Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs - Peter Jackson

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Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs - Peter Jackson

Beitragvon dr. freudstein » 21. Dez 2010, 02:48

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Originaltitel: The Lord of the Rings: The Return of the King

Herstellungsland: Deutschland / Neuseeland /USA 2003

Regie: Peter Jackson

Darsteller: Elijah Wood, Ian McKellen, Viggo Mortensen, Sean Astin, Liv Tyler, Cate Blanchett, John Rhys-Davies u.a.

Story:
Nachdem das von Gandalf (Ian McKellen) gerufene Heer bei der Schlacht von Helms Klamm die Orktruppen Sarumans (Christopher Lee) vernichtend geschlagen hat, fällt den Truppen um Aragorn (Viggo Mortensen) und König Theoden ein Palantir, ein sehender Stein, mit dem Saruman mit Sauron Kontakt aufgenommen hat, in die Hände. Ein baldiger Angriff auf Minas Tirith, die weiße Stadt der Menschen von Gondor, steht zu befürchten und Gandalf begibt sich zu dem dort herrschenden Truchsessen Denethor, um alle Kräfte zu mobilisieren. Während Aragorn, der rechtmäßige Anwärter auf den Thron von Gondor bemüht ist, auf ungewöhnliche Weise Truppen zu sammeln und Theoden die Reiter von Rohan zur Unterstützung zusammensucht, ist die Verteidigung der Stadt jedoch geschwächt, da Denethor dem Wahn verfallen scheint. Und tatsächlich schickt der dunkle Herrscher Sauron ein mächtiges Heer unter der Leitung des obersten Ringgeistes, des Hexenkönigs von Morgul aus. Auf den Pelennorfeldern kommt es zu einer großen Entscheidungsschlacht, in dem Aragorn, ausgestattet mit dem wiedergeschmiedeten Schwert Narsil, sich endlich zu seiner Königswürde bekennen muss.
Währenddessen lockt das Geschöpf Gollum den Ringträger Frodo (Elijah Wood) und seinen Diener Sam (Sean Astin) im Pass von Cirith Ungol in einen Hinterhalt der Riesenspinne Kankra, die Frodo vergiftet. Sam, der Frodo für tot hält, nimmt den Ring an sich, muss dann aber erkennen, daß sein Herr nur betäubt war.
Also macht er sich zu einer Befreiungsaktion auf, denn die letzte Etappe ihrer Reise zum feurigen Berg Orodruin ist angebrochen, wo sie den Ring im Feuer, in welchem er geschmiedet wurde, vernichten müssen...
Also macht er sich zu einer Befreiungsaktion auf, denn die letzte Etappe ihrer Reise zum feurigen Berg Orodruin ist angebrochen, wo sie den Ring im Feuer, daß ihn geschmiedet hat, vernichten müssen...

Quelle: ofdb.de
dr. freudstein
 
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Re: Herr der Ringe - Peter Jackson

Beitragvon dr. freudstein » 21. Dez 2010, 03:32

AHF Satz Frankreich

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Re: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs - Peter Jack

Beitragvon horror1966 » 19. Feb 2012, 20:19

Das ist nun also der geniale Abschluss einer der mit Abstand besten Film-Trilogien, die je in der Filmgeschichte herausgekommen sind. Betrachtet man "Die Rückkehr des Königs als eigenständigen Film, so handelt es sich wahrscheinlich um den besten Teil der Reihe. Jedoch sind die eventuellen Unterschiede der einzelnen Filme so dermaßen gering, das im Prinzip keinerlei Qualitätsverlust im Gesamtwerk zu bemerken ist. Peter Jackson hat hier noch einmal alles Verfügbare in die Waagschale geworfen, um den Zuschauer noch einmal in den fast schon magischen Bann dieser Geschichte zu ziehen, die von der ersten bis zur letzten Minute grenzenlos gute Unterhaltung bietet. War schon bei den beiden Vorgängern der Laufzeit-Unterschied zwischen der Kinoversion-und der Langversion sehr erheblich, so toppt der finale Teil das noch einmal. Fast 50 Minuten an zusätzlichem Bildmaterial wurden hier eingefügt, so das man schon fast von einem anderen Film sprechen kann. Wie dem aber auch sei, die Weiterführung der Story strebt hier unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen, so läuft alles auf eine entscheidende Schlacht um die Hauptstadt des Königreiches Gondor hin, die fast selbstverständlich sehr pompös-und bildgewaltig in Szene gesetzt wurde. Das kann man aber auch getrost auf den gesamten Film ummünzen, der sich allerdings nicht lediglich auf die fantastischen Kampfszenen konzentriert, sondern auch viel Zeit für die beiden Hobbits Frodo und Sam aufwendet.

Deren letzter Teil des Weges zum Schicksalsberg entpuppt sich nämlich logischerweise als schwerstes Teilstück, auf dem sie noch einmal etlichen Gefahren ausgesetzt sind, bevor sie vollkommen entkräftet endlich ihr Ziel erreichen. In diesem Film kommt auch erst so richtig zum Ausdruck, unter welch immensen Bürde Frodo steht und welche Macht der Ring mit der Zeit auf ihn ausübt. Elijah Wood bringt die Wesensveränderung des Hobbits dabei perfekt zum Ausdruck, der ohne die Hilfe seines treuen Freundes Sam niemals die ihm gestellte Aufgabe gelöst hätte. Für mich persönlich ist Sam (Sean Astin) sowieso der eigentliche Held der Geschichte und liegt auch in Sachen Symphatie ganz klar vorn. Jackson versetzt den Betrachter auch in diesem Film einmal mehr in ein ständiges Wechselbad der Gefühle, immer wieder wechseln sich dabei Hoffnungsschimmer-und kleine Rückschläge ab, bevor am Ende natürlich das Gute die Oberhand behält und den letztendlich entscheidenden Sieg für sich verbuchen kann.

