Juan of the Dead - Alejandro Brugués (2011)

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Juan of the Dead - Alejandro Brugués (2011)

Beitragvon Onkel Joe » 14. Jul 2012, 12:21

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Originaltitel: Juan de los Muertos
Herstellungsland: Kuba/Spanien/2011
Regie: Alejandro Brugués

Darsteller: Blanca Rosa Blanco, Elsa Camp, Alexis Díaz de Villegas, Andrea Duro, Luis Alberto García, Jorge Molina, Andros Perugorría und Susana Pous.

Story:Juan ist ein Schlitzohr und Lebenskünstler. Er liebt Kuba, denn hier muss er nicht arbeiten. Doch ausgerechnet am 50. Jahrestag der Revolution tauchen in Havanna merkwürdige Dissidenten auf. Ein Virus scheint sie in blutrünstige Bestien verwandelt zu haben. Das Staatsfernsehen ist sich sicher: Das Unheil kommt mal wieder aus Amerika. Bewaffnet mit Paddeln und Macheten ziehen Juan und seine Freunde los, um gegen die neue „Revolution“ zu kämpfen und dabei noch etwas Geld zu verdienen…
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon jogiwan » 14. Jul 2012, 12:28

der ist ja auch schon gefühlte fünf Jahre angekündigt... kommt der jetzt endlich? ;)
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon horror1966 » 14. Jul 2012, 12:31

Jupp, von Ascot Elite irgendwann im August. Das schicke Mediabook ist dann ab dem 25.9 erhältlich.
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon Onkel Joe » 14. Jul 2012, 12:37

horror1966 hat geschrieben:Jupp, von Ascot Elite irgendwann im August. Das schicke Mediabook ist dann ab dem 25.9 erhältlich.


So schauts aus :thup:
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon purgatorio » 14. Jul 2012, 18:38

hab ich heut eine sehr vielversprechende Rezension zu gelesen. Wäre aber ohnehin auf eine kubanische Zombie-Variante... Verzeihung: Dissidenten-Variante gespannt. Zumal der Trailer auch zumindest als amüsant und interessant zu bezeichnen ist :nick:
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon ugo-piazza » 14. Jul 2012, 23:20

Wieso "kommt jetzt endlich"? Der lief doch bereits, aber Senor Jogi folgt der Einladung meines Avatars ja prinzipiell nicht... :lol:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon Onkel Joe » 15. Jul 2012, 10:13

purgatorio hat geschrieben:hab ich heut eine sehr vielversprechende Rezension zu gelesen. Wäre aber ohnehin auf eine kubanische Zombie-Variante... Verzeihung: Dissidenten-Variante gespannt. Zumal der Trailer auch zumindest als amüsant und interessant zu bezeichnen ist :nick:


Ja der Film wird viel gehypt wobei es nun aber auch ne menge Leute gibt die behaupten das das ganze ticki-tacka um diesen Film ein bißchen zu viel des guten ist.Er soll gut sein aber man sollte doch nicht zuviel erwarten ;) .
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon Arkadin » 25. Sep 2012, 13:40

Juan (Alexis Díaz de Villegas) ist ein Kleinkrimineller und Lebenskünstler, der sich mit seinem besten Freund Lazaro (Jorge Molina) mit kleinen Tricksereien und Diebstählen über Wasser hält. Eines Tages geschehen auf seinem geliebten Kuba merkwürdige Dinge. Die Toten stehen wieder auf und fallen über die Lebenden her. Laut Staatsfernsehen handelt es sich um von den USA unterstützte Dissidenten, aber die Regierung habe die Lage unter Kontrolle. Dass dem nicht so ist, müssen Juan und seine Freunde allerdings bald am eigenen Leib erfahren. Mit Paddeln und Macheten bewaffnet, machen sie sich daran, die Situation zu Ihren Gunsten zu nutzen…

Ein Zombiefilm aus Kuba. Allein das ist schon ein Unikat. Was kann man da erwarten? Das Cover verspricht zunächst einmal nicht viel. Einen billigen Trashstreifen vielleicht. Und der Titel „Juan of Dead“? Der spielt doch sicherlich auf die britische Komödie „Shaun of the Dead“ an. Somit ist die Erwartungshaltung deutlich reduziert, und zwar auf ein billiges „Shaun“-Ripp-Off mit Exoten-Bonus. Wären da nicht die zum Teil euphorischen Kritiken gewesen und die generelle Neugier, wie wohl ein blutiger Genrefilm aus Kuba aussieht, wäre „Juan of the Dead“ wahrscheinlich nie in meinen Player gewandert.

