Hotel zur Hölle - Kevin Connor (1980)

Moderator: jogiwan

Re: Hotel zur Hölle - Kevin Connor

Beitragvon horror1966 » 19. Mai 2014, 18:12

Laut der IMDB sind die Scheiben ungeschnitten.
Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
 
Beiträge: 5597
Registriert: 06.2010
Wohnort: Hildesheim
Geschlecht: männlich

Re: Hotel zur Hölle - Kevin Connor

Beitragvon buxtebrawler » 13. Okt 2014, 11:33

Nun gesellen sich auch noch Scheiben von New Vision Films / Edel Germany dazu, Blu-ray und DVD voraussichtlich am 17.10.2014:

Bild Bild
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
Benutzeravatar
buxtebrawler
Forum Admin
 
Beiträge: 23580
Registriert: 12.2009
Wohnort: Wo der Hund mit dem Schwanz bellt.
Geschlecht: männlich

Re: Hotel zur Hölle - Kevin Connor

Beitragvon buxtebrawler » 13. Okt 2015, 14:00

Erscheint voraussichtlich am 19.10.2015 noch einmal bei '84 Entertainment als Blu-ray/DVD-Kombination im auf 500 Exemplare limitierten Mediabook:

Bild

Extras:
- optionale Widescreen-Version (DVD)
- Englischer & Deutscher Trailer
- Bildergalerie
- Trailershow
- 16-seitiges Booklet mit Text von Kai Naumann

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=66818
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
Benutzeravatar
buxtebrawler
Forum Admin
 
Beiträge: 23580
Registriert: 12.2009
Wohnort: Wo der Hund mit dem Schwanz bellt.
Geschlecht: männlich

Re: Hotel zur Hölle - Kevin Connor (1980)

Beitragvon buxtebrawler » 2. Aug 2016, 12:50

Erschien bereits am 01.08.2016 bei '84 Entertainment abermals als Blu-ray/DVD-Kombination:

Bild

Extras:
• optionale Widescreen-Version (DVD)
• Englischer & Deutscher Trailer
• Bildergalerie
• Trailershow

2 Disc Limited Collector's Edition:
- Große Hartbox, Glanzfolie
- Limitiert auf 111 Stück

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=72943
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
Benutzeravatar
buxtebrawler
Forum Admin
 
Beiträge: 23580
Registriert: 12.2009
Wohnort: Wo der Hund mit dem Schwanz bellt.
Geschlecht: männlich

Re: Hotel zur Hölle - Kevin Connor (1980)

Beitragvon buxtebrawler » 8. Mär 2017, 17:50

„Der Mensch braucht Fleisch, sonst fällt er vom Selbigen!“

Der britische Regisseur Kevin Connor begann seine Karriere in den 1970ern, als er zunächst den „Amicus“-Episodengrusler „Die Tür ins Jenseits“ inszenierte und sich im direkten Anschluss mit Titeln wie „Caprona – Das vergessene Land“ oder „Tauchfahrt des Schreckens“ einen Namen als Fantasy-Filmer machte. Überraschend war es da, dass er sich 1980 bereiterklärte, die Regie des US-Backwood-Terror-Streifens „Hotel zur Hölle“ alias „Motel Hell“ zu übernehmen. Waren Connors vorherige Werke von Ernsthaftigkeit einhergehend mit einer gewissen gemütlichen Harmlosigkeit geprägt, machte er aus „Motel Hell“ eine herrlich geschmacklose, böse schwarzhumorige, freche Hinterwäldler-Groteske:

„Sie sehen aus wie jemand, der nicht viel von Seife hält!“

Die Geschwister Ida (Nancy Parsons, „Porky“) und Vincent Smith (Rory Calhoun, „Rabbits“) betreiben nicht nur eine Farm in einer abgelegenen, ländlichen Gegend der USA, sondern verdienen sich mit dem „Motel Hello“ (dessen „o“ in der Leuchtreklame jedoch nicht mehr richtig leuchtet) ein Zubrot. Bekannt und beliebt sind sie für ihr köstliches Rauchfleisch. Doch was ihre Kunden nicht wissen: Für dieses verarbeiten sie das Fleisch Reisender, die durch Vincents auf der nahen Durchgangsstraße aufgestellte Fallen Unfälle erleiden oder sich tatsächlich im Motel einquartieren. Wen sie nicht sofort verarbeiten, denen schneiden sie die Stimmbänder durch, fesseln sie und graben sie bis zum Hals in ein bizarres Menschenbeet, wo sie sie mit Spezialnahrung mästen. Als das junge Paar Bo (Everett Creach, „The Dark“) und Terry (Nina Axelrod, „Critters 3 - Die Kuschelkiller kommen“) auf dem Motorrad unterwegs ist, werden auch sie Opfer Vincents Fallenstellung, Bo kommt dabei ums Leben. An Terry jedoch frisst Vincent einen Narren und kümmert sich fürsorglich um sie, statt sie zu schlachten. Seine Schwester reagiert darauf zunehmend mit Eifersucht. Und als Idas und Vincents Bruder Bruce (Paul Linke, „Gib Gas... und lasst euch nicht erwischen“), der zugleich der örtliche Sheriff ist, sich in Terry verliebt und dem dunklen Geheimnis seiner Geschwister auf die Schliche kommt, kommt es zum familiären Bruch…

