Blood War – Francis Posadas (Trash Collection # 37)

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Blood War – Francis Posadas (Trash Collection # 37)

Beitragvon jogiwan » 16. Dez 2009, 08:36

Blood War – Francis Posadas (Trash Collection # 37)

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Originaltitel: Blood War

Herstellungsland: Philippinen / 1989

Regie: Francis Posadas

Darsteller: Anthony Alonzo, Rosemarie De Vera, Robert Lee, Renato del Prado, u.a.

Story:

Nach jahrelanger Gewaltherrschaft rumort es in den Slums von Manila. Die pure Verzweiflung und Sehnsucht nach Freiheit und Frieden treiben immer mehr mutige Männer zu den Waffen. Sie führen einen aufrechten, jedoch nahezu aussichtslosen Kampf gegen das übermächtige Regime und die Korruption in den eigenen Reihen.
Die Regierungstruppen ziehen schonungslos und mit grausamer Härte gegen die Aufständischen zu Felde. Dabei wird selbst Alte und Kinder nicht verschont.
Überdies versuchen skrupellose Geschäftemacher aus der verhängnisvollen Situation der Rebellen Kapital zu schlagen.
Wird es den wagemutigen Freiheitskämpfern gelingen, ihre barbarischen Unterdrücker zu besiegen? Die Chancen stehen 1:1000…
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Re: Blood War – Francis Posadas (Trash Collection # 37)

Beitragvon jogiwan » 7. Apr 2011, 17:52

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Die beliebte Trash-Collection aus dem Hause CMV-Laservision bietet mittlerweile ja schon seit Jahren konsequent ungewöhnliches Futter für den aufgeschlossenen Freund mit den unterschiedlichsten Filmen aus der Baddie-Ecke. Das es dabei neben einem doch konstant-soliden Output an interessanten, spannenden und lustigen Werken auch mal Ausreißer nach oben bzw. unten gibt, liegt da wohl auf der Hand und neben vielen Sonnenstunden gibt es halt auch immer wieder Gurken, die es sichten gilt. Dem philippinischen Kriegsfilm „Blood War“ aus dem Jahre 1989 eilt ja da eher der Ruf voraus, zu den Tiefpunkten der Serie zu gehören und eine Bewertung von gerade mal 2,44 auf der OFDB verheißt ja auch im Vorfeld nichts Gutes.

Tatsächlich ist der politisch angehauchte Kriegsfilm „Blood War“ auch eine richtige Gurke, die nicht nur ziemlich langweilig und gänzlich spannungsfrei, sondern auch noch mit so viel Pathos und religiöser Thematik um die Ecke biegt, dass dem Actionfreund durchaus übel werden kann. Die Geschichte des vom Schicksal gebeutelten und gläubigen Moslems mit höheren Zielen ist ja auch ziemlich dämlich und hat wie auch der umstrittene „Tal der Wölfe“ einen äußert zweifelhaften Beigeschmack, wenn dann ständig von der friedlichen Religion der Muslime und den gewaltbereiten Christen die Rede ist. Imho hat ja weder die eine, noch die andere Religion in einem Kriegsfilm zu suchen, da ja Beide nicht gerade zimperlich mit Andersdenkenden umgehen.

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Auch der triefende Pathos mit Familienehre und dergleichen, der einem ständig um die Ohren geföhnt wird und an unsägliche Bollywood-Filme erinnert wirkt in seiner dargebotenen Naivität auch eher erheiternd und hat in einem Kriegsfilm auch eher weniger zu suchen. Ich hab ja normalerweise nichts gegen exotische Filme, aber in „Blood War“ ist eigentlich so ziemlich alles falsch gemacht worden, was man nur falsch machen kann. Denn neben der gewöhnungsbedürftigen und äußerst tendenziösen Geschichte sind auch die Action-Sequenzen, welche ja immerhin das Herzstück eines derartigen Streifens sein sollten, komplett vergurkt worden. Die sind nämlich derart lahm und lustlos ausgefallen, dass man sich wirklich fragen muss, was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben.

