Triangle - Christopher Smith (2009)

Moderator: jogiwan

Triangle - Christopher Smith (2009)

Beitragvon horror1966 » 11. Jun 2010, 18:41

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Triangle
(Triangle)
mit Melissa George, Joshua McIvor, Jack Taylor, Michael Dorman, Henry Nixon, Rachael Carpani, Emma Lung, Liam Hernsworth, Bryan Probets
Regie: Christopher Smith
Drehbuch: Christopher Smith
Kamera: Robert Humphreys
Musik: Christian Henson
FSK 16
Australien / Großbritannien / 2009

Als Jess mit Freunden einen Segeltörn unternimmt, hat sie von Anfang an ein seltsames Gefühl. Ihre schlimmsten Ängste werden wahr, als die Yacht in einen Sturm kommt und sie sich auf einen verlassenen Ozean-Dampfer retten müssen. Jess ist davon überzeugt, dass sie schon einmal auf diesem Schiff war und obwohl dieses verwahrlost ist, sind sie trotzdem nicht allein. Jemand jagt sie, einen nach dem anderen. Nur Jess hat den Schlüssel zum Ende dieses nervenaufreibenden Terrors in der Hand ohne etwas davon zu ahnen ...


Einer der originellsten und effektivsten Horror.Filme der letzten zwanzig Jahre (Digital Spy)


Große Worte, die einem hier auf der Rückseite des DVD-Covers ins Auge stechen, die man aber nach der Sichtung dieses Films nur unterstreichen kann. Denn das, was Regisseur Christopher Smith (Severance, Creep) hier auf die Beine gestellt hat, ist eine extrem innovative Mixtur aus Horror-und Mystery-Thriller, wie man sie in der vorliegenden Form noch nicht gesehen hat. "Triangle" lediglich als Kombination aus Filmen wie "Und täglich grüßt das Murmeltier" und "Dead End" zu bezeichnen, würde dem Film nicht gerecht werden, obwohl Elemente aus beiden genannten Filmen vorhanden sind. Jedoch ist es die Machart der Geschichte und ihr Ablauf, der vorliegendem Werk noch eine ganz besondere und frische Note verleiht und es so aus der breiten Masse deutlich hervorhebt, was in der heutigen Zeit schon einer Art Ritterschlag gleichzusetzen ist.

Mehr als die Anspielung auf die beiden oben genannten Filme darf man hier einfach nicht verraten, um dem Zuschauer nicht gänzlich die Vorfreude auf dieses aussergewöhnlich gute Seh-Vergnügen zu nehmen, das vor Innovation nur so strotzt und einem die nahezu brillante Grund-Idee in fantastischen Bildern präsentiert. Jeder sollte sich selbst einen Eindruck des hier stattfindenden Geschehens machen, dessen ganz große Stärke sicherlich die von der ersten Minute an vorherrschende Grundstimmung ist, denn kann sich doch insbesondere das mysteriöse Element der Story von Beginn an voll entfalten und sorgt so ohne Vorlauf sofort dafür, das man dem Film seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt, die auch im Laufe der Geschichte in keinster Weise auch nur annähernd abebben würde. Viel eher ist das Gegenteil der Fall, denn es entsteht eine Art Sog, der einen immer mehr in den Strudel der Ereignisse hineinzieht und eine ungeheuer starke Faszination ausübt, der man sich ganz einfach nicht entziehen kann. Durch die dabei entstehende Intensität, die vom Geschehen ausgeht hat man nicht selten das Gefühl, das man sich selbst mitten in der Story befindet und praktisch mit ihr verschmilzt.

Die einzigartige Atmosphäre verdichtet sich von Minute zu Minute und nimmt dabei immer unheilvollere und gespenstische Ausmaße an, die sich schon fast zwangsläufig auch auf den Betrachter übertragen, der eine dabei aufkommende Gänsehaut kaum unterdrücken kann. Phasenweise fühlt man sich recht unbehaglich in der eigenen Haut und kann die immer höher ansteigende Spannung kaum noch aushalten, doch bis zum bitteren Ende der Geschichte findet man keinerlei Möglichkeit, das die Spannung sich in irgendeiner Form entladen kann. Selten habe ich in den letzten Jahren einen Film gesehen, bei dem man ganz automatisch so mitfiebert wie bei "Triangle" und es kaum erwarten kann, bis sich einem die endgültige Lösung des Szenarios offenbart. Zwar gibt es schon in der ersten Filmhälfte einige dezente Andeutungen in einigen Dialogen, durch die man erahnen könnte, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt, aber wenn man nicht ganz genau darauf achtet, bleibt man bis zum Schluß über den Gesamt-Zusammenhang eher im Dunkeln. Und da ja sicherlich nicht alle Leute auf die gleichen Dinge achten, dürfte sich die endgültige Lösung des mysteriösen Rätsels der Mehrzahl erst am Ende offenbaren.

Doch selbst wenn man eine gewisse Vorahnung haben sollte, ist die Story-Line keineswegs vorhersehbar und bietet jede Menge Überraschungsmomente, die das insgesamt erstklassige Gesamtbild noch einmal zusätzlich aufwerten. Letztendlich beinhaltet der Film eigentlich nur einen kleinen Wermutstropfen und das sind die vorhandenen CGI-Effekte, die nicht unbedingt den höchsten Qualitäts-Standard beinhalten. Ansonsten aber kann "Triangle in wirklich allen Belangen mehr als nur überzeugen, denn auch die Darsteller agieren absolut überzeugend, wobei ich vor allem die darbietung von Melissa George (30 Days of Night) als absolut beeindruckend empfunden habe. Hinzu kommt die Tatsache, das hier meiner Meinung nach keinerlei Logiklöcher vorhanden sind, wie man sie ansonsten gerade in Filmen dieser Art so oft zu sehen bekommt. Und um die ganze Sache dann noch perfekt abzurunden, gibt es am Schluß auch noch trotz einem aufklärenden Ende immer noch einen gewissen Spielraum für eigene Interpretationen, die sich je nach der Sichtweise eines jeden Zuschauers ergeben und die einen auch noch lange nach der Sichtung des Films beschäftigen. Auf jeden Fall aber hinterlässt die Geschichte einen nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer, der sich dieses brillante Werk sicherlich nicht zum letzten Mal angesehen hat.


