Prom Night - Die Nacht des Schlächters - Paul Lynch (1980)

Moderator: jogiwan

Prom Night - Die Nacht des Schlächters - Paul Lynch (1980)

Beitragvon dr. freudstein » 7. Jan 2010, 18:00

Prom Night - Die Nacht des Schlächters - Paul Lynch

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Alternativtitel: Prom Night - Das Grauen kommt um Mitternacht, Prom Night - Grauen ohne Namen

Originaltitel: Prom Night

Herstellungsland: USA/ 1980

Regie: Paul Lynch

Darsteller: Leslie Nielsen, Jamie Lee Curtis, Casey Stevens, Anne-Marie Martin, Antoinette Bower u.a.

Story:

Vor Jahren verunglückte die Tochter der Familie Hammond beim Spiel mit anderen Kindern in einer verlassenen Schule, nachdem diese es gehänselt und verängstigt hatten. Aus Angst schweigen alle, einem Unbekannten wird der Tod zur Last gelegt und er in eine Nervenklinik eingewiesen.
Jahre später naht der Abschlußball und plötzlich ist der Verdächtige von damals entwichen. Prompt bekommen die Verantwortlichen von damals anonyme Drohanrufe, die sie jedoch nicht ernst nehmen. Doch während des Ball beginnt der Mörder, sie einen nach dem anderen in die nächste Welt zu befördern, wie auch Kim Hammond (Jamie Lee Curtis) schließlich feststellt. Doch wer ist der Mörder - der Entflohene oder ein anderer Zeuge des Verbrechens?
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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon Blap » 11. Jan 2010, 01:48

Ein recht ruhiger, unblutiger Slasher, der aber mit einer tollen Atmosphäre punkten kann. Hier der übliche Kurzkommentar:

Prom Night

Vier Kinder spielen in einem leerstehenden Gebäudekomplex Verstecken. Als ein weiteres Kind auftaucht, treibt die Gruppe es in die Enge und das Mädchen stürzt in den Tod. Ein unglücklicher Unfall mit tragischem Ausgang. Die Schulkameraden -drei Mädchen und ein Bürschlein- schliessen einen Schweigepakt, niemand so jemals etwas über den Vorfall erfahren. Tatsächlich wird bald ein verdächtiger Sittenstrolch der Tat bezichtigt und dafür zur Rechenschaft gezogen. Inzwischen sind sechs Jahre ins Land gezogen. Kim (Jamie Lee Curtis) und ihr Bruder Alex haben den Tod ihrer Schwester zwar nie vergessen, sind aber trotzdem zu normalen, fröhlichen Teenagern herangewachsen. In der Highschool steht am Abend der jährliche Ball an. In diesem Jahr wird Kim die Ballkönigin sein, was ihren Vater Raymond (Leslie Nielsen) natürlich sehr stolz macht, vor allem weil der gute Mann nicht nur ihr Vater ist, sondern auch den Posten des Schuldirektors bekleidet. Die grosse Ballnacht verläuft jedoch nicht wie geplant. Ein irrer, maskierter Killer geht um, offensichtlich trachtet der Mörder den vier Gestalten nach dem Leben, die damals den Tod des kleinen Mädchens verursacht haben. Angst und Schrecken machen sie breit, wer mag sich hinter der Maske verbergen...???

"Prom Night" (1980) von Regisseur Paul Lynch reitet auf der Slasherwelle der späten Siebziger/ frühen Achtziger mit. Mit Jamie Lee Curtis bietet der Film dann auch gleich eine der Galleonsfiguren des Genres auf. Durch Carpenters Meisterwerk "Halloween" ist die Dame jedem Horrorfan ein Begriff, später sollte sie auch ausserhalb des Horrorbereiches Karriere machen, was sicher keinem Filmfreund entgangen ist und hier daher keiner weiteren Ausführung bedarf. Die übrige Besetzung sticht nicht weiter aus der Masse hervor, es gibt halt die üblichen Klischeefiguren zu sehen, weder der stumpfsinnige Schläger noch der baggernde Kiffer fehlen. Leslie Nielsen gibt hier den Schuldirektor, wird allerdings nicht sonderlich gefordert. "Prom Night" setzt nicht auf ausufernde Härte oder einen hohen Body Count, der Film nimmt sich Zeit, der Killer wird erst in der letzten halben Stunde richtig entfesselt. Für jüngere Zuschauer und heutige Sehgewohnheiten mag der Streifen vermutlich langatmig, langweilig wirken. Mir hat das Erzähltempo zugesagt und die gebotene, sorgsam aufgebaute Atmosphäre gefällt mir ebenfalls gut.

