Wolf Creek 2 - Greg McLean (2013)

Moderator: jogiwan

Wolf Creek 2 - Greg McLean (2013)

Beitragvon horror1966 » 4. Jun 2015, 20:00

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Wolf Creek 2
(Wolf Creek 2)
mit John Jarratt, Ryan Corr, Shannon Ashlyn, Philippe Klaus, Shane Connor, Ben Gerrard, Gerard Kennedy, Annie Byron, Lucy Bayet, Chloé Boreham, Sebastian Freeman, Ryan Clarke, Thomas Green, Maria Levskaia
Regie. Greg McLean
Drehbuch: Greg McLean / Aaron Sterns
Kamera: Toby Oliver
Musik: Johnny Klimek
ungeprüft
Australien / 2013

Gelangweilt vom kommerziellen Massentourismus, machen sich die jungen und idealistischen Rucksacktouristen Rutger und Katarina auf, das „echte“ Australien zu erkunden, und so begeben sie sich in den betörend schönen, aber lebensfeindlichen Wolf Creek National Park. Weit entfernt von der Zivilisation, täuschen die atemberaubenden Ausblicke und Weiten, denn in den Schatten lauert eine Gefahr. Der psychopathische Schweinejäger Mick Taylor ist der letzte Mann, dem man im Outback begegnen möchte, und seine respektlose Haltung gegenüber Menschenleben hat sich zu einem neuen, sadistischen Level geschaukelt. Backpacker Paul Hammersmith platzt in eine blutige Party, zu der man besser nicht eingeladen werden möchte.


Mick Taylor ist zurück!


Acht lange Jahre mussten die Fans warten, bis Regisseur Greg McLean den psychopathischen Schweinejäger ein zweites Mal ins Rennen schickte, um ausländische Touristen das Fürchten zu lehren. Das lange Warten hat sich aber allemal gelohnt und insbesondere die Gorehounds unter den Zuschauern werden dieses Mal weitaus reichlicher bedient, als es noch im ersten Teil der Fall war. War "Wolf Creek" 2005 noch in der Hauptsache brutales Kopfkino, so lässt man in vorliegendem Fall von Beginn an keinerlei Zweifel daran, das es in der hier erzählten Geschichte auch in visueller Hinsicht ordentlich zur Sache geht. Das müssen gleich in der Eröffnungs-Sequenz zwei übereifrige Gesetzeshüter leidvoll feststellen die dem guten Mick ohne Berechtigung einen Strafzettel ausstellen wollen. Schon in dieser frühen Phase des Filmes kommt neben brachialen Gewaltdarstellungen ein weiterer Aspekt ziemlich stark zum Ausdruck, denn Mick scheint ganz offensichtlich noch cooler und sarkastischer aufzutreten, als es schon im Vorgänger der Fall war. Der wichtigste Unterschied ist allerdings darin erkennbar, das "Wolf Creek 2" von der ersten Minute an mit einem ordentlichen Tempo aufwartet, auf das man im ersten Teil doch noch eine geraume Weile warten musste. So ist man dann auch sofort in der genau richtigen Stimmung für einen kompromisslosen Horrorfilm und soll in der Folge auch keinesfalls enttäuscht werden. McLean hat rein inhaltlich nicht viel geändert, so das der Zuschauer mit keinen größeren Überraschungen rechnen sollte. In atmosphärischer Hinsicht gestaltet sich das Werk ähnlich wie sein Vorgänger, nur ist dieses Mal alles noch eine Spur fieser geraten, wobei in dieser Hinsicht insbesondere die Hauptfigur hervor sticht, denn Mick lässt seine sadistische Ader sehr explizit zum Ausdruck kommen. Dabei äußerst sich das nicht nur in seinen boshaften Taten, denn auch die Dialoge triefen nur so vor Sarkasmus und beinhalten phasenweise einen stark zynischen Anstrich, der dem Gesamtbild äußerst gut zu Gesicht steht.

