragvon jogiwan » 17. Dez 2009, 08:59

Death Time – Joseph Mazzuca (Trash Collection # 62)

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Originaltitel: Sisters of Death

Herstellungsland: USA / 1976

Regie: Joseph Mazzuca

Darsteller: Arthur Franz, Claudia Jennings, Cheri Howell, Sherry Boucher, u.a.

Story:

Der Bund einer geheimen Schwesternschaft endet im Desaster, als eines der jungen Mädchen bei einer Aufnahmezeremonie versehentlich ums Leben kommt. Jahre später trifft sich die Schwesternschaft auf einem abgeschiedenen Anwesen erneut, und schon bald wird klar, dass dieses Mal jede der hübschen Schwestern um ihr Leben bangen muss. Denn was mit einem ersten „zufälligen“ Todesfall beginnt, entpuppt sich schnell als das Werk eines kaltblütigen Killers, der mit der Jagd auf die attraktiven jungen Damen gerade erst begonnen hat. Eine nach der anderen fällt den perfiden Tötungsmethoden des geheimnisvollen Mörders zum Opfer. Wird es den Überlebenden gelingen, die Bestie aufzuhalten?"
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Re: Death Time – Joseph Mazzuca (Trash Collection # 62)

Beitragvon jogiwan » 4. Jan 2012, 21:30

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Bei dem mysteriösen Teenie-Geheimbund „Die Schwestern“ steht das alljährliche Aufnahmeritual an. Zwei hoffnungsfrohe Anwärterinnen sind an diesem Tage gekommen, um dem Bund beizutreten. Bis es jedoch soweit ist und man Kette samt Clubkarte erhält, muss von den Beiden erst eine Art nervenzerfetzende Mutprobe überstanden werden. Die ist an das allseits bekannte russische Roulette angelehnt, allerdings befindet sich natürlich nur eine harmlose Platzpatrone in Lauf, sodass niemand ein Leid geschehen muss. Doch irgendwie haben „Die Schwestern“ an diesem Tage keinen guten Tag und eine der beiden hoffnungsfrohen Damen geht mit einem glatten Kopfschuss eher unfreiwillig in die Analen der Clubgeschichte ein.

Sieben Jahre später erhalten jedoch die verbliebenen Damen einen mysteriösen Umschlag mit einer ominösen Einladung und etwas Geld für die entstehenden Reisekosten. Das niemand der Damen eine Ahnung hat, wer denn diese Einladung ausgesprochen hat ist da natürlich unbedeutend und die resolute Judy, die trinkfreudige Sylvia, Spaßbremse Penny, die freizügige Dianne und die aufgedrehte Francine machen sich unabhängig voneinander auf den Weg in die kleine Stadt Paso Robles. Dort werden die beiden von Mark und Joe erwartet, die ihrerseits von einer unbekannten Person den Auftrag erhalten haben, die fünf Ladys zu einer abgelegenen Ranch zu bringen. Nach einiger Zeit auf unbefestigten Straßen wird den Damen allerdings etwas mulmig zu Mute und man ist angesichts des Reisezieles dann doch etwas beunruhigt. Doch alle Zweifel verfliegen, als man bei einer großen Hazienda samt Pool, geräumigen Zimmern und hochprozentigen Welcome-Drink halt macht.

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Dass die menschenleere Ranch mit einem Hochspannungsdraht umgeben ist, lässt niemanden Verdacht schöpfen und auch das verriegelte Obergeschoß und die Tatsache, dass sich der Gastgeber nicht blicken lässt, verdirbt niemanden die gute Laune. Als am nächsten Tag die Besucher jedoch feststellen müssen, dass sie auf der Hazienda gefangen sind und kein Weg nach draußen führt, macht sich langsam Panik unter den jungen Herrschaften breit und als die arglosen Damen auch noch erfahren, dass sie natürlich nicht grundlos an diesen Ort gekommen sind, ist jegliche Urlaubsfreude verflogen und als sich auch eines der Mädchen erwürgt aufgefunden wird, versuchen die Verbliebenen verzweifelt vom Grundstück zu flüchten…

Man nehme eine tragische Begebenheit, 5 sexy Girls, 2 Sunny-Boys, einen rachsüchtigen Möchtegern-Richter mit Hang zur Musik, eine abgelegene Hazienda, von der man nicht mehr weg kommt und einen mysteriösen Killer. Und voila – fertig ist ein eigentlich sehr unterhaltsamer Früh-Slasher, bei dem der Zuschauer auch die ganze Zeit brav mit raten darf, wer als nächste hops geht bzw. der Täter ist. „Death Time“ lebt ja größtenteils davon, dass man tatsächlich bis zum Ende nicht erahnen kann, wer denn nun tatsächlich für die zahlreichen Morde tatsächlich verantwortlich ist. Und unter uns gesagt, weiß man das eigentlich dann auch nach dem Ende nicht so recht, was jedoch nicht so sehr ins Gewicht fällt.

