Deadly Spirits – Fred Olen Ray (Trash Collection # 13)

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Deadly Spirits – Fred Olen Ray (Trash Collection # 13)

Beitragvon jogiwan » 15. Dez 2009, 16:30

Deadly Spirits – Fred Olen Ray (Trash Collection # 13)

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Originaltitel: Spirits

Herstellungsland: USA / 1990

Regie: Fred Olen Ray

Darsteller: Erik Estrada, Oliver Darrow, Brinke Stevens, Carol Lynley

Story:

Als ein altes Haus in seiner Gemeinde abgerissen werden soll, wird Pater Vicci wird von grässlichen Alpträumen geplagt Das Team des Parapsychologen Dr. Wicks muss daraufhin erkennen, welche gewaltige Macht des Bösen das alte Haus beherrscht.

In der Nacht kommt es zu grauenvollen Ereignissen, z.B. wird Harry vom Geist der hübschen Mrs. Heron beglückt, die ihn nach allen Regeln der Kunst verführt und sich dann in einen abscheulichen Dämon verwandelt. Am nächsten Morgen finden die Leute von Dr. Wicks im Keller ein Buch des ersten Hausbesitzers Henri Picar. Er war Anhänger des Satans-Kultes und in diesem Buch werden Hunderte von teuflischen Akten und Ritualen beschrieben. Dr. Wicks gelingt es, mit dem Jenseits und dem teuflischen Picard Kontakt aufzunehmen, der ihnen verheißt, dass sie alle eines grässlichen Todes sterben werden…
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Re: Deadly Spirits – Fred Olen Ray (Trash Collection # 13)

Beitragvon untot » 2. Mär 2011, 15:08

Exorzist trifft Tanz der Teufel, so kam es mir bei der Sichtung vor, nur eben die schlechte Trash Variante davon!
Was aber keineswegs heißen soll, das er Film ne Gurke ist, ich fand ihn wirklich amüsant, recht unterhaltsam, kurzweilig und echt sehenswert.
Erik Estrada mischt auch mit, besser bekannt als Officer Francis Llewellyn, aus der unsäglich blöden Ami Serie CHiPs.
Ich frag mich nur welche Dilettanten die DVD von VZ produziert haben, schaut aus als hätte man ne schlechte VHS Kopie hergenommen als Master, hat jemand die CMV Scheibe und kann mir was dazu sagen?

6,5/10
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Re: Deadly Spirits – Fred Olen Ray (Trash Collection # 13)

Beitragvon jogiwan » 6. Mär 2011, 15:41

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Der umtriebige Ex-Wrestler, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler Fred Olen Ray ist ja seit Anfang der Achtziger Garant für geschmacklose Unterhaltung der kostengünstigen Machart und eine der letzten großen Gallions-Figuren des amerikanischen Indiependent-Kinos. Spezialisiert auf „Direct-to-Video-Produktionen“ kommt der werte Fred mittlerweile auf über 120 Filmchen, bei denen er Regie geführt hat und hat auch bei über 50 Produktionen am Drehbuch mitgeschrieben und unzählige Klassiker für andere Regisseure aus seinem Umfeld produziert. Und auch wenn das Hauptaugenmerk seiner Filme auf Action, Horror und Sex gelegt ist, gibt es kaum ein Genre, dass Fred Olen Ray noch nicht in irgendeiner Weise für seine Filme verarbeitet hat.

Auch „Deadly Spirits“ aus dem Jahre 1990 bietet wieder einmal genau dass, was man sich von einem derartigen Streifen erwartet. Eine dünn-dümmliche Story, ein, zwei Stars, die ihren Zenit bereits überschritten haben und eine trashige Inszenierung, die mit blutigen Effekten versucht, über ihre billige Machart hinwegzutäuschen. Mit einem Budget von gerade mal 130.000 US-Dollar wurde „Spirits“ dann auch in nur neun Tagen abgedreht und das dabei natürlich nicht wirklich innovatives Genre-Kino dabei rauskommen kann, liegt natürlich auf der Hand.

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Fred Olen Ray ist ja schließlich auch nicht bekannt für feinfühlige oder gar innovatives Genre-Kino, sondern bedient sich für seine Geschichten gerne bei bekannten Motiven, die auch schon in anderen Filmen gut funktioniert haben. Auch die Geschichte in „Spirits“ ist natürlich sehr bekannt und erinnert an eine Mischung aus „Der Exorzist“ und „House on haunted Hill“ und bietet neben einem zweifelnden Geistlichen auch eine Truppe von naiven Forschern, die in einem Haus auf bösartige Geister treffen und daraufhin in Angst und Schrecken versetzt werden.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Werken wie „Teenage Exorcist“ und „Hollywood Chainsaw Hookers“ aber auf Humor und ist für Fred Olen Ray eigentlich sogar ziemlich ernst inszeniert. Trotzdem kommt natürlich so gut wie keine Spannung auf und der Verlauf des Filmes ist wie das ähm... überraschende Ende natürlich stets vorhersehbar. Die Geschichte geht okay und auch die Inszenierung ist gar nicht mal so schlecht ausgefallen, auch wenn die Locations jetzt nicht sonderlich gruselig ausgefallen sind und sich auch immer wieder der Schatten des Mikrofons ins Bild schummelt, was natürlich einer gruseligen Stimmung auch nicht gerade zuträglich ist.

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Bei den Darstellern glänzt natürlich vor allem der amerikanische Schauspieler Erik Estrada als Anthony Vicci, der in den Jahren 1977 – 1983 bei der höchst-erfolgreichen Polizisten-Serie „CHiPS“ mitgespielt hat und mit seiner engen Uniform wohl schon so manche Frau um den Verstand gebracht hat. Danach ging es mit seiner Karriere jedoch eher abwärts und außer selbstironische Auftritte in Serien wie „die Nanny“ gabs keine großen Kinorollen mehr. In „Deadly Spirits“ agiert der eigentlich sympathische Herr dann auch ganz solide, auch wenn in einem derartigen Werk eine vielschichtige Charakterisierung natürlich nicht erwarten darf.

Aber auch bei den anderen Darstellern gibt es bekannte Gesichter zu entdecken. Robert Quarry kennt der geneigte Fan aus zahlreichen Filmen wie „Junges Blut für Dracula“ oder auch „Die Rückkehr des Dr. Phibes“, der in späteren Jahren dann weniger glamouröse Werken wie „Teenage Exorzist“ mit seiner Performance bereicherte. Auch Brinke Stevens kennt man, so wie Oliver Darrow aus mehreren Werken des umtriebigen Regisseurs und bieten auch hier eine solide Leistung.

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Entweder man mag die billigen Filmchen aus dem Hause Fred Olen Ray, oder man wird sie hassen. Irgendwie ist das Output des Regisseurs aber trotz aller Fehler und der trashigen Inszenierung dann aber doch immer irgendwie sympathisch. Auch „Deadly Sprits“ macht hier keine Ausnahme und bietet neben einer dämlichen Story und dem obligatorisch-offenen Ende dann doch jede Menge netter Momente, die den Streifen auch aus der Masse von vergleichbaren Werken herausragen lässt. Während mir die sehr ähnliche Horror-Klamotte „Teenage Exorcist“ weniger gefallen hat, ist der kurz zuvor entstandene „Deadly Spirit“ schon eher mein Ding und auch dank der Performance von dem ehemaligen Sex-Symbol und Hausfrauentraum Erik Estrada gibt’s an dieser Stelle gerne 6 von 10 Punkten.

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