Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert (1989)

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Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert (1989)

Beitragvon dr. freudstein » 5. Sep 2010, 08:57

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Alternativtitel: Cimitero Vivente, Ondskabens kirkegård, Pet Cemetery, SimetierreSmętarz dla zwierzaków,
Stephen King's Friedhof der Kuscheltiere, Stephen King's Pet Sematary

Originaltitel: Pet Semetary

Herstellungsland: USA / 1989

Regie: Mary Lambert

Darsteller: Dale Midkiff, Fred Gwynne, , Denise Crosby, Brad Greenquist, Michael Lombard, Miko Hughes,
Blaze Berdahl, Susan Blommaert, Mara Clark u.a.

Story:
Louis Creed zieht mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern in ein Haus im tiefsten Maine. Dort zeigt ihnen ihr Nachbar, der alte Crandall einen weit abgelegenen Tierfriedhof.Als bei seinem Uni-Job ein Student namens Pascow stirbt, wirft das einen ersten düsteren Schatten auf die Idylle. Ernst wird es jedoch, als die Katze auf der stark befahrenen Straße vor dem Haus überfahren wird. Daraufhin zeigt Crandall Louis Creed das Geheimnis des Friedhofs, indem er den Leichnam dort vergräbt. Tags darauf ist die Katze wieder lebendig, aber nicht mehr sehr pflegeleicht. Dann aber schlägt das Schicksal richtig zu: der kleine Gage läuft vor einen Lastwagen und wird überfahren. Crandall warnt Creed vor den Folgen des Plans, der in dem leidenden Vater aufkeimt. Doch es ist schon zu spät: Obwohl Pascows Geist hinzueilt, um die Betreffenden zu warnen, hat Creed seinen Sohn in der Indianerweihestätte begraben. Tags darauf ist er zurück, was mörderische Folgen für alle hat...

Quelle: ofdb.de
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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon dr. freudstein » 5. Sep 2010, 09:02

Pressefotos Deutschland

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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon Blap » 5. Sep 2010, 13:01

Der Kurzkommentar aus dem Filmtagebuch:


Friedhof der Kuscheltiere (USA 1989, Originaltitel: Pet Sematary)

Der Mediziner Louis Creed (Dale Midkiff) zieht mit seiner Familie von Chicago in den Bundesstaat Maine. Louis und seine Frau Rachel (Denise Crosby), die beiden Kinder Ellie (Blaze Berdahl) und Gage (Miko Hughes), leben sich schnell in der beschaulichen Gegend ein. Der freundliche Nachbar Jud (Fred Gwynne) ist ein älterer Herr, zwar ein wenig verschroben, doch man versteht sich auf Anhieb gut. In der Nähe des Hauses führt ein schmaler Weg in den Wald. Jud zeigt seinen neuen Nachbarn wohin dieser Pfad führt. Einst errichtete man einen kleinen Friedhof für Haustiere, der später mit Hilfe der Landstrasse regen Zugang verzeichnen konnte. Die Idylle des Landlebens wird durch dieses morbide Detail nicht nachhaltig gestört. Der tatsächliche Schönheitsfehler ist die Landstrasse, an der das Haus der Creeds liegt, über die ständig dicke Trucks mit hoher Geschwindigkeit rasen. Es kommt wie es kommen muss, eines Tages findet Louis die geliebte Katze seiner Tochter tot auf. Da Frau und Kinder momentan nicht zuhause weilen, will der besorgte Vater das Tier in aller Stille verscharren. Die anstehende Seelenqual, die seine Tocher heimsuchen wird, bereitet im selbst sehr grosse Pein. Doch Nachbar Jud kommt mit einer rettenden Idee aus der Kiste. Er unternimmt mit Louis und dem Kadaver einen Spaziergang, welcher die Wanderer zu einem alten Indianerfriedhof führt. Louis soll die tote Katze dort verbuddeln und abwarten. Tatsächlich geschieht das Unfassbare, am nächsten Tag taucht das Tier wieder auf! Allerdings hat sich der Vierbeiner verändert, verhält sich aggressiv und befremdlich. Der wahre Schrecken soll aber erst einige Zeit später über die Familie hereinbrechen. Der kleine Gage rennt auf die Strasse, ein Truck prescht erbarmungslos auf das Kind zu...

