The Poughkeepsie Tapes - John Erick Dowdle (2007)

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The Poughkeepsie Tapes - John Erick Dowdle (2007)

Beitragvon sergio petroni » 18. Apr 2017, 17:49

THE POUGHKEEPSIE TAPES

Bild

Originaltitel: The Poughkeepsie Tapes

Herstellungsland-/jahr: USA 2007

Regie: John Erick Dowdle

Darsteller: Stacy Chbosky, Ben Messmer, Samantha Robson, Ivar Brogger, Lou George, Amy Lyndon,
Michael Lawson, Ron Harper, Kim Kenny, Bobby Alexander, Iris Bahr, Scott Beehner, ...

Story: In einem verlassenen Haus im Staate New York macht die Polizei einen schrecklichen Fund. Auf mehr als 800 Videokassetten hat ein Serienkiller seine Folterungen, Verstümmelungen und Morde dokumentiert. Mit Hilfe der Videos versucht die Polizei nun, einen Täter zu finden, der eine jahrzehntelange Spur des Terrors hinterlassen hat.
(quelle: ofdb.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: The Poughkeepsie Tapes - John Erick Dowdle (2007)

Beitragvon sergio petroni » 28. Apr 2017, 15:52

"The Poughkeespie Tapes" ist eine Fake-Doku über einen Serienmörder, der in den
USA jahrzehntelang sein Unwesen getrieben hat. Seine Taten hat der Mann per
Videokamera festgehalten und die Bänder anschließend gesammelt verwahrt.
Dieses Archiv ist nun der Polizei in die Hände gefallen.
Wir bekommen ausschnittsweise die Originalaufnahmen des Täters vorgeführt.
Dazwischen kommen zahlreiche Experten zu Wort. Profiler des FBI, Leichenbeschauer
und Fachärzte äußern sich zu ihrer Beteiligung an dem Fall. Aber auch Zeitungsreporter,
Zeitzeugen und Hinterbliebene kommen zu Wort.

Leider liegt mir der Film in sehr bescheidener Qualität vor. Allerdings weiß man
auch nach mehreren mittelmäßigen Found-Footage-Streifen nun auch, warum
man sich diese antut: Um auf ein solches Highlight wie "The Poughkeepsie Tapes" zu stoßen.
Die Episodenhaftigkeit unterstützt den Dokucharakter. Die Ernsthaftigkeit der
Befragten und Darstellenden vermittelt ein Gefühl von Authentizität und steigert damit den
oftmals nur angedeuteten Schrecken.

Da gibt es den alternden FBI-Profiler, der seine FBI-Schüler eindrücklich davor
warnt, ihr zukünftiges Leben tagein tagaus mit solch monströsen Verbrechen zu verbringen.
Nicht viele würden es schaffen, die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen.
Dann wäre da noch der auf Serienkiller spezialisierte Pathologe, der darüber referiert,
daß Mörder oftmals um ihre Spuren zu verwischen auf die Idee kommen, den
Leichnam zu zerstückeln. Dieses Zerstückeln ist allerdings normalerweise selbst
einem Mörder zu garstig, so daß es oftmals bei einer Einmaltat bleibt.
Natürlich ist dieser Fall ganz anders: unser Mörder hätte wohl Freude am Zerstückeln.
Bei solchen Sätzen läuft es einem eiskalt den Rücken runter. Da
braucht es keine expliziten Bilder mehr.
Schwer auf den Magen schlagen auch die Interviews mit Angehörigen der
Opfer. Deren Hilflosigkeit erzeugt beim Betrachter eine tiefe Beklemmung.

Am eindrücklichsten sind jedoch die Szenen, in denen der Killer mit der Handkamera
seine Opfer anspricht. Die mühsam aufrecht erhaltene Normalo-Fassade
ist sehr bröckelig. Es scheint, als könne er sich gerade so lange am Riemen
reißen, bis er sein Opfer eingelullt und überwältigt hat.
Danach bricht es aus ihm heraus.
Schade, daß dieses Werk von John Erick Dowdle (Devil, Katakomben)
nicht in ansprechender Form erhältlich ist.
Verdient hätte es der Film allemal.
8/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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