Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Moderator: jogiwan

Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Beitragvon jogiwan » 15. Dez 2009, 19:00

Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash Collection # 17)

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Originaltitel: The Land That Time Forgot

Herstellungsland: Großbritannien/USA / 1975

Regie: Kevin Connor

Darsteller: Doug McClure, John McEnery, Susan Penhaligen, Keith Barren, u.a.

Story:

Ein deutsches U-Boot ist auf Tauchfahrt, als es plötzlich von einer übermächtigen Strömung erfasst und auf den verschollenen Kontinent CAPRONA getrieben wird. Diese Insel erweist sich als ein reiches und fruchtbares Land, das von seltsamen, Furcht erregenden Geschöpfen bewohnt ist. Während die Besatzung nach Treibstoff sucht, um das U-Boot wieder auf zu tanken, greifen prähistorische Dinosaurier und primitive Wilde die Crew an. In einem harten Kampf gelingt es den Eingeborenen von Caprona, eine junge Wissenschaftlerin in ihre Gewalt zu bringen. Ihr Schicksal ist der Tod, wenn nicht das Unmögliche gewagt wird …

Erleben Sie Doug McClure (unvergessen als "Trampas" in der Kult-TV-Serie "Die Leute von der Shiloh Ranch") in diesem phantastische Abenteuer auf einer vergessenen Insel nach dem Erfolgsroman von Edgar Rice Burroughs (dem Erfinder von "Tarzan") erstmalig ungeschnitten in Deutschland!
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Re: Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Beitragvon Blap » 31. Okt 2010, 13:45

Ein älterer Ultrakurzkommentar:


Caprona - Das vergessene Land


1916. Ein Handelsschiff wird von einem deutschen U-Boot versenkt. Den wenigen Überlebenden gelingt es jedoch das U-Boot zu kapern. Nach einer längeren Irrfahrt entdeckt man ein grösseres Eiland. Durch einen unterirdischen Fluss gelangen unsere Helden in das Innere der Insel. Dort erwarten sie Dinosaurier und Urmenschen...

"The Land that Time forgot" ist ein liebenswerter, trashiger Abenteuer-Film aus den siebziger Jahren. Die Handlung ist haarsträubender Unfug, die Akteure spielen zeitweise unglaublich hölzern. Dazu gibt es einige nette Dinos, die entweder die Menschen angreifen oder sich gegenseitig killen. Alles sehr naiv umgesetzt und daher charmant. Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Die Deutschen sind zwar nicht unbedingt die grossen Sympathieträger, werden aber immerhin nicht -wie sonst üblich- als stumpfsinnige Monster dargestellt.

Die DVD aus dem Hause CMV ist von brauchbarer Qualität. Lediglich die stellenweise deutlich sichtbare Kompression ist ein wenig störend, fällt aber insgesamt nicht so sehr ins Gewicht.

Guter Stoff = 7/10
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Re: Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Beitragvon Onkel Joe » 3. Nov 2010, 19:11

Gefällt mir gut das Filmchen, richtig brauchbarer, trashiger Abenteuer Stuff aus den Amicus Studios.
7/10
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Re: Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. #

Beitragvon jogiwan » 18. Feb 2012, 12:45

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Während des Ersten Weltkrieges fährt ein deutsches U-Boot unter der Leitung von Kapitän von Schönfeld durch das Meer und entdeckt ein englisches Frachtschiff, welches sogleich unter Beschuss genommen und versenkt wird. Als das U-Boot jedoch wenig später an die Meeresoberfläche taucht und die Luken geöffnet werden, wird die vollkommen überraschte deutsche Besatzung kurzerhand von dem Engländer Bowen Tyler und weiteren Überlebenden des Frachtschiffes überwältigt, als Geisel genommen und das Boot genötigt, den nächsten englischen Hafen anzulaufen.

Doch die Deutschen widersetzen sich der Meuterei und versucht, das U-Boot wieder unter Kontrolle zu bringen. An Bord entsteht ein gespanntes Verhältnis im Zuge dessen auch das Funkgerät zerstört wird, Kompasse manipuliert werden und auch ein deutsches Schiff versenkt wird, ehe die ausgehungerte Mannschaft erkennen muss, dass man nur mit gemeinsamen Kräften einen sicheren Hafen erreichen kann. Doch durch den manipulierten Kompass ist das U-Boot bereits viel zu weit abgetrieben und als auch noch Eisberge auftauchen, muss die Besatzung erkennen, dass Hilfe nicht so schnell zu erwarten ist.