Dieser Slasher gehört sicher nicht zur Spitze seines Genres und ist auch bei Fans nicht unumstritten. Ich mag "Prom Night", Jamie Lee sehe ich immer gern, keine Ahnung warum, an ihrer mittelprächtigen Optik liegt es sicher nicht. Doch auch über Jamie hinaus sagt mir das Gesamtbild zu, ich fühlte mich während der gesamten Laufzeit gut und angenehm unterhalten. Erfreulicherweise ist der Film in Deutschland nach einer Neuprüfung inzwischen ab 16 freigegeben. Die DVD von Splendid bietet ein ordentliches Bild und -wichtig für "FSK-Flatschenneurotiker"- ein Wendecover. Leider hat man nicht auf ein Originalmotiv zurückgegriffen, es wurde ein neues Covermotiv "designt". Schade, doch letztlich zählt der Inhalt und der stimmt in diesem Fall. Zumindest was den Film betrifft, Bonusmaterial bekommt man leider nicht geboten, lediglich ein paar Trailer zu aktuellen Produktionen, ebenfalls schade. Doch was solls, die Scheibe ist recht günstig zu haben und der Film eine kleine Genreperle, von daher überwiegt die Freude über diese längst überfällige Veröffentlichung!

Gut = 7/10
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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon dr. freudstein » 29. Nov 2010, 17:36

AHF Satz Deutschland

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Zufall? Schicksal? :o
Das passt ja wie die Rosen aufs Grab :shock:
Heute beim Aufräumen gefunden, hab ich schon seit Dezember 09.
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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon horror1966 » 29. Nov 2010, 17:42

Es gibt wohl nicht sehr viele der alten Slasher-Perlen, bei denen die Meinungen so verschieden sind. Dieses Werk von Regisseur Paul Lynch spaltet die Fan-Gemeinde ungemein, für die eine Seite ist der Film einfach nur langweilig und die anderen verehren ihn. Doch ganz egal, wie man zu "Prom Night" steht, auf jeden Fall ist es ein Klassiker des Sub-Genres mit Kultcharakter.

Ich glaube, das der grösste Kritikpunkt wohl immer die Blutarmut dieses Werkes ist, aber ich muss ganz ehrlich gestehen, das mich das nicht besonders gestört hat. Zugegeben, hier handelt es sich wohl im Bezug auf den Härtegrad um einen eher harmlosen Slasher, was aber dennoch nichts an der vorhandenen Klasse des Films ändert.

Die Geschichte wird hier sehr flüssig und vor allem spannend erzählt, ganz langsam und eher behutsam wird die Spannungsschraube immer fester gezogen, wodurch sich auch immer mehr eine stark bedrohliche und unheilvolle Atmosphäre entfaltet, die sich konstant durch den ganzen Film zieht. Nach meinem Empfinden kam hier erst gar keine Langeweile auf, da man als Betrachter die Spannung richtiggehend greifen konnte und so auch mit den Beteiligten mitgefiebert hat.

Und die vorhandenen Charaktere haben ihre Sache gut gemacht, ihre Leistungen passen perfekt in einen Slasher der damaligen Zeit. Auch wurden wieder die üblichen Klischees bedient, die man gerade bei dieser Filmgattung so sehr liebt. Dabei sticht vor allem das wieder einmal vollkommen unlogische Verhalten einiger Personen, doch wenn man ganz ehrlich ist, gehört das einfach zu so einem Film dazu.

