Housebound - Gerard Johnstone (2014)

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Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon Onkel Joe » 10. Apr 2015, 08:15

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Originaltitel: Housebound
Herstellungsland: Neuseeland / 2014
Regie: Gerard Johnstone

Darsteller: Morgana O'Reilly, Rima Te Wiata, Glen-Paul Waru, Cameron Rhodes, Millen Baird, Ross Harper, Ryan Lampp, Wallace Chapman and Ian Mune.

Story: Als ein Überfall schiefgeht, wird Kylie Bucknell (Morgana O'Reilly) zu Hausarrest verurteilt. Im Haus ihrer Mutter! Als wäre das nicht schon nervig genug für die junge Dame, muss sie auch noch mitanhören, wie ihre Mutter im Radio davon berichtet, dass sie an einen Geist in ihrem Haus glaubt. Da Kylie wegen einer Fußfessel das Haus nicht verlassen kann, ohne die Behörden auf den Plan zu rufen, muss sie irgendwie in der Wohnung zurechtkommen. Doch dann greift eines Tages im Keller eine Hand nach ihr. Leben die Bucknells etwa doch mit einem paranormalen Untermieter zusammen?
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Re: Housebound - Gerard Johnstone

Beitragvon jogiwan » 11. Apr 2015, 09:13

Eigentlich schwer unterhaltsamer und meines Erachtens auch sehr origineller Streifen, der nach seinem zugegeben etwas langsamen Start mit seiner auch nicht ganz so sympathischen Protagonistin dann auch ordentlich Gas gibt und dabei ziemlich großen Spaß macht. Die Geschichte über die zu Hausarrest verurteilten und sehr rebellischen Möchtegern-Kriminellen, die sich in einem alten Gemäuer auf Geisterjagd begibt ist jedenfalls sehr unvorhersehbar und in dem neuseeländischen Streifen „Housebound“ halten sich Schocks und Schmunzler ja hübsch die Waage, ohne zu sehr in eine von beiden Richtungen zu tendieren oder seine Geschichte und Figuren zugunsten billiger Gags zu verbraten. Was wie ein klassischer Hounted-House-Grusler beginnt, geht ja im Finale dann ab wie Zäpfchen und mehr wird an dieser Stelle über den Inhalt auch nicht verraten, außer dass man sich diese kleine und feine Genre-Perle mit seinen kauzigen Figuren und skurrilen Wendungen keinesfalls entgehen lassen sollte.

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Re: Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon Onkel Joe » 11. Apr 2015, 10:50

Auch von mir gibts eine dicke Empfehlung, dieser kleine aber wirklich sehr feine Film hat es drauf!
Toll was man so mit wirklich wenig Geld aber dafür guten Ideen auf die Beine stellen kann. Das beweist uns doch das es immer noch gute, einfallsreiche Kost aus diesem Bereich gibt. Tipp!
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Re: Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon untot » 22. Apr 2015, 02:52

Auch ich bin schwerstens angetan von "Housebound", eine wirkliche kleine Perle des Genres!
Herrlich schrullig, gruselig und mit einem Augenzwinkern, locker flockig erzählt, diese durchgeknallte Bande muss man einfach ins Herz schließen.
Dicke Empfehlung auch meinerseits.

8/10
Zuletzt geändert von untot am 23. Apr 2015, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon horror1966 » 23. Apr 2015, 15:51

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Housebound
(Housebound)
mit Morgana O'Reilly, Rima Te Wiata, Glen-Paul Waru, Ross Harper, Cameron Rhodes, Ryan Lampp, Mick Innes, Bruce Hopkins, Wallace Chapman, Millen Baird, David Van Horn, Nikki Si'Ulepa, Kitty Riddell
Regie: Gerard Johnstone
Drehbuch: Gerard Johnstone
Kamera: Simon Riera
Musik: Mahuia Bridgman-Cooper
FSK 16
Neuseeland / 2014

