Celia - Eine Welt zerbricht - Ann Turner (1989)

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Celia - Eine Welt zerbricht - Ann Turner (1989)

Beitragvon jogiwan » 26. Sep 2016, 07:34

Celia - Eine Welt zerbricht

Bild

Originaltitel: Celia

Alternativtitel: Celia - Child of Terror

Herstellungsland: Australien / 1989

Regie: Ann Turner

Darsteller: Rebecca Smart, Nicholas Eadie, Victoria Longley, Mary-Anne Fahey

Story:

Kurz vor ihrem neunten Geburtstag verstirbt die Oma von Celia und somit ein wichtiger Bezugspunkt im Leben des kleines Mädchens, dass mit seinen Eltern im Melbourne der Fünfzigerjahre lebt. Fortan hat Celia mit ihrer überbordenden Fantasie wiederkehrende Alpträume über Monster und verarbeitet so auch andere Enttäuschungen in ihrem Leben, wie die Tatsache, dass sie von ihrer Mitschülerin gehänselt wird und mit den neuen Nachbarskindern nicht mehr spielen darf, da es sich bei der netten Familie um „feindliche“ Kommunisten handeln soll. Als sie daraufhin von ihrem Vater endlich das ersehnte Kaninchen erhält, fällt dieses zusammen mit der australischen Kaninchenplage und die Regierung beschließt, dass alle Tiere abgegeben werden müssen. Neuerlich bricht für das junge Mädchen eine Welt zusammen und führt so gemeinsam mit dem Unverständnis für die Welt der Erwachsenen zu einem tragischen Ereignis…
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Celia - Eine Welt zerbricht - Ann Turner (1989)

Beitragvon jogiwan » 26. Sep 2016, 07:36

Mit „Celia“ hat die australische Regisseurin Ann Turner einen durchaus interessanten Streifen über ein junges Mädchen geschaffen, das im Australien der Fünfzigerjahre aufwächst und dabei allerlei Dinge erlebt, die es nicht verstehen kann. Die Mischung aus „Coming of Age“ und politischem Zeitdokument aus der Sicht eines Kindes bedient sich dabei auch Archivmaterial und Elementen des fantastischen Films und handelt von realen und irrealen Bedrohungen des Kindeswohls und liefert dabei auch einen Einblick in australische Befindlichkeiten wie die ständige Angst vor dem Kommunismus und Krieg bzw. den drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Kaninchenplage. Auch Celia kann die Ereignisse in ihrem noch jungen Leben nicht verstehen und findet mit ihrer ausgeprägten Fantasie einen Weg um einen Schuldigen für ihren Kummer auszumachen und sich so auch vor zukünftigen Enttäuschungen zu schützen. Die Richtung des Streifens ist trotz kindlicher Perspektive auch dramatisch und erinnert an ähnliche Streifen wie „Glaubt nicht, dass wir heulen“ in denen auch das Unverständnis über die Entscheidungen von Erwachsenen an erster Stelle stehen. Dabei ist der sicherlich auf sein Entstehungsland zugeschnittene Streifen durchaus passabel, hat aber auch ein paar Längen und für den durchschnittlichen Genre-Freund wird „Celia“ aber dann wohl doch etwas zu unspektakulär sein, sodass der Streifen auch eher Leutchen empfohlen sei, die sich für das Thema des Heranwachsens interessieren und auch nichts gegen eine ruhigere Erzählweise haben.
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