12 Monkeys - Terry Gilliam (1995)

Moderator: jogiwan

12 Monkeys - Terry Gilliam (1995)

Beitragvon purgatorio » 1. Aug 2012, 10:02

12 MONKEYS

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Deutscher Titel: 12 Monkeys
Originaltitel: Twelve Monkeys

Regie: Terry Gilliam
Produktionsland: USA (1995)

Darsteller: Joseph Melito, Bruce Willis, Jon Seda, Michael Chance, Vernon Campbell, H. Michael Walls, Bob Adrian, Simon Jones, Carol Florence, Bill Raymond, Ernest Abuba, Irma St. Paule, Brad Pitt...

Story:
Das Jahr 2035: Die Erdoberfläche ist entvölkert, seit eine Virenepidemie die Menschheit 1996 fast gänzlich vernichtet hat. Die wenigen Überlebenden existieren in einem Unterwelt-System. Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben schickt man den Sträfling Cole als Zeitboten ins Jahr der Katastrophe zurück, um den Ursprung der Apokalypse herauszufinden. Versehentlich gerät er zunächst ins Jahr 1990 und in eine Irrenanstalt. Dort warnt ihn der verwirrte Jeffrey vor den "12 Monkeys". Haben sie mit den Viren zu tun? Endlich im Jahr 1996, spürt Cole mit der Psychiaterin Kathryn diese Vereinigung auf und macht eine verblüffende Entdeckung...

(via ofdb)
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Re: 12 Monkeys - Terry Gilliam (1995)

Beitragvon purgatorio » 18. Jul 2016, 06:59

12 MONKEYS (TWELVE MONKEYS, USA 1995, Regie: Terry Gilliam)

Ich mag diesen exzentrischen, visuell opulenten und inhaltlich toll erzählten Film einfach! Die Musik, die Bilder, das wahnsinnige Schauspiel von Brad Pitt als Gegenspieler vom ebenso umwerfenden Bruce Willis – hier stimmt alles! Ganz großer Film!

Ob ich die Serienadaption mal antesten sollte?
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Re: 12 Monkeys - Terry Gilliam (1995)

Beitragvon McBrewer » 18. Jul 2016, 08:45

purgatorio hat geschrieben:Ob ich die Serienadaption mal antesten sollte?


Ich hatte es letztens mal versucht, nach einem recht interessanten Start aber nach der zweiten Folge schon wieder die Lust verloren. Mir fehlte einfach der "Bruce Willis"-Type. Ausserdem wurde der Brad Pitt-Charakter aus dem Film jetzt mit einer Frau besetzt, deren Schauspielkraft leider nicht der Ihres Vorgängers heranreicht.
Vielleicht aber bekomme ich irgendwann ja doch noch einmal die Lust auf eine dritte Folge...
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Re: 12 Monkeys - Terry Gilliam (1995)

Beitragvon purgatorio » 21. Jul 2016, 06:41

McBrewer hat geschrieben:
purgatorio hat geschrieben:Ob ich die Serienadaption mal antesten sollte?


Ich hatte es letztens mal versucht, nach einem recht interessanten Start aber nach der zweiten Folge schon wieder die Lust verloren. Mir fehlte einfach der "Bruce Willis"-Type. Ausserdem wurde der Brad Pitt-Charakter aus dem Film jetzt mit einer Frau besetzt, deren Schauspielkraft leider nicht der Ihres Vorgängers heranreicht.
Vielleicht aber bekomme ich irgendwann ja doch noch einmal die Lust auf eine dritte Folge...


ich habe mir gestern den Piloten angesehen. Was der Film als interessanten Leitfaden und mysteriöses Puzzle über seine gesamte Laufzeit aufdröselt, nämlich die Artefakte des Zeitreisens aus der Perspektive der Vergangenheit, in der die Geschichte spielt, das wird hier alles in die ersten 45 Min. gepackt. Keine Spannung, keine Überraschung, kein Rätselraten - alles sofort erklärt und abgehandelt. Das fand ich ja schonmal blöd. Und dann - ja - die Schauspieler :palm: und überhaupt: der ganze Look ist irgendwie... naja, anders: Terry Gilliam ist ja ein surrealer Meister. Die Macher der Serie sind Dilletanten (immerhin eine SyFy-Serie - Sharknado und so ;) ). Neeeeee, ich las das lieber. Episode 1 war meine erste und letzte :nick:
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Re: 12 Monkeys - Terry Gilliam (1995)