Komischerweise erliegt man trotz mehrmaliger Sichtung des Filmes immer wieder dem Gefühl das doch noch etwas schief gehen könnte und obwohl man ganz genau weiss wie die Geschichte ausgeht, wird man diese ständige Unsicherheit zu keiner Zeit los. Jackson hat es wirklich perfekt verstanden, den vorhandenen Spannungsbogen immer straffer zu ziehen und verschafft dem Zuschauer erst kurz vor dem Ende ein tiefes Gefühl der Erleichterung, so das man dann die letzten paar Minuten dieses epochalen Werkes ganz entspannt genießen kann. Auch wenn sich das Geschehen zum Guten gewendet hat, schwingt gerade in den letzten Passagen auch etwas Melancholie-und Schwermut mit, so das einen ganz zum Schluss noch einmal eine gepflegte Gänsehaut über den Rücken jagt. Dieses Mal handelt es sich jedoch eher um einen wohligen Schauer, der einen letztendlich mit einem guten Gefühl aus dieser herausragenden Geschichte entlässt. Etwas schade ist eigentlich nur der Aspekt, das Hauptfiguren wie beispielsweise der Elb Legolas und der Zwerg Gimli in diesem teil eher eine untergeordnete Rolle einnehmen. Insbesondere im Vergleich zu den beiden Vorgängern fallen die Spielanteile eher spärlich aus, zudem vermisst man auch ein wenig die bissigen Sprüche der beiden, die doch immer wieder für einen humorigen Anteil in der Trilogie gesorgt haben.

Das ist aber auch schon der einzige Punkt den man überhaupt kritisieren könnte, denn ansonsten ist "Die Rückkehr des Königs" genau der Abschluss, den man sich nur wünschen konnte. Sieht man nun einmal das Gesamtwerk an dann kann man eigentlich nur von einem wahren Meisterwerk sprechen, das der Neuseeländer Peter Jackson hier geschaffen hat. Natürlich braucht man für ein solch epochales Werk auch das nötige Kleingeld um es würdig umzusetzen, doch die Herr der Ringe Trilogie ist meiner bescheidenen Meinung nach jeden einzelnen Dollar wert, der in sie hineingesteckt wurde. Hinzu kommt auch noch der Punkt das Jackson hier wirklich sein Herzblut-und viel Leidenschaft an den Tag gelegt hat, um diese Produktion auch so zu realisieren, wie er es sich vorgestellt hat. Im Endeffekt kann man ganz einfach nur seinen Hut ziehen und sich immer wieder an diesem Fantasy-Epos erfreuen, das für alle Zeiten seinen festen Platz in der Filmgeschichte hat.


Fazit:


"Die Rückkehr des Königs" ist wirklich der krönende Abschluss eines Werkes, das nicht umsonst mit etlichen Oscars ausgezeichnet wurde. Als Gesamtwerk ist ein wahrer Meilenstein geschaffen worden, der insbesondere im Fantasy-Bereich lange Zeit unerreicht bleiben wird. Sollte es womöglich noch immer Menschen geben die diese Trilogie noch nicht gesehen haben, sollten sie diesen Zustand möglichst schnell ändern.


10/10
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Re: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs - Peter Jack

Beitragvon purgatorio » 20. Feb 2012, 07:58

horror1966 hat geschrieben:"Die Rückkehr des Königs" ist wirklich der krönende Abschluss eines Werkes, das nicht umsonst mit etlichen Oscars ausgezeichnet wurde.


11 Oscars, wenn ich nicht irre. Wahrscheinlich um das Gesamtwerk zu würdigen. In der Nacht, als der Oscar-Regen einsetzte, musste ich Patrollie in einer amerikanischen Kaserne in Darmstadt laufen. Da Erinnere ich mich gut dran. Verdient hat's der Film :nick:
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Re: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs - Peter Jackson

Beitragvon Adalmar » 6. Feb 2014, 01:10

Habe gerade mal wieder die Herr-der-Ringe-Trilogie (extended) geguckt. Die kann man sich mindestens alle ein, zwei Jahre mal geben ... Ich bin nach wie vor sehr dankbar, dass Alan Lee und John Howe mit den Entwürfen zur künstlerischen Gestaltung beauftragt und diese u. a. durch WETA/Richard Taylor auch noch hochklassig ausgeführt wurde.

Gesamtnote 10/10, wobei in der Einzelwertung "Die Rückkehr des Königs" "nur" 9/10 bekommt, da "Die zwei Türme" nicht mehr überboten werden konnte und ich eine Sache nach wie vor nicht ganz überzeugend umgesetzt finde:
Der Angriff des Geisterheers, der für mich zu sehr nach einer alles überspülenden grünen CGI-Suppe aussieht.


Bildete beim zweiten Teil die Schlacht um Helms Klamm den Mittelpunkt der Erzählung, so ist es beim dritten Teil die Belagerung von Minas Tirith. Rohan vs. Isengart hatte mit Theoden und Saruman aus meiner Sicht die bei Weitem charismatischeren Anführer, im Verhältnis zu dem Gondor-Machtvakuum vs. Saurons CGI-Auge im dritten Teil. Außerdem fand ich die Uruk-Hai als Bedrohung eindrucksvoller als die Ork-Armee des dritten Teils.
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