Und das wäre durchaus ein Verlust gewesen, denn der von Alejandro Brugués inszenierte „Juan of the Dead“ entpuppte sich als humoriger, intelligent gemachter Zombiespaß, dessen politische und systemkritische Grundierung sich kein Stück hinter George R. Romeros legendärer „Dead“-Trilogie (mittlerweile ja zu einem Sextett angewachsen) verstecken braucht. Der Humor in „Juan“ ist ausgesprochen derb und oftmals sexuell aufgeladen. Ganz im Gegensatz zu dem eher feinen und schwarzen Humor aus „Shaun“. Mit diesem verbindet „Juan“ nun zwar die Personenkonstellationen (ein lethargischer Held, der über sich hinauswächst, plus sein etwas dümmlicher Freund, um die herum sich ein Gruppe kampfbereiter Überlebender scharrt) ähnlich, trotzdem sind beide Filme grundverschieden.

Juan ist ein Kleinkrimineller und Tagedieb von ungefähr 50 Jahren, der in jeder Situation seinen Vorteil erkennt und daher auch sonst keine großen Skrupel entwickelt, aus der Zombie-Apokalypse eine Geschäftsidee zu machen. Sein Darsteller Alexis Díaz de Villegas kommt vom Theater und seine leicht eigentümliche Gesichtsphysiognomie qualifiziert ihn nicht unbedingt zum Helden. Juan ist auch kein Held. Ein Frauenheld, ja. Und ein Patriot. Was aber nicht heißt, dass er das Castro-System unterstützen würde. Ganz im Gegenteil. Aber er liebt Kuba und findet immer gute Gründe dafür, hier nicht wegzugehen. Auch wenn das Leben dort Stück für Stück zur Hölle wird. Da braucht es keine großartige Interpretation, für wen die geistlosen Zombies wohl stehen mögen. Es kann einen nur wundern, wie der Film im kommunistischen Castro-Kuba überhaupt entstehen konnte. „Juan of the Dead“ bezieht deutlich Stellung gegen das System. So wird im Film z.B. von der Regierung über die staatlich kontrollierten Medien – trotz besseren Wissens – permanent verbreitet, dass es sich bei den Zombies um von den USA unterstützte Dissidenten handeln würde und die Regierung die Lage selbstverständlich vollkommen unter Kontrolle hätte.

Es ist gewiss keine kleine Hinterhofproduktion. Im Vergleich zu Hollywood sieht man zwar das geringe Budget, aber für einen kubanischen Film steckt da doch eine ganze Menge Geld drin. Es gibt eine Vielzahl von Statisten und die – in der zweiten Hälfte des Filmes häufig eingesetzten – CGI-Effekte sind zwar deutlich als solche zu erkennen, aber sicherlich auch nicht ganz billig gewesen. Generell mag ich ja keine CGI, aber hier verzeihe ich dem Film deren massiven Einsatz. Ohne diesen wäre es für eine kubanische Produktion sicherlich nicht möglich gewesen, Havanna in eine postapokalyptische Landschaft zu verwandeln.

