Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

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Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Onkel Joe » 23. Feb 2011, 11:07

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Originaltitel: Tong San Dai Hing
Herstellungsland: Hongkong/1971
Regie: Lo Wei
Darsteller: Bruce Lee, James Tien, Han Ying-Chieh, Anthony Lau Wing, Maria Yi und Nora Miao.
Story:Kein Problem für Cheng, einen jungen Mann mit Bärenkräften, eine Arbeit zu finden. Wer gewillt ist zuzupacken, kann überall sein Geld verdienen. Mr Mi, der Chef einer Fabrik in Bangkok, kann tüchtige Burschen gebrauchen, und nach einem kurzen Gespräch ist Chengs Einstellung perfekt. Mr Mi macht nicht gerne lange Worte, er ist gewohnt, zu handeln. Und nicht mit Worten, sondern mit Taten hat er sein Unternehmen aufgebaut. Nur wem es gelingt, hinter diese Fassade der Reichtumes und des biederen Handels zu blicken, der wird festellen, das Mr Mis Geschäftsgebaren doch nicht so kristallklar ist; dass er vielmehr seine erklecklichen Einnahmen aus dem Rauschgifthandel und einer Bordelkette zieht.
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Onkel Joe » 23. Feb 2011, 18:13

Wohl der Film den es auch in seiner Urfassung gar nicht mehr gibt :(, Weltweit gibt es nichts komplettes und in jedem Land gibt es andere Schnippelein.Mal mehr mal weniger also ein absolutes Chaos !!
Ist ein guter Eastern und der Anfang des Bruce Lee hypes 7/10 :popcorn: .
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Arkadin » 24. Feb 2011, 17:05

Hauptproblem: Bruce spielt jemanden, der nicht kämpfen will. Da es ist es schon frustrierend, wenn ständig der Weg für eine große Kampfszene bereitet wird und dann doch wieder nichts passiert. Auch ist der Endkampf z.T. etwas albern geraten. Hat aber gute Ansätze.
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Jeroen » 24. Feb 2011, 17:34

Ich hab gehört da gibt's 'ne Szene wo einer die Säge innen Kopp kricht :D

Das Fassungschaos bei diesem Film ist echt der Wahnsinn, Hongkong-Fassung, Mandarin-Cut, Exportversion, Originalsoundtrack, neuer Soundtrack. Und jedes Jahr kommen neue Verschwörungstheorien hinzu, welcher Produzent/Filmsammler/Unterweltboss die angebliche Urfassung in seinem Archiv hortet. Ich habe mich da nach Sichtung des Films mal kurzzeitig mit beschäftigt, aber das ist echt ein sinnloses Unterfangen. Die verlässlichsten Quellen sind da oft Berichte von Leuten die den Film in den Siebzigern im Rahmen eines konspirativen Underground-Screenings gesehen haben wollen ;)

Eine verdammt Schande, dass der Film nur noch zensiert zu haben ist; aber damals hat man die von der Zensur bemängelten Schnipsel halt einfach in die Tonne gekloppt, auf Nimmerwiedersehen, an eine Verwertung nach der Kinoaufführung hat in HK bei diesem Billigfilm sicherlich niemand gedacht.
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Onkel Joe » 24. Feb 2011, 18:30

Ja die Säge gibts das stimmt und um das ganze nochmals etwas unduchsichtiger zu machen, in der Türkei gibts ein Tape mit einer Szene die es sonst nirgends zu sehen gibt :mrgreen: .Was ein Käse, ich glaube auch das einige Szenen schon vor der Uraufführung der Schere zum Opfer gefallen sind.Ich schau heute Abend mal in meinen Werkzeugkasten und vielleicht finde ich ja die Säge da irgendwo.....
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Onkel Joe » 24. Feb 2011, 22:03

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Da isse die Säge :mrgreen:, noch Fragen 8-) .
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon buxtebrawler » 25. Feb 2011, 01:22

Diese Säge ist kein Segen :shock: :lol:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Onkel Joe » 25. Feb 2011, 12:10

buxtebrawler hat geschrieben:Diese Säge ist kein Segen :shock: :lol:


Aber Sie bringt welchen :mrgreen: .
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon Ringo aka Angelface » 27. Feb 2011, 14:32

Mein absoluter Lieblings-Bruce Lee!
Die Story ist einigermassen Sinnvoll und sein Gehabe noch nicht total entrückt. Auch haben mich die endlosen Kämpfe der späteren Filme mehr ermüdet als begeistert. Hier finde ich die Mischung genau richtig. Eine Schande, dass die deutsche Fassung solch ein Mist ist. Angeblich ist sogar die alte UFA-VHS länger als die DVD!!!! Habe ich aber noch nicht kontrolliert. Generell ist das Versionschaos bei diesem Film bedauerlich. Ich hoffe immer noch, dass es mal eine "Integralfassung" geben wird, die der Originalfassung möglichst nahe kommt. :cry:

