SWERVE - Craig Lahiff (2010)

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SWERVE - Craig Lahiff (2010)

Beitragvon purgatorio » 8. Dez 2012, 15:12

SWERVE

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Deutscher Titel: SWERVE. Falscher Ort, falsche Zeit
Originaltitel: Swerve

Regie: Craig Lahiff
Produktionsland: Australien (2010)

Darsteller: Jason Clarke, Emma Booth, David Lyons, Travis McMahon, Vince Colosimo, Roy Billing, Robert Mammone, Chris Haywood, Glenn McMillan, Andy Anderson, Greg Stone, Edmund Pegge...

Story:
Die Sonne steht hoch über dem australischen Outback, als es irgendwo im Nirgendwo zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kommt. Ein Fremder, der einen Koffer voller Geld bei sich führt, wird von seiner Windschutzscheibe enthauptet, die attraktive Jina (Emma Booth) ist plötzlich auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen und der unbeteiligte Colin (David Lyons) ahnt noch nicht, dass seine Hilfsbereitschaft eine Fülle turbulenter Ereignisse nach sich ziehen wird, die nicht jeder überleben wird. Als er die Polizeistation im Wüstenkaff Neverest betritt, um den gefundenen Geldkoffer abzugeben, beginnt sich einiges zu seinem Ungunsten zu entwickeln...
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Re: SWERVE - Craig Lahiff (2010)

Beitragvon Slim Naughton » 20. Dez 2012, 00:43

Hatte ich mir egentlich ein wenig mehr von versprochen: nicht schlecht, aber letztlich dann doch nur Durchschnitt.

Hier ein Auszug aus unserem Text zum Film:

Atmosphärisch reiht sich dieser Aussie-Thriller tatsächlich in eine Reihe ein mit Streifen wie „Red Rock West“, „U-Turn“ oder das Thriller-Universum der Gebrüder Coen. Gerne werden letztere dann auch immer wieder als Vergleichsreferenz herangezogen. Doch schaut man näher hin, so sind „Swerve“, was die Plotkonstruktion angeht, diese Stiefel doch mindestens eine Nummer zu groß.
Während etwa die Coens perfide Geschichten drehen, die immer mal wieder und sehr gerne vom geraden Pfad abweichen, wird hier die Story vergleichsweise straight dargeboten. Da gibt es kaum Seitenstränge, und auch die Bösartigkeit hält sich in Grenzen. So finden wir in den Figuren auch am Ende tatsächlich das, was wir anfangs in ihnen gesehen haben. Es fehlen Doppelbödigkeit und Twists, mal abgesehen von einer netten, doch nicht wirklich überraschenden Schlusspointe. Man klaut sich halt gegenseitig reihum die Moneten; das war’s aber auch schon fast.
Nichts desto trotz haben wir es mit einem sauber gemachten und gut gespielten Thriller zu tun, der phasenweise spannend, immer aber atmosphärisch überzeugend ist. Nett empfand ich zum Beispiel die Kontraste zwischen den kompromisslos agierenden und moralisch irgendwie verwahrlosten Protagonisten – Colin als ehrliche Haut mal ausgenommen – und der cleanen Atmo der properen Kleinstadt. Hinzu kommt, dass während der Geschehnisse gerade ein Marschkapellenwettbewerb läuft, die einzige Touristenattraktion. Dieser bildet fast so was wie die tonale Kulisse zu den doch recht drastischen Ereignissen. Insgesamt hätte ich mir noch ein paar Striche mehr auf der Boshaftigkeitsskala gewünscht: Die Voraussetzungen dazu hatte der Streifen.
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