Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith (1981)

Moderator: jogiwan

Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith (1981)

Beitragvon Onkel Joe » 14. Jan 2010, 22:50

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Originaltitel: Turkey Shoot
Herstellungsland: Australien/1981
Regie:Brian Trenchard-Smith
Darsteller:
-Steve Railsback
-Olivia Hussey
-Michael Craig
-Carmen Duncan
-Noel Ferrier
-Lynda Stoner
-Roger Ward
-Michael Petrovitch
-Gus Mercurio
Story:
Irgendwann in der nahen Zukunft werden Andersdenkende, Aufwiegler und Pseudo-Terroristen in Konzentrationslager gesteckt, um das Land in Ruhe zu wiegen. Der perverse Kommandant "Thatcher" vetritt seine Art der Reintegration - monatlich veranstaltet er eine tödliche Jagd auf einen Teil der Gefangenen, um einer kleinen elitären Oberschicht ein sadistisches Vergnügen zu bereiten.
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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon buxtebrawler » 14. Jan 2010, 23:05

Meine CMV-DVD kam heute, ich bin gespannt. :)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon Onkel Joe » 14. Jan 2010, 23:22

buxtebrawler hat geschrieben:Meine CMV-DVD kam heute, ich bin gespannt. :)


Gibts da ne DVD von CMV zu diesem Titel :shock: ??

Der Film ist einer der härtesten Filme aus den 80er und leider sind wir in Deutschland damals nicht gleich in den genuß des ganzen Gores geworden.Hier gehts einfach nur rund und ich für meinen teil muss sagen das dieses Filmchen einfach nur ROCKT :lol: !!!
8/10
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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon buxtebrawler » 14. Jan 2010, 23:40

Onkel Joe hat geschrieben:Gibts da ne DVD von CMV zu diesem Titel :shock: ??


Argh, Quatsch, CineClub meine ich natürlich! Habe ich mit meiner "Die Tollwütigen"-Scheibe verwechselt, die auch heute kam. Beide Filme wurden wärmstens von Signore Santini empfohlen ...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon Onkel Joe » 14. Jan 2010, 23:49

Es sei dir verziehen und mal sehen was du zu dem 2. Film aus Santinis Wundertüte sagst?!
Insel der Verdammten ist auf alle fälle Top, der andere streifen ist geschmackssache.
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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon Santini » 14. Jan 2010, 23:56

Onkel Joe hat geschrieben:der andere streifen ist geschmackssache.


So wie jeder Film.

Ich bin mir schon sehr sicher, dass der buxtebrawler mit beiden Filmen was anfangen kann.
Schließlich kennt man sich. ;)
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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon Onkel Joe » 15. Jan 2010, 00:15

Des wird schon passen ;) denke ich aber seine meinung zu den Töllwütigen von CMV würde mich aber dennoch Interessieren.Mal sehen was bei rumkommt, diesen Film kann man nur lieben oder hassen.
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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon Blap » 15. Jan 2010, 00:33

"Die Tollwütigen" ist ein Knaller erster Kajüte, ein herrliches Machwerk! "Insel der Verdammten" rockt ebenso sehr feist!

Der übliche Kurzkommentar:

Insel der Verdammten

Ein totalitäres Regime knechtet die gesamte Welt. Wer sich nicht fügt, oder gar Widerstand leistet, wird mit mit aller Härte bestraft. So ergeht es auch Paul (Steve Railsback) der schon mehrfach bei der Obrigkeit aneckte. Aber auch brave Bürger kann es erwischen, so wandert Chris (Olivia Hussey) gleich mit ins Straflager, pure Willkür ist angesagt. Ein Sadist namens Thatcher *grins* ist der Kommandant des Lagers, in das man Paul, Olivia und andere unglückliche Gestalten schafft. Die Gefangenen sind quasi Freiwild für den Kommandanten und seine perversen Schergen. Prügel, Schändung, Tötung, die Palette der Qualen kennt keine Grenzen. Thatcher hat Paul sofort im Auge, kennt er doch die Vorgeschichte des ewigen Rebellen. Nach ein paar Lehrstunden in Sachen Sadismus unterbreitet man Paul, Olivia und drei anderen Insassen die Teilnahme an einem Spiel. Sie bekommen einen kleinen Vorsprung, wer bis zum Sonnenuntergang überlebt ist frei. Mangels Alternativen nehmen die Gefangenen an der Jagd teil, ein gnadenloser Wettlauf mit dem Tod beginnt...

"Turkey Shoot" stammt aus Australien, entstand zu Beginn der achtziger Jahre. Totalitäre Systeme kennt man aus zahlreichen dystopischen Klassikern der siebziger Jahre, hier dient die politische Situation aber lediglich als Aufhänger. "Insel der Verdammten" bietet nicht ansatzweise einen Hauch ernsthafter Gesellschaftskritik, hier geht es einfach um Spass und Gemetzel. Auf dem Cover ist zu lesen: "Gegen diesen Film wirkt HARTE ZIELE wie ein Liebesfilm!". Zwar geht es hier primär auch um die Jagd auf Menschen, wie eben bei "Harte Ziele" oder "Surviving the Game", jedoch wirft "Insel der Verdammten" ein erheblichen Gehalt an Trash mit in die Waagschale. Daher dürfte der angesprochene Personenkreis deutlich kleiner ausfallen, der geneigte Fan wird allerdings jede Menge Spass mit dieser Sause haben.