Als "Friedhof der Kuscheltiere" 1989 in die Kinos kam, sorgte der Film für einige Aufmerksamkeit. Im Freundeskreis war meine Begeisterung für Horrorfilme selbstverständlich bekannt, ergo legte man mir den Film mit Nachdruck an Herz. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich nach der Sichtung stinksauer war, der Film hat mir damals überhaupt nicht gefallen. Vermutlich war meine Erwartungshaltung übersteigert, vielleicht war ich an dem betreffenden Tag einfach nicht in Form. Da (fast) jeder Film eine zweite Chance verdient, beschaffte ich mir vor kurzem die DVD für ein paar Stücke Kleingeld. Wie schlägt sich der Film inzwischen, nachdem gut zwanzig Jahre ins Land gezogen sind? "Horror auf dem Land" hat bei mir immer Kredit, spielt der Streifen in den USA, gefallen mir besonders die Neuanglandstaaten sehr gut. So kann auch "Pat Sematary" mit hübscher Landschaft punkten, inklusive der für die Gegend typischen Holzhäuser. Die Atmosphäre wird mit zunehmender Laufzeit dichter, gleiches gilt für die Daumenschrauben namens Spannung und Gewalt. Sicher, die Handlung ist sehr vorhersehbar, doch der Plot punktet kräftig, weil er bis zum Schluss konsequent bleibt. Man sollte keine ausufernde Orgie der Gewalt erwarten. Doch die während der letzten halben Stunde, legt sich der Film ordentlich ins Zeug, für ein paar fiese Momente ist gesorgt. Den Höhepunkt des Schreckens will ich nicht verraten, doch der ungleiche Kampf sorgt für wohlige Gruselschauer. Die Darsteller wirken frisch und unverbraucht (Im Sinne von "sieht man nicht alltäglich". Ansonsten glotzt Herr Gwynne nämlich alles andere als frisch aus der Wäsche. Die Furchenfratze des Burschen ist eine wahre Freude). Allerdings bin ich trotzdem ein kleines bißchen zwiegespalten. Die Herren schlagen sich gut, Dale Midkiff und Fred Gwynne passen perfekt in das Geschehen. Der kleine Bengel Miko Hughes kommt im Finale richtig zum Zuge. Sauer aufgestossen sind mir die weiblichen Teilnehmer. Denise Crosby finde ich sehr unsymphatisch, das Kind Blaze Berdahl neigt zur Nervensägerei. Den Spass können mir die beiden Gesichtsruinen aber nicht verderben, soooo schrecklich sind sie dann doch nicht.

"Pat Sematary" ist ansprechend gefilmt, passend ausgestattet, die Atmosphäre stimmt, den Schauspielern kann man keine ernsthaften Vorwürfe machen. Aus heutiger Sicht ist mir unbegreiflich, warum mir der Film damals nicht gefallen hat. Egal, die Scharte ist ausgewetzt, die Anschaffung hat sich gelohnt. Zu Begeisterungsstürmen reisst mich der Film zwar noch immer nicht hin, solide Horrorkost bietet der Streifen aber ohne Zweifel. Für Regisseurin Mary Lambert war "Friedhof der Kuscheltiere" ihr grösster Erfolg. 1992 inszenierte sie den Nachfolger "Pet Sematary II", der nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte. Ich kenne den zweiten Aufguss nicht, werde diesen Zustand aber in absehbarer Zeit ändern. Die akutelle DVD Auflage von Paramount bietet dem Filmfreund ordentliche Qualität an, leider gibt es keinerlei Boni, bei Paramount trauriger Standard. Das Cover ist ein Fehlgriff. Doch schliesslich zählt der Film, von daher kann ich die Scheibe empfehlen. Der Preis fällt moderat aus, mehr als 8€ sollte man nicht ausgeben müssen.

6,5/10 (Mit Tendenz zu 7/10)

Lieblingszitat:

"Wahrscheinlich ist er unterwegs, um sich Hamburger zu holen. Du weisst doch wie die Männer sind, wenn sie alleingelassen werden, mein Kind."


***

Teil 2 gefällt mir sogar noch besser, vor allem wegen des göttlichen Clancy Brown!
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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon buxtebrawler » 5. Sep 2010, 19:12

Der Kurzkommentar aus dem Filmtagebuch: :lol:

