Freakshow / Black Roses - John Fasano (1988)

Moderator: jogiwan

Freakshow / Black Roses - John Fasano (1988)

Beitragvon buxtebrawler » 7. Jan 2011, 00:26

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Originaltitel: Black Roses

Herstellungsland: USA / 1988

Regie: John Frasano

Darsteller: Frank Dietz, Julie Adams, Carmine Appice, Peter Bontje, Tony Bua, David Crichton, Jesse D'Angelo, Carla Ferrigno, Paul Kelman, Heather LaPointe u. A.

Mill Basin, ein kleines Provinznest im amerikanischen Mittelwesten. Alle Boys und Girls fiebern dem viertägigen Rockspektakel mit dem Auftritt der Heavy-Metal-Band "Black Roses" entgegen. Endlich Gelegenheit den langweiligen Schulunterricht und das frustrierende Elternhaus zu vergessen. Die braven Bürger wollen das Konzert unbedingt verhindern. Doch der junge Lehrer Moorhouse will seinen Schülern den Spaß nicht verderben. Beim ersten Sound aus der Megawatt-Anlage sind alle wie elektrisiert und als Damien zum Mikrofon greift ist buchstäblich die Hölle los. Als man bemerkt, daß die Musik wie eine Droge wirkt, ist es bereits zu spät. Die total entfesselte Jugend gerät außer Rand und Band und schreckt vor nichts zurück. Es gibt die ersten Toten. Verzweifelt versucht Moorhouse seine attraktive Lieblingsschülerin Julie zu retten, bevor auch sie dem Taumel des teuflischen Sounds verfällt. Er muß verhindern, daß die Band ihre "Tournee des Terrors" fortsetzt, bevor der Funke des Wahnsinns auf ganz Amerika überspringt.


Quelle: www.ofdb.de
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon buxtebrawler » 7. Jan 2011, 00:27

„Freakshow“ ist einer von vielen Filmen mit diesem Namen und heißt im Original wie die fiktive Metal-Band, um die er sich dreht: „Black Roses“. Dieser trashige Horrorfilm entstand im Jahre 1988 unter der Regie von US-Regisseur John Fasano und „besticht“ neben seiner schwachsinnigen Handlung mit typischer, immer etwas tumber 80er-B-Movie-Atmosphäre, ein paar Latexmonstern, etwas Sleaze und einen teilweise eigens für den Film geschrieben Soundtrack, der Freunde von typischem US-Metal durchaus begeistern dürfte. Die Angst besorgter Kleinbürger vor „satanischen“ Metalklängen erinnert dabei häufig an in der Vergangenheit tatsächlich geführte Debatten über Bands wie Venom oder auch weitaus weniger plakative Vertreter und man scheint diese Hysterie mit der satirisch überspitzten Machart des Films karikieren zu wollen. So ist der Metal hier natürlich kein Underground-Phänomen irgendwelcher Außenseiter, sondern innerhalb kürzester Zeit werden quasi alle Schüler in den Bann der „Black Roses“ gezogen und die Kids fahren auf die Gruppe ab, die gleich mehrere Konzerte hintereinander in einer US-amerikanischen Kleinstadt spielt. Lediglich Mr. Moorhouse, ein engagierter Lehrer, bleibt davon unbeeindruckt und geht gegen die Band und ihren schändlichen Einfluss, der das Nest ins Chaos stürzt und einige Tote zu verantworten hat, vor. Mit seinem Mega-Oberlippenbart sieht er dabei allerdings fast fieser aus als die „Black Roses“ und ihre zu gar knuffigen Kunststoffmonstern mutierenden Opfer. Drummer der Band ist übrigens niemand Geringerer als Carmine Appice, dessen Beteiligung als echter Metal-Musiker ebenfalls den Schluss nahe legt, dass es sich hierbei um ein satirisch motiviertes Projekt handelt. Eine der krudesten Szenen des Films ist z.B. das aus einem Lautsprecher entspringende Monster, das einen arglosen Hörer der „Black Roses“ in selbigen hineinzieht – ein echtes Boxenluder! Ein weiterer Grund, warum mir dieser Film trotz der Tatsache, dass er für einen ernsthaften Horrorfilm zu albern und für eine Satire nicht bissig genug ist, für kurzweilige Unterhaltung recht gut gefällt, ist die konsequente 80er-Jahre-Stimmung, in der ich mich einfach heimisch und wohl fühle – nicht zuletzt vermutlich deshalb, weil ich in jenem Jahrzehnt selbst mit Heavy Metal in Berührung kam und gleichzeitig anfing, mich für Horror- und Monsterfilme zu begeistern. Einige Spezialeffekte sind recht ordentlich und bringen respektable Kreaturen hervor, andere sind schlicht lächerlich und unter aller Kanone. Inwieweit das beabsichtigt ist, wird nicht immer ganz klar. Ebenso wenig, warum der muskulöse Sänger „Damien“ sich im finalen Schlagabtausch mit unserem Tom-Selleck-Lookalike zu seinem Nachteil in ein behäbig und plump umherstapfendes Latexungetüm verwandelt… Letztlich ist „Freakshow“ weder Fisch noch Fleisch, sorgt aber für viele freiwillige wie unfreiwillige Lacher und ist so herrlich bescheuert, dass man ihn einfach gern haben muss – zumindest der 80er-phile Zuschauer, der sich noch etwas kindliche Begeisterung sowohl für abgefahrene Monsterkreationen als auch vermeintlich verruchtes Metal-Brimborium bewahrt hat. Ich jedenfalls habe mich königlich amüsiert, wenn sich auch beim Einsetzen des Abspanns etwas Enttäuschung ob der aus heutiger Sicht Unspektakularität der „Freakshow“ eingestellt hatte. Trotzdem irgendwie kultverdächtig.