Gleichzeitig gestaltet sich das Szenario auch weitaus abwechslungsreicher als in Teil 1, denn neben mehr Figuren sind dieses Mal auch mehrere Schauplätze vorhanden. Der stärkste Unterschied zum Vorgänger lässt sich aber sicherlich im visuellen Härtegrad erkennen, denn hier geht es streckenweise richtig ordentlich zur Sache. Es werden Köpfe zerschossen, Gliedmaßen abgetrennt oder ganz einfach Leute brutal erschossen, so das in dieser Beziehung für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte. Doch auch ganz generell erscheint diese Fortsetzung in der Gesamtbetrachtung noch weitaus härter als der erste Teil, denn auch die ausgetauschten Dialoge erscheinen eindringlicher und gemeiner. John Jarratt läuft dann auch wirklich zur absoluten Hochform auf und macht gleichzeitig auch keinerlei Hehl daraus, das neben seiner ausgeprägten sadistischen Ader auch unverhohlener Fremdenhass zu seinen herausragenden Atributen zählt. Das schleudert er seinen Opfern dann auch ständig verbal ins Gesicht, wobei hier wohl das eindeutig kleinste Problem für seine Opfer zu erkennen ist. Apropos Opfer, diese sind auch in vorliegendem Fall wieder einmal recht blass gezeichnet und konnte man schon in "Wolf Creek" keine echten Sympathie für die Leidenden aufbringen, so fällt dies hier noch um ein Vielfaches schwerer. Lediglich die Figur von Paul bildet hier eine kleine Ausnahme, denn zwischen ihm und seinem Peiniger entwickeln sich so einige sehens-und hörenswerte Passagen, die dem Ganzen einen ganz eigenen Stempel aufdrücken.

Dieser Punkt kommt ganz besonders im letzten Drittel der Geschichte zum tragen das sich in einer Art Folterkeller abspielt und in dem es dann sogar zu mehreren höchst skurrilen Augenblicken kommen soll. Da singen die beiden Männer zusammen und es wird sogar ein makaberes Quiz veranstaltet, so das auf eine höchst perverse Art und Weise ein äußerst fieser Humor Einzug in die Geschehnisse hält. So entsteht ein schier kranke Grundstimmung die das Szenario trägt und es entwickelt sich eine mehr als gelungene Mixtur aus Brutalität, Zynismus visueller Härte, die einem ordentlich auf den Magen schlägt. Hat sich "Wolf Creek" 2005 noch durch zwei vollkommen unterschiedliche Filmhälften ausgezeichnet, so erscheint das Ganze hier etwas ausgewogener und ergibt im Endeffekt einen noch besseren Horrorfilm, der einem phasenweise das Blut in den Adern gefrieren lässt. Das ist nicht zuletzt einem glänzend aufspielenden Hauptdarsteller geschuldet, dessen offensichtliche Bosheit hier noch weitaus stärker zum Ausdruck kommt wie im Vorgänger. Und so wird auch dieser zweite Teil der Reihe grundsätzlich von der Boshaftigkeit eines John Jarratt getragen, der hier auch durch die viel stärkere Gewichtung seiner Spielanteile zu einer Art Omnipräsenz gelangt, die dem Gesamtbild äußerst zuträglich ist.

Der einzige kleinere Wermutstropfen dieses Filmes liegt eventuell in den oftmals nicht logisch nachvollziehbaren Handlungsweisen einiger Protagonisten, denn einige der Opfer (hauptsächlich Paul) agieren phasenweise recht abwegig. Das schmälert den ansonsten jedoch hervorragenden Gesamteindruck nur wenig, denn letztendlich ist "Wolf Creek 2" ein extrem stimmiger und überzeugender Genre Beitrag, an dem die Fans ihre helle Freude haben dürften. Das lange Warten hat sich also auf jeden Fall gelohnt, denn McLean kommt mit einer absolut kompromisslosen Fortsetzung daher die sich in jeder Beziehung sehen lassen kann. Bleibt nur zu hoffen das auch in Zukunft noch von Mick Taylor zu hören sein wird, denn wenn man das hier an den Tag gelegte Niveau halten könnte, wären weitere Ableger sicherlich höchst willkommen, denn auf eine leicht perverse Art ist der gute Mick schon zu einer kleinen Kultfigur avanciert, die trotz ihrer brutalen Taten Sympathie beim Zuschauer aufkommen lässt.