Wenn man natürlich ein ausgesprochener Fan von SFX ist, dann sollte man sich gut überlegen, ob "Prom Night" der richtige Film ist, denn davon gibt es eigentlich nichts zu sehen. Insgesamt gesehen ein toller Klassiker, den man auf jeden Fall kennen sollte, der aber die Begierden von Fans der etwas härteren Gangart zu keiner Zeit befriedigen kann.



8/10
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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon untot » 29. Nov 2010, 18:03

Auch bei mir steht "Prom Night" im Regal, ein muss für jeden Slasher Fan.
Sicher ist er nicht der beste Vertreter des Genres, aber doch recht ansehnlich und da ich sowieso Jamie und Leslie Fan bin, find ich ihn jedenfalls großartig! :)

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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon buxtebrawler » 29. Nov 2010, 22:56

dr. freudstein hat geschrieben:Zufall? Schicksal? :o
Das passt ja wie die Rosen aufs Grab :shock:
Heute beim Aufräumen gefunden, hab ich schon seit Dezember 09.


:o :shock: :?

Schöne Bilder, doc. Der Film selbst ist aber meines Erachtens tatsächlich ein höchst durchschnittlicher Slasher. Das Interessanteste an ihm ist vermutlich die Besetzung.

Muss man als Schlitzerfreund trotzdem mal gesehen haben.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon dr. freudstein » 29. Nov 2010, 23:26

Danke, lieber Herr buxtebrawler :prost:
Leider fehlt bei den Scans meist der untere Abschnitt, aber ist eh immer der gleiche (Filmtitel)

Aber was fürn Zufall. Da durchforste ich mal mein Bücher"regal" und finde diesen Satz (am Todestag von Leslie) und weitere von STAR TREK Folgen, bislang ungepostet :o

Aber auf mich wartet ja auch noch die Sichtung diesen Streifens (VHS)
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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon Nello Pazzafini » 13. Dez 2011, 20:10

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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters

Beitragvon jogiwan » 10. Nov 2014, 07:33

Gestern die neue US-Scheibe gesichtet, die auch wirklich ein wunderbares Bild und ein „Making-of“ zu bieten hat. Leider ist der Film ja trotz Disco und Dancefloor ein ziemlicher Schnarcher und braucht auch relativ lange, bis er überhaupt einmal in die Gänge kommt und auch das Finale kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass so etwas wie Spannung erst gar nicht aufkommt. Die Dialoge sind ja schon im englischen Original totale Grütze, da will man ja gar nicht wissen, was deutsche Synchronstudios daraus gebastelt haben. Abgesehen von den Darstellern, die für ihre Rollen auch allesamt zu alt erscheinen, kann sich der Zuschauer aber wenigstens an Jamie Lee Curtis und Leslie Nielson erfreuen, wobei letzterer ja nur am Rande in Erscheinung tritt. Das hier dann auch noch ziemlich viel von „Halloween“ abgekupfert wurde und der Streifen insgesamt wenig eigenständig, schludrig zusammengezimmert und die Figuren stets irgendwie unsympathisch wirken, macht die ganze Sache auch nicht viel besser. Als Slasher-Fan kommt man an dem Werk aber nicht vorbei, mehr als eine Sichtung alle paar Jahre ist aber nicht drin und „Prom Night“ wird auch beim wiederholten Schauen einfach nicht besser.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Prom Night - Die Nacht des Schlächters - Paul Lynch (1980)

Beitragvon purgatorio » 30. Jul 2015, 06:23

PROM NIGHT – DIE NACHT DES SCHLÄCHTERS (PROM NIGHT, USA 1980, Regie: Paul Lynch)

Seien wir ehrlich, von einem Slasher mit den Zutaten Jamie Lee Curtis und Leslie Nielsen im Jahr 1980 erwartet man schon etwas mehr. Wenig Spannung, kaum Blut und die Story kommt einem, selbst wenn man sich nicht so viele Slasher ansieht, schon recht bekannt vor. Der Film hat seine Momente und gehört offenbar in den Kanon des Schlitzerfilms, ist mir über weite Strecken aber auch einfach zu doof (ich denke da besonders an die hanebüchene Flucht mit dem Van vor dem irren Spiegelscherbenmörder… ach, ich hör besser auf).
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Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
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