6/10

Mit „Rock’n’Roll Nightmare“ („Im Angesicht der Hölle“) hat Regisseur Fasano ein Jahr zuvor übrigens einen nicht ganz unähnlichen Film gedreht, der mit Bodybuilder und „Thor“-Frontmann Jon Mikl Thor einen Metal-Musiker als Hauptdarsteller aufweist und ebenfalls in einer Monstershow mündet. Wenn also jemand das deutsche VHS-Tape oder einen Rip für mich hätte…

Aus meinem Archiv: Eine Doppelseite aus der Musikzeitschrift „Metal Hammer“, Ausgabe 04/1988, mit wenig Text, dafür vielen Bildern u.a. aus „Freakshow“ (hier noch „Black Roses“). Danke an dr. freudstein für den Scan!

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Interessanter Link zum Thema:

10 of the Cheesiest Heavy Metal Horror Flicks of All Time!
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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon Arkadin » 7. Jan 2011, 11:53

buxtebrawler hat geschrieben:Mit „Rock’n’Roll Nightmare“ („Im Angesicht der Hölle“) hat Regisseur Fasano ein Jahr zuvor übrigens einen nicht ganz unähnlichen Film gedreht, der mit Bodybuilder und „Thor“-Frontmann Jon Mikl Thor einen Metal-Musiker als Hauptdarsteller aufweist und ebenfalls in einer Monstershow mündet.


Den Thor kenne ich... allerdings aus dem ganz ähnlich gestrickten "Zombie Nightmare". Der war so richtig mies.
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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon dr. freudstein » 7. Jan 2011, 15:38

Na ja, also eine Bereicherung ist der Film nicht wirklich. Zieht sich hin wie ein Kaugummi, aber es stimmt wohl, ist wohl offensichtlich wirklich nur eine Parodie auf die ganze Heavy Metal Hetze in den 80ern gewesen.
Na ja, mein Ding ist es nicht, hat nicht mal als Partyfilm getaugt (dafür gab es einfach zu wenig Szenen, die Spaß machten und dann auch erst zum Schluß)
Aber der buxtebrawler hat ja eine Vorliebe zu solchem 80er jahre US-Kram ;)
Gibt hierfür die gleiche Punktzahl wie für DAS GEHEIMNIS DER SCHWAERZEN HANDSCHUHE :shock: :roll:
Hat der santini denn keine Meinung dazu?
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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon buxtebrawler » 7. Jan 2011, 16:39

dr. freudstein hat geschrieben:Na ja, also eine Bereicherung ist der Film nicht wirklich. Zieht sich hin wie ein Kaugummi, (...)


