Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Moderator: jogiwan

Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon purgatorio » 16. Mär 2017, 09:14

KONG: SKULL ISLAND

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Deutscher Titel: Kong: Skull Island
Originaltitel: Kong: Skull Island

Regie: Jordan Vogt-Roberts
Produktionsland: USA (2017)

Darsteller: Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, John Goodman, Brie Larson, Jing Tian, Toby Kebbell, John Ortiz, Corey Hawkins, John C. Reilly, Jason Mitchell, Shea Whigham, Thomas Mann, Terry Notary...

Story:
Als sich der Vietnamkrieg im Jahr 1973 dem Ende zuneigt, drängt der leitende Wissenschaftler Bill Randa (John Goodman) die amerikanische Regierung zur Erforschung einer bisher unbekannten, schädelförmigen und erst kürzlich auf Satellitenbildern entdeckten Insel im Pazifik, ehe die Russen dies tun. Die Expedition wird bewilligt und Randa tritt mit seinem Team, zu dem auch der britische Fährensucher James Conrad (Tom Hiddleston), die Kriegsfotographin Mason Weaver (Brie Larson) und der für ihre Sicherheit verantwortliche Colonel Preston Packard (Samuel L. Jackson) gehören, die Reise nach Skull Island an. Als das Team jedoch Bomben zur seismischen Vermessung der Insel abwirft, werden sie von dem Riesenaffen Kong angegriffen, der sämtliche Hubschrauber aus Packards Einheit vom Himmel holt. Die Überlebenden der Attacke müssen zudem schnell feststellen, dass Kong nicht das einzige gefährliche Riesenwesen auf Insel ist. Ihnen bleiben nur drei Tage um sich zum Nordende von Skull Island durchzuschlagen, wo sie ein Rettungstrupp auflesen kann...

(via ofdb)
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon purgatorio » 16. Mär 2017, 09:14

KONG: SKULL ISLAND (USA 2017, Regie: Jordan Vogt-Roberts)

Es ist, was der Trailer der zeigt – und das ist es auf beeindruckende und atemberaubende Weise. Also nicht mehr (definitiv nicht mehr!) aber eben auch kein Stück weniger: Eine Helikopter-Einheit aus Vietnam kommt mit einem Tross aus Wissenschaftlern, Reportern, Spurenlesern etc. auf Skull Island an. Sie werfen ein paar Bomben für seismische Messungen ab und machen Rundflüge und dann plötzlich, ohne Spannungsaufbau, Geheimnisse, Andeutungen im Nebel, ohne Dramaturgie und sonstigen narrativen Schnickschnack, steht er da: Kong. Verdammt riesig (also wirklich: un-fass-bar riesig!) und richtig übel angefressen. Und ab da gibt es halt maßlos auf die Mütze. Darauf muss man eingestellt sein – mehr, als dieses Kriegs- und Monsterszenario gibt es nicht, alles andere (selbst das klassische weiße-Frau-Narrativ) ist auf ein Minimum reduziert. Hier geht es wirklich nur darum, wie visuell überzeugend und beeindruckend riesiges Viehzeug gegen winzige Soldaten antritt (wobei letztere sich und ihre Technologie natürlich maßlos überschätzen). Das macht schon richtig Spaß! Allerdings macht sich zum Ende hin das unangenehme Gefühl breit, dass hier auch ein Franchise etabliert wird (Kong-Godzilla-Cross-Over – wovon dann speziell die Post-Credit-Szene Zeugnis ablegt). Aber für Kong-Freunde, die ihren Affen einfach mal zwei Stunden wüten sehen wollen, bietet dieser Film ausreichend Stoff für feuchte Hosen.
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon Adalmar » 16. Mär 2017, 16:05

Bringt Thomas Mann den Affen am Ende mit einem nobelpreisverdächtigen Friedensappell zur Räson?

