Eagle vs Shark - Taika Waititi (2007)

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Eagle vs Shark - Taika Waititi (2007)

Beitragvon jogiwan » 12. Sep 2017, 09:47

Eagle vs Shark

Bild

Originaltitel: Eagle vs. Shark

Alternativtitel: Eagle vs. Shark - Liebe auf neuseeländisch

Herstellungsland: Neuseeland / 2007

Regie: Taiki Waititi

Darsteller: Loren Horsley, Jemaine Clement, Joel Tobeck, Brian Sergent, Craig Hall

Story:

Lily arbeitet in einem Fast-Food-Laden und ist mit einem grenzenlosen Optimismus gesegnet, mit dem die ansonsten sozial eher inkompetente und introvertierte junge Frau jedoch bei ihrer Umgebung nur Achselzucken und Unverständnis auslöst. Heimlich ist sie in den Computerspiel-Verkäufer Jarrod verliebt, der als totaler Nerd und Loser ebenfalls mit sehr seltsamen Ansichten ausgestattet ist und dafür seine Vergangenheit als gemobbtes und unverstandenen Jugendlichen verantwortlich macht. Als Lily eines Tages statt ihrer Kollegin auf einer Party von Jarrod erscheint ist das der Beginn einer sehr seltsamen Liebesgeschichte, in deren Verlauf Computerspiele, Kerzen, ehemalige Schläger, Schlafsäcke und Polyester-Hausanzüge noch eine große Rolle spielen werden…
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Re: Eagle vs Shark - Taika Waititi (2007)

Beitragvon jogiwan » 12. Sep 2017, 09:47

Langfilm-Debüt des neuseeländischen Regisseurs Taika Waititi, der hier eine sehr skurrile Außenseiter-Dramödie mit viel Herz, Nerd- und White-Trash-Appeal auf die große Leinwand gezaubert hat. Lily und Jarrod sind ja alles andere als die üblichen Figuren in einem Liebesfilm, sondern vollkommen verschrobene und sozial inkompetente Figuren, die jeden Tag am Leben und den gestellten Aufgaben scheitern und die sich trotzdem nicht entmutigen lassen. Dabei könnte „Eagle vs Shark“ eigentlich von der Grundidee auch ein sehr trauriges Drama oder eine seichte Liebeskomödie sein, doch Waititi bastelt daraus eine wunderbar skurrile Nerd-Komödie mit Mut zur Hässlichkeit und warmherzigem Charme, die auf wundersame Weise alle Fettnäpfchen des Genres umschifft. Die schrägen Figuren mit ihren Problemen werden entsprechend ernst genommen und während Lily mehr Selbstvertrauen bekommt, lernt Jarrod, dass er nicht ständig alle anderen für seine Probleme verantwortlich machen kann. Statt Schenkelklopfer gibt es in „Eagle vs. Shark“ eher feinsinnigen Humor, deftige Worte und skurrile Situationskomik, die jedoch nie in Slapstick oder sonstige Derbheiten abdriften und als Zuschauer darf man sich immer wieder als peinlich berührt und schmunzelnd vor dem Fernseher wiederfinden, wenn die Figuren wieder einmal völlig falsch reagieren, sich gegenseitig vor den Kopf stoßen und doch wieder zueinanderfinden. Insgesamt wurde in der sympathischen Indie-Komödie dann auch alles richtig gemacht und vom langsamen Erzähltempo, den bis ins kleinste Detail durchkomponierten Bildern, Indie-Pop-Soundtrack, bis hin zum gutgelaunten Cast, macht das von vorne bis hinten großen Spaß, den Adler und den Hai ein Stück weit zu begleiten.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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