Fazit:


"Triangle" zählt ganz sicher zu den innovativsten und kreativsten Filmen, die man in den letzten Jahren gesehen hat. Die hier gefundene Kombination aus Horror-und Mystery-Thriller ist in ihrer Umsetzung sicherlich mehr als nur gelungen und beschert ein aussergewöhnlich gutes Film-Erlebnis, das von der ersten bis zur letzten Einstellung an Spannung und Atmosphäre kaum zu überbieten ist. Erstklassige Darsteller, jede Menge Überraschungsmomente und einige für eine 16er Freigabe beachtliche und sehr blutige Momente tragen dafür Sorge, das der Zuschauer Szenario erlebt, das ihn vollkommen in seinen Bann zieht und eine ungeheure Faszination auf ihn ausübt, der er sich beim besten Willen nicht entziehen kann. Für Freunde des Genres zählt dieses Werk zum absoluten Pflichtprogramm, denn ansonsten verpasst man eine dermaßen originelle Inszenierung, wie man sie in vorliegender Form noch nicht gesehen hat.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9 Anamorph Widescreen)
Laufzeit: 95 Minuten
Extras: Making Of, Interviews, Beim Dreh, Originaltrailer, Trailershow


8/10
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon Reinifilm » 29. Jun 2010, 21:54

Hat mir auch verdammt gut gefallen!
Leider hatte ich den am Ende eines Filmabends gesehen und bin bei den schönen Sonnenscheinszenen immer leicht eingedöst, um mich dann anschließend noch stärker zu erschrecken... :D
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon jogiwan » 25. Jun 2011, 08:54

Eigentlich würde ich "Triangle" aus dem Jahre 2009 ja richtig gut finden, gäbe es mit "Timecrimes" von Nacho Vigalondo aus dem Jahre 2007 nicht bereits einen Film, der mit der haargenau gleichen Grundidee und auch noch mit gleichen Story-Elementen aufwartet. Vigalondo geht es in seinem Streifen zwar wesentlich ruhiger, aber nicht minder effektiv an und hat daher meine Sympathien auf seiner Seite. "Triangle" ist sicherlich interessant, aber der Witz der Idee wird im Verlauf des Streifens ohne näherer Erklärung imho dann doch etwas überstrapaziert und auch der ein oder andere visuelle Effekt ist nicht ganz gelungen. Trotzdem kann man den Streifen gut gucken und für den kurzweiligen Abend reicht es allemal. 7/10
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon purgatorio » 25. Jun 2011, 18:16

Top-Kritiken zu diesem Streifen liest man eigentlich überall, entsprechend hoch war meine Erwartung und entsprechend so LaLa war das Ergebnis. Ich glaub ich seh mir den demnächst mit etwas gedämpfter Erwartungshaltung ein zweites mal an, vielleicht kommt dann etwas mehr als 5/10 weil nett aber doof um die Ecke :roll:
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon untot » 25. Jun 2011, 23:24

Zeitschleife, brrr, ich hasse "Und täglich grüßt das Murmeltier" und ich mag "Triangle" demnach auch nicht.

Ich fand den Streifen einfach nur zum gähnen und das passiert mir eigentlich äußerst selten.

Die Effekte waren ziemlich mies, die Handlung hab ich von Anfang an durchschaut und Logiklöcher gabs auch!
Gut ein paar gute Szenen gabs schon, ich finde aber es überwog das Negative.

Bei mir konnte Triangele nicht punkten.

4 von 10 Punkten.
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon horror1966 » 26. Jun 2011, 00:10

Ihr seid doch echte Banausen und wisst einen guten und intelligenten Film gar nicht zu schätzen. :mrgreen:
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon purgatorio » 26. Jun 2011, 06:35

horror1966 hat geschrieben:Ihr seid doch echte Banausen und wisst einen guten und intelligenten Film gar nicht zu schätzen. :mrgreen:

Genau! "Und täglich grüßt das Murmeltier" ist doch ein mega-genialer Film, der auf nahezu jede all-time-fav-Liste gehört :!:
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon purgatorio » 26. Jun 2011, 06:43

ich glaube übrigens, dass dieser Thread hier falsch ist! Smith ist Brite (Creep (2004), Severance (2006), Triangle (2009), Black Death (2010)) und sollte doch auch unter England gelistet werden, oder? Ich meine: Nur weil der Film in Australien gedreht wurde gehört er dort doch noch nicht zugeordnet?
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon buxtebrawler » 26. Jun 2011, 09:05

purgatorio hat geschrieben:Genau! "Und täglich grüßt das Murmeltier" ist doch ein mega-genialer Film, der auf nahezu jede all-time-fav-Liste gehört :!:


Das sehe ich übrigens tatsächlich so. Ist 'ne klasse Komödie. Eine von ich glaube zwei romantischen Komödien, die ich mir ins Regal gestellt habe.

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Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon untot » 26. Jun 2011, 18:03

Ich hasse den Film!!! :kotz:
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