Klingt insgesamt nicht schlecht, riesige Untiere gucke ich mir im Kino eigentlich immer gern an.
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon purgatorio » 17. Mär 2017, 14:07

ich zitiere mal den Onkel aus dem Poster- und Artwork-Thread:
Onkel Joe hat geschrieben:Bild

Die Analogien zu Klassikern des Vietnamkriegfilms findet sich vielfach in SKULL ISLAND. Die sind da sehr zitierfreudig (visuell und inhaltlich) - was übrigens auch für die Klassiker der Kongfilme gilt. SKULL ISLAND ist voll mit Referenzen, was den Unterhaltungswert natürlich steigert. Und gelegentlich wird dann aber noch ein wenig mit Parodie und Sarkasmus gewürzt. Da gibt es beispielsweise diese eine heldenhafte Szene, die Selbstopferung zu Gunsten der Gruppe, die pathetisch aufgebläht wird. Da rollt man dann schon mit den Augen, man kennt das ja - aber bei Kong wird dieser heldenhafte Pathos dann augenzwinkernd ins Absurde geführt. So macht das natürlich wieder Spaß. Wer den Film gesehen hat, weiß, welche Szene ich meine :lol:
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon karlAbundzu » 20. Mär 2017, 12:59

Story: Wissenschaftler, Soldaten, ein Fährtensucher und eine Journalistin fliegen auf eine bisher unbekannte Insel, um sie vor den Russen zu untersuchen und auszubeuten. Dabei hat jeder so seine eigenen Motive. Nun, neben allerlei monströser Tierchen ist hier auch Kong beheimatet, der sein Reich zu beschützen versucht und die Eindringlinge, die per Hubschrauber kommen und gleich losballern, gleich mal zeigt, wer hier das Alphatierchen ist. Die Truppe verteilt sich so ungewollt über die Insel und wollen zum Treffpunkt des Abholens. Die Zivilisten treffen hier auf den 1944 abgestürzten Soldaten und den hiesigen menschlichen Bewohnern.
So wird auch klar, dass Kong eigentlich ein Beschützer ist, vor den aus Löchern im Boden kommenden fiesen Echsenwesen, die so ziemlich alles platt machen. Der andere Trupp um den Kommandanten hingegen versucht eher, Waffen zu besorgen, um Kong endgültig platt zu machen.

Hach, schön:
Das Wichtigste: Tolles Monstergebashe: Kongs Kämpfe gegen die Menschen aber mehr noch gegen die anderen Monster sind hinreißend und gut inszeniert/animiert (Das 3D ist allerdings wieder verzichtbar). Auch die anderen Monster und Tiere, die so auftauchen, zeichnen sich durch Fantasie der Macher aus. Dachte ich jedenfalls immer, dass Kong Vegetarier ist, ist er Kalamaris doch nicht abgeneigt.
Auffallend: Sehr prominent besetzter Cast, der, obwohl er nicht viel zu tun hat, seine Sache gut macht. Aber, klar, hier gibt es nur Klischees, keine wirklichen Rollen. Hiddleston der strahlende Held. Jackson als Obersoldat und Cpt. Ahab, die Journalistin kennen wir spätestens aus Jäger der Apocalypse. Gefreut hab ich mich hier über John C Reilly, der ja oft Nebencharakter spielt, hier eine doch wichtige Rolle, die richtig Spaß macht.
Von den Bildern her befinden wir uns in einem Vietnam-Film, die Perspektiven, die Shots usw. sind aus den Kriegsfilmen inspiriert und das zeigt auch den Weg: Wir befinden uns in einer Art Vintage-Kriegsfilm mit klarer pazifistischer Aussage: Nicht nur Kriege sind doof, sondern: Wenn Soldaten irgendwo hingeschickt werden, gibt es Stunk alleroberster Kajüte. Da das aber nur mit Vergangenheitshinweisen begleitet wird, ist das wohl keine Aussage, die der Film übers Jetzt treffen will.
Gut fand ich auch die Darstellung der menschlichen Inselbewohner, da gerade die nicht ein übliches Klischee entsprechen: sie singen und tanzen nicht mit zweisilbigen Lauten oder sind dümmlich und unterzivilisiert, sondern haben sich zu einer besitz- und herrschaftslosen Gemeinschaft entwickelt, auch dies galt zumindest in den 70ern ja noch als erstrebenswert.
Das führte bei mir insgesamt zu einem Wohlbefinden, klar, leicht rückwärtsgewante Romantik, aber wenn das Monster, Militarismus- und Kapitalismuskritik beinhaltet, hat es meinen Daumen oben.
Noch was zum Militär: Das hat mich dann doch an japanisches Monsterfilme erinnert, da ist das Militär ja auch immer hübsch wirkungslos, was hier noch mehr auf die Spitze getrieben wird: Schon bei der Grundprämisse, den aufgegebenen Vietnamkrieg, wo das amerikanische Militär keine positiven Wirkungen erzeugte, wird vor allem in einer Szene die Unsinnigkeit und Gefährlichkeit des Soldatentums klar.
Apropos Japan: Unbedingt bis nach dem Abspann bleiben.