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Als vor den Augen der überraschten Besatzung eine riesige Insel auftaucht, an der jedoch kein Boot anlegen kann, erinnert sich von Schönfeld an die Legende der Insel Caprona, die auf keiner Landkarte verzeichnet ist und mit normalen Schiffen auch gar nicht erreichbar ist. Mit dem U-Boot sieht sie Sache aber schon anders aus und nach einem riskanten Manöver unter Wasser schafft es Tyler, das U-Boot sicher in eine Bucht mit unterirdischen Zugang zu bringen und als die Luken geöffnet werden, präsentiert sich der verblüfften Mannschaft eine reichhaltige Flora und Fauna aus längst vergessenen Tagen.

Der idyllische Ort birgt für die Menschen jedoch auch große Gefahren und ehe sich Tyler und von Schönfeld versehen, wird ihre Mannschaft auch schon von gigantischen Urzeitechsen angegriffen und dezimiert. Die beiden Kapitäne entwickeln einen Plan, wie mit Hilfe der reichen Bodenschätze eine Flucht ermöglicht werden soll, doch als auch noch die ersten Urzeitmenschen auftauchen und es auch innerhalb der bunt zusammengewürfelten Truppe aus Engländern und Deutschen immer wieder Spannungen gibt, steuert alles einer Katastrophe entgegen…

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Der im Jahre 1875 in Chicago geborene Schriftsteller Edgar Rice Burroughs hat nicht nur die Geschichte des bekannten Dschungelhelden Tarzan samt seiner Jane erdacht, sondern in seiner Karriere noch eine ganze Reihe von weiteren Romanen geschrieben, die von abenteuerlichen Reisen, zu unberührten Orten handeln und oftmals auch die Konfrontation von westlicher und wilder Kultur behandelten. Burroughs schickte seine Helden aber nicht nur in wilde Gegenden, sondern auch in ferne Galaxien und unterhalb der Erdoberfläche und streifte mit seinen zahlreichen Erzählungen auch immer wieder das Sci-Fi-Genre.

Die literarische Vorlage zu „Caprona – Das vergessene Land“ stammt aus dem Jahr 1924 und ist ein Teil von drei miteinander verbundenen Geschichten, die unter dem Titel „The Moon Mais. The Land that Time forgot“ veröffentlicht wurden. Die Handlung spielt dabei im Jahre 1912 und lässt verfeindete Deutsche und Engländer gemeinsam in Seenot geraten und später an einer unbekannten Insel stranden, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint und auf der sich im Gegensatz zur heutigen Erde auch noch Dinosaurier und Urzeitmenschen tummeln. Doch in der Verfilmung spielt nicht nur der unvermeidliche Kultur-Clash eine Rolle, sondern auch die Feindschaft des Krieges, welches von beiden Parteien nicht vergessen werden kann.

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Die Story des Streifens ist dann für einen Abenteuerfilm aus der Entstehungszeit auch ganz passabel und „Caprona – das vergessene Land“ startet recht vielversprechend und temporeich mit den turbulenten Ereignissen im U-Boot, welches sich einmal in deutscher und dann wieder in englischer Hand befindet. Nach ca. einer halben Stunde wird dann die ominöse Insel gefunden und die Tricktechniker dürfen so richtig aufdrehen und präsentieren dem Zuschauer abenteuerliche Kulissen und wilde Urzeit-Tiere. Die Effekte sind dabei immer hübsch erkennbar und neben zahlreichen Miniaturen gibt es auch Menschen in Dino-Kostümen, die sich abmühen dürfen.

Leider verlässt sich der Streifen dann aber etwas zu sehr auf seine verblüffenden und sympathischen Effekte, sodass sich mit fortschreitender Laufzeit dann auch ein paar Hänger einschleichen, die das Sehvergnügen unnötigerweise etwas schmälern. Auch die Sache mit den technisch-überlegenden Reisenden, die sich ohne Rücksicht auf Verluste durch die prähistorische Fauna morden ist heutzutage nicht mehr ganz korrekt und irgendwie sind die Dinos auch viel zu sympathisch, als dass man mit Torpedos auf sie schießen darf. Und wenn ein sterbender Dino dann auch noch publikumswirksam eine Träne verdrückt, dann wünscht man sich sowieso, dass den Darstellern ein zeitnaher Abgang zugedacht ist.

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Und das tut es dann auch, denn „Caprona“ entpuppt sich al denkbar schlechter Ort für namenlose Nebendarsteller, die immer wieder mal auf spektakuläre Weise ihr Leben lassen müssen. Für einen Film mit FSK12-Freigabe gibt’s jedenfalls einen überraschend hohen Bodycount und selbst Hauptdarsteller sind im Verlauf des Streifens nicht davor gefeit, ins - von Schadstoffen unbelastete - Gras zu beißen. Natürlich gibt es aber Genre-üblich auch einen Helden in Form von Doug McClure, der sich auch um die einzige, weibliche Darstellerin Susan Penhaligon kümmern darf und wie auch der Rest vom Cast seine Sache auch ganz gut erledigt.