Der Humor ist, wie gesagt, derb und zielt oftmals unter die Gürtellinie. Aber das fügt sich gut in die Geschichte und das von Armut gezeichnete Milieu der Protagonisten ein. Einige Dinge sind vielleicht etwas überzeichnet, wie z.B. das merkwürdige Pärchen, das aus einem Transsexuellen und einem tumben Muskelprotz, der kein Blut sehen kann, besteht. Auch der plötzlich auftauchende Amerikaner (im Original unschwer als englischsprechender Einheimischer mit schwerem spanischen Akzent zu erkennen) ist völlig irrelevant und wird nur für zwei Gags gebraucht. Von diesen erinnert der erste allerdings– eine Massenenthauptung – in seiner überdrehten Art fast schon an den legendären Splatter-Spaß „Braindead“.

Davon abgesehen nimmt „Juan of the Dead“ seine Geschichte und vor allem seine Figuren aber sehr ernst. Vor allem Juan wird als ein echtes menschliches Wesen gezeigt und ist, bei aller Absurdität, fest in der kubanischen Wirklichkeit verankert. Dem Horrorfilmfan werden sicherlich einige Zitate aus anderen Genreklassikern auffallen (z.B. der Unterwasser-Zombie aus „Zombi 2“ oder die an Michelle Rodriguez in „Resident Evil“ erinnernde Tochter Juans.). Doch „Juan of the Dead“ lebt nicht von diesen Referenzen allein, sondern funktioniert hervorragend als eigenständiger Film mit einer politischen Botschaft. Während alle anderen Kubaner per Boot in die USA fliehen (wie es in der Realität tatsächlich Tausende getan haben → siehe Brian DePalmas „Scarface“), bleibt Juan zurück, um das Übel in seinem geliebten Land zu bekämpfen. Auch wenn er keine Chance hat, ein Anfang muss getan werden. Und wer das Übel ist, wird spätestens dann klar, wenn einer der Hauptcharaktere sinngemäß sagt: „Wenn ich irgendwann einmal in einem Land bin, in dem die Bewohner noch nie etwas von Castro gehört haben, habe ich meine neue Heimat gefunden.“

Die bei Pandastorm Pictures im Vertrieb von Ascot Elite erschienene DVD hat ein meiner Meinung nach etwas zu helles und nicht 100% scharfes Bild, was aber durchaus auch auf das Originalmaterial zurückzuführen ist. Da der Film auch in einigen deutschen Kinos gelaufen ist, wurde ihm eine kompetente Synchronisation verpasst, bei der Juan allerdings eine zu junge Stimme hat. Generell sollte man gerade hier die Originalfassung vorziehen, da diese zum Lokalkolorit des Filmes beiträgt. Als Extras gibt es zwei zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommene Interview-Sequenzen mit Alejandro Brugués und seinen Hauptdarstellern (6 und 13 Minuten lang), die recht interessant sind, obwohl man sich noch etwas mehr Tiefe und Information gewünscht hätte. Ferner kann man noch einige Einblicke in „Behind the scenes“ nehmen, die insgesamt 11 Minuten dauern.

Screenshots: http://www.filmforum-bremen.de/2012/09/ ... -the-dead/
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon horror1966 » 26. Sep 2012, 16:06

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Juan of the Dead
(Juan de los Muertos)
mit Alexis Diaz de Villegas, Jorge Molina, Andrea Duro, Andros Perugorria, Jazz Vila, Eliecer Ramirez, Antonio Dechent, Blanca Rosa Blanco, Elsa Camp, Susana Pous, Eslinda Nunez, Juan Miguel Mas, Manuel Herrera
Regie: Alejandro Brugues
Drehbuch: Alejandro Brugues
Kamera: Carles Gusi
Musik: Keine Informationen
FSK 16
Kuba / Spanien / 2011

Juan ist ein Schlitzohr und Lebenskünstler. Er liebt Kuba, denn hier muss er nicht arbeiten. Doch 50 Jahre nach der Revolution tauchen in Havanna merkwürdige Dissidenten auf. Ein Virus scheint sie in blutrünstige Bestien verwandelt zu haben. Das Staatsfernsehen ist sich sicher: Das Unheil kommt mal wieder aus Amerika. Bewaffnet mit Paddeln und Macheten ziehen Juan und seine Freunde los, um gegen die neue Revolution zu kämpfen und dabei noch etwas Geld zu verdienen