PS: Der Score viel nicht besonders auf, aber die Songauswahl, was die Soldaten so hören, u. a. STOOGES, DAVID BOWIE und BLACK SABBATH. Ich möchte glauben, das Soldaten, die das hören, nicht besonders gut im Krieg führen sind. :D
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon McBrewer » 23. Mär 2017, 13:04

Ich bin mit euren Einschätzungen über König Kongs Totenkopf Insel voll & ganz bei Euch :prost:
Ein herrliche Wüterich-Orgie, die mir bedeutend besser gefiel als die Peter Jackson Version. Hier rockt der Affe das house :rambo:
Über den G.I.-Soldaten Pathos sollte man schon charakterlich stehen, um den Film uneingeschränkt genießen zu können. So kann es gerne bitte weitergehen :popcorn:
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon buxtebrawler » 31. Jul 2017, 14:07

Erscheint voraussichtlich am 10.08.2017 bei Warner Home auf Ultra-HD-Blu-ray (ohne Abb.), 3D-Blu-ray, Blu-ray und DVD:

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Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon Arkadin » 25. Aug 2017, 15:32

Och, ich mochte den. Klar, kein Meisterwerk. Viel zu viel CGI (wobei ich mich frage, ob die schlechten Hintergründe, wenn jemand offensichtlich im Studio vor einem Green Screen steht, nicht eine Hommage an die Studioaufnahmen des Originals Jahre sein sollen?) und Figuren, die ausser cool sein, One-Liner absondern und bedeutsam in der Gegend rumstehen, nicht wirklich viel zu tun haben. Aber: Ordentliche Monster-Action, gute und sehr kurzweilige Unterhaltung und eben angenehmer Popcorn-Mainstream. Kann man sich gut mal geben, wenn man auf Krawall aus ist. Und die schöne Post-Credits-Szene fand ich sehr gelungen: "Kong is not the only King". Jetzt habe ich richtig Bock nochmal den US-"Godzilla" zu sehen und freue mich auf das MonsterVerse.

Noch zwei Anmerkungen: 1. Meine Güte sah John Goodman schlecht aus! Der ist ja nur noch die Hälfte von sich selbst und sieht richtig krank aus. Da mache ich mir Sorgen. 2. Die Musik (also der Score) hat mir eigentlich ganz gut gefallen und mich hat es gewundert, dass der - nachdem er in der ersten Hälfte sehr präsent und einfallsreich ist - in der zweiten Hälfte beliebiger und unscheinbarer wurde.
Früher war mehr Lametta
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Re: Kong: Skull Island - Jordan Vogt-Roberts (2017)

Beitragvon supervillain » 25. Aug 2017, 15:43

Ich hab den leider (wie so oft) im Kino verpasst, doch was ihr hier zu berichten habt, hört sich nicht schlecht an. Bin gespannt.
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