Gamera - Noriaki Yuasa (1965)

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Gamera - Noriaki Yuasa (1965)

Beitragvon Theoretiker » 29. Nov 2014, 09:13

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Filmdaten:

OT: Daikaiju Gamera
Land & Jahr: Japan, 1965
Regie: Noriaki Yuasa, Sandy Howard
Studio: DAEI
Darsteller: Brian Donlevy, Eiji Funakoshi, u. a.


Handlung:

Bei einer Auseinandersetzung östlicher und westlicher Flugzeuge über der Arktis kommt es zu einer Atomexplosion, die eine riesige prähistorische Schildkröte aus dem ewigen Eis befreit. Einige japanische Forscher werden Zeuge dieses Fortgangs und müssen miterleben, wie das Monstrum sogleich ihr Schiff zerstört.

Gleichzeitig mit dem Erscheinen des urweltlichen Monsters, das sich von Flammen ernährt und auch selbst Feuer speien kann, gibt es weltweite UFO-Sichtungen.

In Tokio lebt ein kleiner Junge, der sich gegen den Willen eine Familie eine Schildkröte hält. Er muss sie am Stand aussetzen, wo er kurz danach eine Begegnung mit dem Monster, das GAMERA genannt wird, hat. Von da an ist er überzeugt, dass es sich dabei um seine eigene Schildkröte handelt. Dass ihm das Riesenmonster das Leben rettet, bestärkt ihn i dem Glauben. Gamera bedroht schon bald Japans Städte und der Plan, dass feurige Monster mittels Kühlbomben außer Gefecht zu setzen, scheint gut zu sein.

Tatsächlich wird das Ungeheuer schockgefroren und fällt sogar auf den Rücken. Das ist für eine Schildkröte verhängnisvoll. Doch Gamera hat noch einen Trumpf parat. Als das Monster wieder wach wird, zieht es seine Extremitäten in den Panzer. Aus Arm- und Beinöffnungen schießen plötzlich Flammen und das Tier beginnt sich zu drehen. Mittels eines solchen Raketenantriebs dreht sich Gamera und fliegt davon. Nun ist auch klar, dass die Schildkröte für die UFO-Meldungen verantwortlich war. Mit irdischen Waffen ist Gamera scheinbar nicht beizukommen.

So läuft ""Plan Z", an, der vorsieht, das Monster mit einer Raketenkapsel ins All zu schießen. Mit einer Feuerspur wird Gamera aus dem Hafen Tokios zum Abschussplatz gelockt. Unvermittelt schließt sich eine Kuppel um das Monster und die Rakete startet ins All. Die erde ist von Gamera befreit und auch Toshio ist froh, dass das Tier überleben durfte, wenngleich seine Zukunft ungewiss sein dürfte.

Quelle: monstrula.de


Kurzkritik:

Wer von Monster-Trash nicht genug bekommen kann, sollte mal einen Blick auf "Gamera" riskieren.

Auf dem Nivea der ersten Godzilla-Filme gedreht, ist es schon, sagen wir mal, ungewöhnlich, eine feuerspeiende Schildkröte, die auch noch fliegen kann, dabei zu beobachten, wie sie Tokio zerlegt.

Aufgrund des geringen Budgets wurde der Film in s/w gedreht, was für das Jahr 1965 ungewöhnlich war, dem Film aber entgegenkommt, da die Effekte ganz ordentlich rüberkommen.

Für den amerikanischen Markt wurden Szenen mit amerikanischen Schauspielern gedreht und nachträglich eingefügt, was den Film aber unnötig in die Länge zieht.


Fazit:

Typischer Monster-Trash aus dem Land der aufgehenden Sonne. Wer ein bisschen Abwechslung zu Godzilla sucht, wird hier fündig.

5/10
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Re: Gamera - Noriaki Yuasa (1965)

Beitragvon karlAbundzu » 29. Okt 2017, 14:25

Endlich mal den Godzilla-Konkurrenten bei seinem ersten Auftritt gesehen, durch die in München erstandene LEGACY BOX, bei der 11 Filme bei sind.
Ein sehr nettes Intro von Bodo Traber und Jörg Buttgereit und ein schöner schwarz weiß Monsterfilm mit einer unglaublichen Riesenschildkröte. Gefiel mir sehr gut. Er war auch härter und erschreckender, als ich erwartet habe. Klar gibt es ein Kind (gar nicht so nervig) als Identifikationsfigur, das von Gamera gerettet wird (allerdings erst, nachde er es in Lebensgefahr brachte). Trotzdem ist Gamera nicht so eine Knuddelfigur.
Guter Kaiju Eiga und ich freu mich auf die nächsten 10!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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