Maniac Cop - William Lustig (1988)

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Maniac Cop - William Lustig (1988)

Beitragvon Santini » 16. Jul 2012, 14:07

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Herstellungsland: USA / 1988

Regie: William Lustig

Darsteller: Tom Atkins, Bruce Campbell, Laurene Landon, Richard Roundtree, William Smith, Robert Z'Dar, Sheree North, Nina Aversen u. A.

Story:

Ein brutaler Killer macht New York unsicher. Es hat den Anschein, als wäre der Massenmörder ein Polizist, der seine Opfer auf grausame Weise ermordet. Panik und Angst machen sich unter den Bürgern breit, die sich nun gegen die Polizei bewaffnen…


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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon Blap » 16. Jul 2012, 15:01

Ich habe sowieso ein Herz für Cops, Matt Cordell gehört zu den besonders freundlichen Vertretern.
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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon Nello Pazzafini » 16. Jul 2012, 15:20

steh ich total drauf, alle teile, gute besetzung, gute stimmung und ein cop der weiss was er will....
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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon Onkel Joe » 16. Jul 2012, 15:24

Ich bin da im zwiespalt, zeitweise finde ich die Reihe sehr funny aber es gibt Tage da denke ich mir was für ein schmarrn.
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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon buxtebrawler » 16. Jul 2012, 15:26

Cooler Film, müsste ich mir längst mal wieder angucken. Ja, das ist eine gute Idee.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon dr. freudstein » 16. Jul 2012, 16:03

FCK CPS, A.C.A.B., 1.3.1.2.
hier zeigt sich warum. Gefällt mir sehr gut, hat aber seine Schwächen. Bei mir kein Alltime Favorit, aber durchaus mal als willkommene Abwechslung gern gesehen. Sichtung schon länger her, aber so zwischen 6-7/10 laut meiner Erinnerung. Teil 2 hab ich lediglich als Tape hier. Bullen können auch mal gut unterhalten :lol:
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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon purgatorio » 16. Jul 2012, 16:08

dr. freudstein hat geschrieben:FCK CPS, A.C.A.B., 1.3.1.2.


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:kicher:

aber eigentlich finde ich genau das nicht sehr witzig... ich persönlich kenne sehr viele Polizisten, hab sogar welche in der Familie, und das sind alles keine Killer sondern ganz normale Menschen die einen/ihren Beruf ausüben. :nick:
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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon Blap » 4. Feb 2013, 23:15

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Blu-ray von Arrow (UK)



Maniac Cop (USA 1988, Originaltitel: Maniac Cop)

Die dunkle Seite der Metropole

In New York treibt ein brutaler Serienkiller sein Unwesen, offenbar trägt der Wahnsinnige eine Polizeiuniform. Lieutenant Frank McCrae (Tom Atkins) leitet die Ermittlungen, er glaubt tatsächlich an einen Täter aus den eigenen Reihen. Von solchen Vermutungen will Commissioner Pike (Richard Roundtree) zunächst nichts hören, doch plötzlich steht der junge Streifenpolizist Jack Forrest (Bruce Campbell) unter dringendem Tatverdacht. Dessen Ehefrau hatte ihn bei einem Seitensprung mit der Polizistin Theresa Mallory (Laurene Landon) erwischt, am nächsten Morgen wird die Leiche der hintergangenen Gattin aufgefunden. Für McCrae ist der Fall noch nicht gelöst, der erfahrene Ermittler verfolgt eine heisse Spur, ein lebensgefährliches Unterfangen ...

William Lustig schockte 1980 mit "Maniac", legte mit "Vigilante" (1982) einen kernigen Selbstjustiz-Thriller nach. Auch wenn die fiese Intensität von "Maniac" unerreicht bleiben sollte, zeichnete Bill Lustig in den folgenden Werken, erneut ein rohes und räudiges Bild seiner Heimatstadt. Egal wo der Maniac Cop dich zu fassen bekommt, erwarte keine Hilfe, erwarte keine Gnade, nicht in dieser kalten Hölle auf Erden! Dichte Atmosphäre von der ersten Sekunde an, allzu gern lasse ich mich vom sehr stilvollen Vorspann fesseln. Aber der Flick hat noch weitaus mehr zu bieten, gelungene Kameraarbeit und geschickter Schnitt, abgerundet durch einen effektiven Score. Lustig streut immer wieder kleine und mittelgrosse Fiesheiten ein, intensiviert -die sowieso stets rauhe- Atmosphäre, verzichtet nicht auf bissige Ironie, vermengt Thriller, Action und Horror zu einem äusserst schmackhaften Menü. Gekrönt wird das Treiben jedoch durch das grandiose Ensemble! Vor der Kamera konnte eine illustre Truppe versammelt werden, daher folgen umgehend ein paar huldigende Zeilen.

