All night long - Katsuya Matsumura (1992)

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All night long - Katsuya Matsumura (1992)

Beitragvon jogiwan » 2. Mai 2011, 10:38

All night long

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Originaltitel: Ôru naito rongu

Herstellungsland: Japan / 1992

Regie: Katsuya Matsumura

Darsteller: Eisuke Tsunoda, Ryosuke Suzuki, Yoji Ietomi, Horomasa Taguchi

Story:

Der introvertierte Vorzugsschüler Tanaka, der angehende Flugzeug-Mechaniker Saitô und der arbeitslose Draufgänger Suzuki aus wohlhabenden Hause begegnen einander zufällig an einer Bahnkreuzung, an der die drei einander Unbekannten Zeuge werden, wie eine junge Frau von einem Psychopathen erstochen wird. Gemeinsam versuchen die drei daraufhin das Geschehene zu verarbeiten und Suzuki beschließt am Dienstag der Woche darauf eine Party zu veranstalten, zu der alle drei Mädchen mitbringen sollen um gemeinsam von dem schrecklichen Ereignis abgelenkt zu werden. Während Tanaka und Suzuki in den folgenden Tagen beim Versuch scheitern, ein Mädchen kennenzulernen, scheint Saitô das Glück hold zu sein und er lernt eine junge Frau kennen, deren Herz er erobern kann. Am Tag der Party geschieht jedoch ein weiteres Verbrechen und eine Jugendgang vergewaltigt und ermordet Saitô Freundin. Als Saitô daraufhin bei der Party erscheint, beschließen die drei dieses Mal nicht den passiven Part einzunehmen und mit der Waffe von Suzukis Vater in der Hand machen sich die drei auf den Weg um Rache zu üben…
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: All night long - Katsuya Matsumura (1992)

Beitragvon jogiwan » 1. Okt 2017, 08:26

Die nihilistische „All Night Long“-Trilogie gilt – obwohl es mittlerweile bereits mehr Teile gibt – als schwer verdauliche Kost für Zuschauer, die das Extreme suchen und zeichnet sich vor allem durch sein düsteres Bild einer moralisch heruntergekommenen Generation von japanischen Jugendlichen aus, denen so etwas wie Empathie völlig abhanden gekommen ist. In der trostlosen Welt einer japanischen Industriestadt, in dem das Individualität und Bedürfnisse Einzelner keine Rolle mehr zu spielen scheint, erzählt Regisseur Katsuya Mastumura die Geschichte dreier Jugendlicher, die Zeuge eines Verbrechens werden und später selbst losziehen um an einer Jugendgang Selbstjustiz zu üben. Dabei fehlen nicht nur erwachsene Vorbilder und Justiz, sondern offensichtlich auch andere als gewaltvollen Möglichkeiten mit ihren Problemen umzugehen und der Frust und Hass auf die Welt kanalisiert sich ebenfalls in Gewalt, die im Falle von „All Night Long“ in einem blutigen Massaker enden, in dem es keine Gewinner mehr geben kann. Dabei wirkt das Portrait japanischer Jugendlicher auf der Verliererstraße von den Figuren her bzw. das absolute Gegenteil eines „Feel-Good“-Movies“ immer auch sehr sperrig, verstörend und der nüchterne DtV-Look, die langsame Erzählweise, die unklare Sachlage und der unvermittelte Ausbruch der Gewalt im Finale sorgen ebenfalls dafür, dass der Zuschauer den Auftakt von „All Night Long“ wohl nicht so schnell vergessen wird.
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