Was für ein Albtraum: Die rebellische, als Bankräuberin aber dilettantische Kylie wird dazu verdonnert, mit einer elektronischen Fußfessel wieder bei ihrer Mutter ins Haus einzuziehen. Dass sich das alte Gemäuer als Spukhaus herausstellt und die Geister besonderes Interesse an Kylie zeigen, macht die Sache nicht gerade besser …


Mit "Housebound" wird wieder einmal unter Beweis gestellt das man nicht immer über ein riesiges Budget verfügen muss, um einen wirklich guten und sehr unterhaltsamen Film in Szene zu setzen. Dem Spielfilm Debüt von Gerard Johnstone liegen gerade einmal 350.000 NZD zu Grunde und dennoch wird hier eine erstklassige Geschichte erzählt, die allerdings schwerlich einem einzigen Genre zuzuordnen ist. Johnstone setzt vielmehr auf verschiedenste Zutaten aus mehreren Genres, wobei als Ausgangslage für die Erzählung wohl der Begriff Thriller am treffendsten erscheint. Dabei kann der Zuschauer jedoch erst einmal davon ausgehen es mit einem typischen Haunted House Horrorfilm zu tun zu haben, denn lange Zeit lässt der Regisseur die wahren Hintergründe des Geschehens im Dunkeln, bevor sich im letzten Drittel des Filmes durch geschickt eingefügte Plot Twists immer mehr die wahren Zusammenhänge des Ganzen zu erkennen geben. Wie dem aber auch sei, auf jeden Fall präsentiert sich ein durch und durch überzeugendes Gesamtwerk, das sich aus Thriller, Haunted House Thematik, ein wenig Splatter und jeder Menge humoriger Momente zusammen setzt, so das im Grunde genommen für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte das eine Sichtung absolut lohnenswert erscheinen lässt.

Gleich zu Beginn wird dabei schon angedeutet, das man sich wohl im weiteren Verlauf auf mehrere Passagen einstellen kann, in denen teils skurrile Situationskomik an der Tagesordnung ist. Ganz generell verfügt das Werk aber über eine Menge Humor, so hagelt es beispielsweise auch des Öfteren bissigen Wortwitz, ansonsten ist der vorhandene Humor in der Regel von der trockenen Art und lässt an mehreren Stellen sogar schon eine makabere Note in den Vordergrund treten. Freunde der brachialen und platten Attitüden werden also keinesfalls auf ihre Kosten kommen, dafür stellt "Housebound" für Liebhaber des tiefsinnigen und schwarzen Humors ein kleines Festival dar. Das Schöne an der Sache ist, das die Geschehnisse zu keiner Zeit auch nur annähernd albern wirken und Johnstone war gleichzeitig auch sehr wohl darauf bedacht, das Szenario keinesfalls gänzlich in die Richtung einer Komödie zu schieben. So ergibt sich dann auch eine ungemein ausgewogene Mischung, denn trotz sehr viel Witz und Charme baut die Geschichte auch einen äußerst konstanten Spannungsbogen auf und kann auch in atmosphärischer Hinsicht jede Menge Pluspunkte auf sich vereinen.

Dafür ist auch die Location des großen, alten und düsteren Hauses verantwortlich in dem sich fast sämtliche Ereignisse abspielen. In diversen Momenten kommt dann sogar ein gepflegtes Gänsehaut-Feeling auf, so das man sich phasenweise in einem echten Oldschool Gruselfilm wähnen kann. Es ist schon erstaunlich das es ziemlich oft noch eher unbekannte und unerfahrene Regisseure sind, die gleich mit ihrem Erstling einen in allen Belangen Film präsentieren und Johnstone ist dieses Kunststück nahezu perfekt gelungen. Es gibt nämlich im Prinzip nicht wirklich etwas zu meckern, denn bis auf einige kleinere Längen im Mittelteil kann "Housebound" durchgehend mit sehr guter Unterhaltung aufwarten. Eine gut erzählte Story, ständige Tempowechsel, eine gut agierende Darstelleriege, viel Spannung und eine dichte Grundstimmung ergeben im Zusammenhang mit dem beigemischten Humor einen Genre-Mix, an dem man eigentlich seine helle Freude haben sollte. Dafür tragen auch die Schauspieler ihr Scherflein bei, wobei man insbesondere in den skurrilen Augenblicken auf die eingesetzte Mimik und Gestik achten sollte, die dem Betrachter des Öfteren ein dezentes Grinsen ins Gesicht zaubert.