Es ist gerade immer wieder sehr interessant, wenn Zombiefilme aus einem eher exotischen Land kommen, das ansonsten nicht gerade für die Produktion solcher Filme bekannt ist. Hat man es in den letzten Jahren schon mit Varianten aus Griechenland (Evil-To Kako) oder auch Pakistan (Devils Hell's Ground) zu tun bekommen, so hat die Untoten-Seuche nun auch endlich Kuba erreicht. Was soll man nun von einem Film erwarten, dessen Cover der deutschen DVD eigentlich gar nichts aussagt und dessen Titel doch Befürchtungen an einen billigen Abklatsch der britischen Zombie-Komödie "Shaun of the Dead" heraufbeschwört? Im Prinzip nicht viel möchte man annehmen, doch diese Erwartungshaltung soll sich schon ziemlich schnell in Luft auflösen. Denkt man nun das man es mit einem billigen Trash-Filmchen zu tun hat, dann tut man diesem Werk wirklich Unrecht, vielmehr offenbart sich eine Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Minute absolut grandiose Unterhaltung der Spitzenklasse anbietet und einen permanenten Angriff auf die Lachmuskeln des Zuschauers darstellt. Wenn man nicht wüsste das es sich um eine Produktion aus Kuba handelt, könnte man wirklich zu der Einschätzung gelangen, das hier die Briten ihre Finger im Spiel hatten. Der enthaltene Humor ist nämlich durchgehend so rabenschwarz-und stellenweise trocken, das man bei diesem Aspekt durchaus den Vergleich mit "Shaun of the Dead" anführen kann.

Es ist einfach unglaublich welch bissiger Wortwitz in den Dialogen vorhanden ist und die größtenteils schon skurrile Situationskomik setzt dem Ganzen dann auch noch die Krone auf. Regisseur Alejandro Brugues hat sich nämlich nicht davor gescheut, seine Protagonisten in die unmöglichsten Situationen hineinzuversetzen, die größtenteils schon sehr groteske Züge erkennen lassen. Dennoch erscheint das Geschehen zu keiner Zeit auch nur annähernd albern, was übrigens auch auf die Darstellung der einzelnen Charaktere zutrifft. Diese offenbaren nämlich trotz der aberwitzigen Situationen jederzeit die nötige Ernsthaftigkeit, wobei man sich ganz automatisch die Frage stellen muss wie lange es gedauert hat, bevor etliche Passagen des Filmes endlich ordentlich abgedreht waren. Es ist nämlich eigentlich unmöglich, das die Darsteller hier bei einigen Szenen nicht selbst von Lachkrämpfen geschüttelt wurden, wenn sie sich die Absurdität diverser Situationen vor Augen geführt haben. Und so verhält es sich im Prinzip die gesamte Laufzeit über, der fein geschwungene Humor ist geradezu sensationell und der trockene Wortwitz ist ein wahres Fest für jeden, der eine absolut niveauvolle Zombie-Komödie zu schätzen weiß.

Ein absoluter Pluspunkt von "Juan of the Dead" ist zudem die symphatische Darstellung seiner Hauptfiguren, die dem Zuschauer auf eine äußerst charmante Art und Weise näher gebracht werden. Da kann man den Helden der Geschichte auch nicht sonderlich böse sein, wenn sie aus Versehen nicht nur Zombies, sondern auch den ein oder anderen normalen Menschen töten. Dies alles geschieht auf eine so witzige Art, das einem streckenweise ganz automatisch die Tränen in die Augen schießen. Dieser Zustand wird auch des Öfteren durch diverse Tötungs-Methoden erreicht, denn die kleine Gruppe um Juan ist in ihrer Wahl der Mittel mehr als nur einfallsreich. Der Härtegrad des Filmes bewegt sich dabei in einem überschaubaren Rahmen, es gibt zwar durchaus einige recht blutige Phasen, doch die Ereignisse hinterlassen nie den Eindruck einer sinnbefreiten Schlachteplatte. Das hat "Juan of the Dead" aber auch überhaupt nicht nötig, denn das Werk hat seine großen Stärken ganz eindeutig im Bereich des enthaltenen Humors. Die Mischung aus Komik und Härte erscheint dabei äußerst ausgewogen, so das man Alejandro Brugues an dieser Stelle wirklich ein großes Kompliment aussprechen muss, da er die Zutaten absolut perfekt miteinander vermischt hat.