Beitragvon purgatorio » 21. Jul 2016, 12:44

ich zitiere mal noch aus dem Kurzfilm-Faden:
purgatorio hat geschrieben:Einem Hinweis in der Titelsequenz von Terry Gilliams TWELVE MONKEYS folgend, habe ich mich gerade mit:
AM RANDE DES ROLLFELDS (LA JETÉE, Frankreich 1962, Regie: Chris Marker)
... beschäftigt. Kurz vor Ausbruch des Dritten Weltkriegs sieht ein Kind das Gesicht einer Frau auf der Aussichtsplattform des Flughafens. Jahre später – die letzten Menschen leben in den Katakomben unterhalb des nuklear verstrahlten Paris – wird der Mann aufgrund seiner lebhaften Erinnerungen für ein Zeitreiseexperiment von deutschen Wissenschaftlern ausgesucht. Alle seine Vorgänger starben oder wurden wahnsinnig. Doch mit ihm klappt es und die Technik kann nun optimiert werden: Zurück in der Vergangenheit erfüllt der Mann jedoch nicht seinen Auftrag, sondern sucht die Frau, um sich in sie zu verlieben…

Chris Markers filmischer Fotoroman, der nur eine einzige Bewegtbildszene enthält, ist dezent inspiriert von Hitchcocks VERTIGO und bildet selbst die Inspiration für Gilliams TWELVE MONKEYS (den Gilliam nach eigener Aussage aber erst als Vorfilm bei der Premiere von TWELVE MONKEYS sah - ob das wahr ist?).

Der Film von 1962 mit französischem Originaltext:
https://vimeo.com/138951063


Im Auftrag des französischen Senders ARTE wurde der Film als Hommage neuinszeniert:
LA JETÉE (Frankreich, Deutschland, Großbritannien 2013, Regie: Matt Lambert)
Das ARTE-Remake (mit englischem Erzähltext) kann man sich hier ansehen:
http://creative.arte.tv/de/episode/am-r ... tt-lambert


EDIT
dem Hinweis vom Jogi sei Dank, kann hier auch noch auf den Thread zum Film von 1962 verwiesen werden:
frankreich-f32/jetee-chris-marker-1962-t6996.html?hilit=jet
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Re: 12 Monkeys - Terry Gilliam (1995)

Beitragvon jogiwan » 5. Jun 2017, 08:30

Filme mit Zeitreise-Thematik sind ja eigentlich genau mein Dingens und dennoch hat es über zwanzig Jahre gedauert, bis einer der bekanntesten Vertreter dieses Genres im Player gelandet ist. Im Falle von „12 Monkeys“ war es ja der Cast insbesondere Brad Pitt, der mich bislang immer davon abgehalten hat und Brad Pitt und seine Rolle ist ja auch das Einzige, dass ich an diesem schrägen Film bekritteln könnte. Der Rest ist angenehmer Irrsinn mit apokalyptischem Ausmaß, der nach einem ruppigen Start auch sehr packend wird und dennoch düster und pessimistisch bleibt. Die Geschichte in Anlehnung an einen meiner liebsten Kurzfilme ist eigentlich ziemlich wirr und alptraumhaft, voller Zeitsprünge und schräger Charaktere und dennoch bringt Gilliam die Fäden am Ende hübsch zusammen. Auch die Optik und die Settings wissen zu gefallen, obwohl ich mir schon die längste Zeit überlege, ob mir „12 Monkeys“ ohne viel Schnickschnack und ohne Hollywood-Cast vielleicht sogar noch besser gefallen hätte. Selbst wenn Terry Gilliam sicher nie mein Lieblings-Regisseur werden wird – dieser Streifen hier hat mir aber trotz Brad Pitt doch recht gut gemundet. Jetzt steht aber auch wieder einmal die Sichtung von "La Jetée" an!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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