Hervorragende Stephen-King-Verfilmung, für die King persönlich das Drehbuch verfasste. Mary Lambert führte die
Regie bei dem Endachtziger-Horrorfilm, der die innerfamiliäre Tabuisierung des Todes und das Unvermögen der Menschen, die harte Realität zu akzeptieren, zum Thema hat. Die Unfähigkeit der Elterngeneration, ihren Kindern den Tod als zum Leben dazugehörend und unausweichlich zu vermitteln, führt zur Reanimation der überfahrenen Katze der Tochter, um ihr Kummer und Leid zu ersparen. Der Erfolg dieser Maßnahme verleitet einen jungen Familienvater dazu, ebenso mit seinem überfahrenen Sohn zu verfahren, weil nicht sein kann, was nicht sein darf… In hochgradig mystischer Atmosphäre werden traumatisierende Familiendramen in einen fesselnden Horrorfilm verpackt, der nachhaltiges Unwohlsein erzeugt. So zählen für mich persönlich die Rückblenden hinsichtlich Rachels Schwester Zelda zu den gruseligsten Horrorfilmmomenten schlechthin. Die Mischung aus soliden bis guten Schauspielern (tolle Nebenrolle als Jud Crandall: Fred Gwynne, mit großartiger deutscher Synchronstimme), beeindruckenden Leistungen der Kinderdarsteller, Mystik, Action, Make-Up-Effekten, Blut, Gänsehautmomenten und nicht zuletzt dem flotten Soundtrack der RAMONES machen „Friedhof der Kuscheltiere“ zu einem rundum gelungenen Ereignis. Lediglich das Erzähltempo variiert meines Erachtens etwas zu stark und das Finale mag überraschen, zählt aber nicht zu den Höhepunkten des Films. Längst ein Klassiker, wie er heutzutage zu produzieren anscheinend unendlich schwer fällt.

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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon dr. freudstein » 9. Sep 2010, 17:51

Hier mal ein ultrakurzer Pressebericht:

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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon Blap » 9. Sep 2010, 19:37

Was seid ihr doch für Arschkrampen! :lol:
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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon dr. freudstein » 9. Sep 2010, 19:59

Blap hat geschrieben:Was seid ihr doch für Arschkrampen! :lol:


ähem, du meinst sicher die Anspielungen auf deine andersartig zeitbemessenen Schreibweisen ;)
Das nächste Fisting bei dir findet mit ODOL eingeölten Händen statt :twisted:

Bei Deinen ultrakurz-Kommentaren müssen wir ja die Inhaltsangaben herausnehmen und dann wirds ja wirklich "etwas" kürzer :lol:

Das Material aber ging nicht kürzer, sorry!!
Ist eh nur für Sammler eine Freude, denke ich.
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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon Santini » 10. Sep 2010, 12:21

Ich schrieb mal im Filmtagebuch:

Santini hat geschrieben:
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Gestern Nacht als 35mm Fassung im Kino gsähn.

Gehört mit Sicherheit zu den Stephen King Verfilmungen, die man als gelungen bezeichnen kann.

Die Atmosphäre des Films ist durchgehend dicht, die Stimmung bedrückend.

Zum Finale hin wird die Spannung nochmals in hohe Gefilde getrieben!

Sehr sehenswerter, schöner Horrorfilm.

Und auf der großen Leinwand natürlich erst recht ein Genuß!
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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon dr. freudstein » 14. Okt 2011, 21:49

Immer wieder gerne gesehen, das nette Teilchen hier und auch Teil 2 ist ganz ordentlich.
Auf Leinwand noch besser, klar. War ja auch bei dem Event dabei und für mich als Klassikerfreund der Highlight des Abends (neben Santini und Buxtebrawler natürlich) Ist zwar jetzt nicht mehr zeitgemäß, aber egal.
7/10 sind drin. Kein Oberburner, aber auch nicht mehr wegzudenken, sollte in jeder guter Horrorsammlung stehen. Klassische US Horror Kunst, natürlich, aber gut zu genießen, hebt sich angenehm daraus hervor.

Hier in hochauflösender Scanqualität diesmal (danke Santini, du liest ja wenigstens mit)

Filmprogramm Österreich

NFP 9076, November 1989

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Re: Friedhof der Kuscheltiere - Mary Lambert

Beitragvon purgatorio » 10. Mär 2013, 07:57

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE (PET SEMATARY, USA 1989, Regie: Mary Lambert)
Atmosphärisch dicht, mysteriös und spannend wird begonnen, der Dampf ist aber recht schnell raus. Dann dümpelt das Filmchen etwas vor sich hin, schlägt ein paar Bögen, knallt kurz etwas unspektakulär und ist auch schon vorbei. Trotz einiger ausgesprochen guter und spannender Szenen ist’s am Ende doch nur ernüchterndes Mittelmaß. Der Gesamteindruck verdirbt leider die vielen guten Teil- und Einzelelemente, deren Kitt zu mau geraten ist: 5-6/10
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Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
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