Nicht viel vermutlich, denn so lahm wie die Helden durch heruntergekommene Settings oder irgendwelche Landschaften stapfen bis sie auf gegnerische Rebellen treffen, spottet wirklich jeglicher Beschreibung. Gefühlte Stunden wird dann hin- und hergeschossen, bis einer weint, bzw. alle Rebellen tot sind. Die militärischen Manöver wirken weder sonderlich professionell, noch sind sie irgendwie professionell inszeniert und sind vor allem eines: ziemlich langweilig. Auch die Figuren im Film, die oftmals nur kurz auftauchen und für den weiteren Verlauf der Handlung keine Bedeutung haben sind oberflächlich geraten und sorgen auch nicht dafür, dass der Zuschauer bei Laune gehalten wird und von darstellerischen Leistungen will man im Zusammenhand mit „Blood War“ auch gar nicht sprechen. Dass die Geräuschkulisse auch noch vollkommen daneben sind und die Gewehrsalven wohl aus dem Drum-Computer stammen und das Laufen der Soldaten sich wie Pferdegalopp anhört, sorgt auch nicht unbedingt für besondere Authentizität.

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Selbst als geeichter Trashologe muss ich leider gestehen, dass „Blood War“ trotz aller Komponenten wie mieser Story, schlechter Action und unfähigen Darstellern in einer laienhaften Inszenierung, leider so überhaupt nicht funktioniert. Der philippinische Streifen nimmt sich dafür viel zu ernst und sorgt so dafür, dass jegliche Potential für unterhaltsame Action-Gülle verschenkt wird. Die wenigen und miesen Bewertungen auf der OFDB sind ja leider im Falle von „Blood War“ ja auch wirklich gerechtfertigt und ich glaub kaum, dass ein mündiger Zuschauer im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte das anders sehen würde. Als Partyfilm in Kombination mit Alkohol taugt der Streifen wohl ebenso wenig und ist trotz seiner knapp 90 Minuten um mindestens 80 davon zu lang.

Die DVD aus dem Hause CMV-Laservision mit der Nummer 38 der Trash-Collection hat zwar ein hübsches Cover, welches mit dem Hauptdarsteller zwar nur entfernt Ähnlichkeit besitzt, ist aber ansonsten eher mäßig ausgefallen. Die Bildqualität ist eher grottig und von zahlreichen Bildfehlern durchsetzt und auch in Punkto Ton hat man sicher schon viel Besseres gehört. Das würde aber gar nicht so stören, würde der Film über irgendwelche Schauwerte verfügen. Auch auf jegliches Bonusmaterial muss man abgesehen von der obligatorischen Bildergalerie verzichten und die drei Trailer zu weiteren Filmen der Serie machen das Kraut auch nicht mehr fett, wie der Österreicher sagen würde.

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Unterm Strich ist „Blood War“ ein ziemlich langweiliges und gänzlich Höhepunkts-loses Filmchen aus den Achtzigern, bei dem irgendwie alles auf die uninteressanteste Art und Weise in den Sand gesetzt wurde. Die miese Story langweilt mit Politik, Pathos und Religion, die Action ist unspektakulär und doof inszeniert, die Darsteller sind mit Ausnahme des Hauptdarstellers Anthony Alonzo ebenfalls allesamt so farblos wie austauschbar und auch der Rest ist ziemlicher Müll der langweiligen Sorte. Selbst dem aufgeschlossenen und optimistischsten Trash-Fan mit ausreichend Getränkevorrat wird es vermutlich schwer fallen, nur annähernd irgendwelche positive Aspekte an dem philippinischen Action-Streifen zu finden und ich für meinen Teil muss ehrlich gestehen, dass ich schon lange keinen derart öden Schnarcher gesehen habe: 2/10 Punkten

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