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Der Film beginnt ja auch relativ flott mit der Reise der überlebenden Mitglieder des mit 5 Mitgliedern wohl kleinsten Geheimbundes der Welt auf die seltsame Ranch im kalifornischen Paso Robles. Seltsamerweise scheint es keine der Mädels zu verwundern, dass niemand für die Einladung verantwortlich zu sein scheint. Gratis-Reise hin oder her, bei jeder vernünftigen Person mit derartigen Ereignis im Lebenslauf würden da wohl schon im Vorfeld ordentlich die Alarmglocken schrillen. Und natürlich entpuppt sich die vermeintliche Erholungsreise auch als Trip ohne Wiederkehr und das große Gekreische beginnt noch bevor der Begrüßungscocktail zur Gänze hinter die Binde gekippt ist. Die Villa entpuppt sich Gefängnis und äußerst unfreundlicher Ort, an der eine bestimmte Person zur Verantwortung gezogen werden soll. Dann geht’s eigentlich auch ziemlich rund und der Spannungsbogen wird auch bis zum Ende gehalten.

Eigentlich bietet „Death Time“ dann auch ganz solide Unterhaltung und auch die Story kann mit einigen Abstrichen gut unterhalten. Alles irgendwie Standard, wobei die Stärken des Filmes sicher in anderen Bereichen liegen und das ist wohl eindeutig der weibliche Cast. Bei den sympathischen Mädels ist von der schüchternen Blondine, über die laszive Schwarzhaarige mit Trinkproblem bis hin zur frivolen Rothaarigen für jede Geschmacksrichtung etwas dabei. Und die sind nicht nur äußerst hübsch anzusehen, sondern überzeugen durch geschmackvolle Outfits und schreien sich dann auch noch bei der geringsten Begebenheit bereits lautstark die Seele aus dem Leib und schmeißen die Nerven weg, was wohl nicht nur den männlichen Zuschauern gefallen wird.

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Anders als bei den italienischen Vertretern aus dem selben Jahrzehnt, in denen so manches Manko des Drehbuches durch übermäßigen und expliziten Einsatz von Gewaltszenen entschädigt wird, gibt es jedoch bei „Death Time“ hingegen nur Szenen harmloserer Natur und außer einer zertretenen Spinne und einer blutigen Kopfwunde zu Beginn gibt’s eigentlich nicht wirklich Brutales für eine Siebziger-Slasher zu sehen. Regisseur Joseph Mazzuca hat seinen dritten und letzten Film ja auch eher blutarm inszeniert, sodass der kurzweilige Film auch ohne weiteres im deutschen Nachtprogramm laufen könnte ohne das an irgendeiner Stelle die Schere angesetzt werden müsste. Die ganze Slasher-Sause ist jedenfalls ganz sympathisch, vor allem, weil sich auch schon mal bei der ein- oder anderen Szene das Mikrofon oder sonstiges Film-Equipment ins Bild schummelt, was natürlich beim aufgeschlossenen Trashfan für zusätzliche Sympathiepunkte sorgt.

So bleibt unterm Strich ein kurzweiliger, aber auch etwas belangloser amerikanischer Thriller, der zwar zu unterhalten weiß, aber wohl nicht längerfristig im Gedächtnis des Zuschauers verharren wird. Pluspunkte sind auf jeden Fall die sympathischen Girls und ihre Outfits, sowie die etwas unvorhersehbare Geschichte. Der Film beginnt mit relativ hohem Tempo, etwas Humor und wird mittendrin eigentlich ziemlich spannend. Gegen Ende verläuft sich zwar alles ein wenig, und auch das angekündigte Shocking-Überraschungs-Ende bleibt zwar aus, aber als Fan von trashigen 70er-Werken fühlte ich mich ganz gut unterhalten und fürs lustige Dauergekreische und für die lustigen Nervenzusammenbrüche am laufenden Band gibt’s sowie noch mal Extrapunkte. Definitiv ein Film der Krimi-Freunde, Sleaziker und Arachnophobiker friedlichen vereinen wird. Ich „Death Time“ jedenfalls spaßig und daher gibt es für den systemerhaltenden Thriller ohne allzu herausragende Höhepunkte dennoch etwas wohlwollende 5 - 6 von 10 Punkten.

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Re: Death Time – Joseph Mazzuca (Trash Collection # 62)

Beitragvon sergio petroni » 29. Dez 2016, 18:34

Ganz netter Früh-Slasher zum Mitraten. Die kurze Laufzeit ist durchaus angebracht.
Mehr hätte die Story definitiv nicht hergegeben. Und daß der vom Schauspieler zum
Regisseur mutierte Mazzuca hier seinen dritten und letzten Spielfilm abliefert,
kommt nicht von ungefähr. Um diesem Filmchen einen gewissen Unterhaltungswert
abzugewinnen muß man definitiv eine ziemlich schmerzfreie Slasheraffinität
vorweisen können. Ein Happen für zwischendurch, der in erster Linie durch sein
Seventies-Feeling besticht.
By the way: "Redeemer - Son of Satan" ist mal wieder fällig....
4,5/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Death Time – Joseph Mazzuca (Trash Collection # 62)

Beitragvon buxtebrawler » 31. Dez 2016, 10:35

@Jogschi: Ich glaube, der fehlt noch in der US-Slasher-Komplettliste, oder?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Death Time – Joseph Mazzuca (Trash Collection # 62)

Beitragvon jogiwan » 31. Dez 2016, 10:39

buxtebrawler hat geschrieben:@Jogschi: Ich glaube, der fehlt noch in der US-Slasher-Komplettliste, oder?


Jetzt nicht mehr - vielen Dank! :verbeug:
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