Nachdem ich schon im Vorfeld nur Positives von dieser neuseeländischen Produktion gehört hatte konnte ich mich nun selbst davon überzeugen, das die verteilten Vorschuss Lorbeeren keineswegs übertrieben waren. In regelmäßigen Abständen kommen immer wieder sehr gute Beiträge vom anderen Ende der Welt und zumeist wird man von diesen auch nicht enttäuscht. Der Name Gerard Johnstone könnte in Zukunft eventuell zu einem echten Begriff werden, denn wenn der gute Mann auch in der Zukunft weitere sehenswerte Filme in der Art von "Housebound" abliefert, dann stehen uns noch äußerst vergnügliche Filmerlebnisse ins Haus. Vielleicht gelangt nicht jeder nach der Sichtung dieser kleinen Perle zum gleichen Ergebnis, doch ich persönlich kann nur eine dicke Empfehlung für diese Genre Kombination aussprechen, die allerbeste und kurzweilige Unterhaltung anbietet.


Fazit:


"Housebound" zählt zu den eher kleinen und unscheinbaren Produktionen, beinhaltet aber unglaublich viel Qualität und überzeugt als stimmiges Gesamtwerk. Wer solche Filme zu schätzen weiß sollte definitiv zugreifen, denn ansonsten könnte man eine absolut gelungene Geschichte verpassen.


8/10
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Re: Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon purgatorio » 1. Sep 2015, 07:48

HOUSEBOUND (Neuseeland 2014, Regie: Gerard Johnstone)

Ein bisschen mehr Tempo hätte dem Film ja recht gut getan. Aber was soll ich sagen: Herrlich schräger Stoff! Hab mich gut amüsiert, gegruselt und mitgefiebert. So muss das sein.
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Re: Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon Reinifilm » 24. Dez 2015, 10:12

Gestern erstmalig gesehen - und tatsächlich: Der amüsanteste Horrorfilm (!), der in den letzten Jahren erschienen ist. Sicherlich hätte man den etwas straffen können, dennoch gibt es von mir (inklusive Sympathiebonus) eine gute 08/10.
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Re: Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon jogiwan » 24. Dez 2015, 11:12

Reinifilm hat geschrieben:Gestern erstmalig gesehen - und tatsächlich: Der amüsanteste Horrorfilm (!), der in den letzten Jahren erschienen ist. Sicherlich hätte man den etwas straffen können, dennoch gibt es von mir (inklusive Sympathiebonus) eine gute 08/10.


@ reinschi: wenn dich "Housebound" amüsiert hat, dann besorg dir unbedingt auch diesen neuseeländischen Streifen hier, der rockt imho noch 'ne Ecke mehr:

http://www.ofdb.de/film/257943,5-Zimmer-K%C3%BCche-Sarg
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Re: Housebound - Gerard Johnstone (2014)

Beitragvon Reinifilm » 24. Dez 2015, 12:37

jogiwan hat geschrieben:
Reinifilm hat geschrieben:Gestern erstmalig gesehen - und tatsächlich: Der amüsanteste Horrorfilm (!), der in den letzten Jahren erschienen ist. Sicherlich hätte man den etwas straffen können, dennoch gibt es von mir (inklusive Sympathiebonus) eine gute 08/10.


@ reinschi: wenn dich "Housebound" amüsiert hat, dann besorg dir unbedingt auch diesen neuseeländischen Streifen hier, der rockt imho noch 'ne Ecke mehr:

http://www.ofdb.de/film/257943,5-Zimmer-K%C3%BCche-Sarg


Ok, danke für den Tipp - den kenne ich tatsächlich noch nicht. :D
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