Auch die Rumpfversion bekommt von mir 8/10!
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Re: Die Todesfaust des Cheng Li - Lo Wei

Beitragvon sid.vicious » 23. Sep 2011, 10:41

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Alternativer Titel: The Big Boss
Produktionsland: Hongkong, Thailand
Produktion: Golden Harvest
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Lo Wei
Drehbuch: Bruce Lee, Lo Wei
Kamera: Chen Ching Chu
Schnitt: Fan Chia Kun
Musik: Peter Thomas
Länge: ca. 96 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller:
Bruce Lee: Cheng Li
Maria Yi: Chow Mei
James Tien: Hsiu Chien
Han Ying-chieh: Mr. Mi


Cheng findet in der Firma von Mister Mi einen Arbeitsplatz, der ihm durch seine Freunde vermittelt wurde. Dass hinter der vermutlichen Eisfirma, noch Rauschgiftschmuggel und Mädchenhandel steckt, erfährt Cheng erst, nachdem es zu einigen Vermissten und Toten kommt.

Es war die Nachtigal und nicht die Lerche. Besser gesagt es ist nicht die Schere im Kopf. Nein, es ist die Säge im Kopf. Eine Szene innerhalb des Films, die bis heute verschollen ist und somit „Die Todesfaust des Cheng Li“ zum ewigen Mythos erklärt. Denn es wird auf Grund dieser Tatsache niemals eine Uncut Version dieses Films geben und die Diskussionen in Fankreisen werden auf immer bestehen bleiben. Aber auch ohne diese eine, uns allen nicht bekannte Szene, handelt es sich bei „Die Todesfaust des Cheng Li“ um einen sehr guten Eastern, der sich seinen Kultstatus verdient hat.

Der erste von vier, letztendlich auch fertig gestellten, Material Arts Filmen, mit Bruce Lee in der Hauptrolle, hat nämlich so einiges zu bieten. Gerade das Finale des Films ist ein Quell an guten Kampfszenen, in denen Bruce Lee richtig gut präsent ist. Die Szenen sind, in Anbetracht des Produktionsjahrs: 1971, auch nicht gerade ohne und es geht mit einigen Messereinsätzen recht gut zur Sache. Der finale Kampf zwischen Cheng und Mister Mi, bietet diesbezüglich einige Brutalitäten und eine, perfekt in Szene gefasste, Action. Bei allen Lobeshymnen auf Bruce Lees einzigartigen Kampfstil, der von einigen Schlaumeiern mit Gewaltverherrlichung gleichgestellt wurde, muss angesprochen werden, dass der Film zum Ende die Message ausgibt, dass Gewalt die falsche Lösung ist. Cheng Li ist ein Charakter, der sich vom Ärger distanzieren will und an ein normales Leben ohne Gewalt denkt. Sein geplanter Rachefeldzug, wird in einem Monolog, von Cheng Li selbst in Frage gestellt.

„Die Todesfaust des Cheng Li“ baut auch weitere kritische Momente ein. Hier sind Arbeitsbedingungen und das Verhältnis Arbeiter- Vorgesetzter angesprochen. Es gelingt Lo Wei somit, eine kritische Note zu verabreichen. Der Unterschied der Lebensverhältnisse zwischen der Arbeiterschicht und der reichen Bevölkerung, findet ebenfalls seinen Anklang. Dieses sei allerdings als Randnotiz angegeben, dain erster Linie, Material Arts im Vordergrund stehen soll und dazu ist Bruce Lee einfach prädestiniert. Der einzigartige Kampfstil, weiß auch nach mittlerweile 40 Jahren voll zu überzeugen. Leider kommt die Action innerhalb des Films, im Vergleich zu den anderen Bruce Lee Filmen, ein wenig zu kurz. Dieses wird allerdings durch einige, bereits angesprochene Brutalitäten, innerhalb der Kämpfe ein wenig aufgewogen.

Fazit: „Die Todesfaust des Cheng Li“ hat nicht die Klasse von „Todesgrüße aus Shanghai“, „Die Todeskralle schlägt wieder zu „oder „Der Mann mit der Todeskralle“, weiß aber dennoch zu überzeugen und dieses liegt zweifelsohne an einem großartigen Bruce Lee.


8,5/10
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