Tom Atkins war in einigen Horrorstreifen zu sehen, ebenso gern wurde er als Cop verpflichtet. Ergo stellt er gewissermaßen die ideale Besetzung für den Part des altgedienten Lieutenant Frank McCrae dar. Atkins lässt sich nicht lumpen, sorgt für nachhaltig wirkende Momente. Vor allem seine Unterhaltung mit Richard Roundtree taugt als Lehrstück für punktgenaue Situationskomik, herrlichst! Richard Roundtree und William Smith sind als leitende Funktionsträger der New Yorker Polizei zu sehen, vor allem William Smith -den ich sehr schätze- muss man unbedingt im Originalton geniessen! Inmitten dieser gestandenen Kerle aus Hartholz, muss sich der junge Bruce Campbell ordentlich ins Zeug legen. Mit fortschreitender Handlung gewinnt seine Rolle an Gewicht, ihm steht die attraktive Laurene Landon tatkräftig zur Seite. Robert Z'Dar poltert als mörderischer Cop durch das Szenario, Sheree North bringt schrullige Würze ins Spiel. Als es richtig zur Sache geht, nimmt das Drehbuch einen der Hauptakteure aus dem Spiel, mutig und respektabel! Ich möchte die Damen und Herren knutschen, egal ob Ekel, Held oder flotte Biene, sie sind allesamt großartig!

Längst zum Klassiker gereift, gehört der zünftige Genremix "Maniac Cop" in jede halbwegs gut sortierte Sammlung. Starkes Ensemble, packende Atmosphäre und saftige Momente, hier und da bleibt gar Raum für Fleisch auf den Knochen der Charaktergerüste, was für ein schmackhafter Biss in den faulig-geilen Big Apple! Mir liegt die Blu-ray aus dem Hause Arrow vor. In der Vergangenheit waren nicht alle blauen Scheiben des Labels gelungen, Herrn Lustigs tödlichem Bullen hat man ein rundum empfehlenswertens Paket spendiert. "Maniac Cop" präsentiert sich in angenehmer Qualität, sehr interessante Beigaben verhelfen der guten Laune zur weiteren Steigerung. Tom Atkins, Laurene Landon und Produzent/Autor Larry Cohen kommen zu Wort, obendrauf gibt es Trailer und ein kurzes Vorwort von Tom Atkins. Damit nicht genug, das Booklet kommt mit zusätzlichen Infos aus der Kiste, weiterhin liegt ein gefaltetes Poster bei. Toller Film, tolle Blu-ray, kaufen!

Dicke 8/10 (sehr gut)


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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon horror1966 » 4. Feb 2013, 23:21

Nachdem William Lustig 1980 mit seinem Film "Maniac" einen Kultfilm des Genres erschaffen hat, erwarteten jetzt nicht wenige Leute, das sein "Maniac Cop" das gleiche Niveau, wenn nicht sogar eine Steigerung beinhalten würde. Leider konnte der Film den hohen Erwartungen nicht gerecht werden, was jetzt aber nicht heissen soll, das der Film schlecht wäre.

Die Story des Films ist nicht gerade sehr innovativ, ist aber meiner Meinung nach trotzdem sehr interessant in Szene gesetzt worden. Der Spannungsbogen ist als sehr solide zu bezeichnen, ohne das er jedoch herausragend wäre. Die Stärke des Films ist , wie ich finde, seine Atmosphäre. Sie ist sehr dicht und vor allem strahlt sie eine starke Bedrohlichkeit aus, die den Zuschauer durchaus zu fesseln und faszinieren weiss.

Der Härtegrad des Films hält sich allerdings in recht überschaubaren Grenzen, da hatte man doch eigentlich etwas mehr erwartet. Aber bis auf sehr wenige Ausnahmen ist der Härtegrad doch ziemlich niedrig gehalten. Auch wenn der Film die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte, so bin ich doch der Meinung, das man es hier mit einem soliden und sehr interessanten Horrorfilm zu tun hat, der durchaus seinen Reiz hat und den Zuschauer gut und kurzweilig zu unterhalten weiß.




8/10
Bild Big Brother is watching you
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Re: Maniac Cop - William Lustig

Beitragvon buxtebrawler » 8. Apr 2014, 14:01

Nach US-Regisseur William Lustigs fulminantem Non-Porno-Regiedebüt „Maniac“ aus dem Jahre 1980 legte er zwei Jahre später mit „Vigilante“ einen sehr eigenartigen Selbstjustiz-Actioner nach. Daraufhin vergingen satte sechs Jahre, bis Lustig wieder als Regisseur in Erscheinung trat: „Maniac Cop“ lautete das Ergebnis; ein im Polizei-Milieu angesiedelter, actionreicher Slasher, geschrieben von Larry Cohen („Die Wiege des Bösen“).