Und so ergibt sich am Ende ein in allen Belangen vollkommen überzeugender Gesamteindruck eines Filmes, dem man die enthaltenen Stärken im Prinzip gar nicht zugetraut hätte. Das Werk bringt frischen Wind in das Genre und ist meiner persönlichen Meinung nach auf jeden Fall zu den richtig gelungenen Zombie-Komödien zu zählen. Frech, teilweise innovativ und extrem symphatisch wird hier eine Geschichte erzählt, in der es vor Ironie und Bissigkeit nur so strotzt. Jede Menge absurde Momente und glänzend aufgelegte Schauspieler runden das Ganze nahezu perfekt ab und sorgen so für einen Film-Spaß, den man sich ganz bestimmt nicht nur einmal anschauen wird. Denn dafür beinhaltet "Juan of the Dead" viel zu viel Qualität und einen zu hohen Unterhaltungs-Faktor. Besonders gut hat mir auch der Aspekt gefallen das bei etlichen Szenen ein verzögertes Lachen beim Betrachter einsetzt, da man erst einmal kurz darüber nachdenken muss, ob man bestimmte Dinge gerade wirklich gesehen-oder gehört hat. Zu absurd erscheinen nämlich einige Situationen und auch Dialoge, als das man sie für bare Münze halten kann. Gerade dieser Punkt wertet den Film in meinen Augen noch einmal zusätzlich auf und unterstreicht noch einmal den sehr guten Gesamteindruck, den man von dieser kubanischen Produktion gewonnen hat.


Fazit:


Es wäre beinahe schon fahrlässig, wenn man diese brillante Zombie-Komödie an sich vorbeiziehen lassen würde. Dabei präsentiert sich hier eine Geschichte, die nicht nur Genre-Fans jubilieren lassen dürfte, denn "Juan of the Dead" dürfte auch ein viel breiteres Publikum begeistern. Für Menschen mit einem Faible für köstlichen Humor handelt es sich um ein absolutes Plichtprogramm, das wirklich kein Auge trocken lässt.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Spanisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 92 Minuten (DVD), 96 Minuten (BR)
Extras: Booklet, Interviews, Behind the Scenes, Trailer, Trailershow


8/10
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Re: Juan of the Dead - Alejandro Brugués

Beitragvon jogiwan » 24. Okt 2012, 19:13

Im Gegensatz von politischen Entwicklungen hört man von kubanischen Filmen ja eher selten etwas in unseren Breiten und außer dem Streifen „Buena Vista Social Club“ mit kubanischer Produktons-Beteiligung würde mir spontan auch kein weiterer Film einfallen, den ich mit dem Produktionsland karibischen Inselstaat in Verbindung bringen würde. Das ändert sich nun mit „Juan of the Dead“ der nicht nur als erster Zombie-Film seines Landes auf der Kuriositätenskala punkten kann, sondern auch ansonsten vieles richtig macht. Brugenes Streifen ist eine humorvolle, flotte und sommerliche Zombie-Komödie, die zwar das Fun-Splatter-Genre nicht revolutioniert, aber altbekannte Entwicklungen mit sympathischen Charaktere, Charme, Witz und einem exotischen Schauplatz vermengt, sodass es gar nicht weiter auffällt, dass man ähnliche Filme in letzter Zeit schon zuhauf gesehen hat und für meinen Geschmack auch etwas zu sehr am Computer getrickst wurde. Der kubanische Streifen macht jedenfalls Laune, fällt definitiv unter das Prädikat „Partyfilm“ und zählt somit auch zu den gelungeneren Beiträgen aus der großen Untoten-Kiste. Spaßig!
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