Fazit:


Härter, temporeicher, aber auch mit skurrilem Humor versehen, das ist wohl die beste Beschreibung für einen Film der Lust auf mehr macht. Mit wieder einmal grandiosen Landschaftsaufnahmen ausgestattet erzeugt "Wolf Creek 2" einmal mehr diese grandiose Atmosphäre, die man auch schon im ersten Teil bewundern konnte. Insgesamt handelt es sich also um ein absolut überzeugendes Gesamtpaket das sich kein Fan des Horrorfilms entgehen lassen sollte.


8,5/10
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Re: Wolf Creek 2 - Greg McLean

Beitragvon Tomaso Montanaro » 6. Jul 2015, 19:22

Wolf Creek 2 ist wirklich nicht schlecht. Nur leider verliert er von der mitreißenden Eingangssequenz mit den beiden dummen Bullen bis hin zur gnadenlos in die Länge gezogenen "Quizsequenz" und seinem penetrant bösartigen Humor langsam aber sicher an Fahrt.

Schade! Denn schauspielerisch und vor allem handwerklich / optisch bleiben hier keine Wünsche offen; nur leider kennt die Filmwelt genug Beispiele dieser Gattung von Teenie-Horror, die etwas besser sind, sei dies Wrong Turn, Timber Falls, Turistas - oder eben Wolf Creek 1.

Aber ich bleibe dabei:
Wolf Creek 2 ist - trotz kleiner Abstriche - zumindest für Genrefreunde definitiv keine schlechte Wahl.

6/10 Punkten
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Re: Wolf Creek 2 - Greg McLean

Beitragvon sergio petroni » 11. Jul 2015, 15:21

Muß mich nach der Sichtung der britischen Fassung mit Subs im großen und ganzen der
Meinung von Tomaso anschließen. Der dämonische Mick Taylor haut kräftig auf die Kacke
und ist Dreh- und Angelpunkt des ganzen Geschehens. Die Goreschraube wurde gegenüber
Teil 1 mächtig angezogen, dies wird aber in der Wirkung wieder durch parodistische Einlagen
von Mick Taylor etwas abgemildert.
Wunderbare Landschaftsaufnahmen gibt es auch wieder zuhauf zu sehen.
Das Ende erinnert dann eher an "Wer-wird-Millionär" trifft "Hostel"
(nur daß man hier bei falschen Antwort kein Geld verliert, sondern...)
und ist etwas langatmig geraten.
6/10
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Re: Wolf Creek 2 - Greg McLean (2013)

Beitragvon buxtebrawler » 27. Jul 2015, 13:59

Erscheint voraussichtlich am 14.09.2015 bei '84 Entertainment auf Blu-ray:

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Extras:
• Making of (ca. 53 Min.)
• Deleted Scenes (ca. 26 Min.)
• Bildergalerie
• Original-Trailer
• Deutscher Trailer
• Programmtrailer
• 16-seitiges Booklet mit Text von Kai Naumann

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=64867
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Wolf Creek 2 - Greg McLean (2013)

Beitragvon buxtebrawler » 19. Mär 2016, 22:14

Erscheint voraussichtlich am 21.03.2016 bei '84 Entertainment noch einmal auf Blu-ray im Metalpak, zusammen mit dem ersten Teil:

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Extras: Making of (ca. 53 Min.); Deleted Scenes; Original-Trailer; Deutscher Trailer; Programmtrailer; Bildergalerie

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=69824
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Wolf Creek 2 - Greg McLean (2013)

Beitragvon buxtebrawler » 6. Mär 2017, 14:41

Erscheint voraussichtlich am 06.03.2017 bei XT-Video noch einmal auf Blu-ray im Mediabook, zusammen mit dem ersten Teil:

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Extras:
• Making of (ca. 53 Min.)
• Deleted Scenes (ca. 26 Min.)
• Bildergalerie
• Original-Trailer
• Deutscher Trailer
• Programmtrailer

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=77596
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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