Unterm Strich bleibt ein sympathischer und urzeitlicher Abenteuer-Sci-Fi-Film aus dem Hause „Amicus“ mit einer interessanten Story, der größtenteils von wunderbaren Effekten lebt. Männer in Dino-Kostümen und fliegende Monster, deren Flügel sich dennoch nicht bewegen, sowie die liebevoll gezeichnete Kulissen bieten jedenfalls den nostalgischen Charme, den man sich von einen Werk aus dieser Kiste erwartet. Und weil ständig was passiert, gibt’s auch kaum Langeweile und auch wenn die ökologische Botschaft nicht korrekt ist, so verbreitet „Caprona – das vergessene Land“ schon gute Laune und lässt einen schmunzelnd an die Zeit denken, als man noch selbst als Abenteurer unerforschte Welten entdecken wollte. 7/10 niedergemetzelte Urzeitechsen!

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Re: Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Beitragvon Arkadin » 2. Mai 2017, 11:17

Nett, gemütlich, eigentlich belanglos. Das Ganze sieht mehr wie TV als wie Kino aus und könnte gut der Pilot für eine Serie sein. Die Dinos sind billig, aber nett animiert. Allerdings sieht man sie nicht so häufig. Doug McClure hat die Ausstrahlung und den Charme eines Baumstumpfs. Die weibliche Hauptrolle wird zum Ausstattungstück und gelegentlichen Stichwortgebers reduziert und wirklich interessant ist nur der deutsche U-Boot-Kapitän. Was mir gefallen hat, war die Aussage, dass man nur etwas erreichen kann, wenn man miteinander und nicht gegeneinander arbeitet.
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Re: Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Beitragvon karlAbundzu » 3. Mai 2017, 12:31

Ein Found Bottles Film:
An der schottischen Küste wird eine Flaschenpost gefunden, und der Fischer liest eine unglaubliche Geschichte aus dem Krieg. Deutsche und Amerikaner raufen sich in einem U-Boot zusammen, entdecken in der Antarktis eine Insel auf der noch Saurier und Urmenschen hausen. Um das U-Boot ordentlich am laufen zu halten, brauchen und finden sie Öl, raffinieren es selbst. Zum Essenjagen (und Wassersaurierschnitzel schmeckt anscheinend super) ziehen sie immer weiter gen Norden, der Entwicklungsstand der Tiere und Menschen ist immer höher. Dann bricht ein Vulkan aus, eine Gruppe versucht wegzukommen, schafft es nicht und Adam und Eva bleiben zurück, einsam und angefeindet und schreiben die Flaschenpost…

Hm, das bemerkenswerte: Es gibt ein paar gute Saurierszenen. Und das ausgerechnet der einzige kluge, humanistische, philosophisch interessierte der deutsche Oberkommandeur ist, überraschend. Ohne ihn am Steuer verfährt sich der Ami auch gleich, sonst wäre das alles auch nicht passiert. Oder als die Leute sich untereinander prügeln: Der Alpha-Ami klatscht dazu, der deutsche Befehlshaber ruft zur Zusammenarbeit auf. Also intellektuelle Preussen besser als die Ami-Cowboys?
Das Schlussbild mit den beiden Übriggebliebenen und ohne guten Ende ist auch ganz hübsch.
Ansonsten kann der Film sich nicht so recht entscheiden zwischen Seeschlachtszenenfilm, Abenteuer-Saurier-Vehikel (und mehrere friedfertige Saurier werden dann auch noch so sinnlos umgebracht, nur um die dicken Kanonen zu zeigen), Eingeborenenspektakel, Science Fiction. So bleibt vieles in der Luft und wird nicht weiter verfolgt. Außer John McEnery als deutscher Kommandant und Bobby Parr als Eingeborener Ahm ist die Leistung der Schauspieler auch eher boulevardesk, bzw. die wissen nicht, was sie tun…
Aussehen tut der Film wie ein schlechter Früh-80er TV-Film, insofern war er seiner Zeit voraus.
Vielleicht sollte man so was aber auch nicht direkt nach so einem Werk wie Satanas sehen, vielleicht könnte das in der richtigen Stimmung auch ein guter Partyfilm sein.
Zuletzt geändert von karlAbundzu am 3. Mai 2017, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Beitragvon Arkadin » 3. Mai 2017, 14:25

karlAbundzu hat geschrieben:Also intellektuelle Nazis besser als die Ami-Cowboys?


Ähhh... der Film spielt während des ERSTEN Weltkriegs.
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Re: Caprona - Das vergessene Land - Kevin Connor (Trash C. # 17)

Beitragvon karlAbundzu » 3. Mai 2017, 18:01

Peinlich, richtig :oops:
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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