In New York treibt ein brutaler Serienmörder sein Unwesen. Dass er dabei eine Polizeiuniform trägt, verschärft das Misstrauen der Bürger in die Gesetzeshüter. Diese wiederum sind ratlos, bis der Verdacht auf ihren Kollegen Jack Forrest (Bruce Campbell, „Tanz der Teufel“) fällt. Dieser jedoch beteuert seine Unschuld und tatsächlich führt die Spur zu einem ehemaligen Cop (Robert Z'Dar, „Cherry 2000“), der eigentlich längst tot sein sollte…

William Lustig zeichnet einmal mehr ein nicht sonderlich einladendes Bild der New Yorker Metropole; schon gar nicht, wenn er direkt zu Beginn zwei Straßenräuber auf eine wehrhafte junge Dame treffen lässt, die im Anschluss keine Hilfe von der Polizei zu erwarten hat, da der unbekannte „Maniac Cop“ ihr kurzerhand den Hals umdreht. Ein weiteres Opfer wird in feuchten Zement gedrückt. Panik und Paranoia machen sich unter der Bevölkerung breit. Eine deftige Szene zeigt, wie aufgrund der Vorfälle ein unschuldiger Polizist von einem verängstigten Bürger erschossen wird. Der Film bettet seine brutalen Morde in eine nachvollziehbare Atmosphäre der Verunsicherung und des Wahns.

Fortan konzentriert sich Lustig auf Jack Forrest, der vorgibt, ständig Überstunden machen zu müssen, jedoch mit einer misstrauischen Frau (Victoria Catlin, „Ghoulies“) gesegnet ist. Schon bald wird diese mit anonymen Anrufen belästigt („Warum bringt Jack all die Menschen um?!“). Schnell stellt sich heraus: Jack geht fremd, was er aus verständlichen Gründen möglichst geheim halten möchte. Als auch seine Frau dem Killer zum Opfer fällt, wird er verhaftet und muss darum kämpfen, seine Unschuld zu beweisen. Die Kombination aus einem unschuldig Verhafteten und der aufgekratzten Stimmung der Bevölkerung, die sich u.a. im Fernsehen polizeikritisch äußert, versieht „Maniac Cop“ mit Versatzstücken aus dem Polizei-Krimi/-Thriller-Bereich, bleibt dabei jedoch oberflächlich und überwiegend der emotionalen Ebene verhaftet. Als der Killer in Uniform, dessen Gesicht bisher stets verborgen blieb, eine verdeckte Ermittlerin angreift, wird er angeschossen, zeigt aber keinerlei Reaktion. Dies ist der erste deutliche Hinweis darauf, dass es sich bei ihm um kein „normales“ menschliches Wesen handeln kann, womit Lustig und Cohen jegliche Realitätsebene verlassen und sich nun vollends dem Phantastischen verschreiben. Leider entwickelt der Film zwischen den Morden nunmehr kaum Spannung, hat dafür aber schöne, atmosphärische Nachtaufnahmen der Großstadt zu bieten.

Nach 45 Minuten erfährt der Zuschauer durch eine Unterhaltung zwischen einer humpelnden Bullette und dem Killer, dass dieser Matt heißt und laut seines Gegenübers zu weit gehe. Im weiteren Verlauf wird seine Hintergrundgeschichte dann soweit aufgedröselt, dass es sich um den nach brutaler Selbstjustiz im Dienst verurteilten Ex-Cop Cordell handelt. Eine Rückblende zeigt, wie er im Knast umgebracht wurde. Es wird davon schwadroniert, dass er gar nicht ganz tot gewesen sein soll, doch so klasse die Maskenarbeit auch an seinem Gesicht gearbeitet hat, das man nun endlich zu sehen bekommt – was ihn nun unverwundbar und superstark gemacht hat, bleibt unerwähnt und scheint auch kaum jemanden übermäßig zu verwundern. Das hat klaffende Logiklöcher zur Folge, die Lustig in Anbetracht seines offensichtlichen Vorbilds „Halloween“ vielleicht nicht stopfen zu müssen glaubte. Doch wo „Halloween“ unter der Regie eines Carpenters auf jegliche Erklärungen verzichten kann und daraus einen besonderen Reiz zieht, das ultimativ Böse in Menschengestalt in Anlehnung an den „schwarzen Mann“ auf eine Kleinstadt loslässt, wirkt „Maniac Cop“ schlicht unausgegoren und nicht zu Ende gedacht. Ordentliche Actioneinlagen auf dem Polizeirevier und eine rasante Verfolgungsjagd bieten dann noch etwas fürs Auge und den Adrenalinspiegel, bis „Maniac Cop“ mit einem Verweis auf einen kommenden zweiten Teil endet. So bleibt ein origineller, urbaner Slasher in interessantem Umfeld, dem es etwas an Spannung und Figurencharakteristik mangelt und der seine Kritik an Hooligans/Folterknechten/Mördern in Polizeiuniform nur oberflächlich und halbherzig anbringt, dafür aber atmosphärisch und schauspielerisch überzeugen kann und sich so seinen Platz im gehobenen Mittelfeld des Genres sichert.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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