Die "Helden" wirken ein wenig blass, die Bösewichter kommen deutlich irrer und unterhaltsamer daher. Teilweise verhalten sich Jäger und Beute haarsträubend bescheuert, es ist kaum zu fassen. Mettgut wird natürlich produziert, dabei gibt es ein paar herrlich übertriebene Panschereien zu sehen. Beste Unterhaltung für psychisch Deformierte, teils war ich den Lachtränen nahe, wundervoll! Ein kleiner Exploitation-Orgasmus!

Cine Club hat dem Film eine sehr schöne DVD spendiert. Die Bildqualität geht völlig in Ordnung, es gibt interessantes Bonus-Material, ein kleines Booklet, Wendecover und das Case steckt in einem schicken Pappschuber. Lediglich der deutsche Ton schwächelt ein wenig, wirklich gestört hat mich das aber nicht. Die bekackte Surround-Anlage kann ausbleiben, hier reichen die Lautsprecher in der Glotze völlig aus. ;)

Herrlicher Film, ansprechend präsentiert. Sehr gut = 8/10
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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon buxtebrawler » 31. Jul 2010, 16:08

In einer zumindest im Film selbst nicht näher definierten Zukunft interniert ein ebenfalls nicht näher definiertes, totalitäres Regime willkürlich „Subversive“ in Konzentrationslagern, um sie dort unter dem Deckmantel der „Umerziehung“ Zwangsarbeiten verrichten zu lassen, grausam zu foltern und sadistisch zu misshandeln. Ausgesuchten Insassen wird suggeriert, sie hätten bei einem Jagdspielchen um Leben und Tod die Chance, zu entkommen, während elitäre Hobbyjäger die um ihr Leben rennenden Opfer unerbittlich verfolgen.

Der Brite Brian Trenchard-Smith drehte diese hochexploitative Kreuzung aus „Lager“- und „Menschenjagd“-Film anfang der 1980er in Australien und wählte bestimmt nicht aus Zufall für den Obermotz des Lagers den Namen „Thatcher“… Mit einer intelligenten Parabel auf gesellschaftlichen Klassenkampf hat „Insel der Verdammten“ aber verdammt wenig zu tun. Wenn die vollkommen eindimensionalen, überzeichneten Charaktere auf der viel zu klein wirkenden Lagerinsel aufeinandertreffen, mit einem Schaufelbagger mit anscheinend extra geschärfter Schaufel (schließlich wird damit jemand gezweiteilt) wie mit einem Bulldozer durchs Gelände jagen, mit explosiven Pfeilen schießen, die wie Silvesterraketen hochgehen, sich Macheten in Köpfe und Gliedmaßen jagen und ein mir bislang unbekanntes Mitglied der geheimnisvollen Fauna Australiens auftaucht, eine Art Wolfsmensch, der eingeführt wird, als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt, in diesem ansonsten aber um Realismus zumindest bemühten Spektakel wie ein Fremdkörper wirkt und sich an der Jagd auf die Insassen insofern beteiligt, als er ihnen gern mal einen Zeh abreißt und aufisst, bleibt kein Auge trocken (bei meinem Satzbau ebenfalls nicht, ich weiß). „Insel der Verdammten“ ist in erster Linie ein kruder Exploitation-Spaß mit hohem Trashgehalt und voll unfreiwilliger Komik, wobei wohldosierte, gut gemachte Splatterszenen dem Vergnügen die Krone aufsetzen. Zwar gelingt es Trenchard-Smith anfänglich tatsächlich, so etwas wie Atmosphäre aufzubauen und beim Zuschauer Emotionen wie Wut auf die Lagerbetreiber zu erzeugen; das ist aber relativ schnell vorbei, wenn der Film seinen Schmuddelcharme ausspielt und eierlose KZ-Aufseher barbusige B-Movie-Sternchen vergewaltigen wollen, damit „Insel der Verdammten“ auch seine „female nudity“ bekommt. Als es nach ca. der Hälfte der Spielzeit an die actionreiche, rasant und nicht immer stimmig zusammengeschnittene, sprich: anschlussfehlerverdächtige Menschenjagd geht, wird irgendwann, von wenigen Wrestling-Einlagen einmal abgesehen, aus allen Rohren und ungeachtet halbwegs authentisch wirkender Kampfesszenen geballert, bis das Ende ziemlich hauruckartig kommt und genauso wenig Informationen über die Zukunft der Überlebenden und des Regimes liefert wie der Prolog über deren Herkunft und Biographie. Das macht aber alles überhaupt nichts, denn „Insel der Verdammten“ ist einer dieser Filme, die trotz oder gerade wegen allem einfach rocken!
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Re: Insel der Verdammten - Brian Trenchard-Smith

Beitragvon jogiwan » 31. Jul 2010, 16:26

Als Trashfan würde ich diesem unglaublichen Film sowieso 11 von 10 Punkten geben. Schundig, unterhaltsam und vollkommen over-the-Top! Granate!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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