Black Water - David Nerlich, Andrew Traucki (2007)

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Black Water - David Nerlich, Andrew Traucki (2007)

Beitragvon purgatorio » 15. Aug 2012, 08:44

Black Water

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Deutscher Titel: Black Water
Originaltitel: Black Water

Regie: David Nerlich, Andrew Traucki
Produktionsland: Australien (2007)

Darsteller: Diana Glenn, Maeve Dermody, Andy Rodoreda, Ben Oxenbould, Fiona Press

Story:
Die junge Grace (Diana Glenn) macht zusammen mit Lee (Maeve Dermody) und deren Freund Adam (Andy Rodoreda) Urlaub im australischen Norden. Auf einer Boots- und Angeltour durch die Mangrovenwälder, in denen zu dieser Jahreszeit das Salzwasser enorm hoch steht, werden sie von einem Krokodil attackiert. Plötzlich finden sich die drei Urlauber irgendwo im nirgendwo in einer Baumkrone sitzend wieder. Und Hilfe scheint in weiter Ferne zu liegen...
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Re: Black Water - David Nerlich, Andrew Traucki (2007)

Beitragvon purgatorio » 15. Aug 2012, 09:25

BLACK WATER (BLACK WATER, Australien 2007, Regie: David Nerlich, Andrew Traucki)

Während einer Bootstour durch die australischen Mangrovenwälder werden Grace (Diana Glenn), Lee (Maeve Dermody) und deren Freund Adam (Andy Rodoreda) von einem Salzwasserkrokodil attackiert. Der Bootsführer segnet bereits hier das Zeitliche und so finden sich die Drei hilflos in einer Baumkrone fernab der Zivilisation wieder…

Mit kleinem Budget und relativ schnell abgedreht erweist sich BLACK WATER dennoch als unterhaltsamer und recht spannender Film. Das Grundszenario ist vergleichbar mit OPEN WATER: ein paar Menschen sitzen in den Weiten der Natur fest, sind auf sich gestellt und den Gefahren – repräsentiert durch die Tierwelt – ausgeliefert. Das liefert zum einen allerhand Potenzial für ein stimmungsvolles Naturportrait, zum anderen aber auch für nachvollziehbare und glaubwürdige Spannung. Tatsächlich ist die Bedrohung über das Gros der Laufzeit hinweg unsichtbar und dennoch allgegenwärtig (man kennt diese Form der Spannungsgenerierung u.a. durch Stephen Kings Ausführungen zu unsichtbarer Bedrohung in DANSE MACABRE). Wenn das Krokodil dann doch einmal zu sehen ist, ist es höchst erfreulich, dass hier auf CGI-Effekte verzichtet wurde und man mit Detail-Modellen und echten Krokodilen arbeitete. So wird dem Rezipienten die Möglichkeit verwehrt, sich in die Sicherheit eines erkannten Special-Effects zurückzuziehen.

Allerdings sind in diesem stimmigen Szenario einige Handlungen der Protagonisten eher unlogisch und kaum nachvollziehbar, was den positiven Gesamteindruck ärgerlicherweise schmälert. Dennoch überzeugt der Grad an glaubwürdigem Realismus überwiegend, wenn die Protagonisten statt heldenhaftem Handeln und siegreichem Aufbegehren wieder der Natur nur winselnd und verzweifelt in den Ästen sitzen. Gestorben wird hier auf zwei identisch unschöne Arten: schnell und dreckig oder langsam und qualvoll. Erbarmen, Zurückhaltung, Gnade kennt das Krokodil nicht. Leider verkommt aber das Finale zu einer Ansammlung von merkwürdigen Zufällen, die den Grundtenor des Films nachhaltig beschädigen.

Als Abstecher in die innovative Spannungsgenerierung mit wenigen Mitteln (plätscherndes Wasser, eine leichte Welle, Rauschen im Blätterdach und Treibgut erzeugen hier schon sehr viel Stimmung, das Spiel mit der Erwartungshaltung des Zuschauers und bekannten Grundsituationen des Genres tut sein Übriges) und als erfreulich CGI-freier Tierhorror sei BLACK WATER dennoch empfohlen. 6/10
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Re: Black Water - David Nerlich, Andrew Traucki (2007)

Beitragvon Blap » 15. Aug 2012, 10:15

• Black Water (Australien 2007) - Der entspannte Ausflug in ein wunderschönes Mangrovengebiet, wird für drei junge Leute und deren Reiseführer zum grauenvollen Horrortrip. Zunächst verschlingt ein monströses Krokodil den "Experten", im Anschluss belagert das Ungetüm die verängstigten Touristen. Das Ausflugsboot liegt gekentert im Wasser, eine Flucht scheint unmöglich...

Unterhaltsamer Tierhorror mit einem kleinen und gut aufgelegtem Ensemble. Die überzogen clevere Darstellung des Krokodils macht Laune, verlieht der gierigen Bestie zusätzliches Terrorpotential (Realismusfanatiker werden wenig Freude daran haben). Erfindet das Genre nicht neu, sollte den Fan aber ohne Schwierigkeiten zufriedenstellen. Mir liegt "Black Water" auf einer DVD von Legend Film/Universum vor, gute Qualität und magere Ausstattung.

Knappe 7/10 (gut)
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Re: Black Water - David Nerlich, Andrew Traucki (2007)

Beitragvon horror1966 » 15. Aug 2012, 12:26

Ich weiss ehrlich gesagt nicht genau, was ich von diesem Film aus "Down Under" halten soll. Auf der einen Seite soll es Tierhorror sein, auf der anderen Seite eher Survival - Horror. Wenn ich ganz ehrlich bin, ist der Film von beiden Seiten gesehen leider nicht mehr als totales Mittelmaß.

Die Story ist eigentlich recht banal, sie gibt nicht viel her, aber das ist gar nicht mal das Ausschlaggebende. Atmosphärisch gesehen kommt die Angst der Protagonisten zwar recht gut rüber, die Spannung ist annehmbar, aber nicht so, wie ich persönlich es erwartet hatte. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, das doch etwas mehr passiert, als das ein paar Menschen in den Bäumen sitzen und einer nach dem anderen von einem Krokodil gefressen wird, nachdem sich nacheinander alle einzeln ins Wasser begeben.

Sicher, wenn man den Film aus der Sicht der Betroffenen sieht, kommt die Angst recht gut rüber, aber irgendwie wirkt doch alles ziemlich langatmig und streckenweise auch langweilig. Auch das Krokodil bekommt man nicht gerade oft zu sehen, ein bisschen mehr hätte ich mir da doch erwartet.

Die vorhandene Spannung bezieht sich lediglich daraus, ob der Nächste, der ins Wasser geht, auch gefressen wird und das ist doch auf Dauer ziemlich ermüdend. Insgesamt kann man sagen, das der Film sich zum einmaligen Ansehen eignet, aber auch nur, wenn man nicht zuviel erwartet. Allen, die etwas mehr erwarten, rate ich doch von diesem Film ab.




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