Bei der Quasi-Zweitsichtung (Digitalisierung) ist er dank angepasster Erwartungshaltung gewachsen, daher habe ich auch meine ursprüngliche Bewertung um einen Punkt nach oben korrigiert.

Vorliebe für 80er-Monsterkram? Ich? Oh ja! 8-)
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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon Santini » 17. Jan 2011, 11:41

Bei Iehbäi ging das Tape gerad wie folgt weg:

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EUR 4,11 [ 3 Gebote ]
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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon jogiwan » 17. Jan 2011, 11:49

Gratulation! :lol:
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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon buxtebrawler » 17. Jan 2011, 11:50

Santini hat geschrieben:Bei Iehbäi ging das Tape gerad wie folgt weg:

EUR 4,11 [ 3 Gebote ]


Wohlgemerkt ohne Angabe des Titels im Artikelnamen... dort stand lediglich das Label und die Katalognummer. Womit ich jetzt aber nicht andeuten möchte, dass das Tape mehr wert wäre. :D

Im OFDb-Marktplatz ist grad eines für'n Fünfer + 2 Taler Porto zu haben.
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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon jogiwan » 2. Aug 2012, 16:26

NSM hat geschrieben:FREAKSHOW (BLACK ROSES) erscheint am 31.08. erstmals auf DVD & Blu-Ray als Limited Edition im Mediabook als DVD-Blu-Ray-CD Set:

Inhalt:

Mill Basin, ein kleines Provinznest im amerikanischen Mittelwesten. Die Jugend des amerikanischen Provinznests fiebert dem viertägigen Rockspektakel mit dem Auftritt der Heavy-Metal-Band "Black Roses" entgegen. Endlich Gelegenheit den langweiligen Schulunterricht und das frustrierende Elternhaus zu vergessen. Die braven Bürger der Stadt wollen das Konzert wegen blasphemischer Texte der Gruppe verbieten. Doch Lehrer Moorhouse will seinen Schülern den Spaß nicht verderben.
Beim ersten Sound aus der Megawatt-Anlage sind alle wie elektrisiert und als Damien zum Mikrofon greift ist buchstäblich die Hölle los. Als Moorhouse bemerkt, dass die Musik wie eine Droge wirkt, ist es bereits zu spät. Die total entfesselte Jugend gerät außer Rand und Band und schreckt vor nichts zurück. Es gibt die ersten Toten. Verzweifelt versucht Moorhouse seine attraktive Lieblingsschülerin Julie zu retten, bevor auch sie dem Taumel des teuflischen Sounds verfällt. Er muss verhindern, dass die Band ihre "Tournee des Terrors" fortsetzt, bevor der Funke des Wahnsinns auf ganz Amerika überspringt.

Schlagzeug-Gott Carmine Appice, ein Idol der Musikerwelt, trommelt sich als Mitglied von "Black Roses" die Seele aus dem Leib. Eine Paraderolle für Appice. Der Film ist unterlegt mit einem "höllischen" Soundtrack von Rock und Heavy Metal Klassikern von Bands wie Lizzy Borden, Bang Tango oder King Kobra, sowie vier extra für diesen Film geschriebenen Songs von den Musikern der Filmband „Black Roses“!

Originaltitel: Black Roses

Mediabook limitiert auf 1.000 Stück inkl. DVD, Blu-Ray & Soundtrack-CD


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Re: Freakshow (Black Roses) - John Fasano

Beitragvon buxtebrawler » 2. Aug 2012, 21:32

jogiwan hat geschrieben:
NSM hat geschrieben:FREAKSHOW (BLACK ROSES) erscheint am 31.08. erstmals auf DVD & Blu-Ray als Limited Edition im Mediabook als DVD-Blu-Ray-CD Set:


Hui, feine Sache, aber was das bestimmt wieder kosten wird... :angst:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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