„Er hat die Syphilis in seinem Hirn!“

Ein Fernsehprediger flimmert über die Mattscheibe, seine Worte sind die ersten in „Hotel zur Hölle“, werden den Film über die gesamte Laufzeit im Hintergrund begleiten und vermitteln bereits den Eindruck gottesfürchtiger Landbevölkerung – die, wie erfahrenes Backwood-Terror-Publikum weiß, „Gottes Wort“ gern auf ganz eigene Weise auslegt. So auch Vincent und Ida, die ohne Lebenspartner zusammenleben, was eine inzestuöse Beziehung andeutet. Diese wird durch Terrys Ankunft gefährdet, auf die es Bruce abgesehen hat, die Ida umzubringen versucht und die sich schließlich in Vincent verliebt, ihn zu verführen versucht und die Vincent dann auch tatsächlich ehelichen möchte.

„Das ist nichts Schreckliches, was ich hier tue!“

Neben dieser Hinterwäldler-Seifenoper führt Connor kurzzeitig ein absurdes Fetischpärchen als Comic Relief ein, das natürlich nicht lange Freude an seinem Motel-Aufenthalt hat. Zwischenzeitlicher Höhepunkt sowohl der Handlung als auch der über weite Strecken überraschend blutarmen visuellen Umsetzung ist indes der bizarre „Menschengarten“, dessen Eingepflanzte wenn ihre letzte Stunde schlägt mit bunten Lichtern in Trance versetzt und stranguliert werden. Als die Überlebenden sich schließlich befreien können und revoltieren, erinnern sie in ihren Bewegungsabläufen und aufgrund ihrer Unvermögens, sich verständlich machen zu können, an Zombies. Diese Reminiszenz wird Connor ebenso bewusst eingesetzt haben, wie das Motel Assoziationen zu „Psycho“ weckt und sich die eigentliche Handlung natürlich stark an den Genre-Standard „The Texas Chainsaw Massacre“ um die kannibalistische Familie Sawyer anlehnt. Im Finale nimmt „Hotel zur Hölle“ gar das Kettensägenduell aus „The Texas Chainsaw Massacre II“ vorweg. Vincent trägt hierbei einen dekorativen Schweinskopf als Maske, was eine ebenso interessante wie krude Ledermasken-Variation darstellt. „Krude“ ist auch ein passender Begriff, um den Film zu beschreiben, der – ganz wie sein Western-erprobter Hauptdarsteller – sichtlich Freude am geschmacklosen Wahnsinn hat und mit seiner Ironie und seinem Humor eine herrlich überzeichnete Farce aus dem sich ohnehin aus Übertreibungen speisenden Backwood-Sujet macht.

„Es gibt viel zu viel Menschen auf der Welt – und viel zu wenig zu essen!“

Connor und seinem Team sind mit Vincent und Ida zwei sehr einprägsame Charaktere gelungen. Calhoun und Parsons strotzen nur so vor Spielfreude und insbesondere Parsons macht mächtig Eindruck als einerseits fast bemitleidenswerte, geistig zurückgebliebene, grobschlächtige Frau im Farmermädchen-Look, andererseits unberechenbare, gefährliche Mörderin. Nina Axelrod als höchst naive Terry hat hingegen in erster Linie gut auszusehen, als könne sie kein Wässerchen trüben und zwei Oben-ohne-Szenen bekommen. Dass „Hotel zur Hölle“ wenig auf explizite grafische Gewalt setzt und es erst im Finale ein wenig splattern lässt, kreide ich ihm gar nicht an. Connors Unerfahrenheit mit diesem Genre merkt man ihm vielmehr im Spannungsaufbau an, der den einen oder anderen Durchhänger hat – und, bei aller Komödie, so ganz das Gelbe vom Ei ist die Dreiecks-Beziehungskiste, auf die die Handlung viel Gewicht legt, nun auch nicht. Nach dem finalen Gag um Vincents Geständnis und Testament ordere ich 6,5 von 10 Kilo gut abgehangenen Rauchfleischs, betone jedoch, dass „Hotel zur Hölle“ in jede Backwood-Terror-Sammlung gehört und auch heute noch mehr Spaß macht als der x-te „Wrong Turn“-Aufguss.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
Benutzeravatar
buxtebrawler
Forum Admin
 
Beiträge: 23580
Registriert: 12.2009
Wohnort: Wo der Hund mit dem Schwanz bellt.
Geschlecht: männlich

Vorherige

Zurück zu "Amerika"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 3 Gäste

web tracker