Demon Inside - Alfonso Pineda Ulloa (2013)

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Demon Inside - Alfonso Pineda Ulloa (2013)

Beitragvon sergio petroni » 26. Sep 2015, 14:24

DEMON INSIDE

Bild

Originaltitel: Espectro

Herstellungsland-/jahr: MEX 2013

Regie: Alfonso Pineda Ulloa

Darsteller: Alfonso Herrera, Gala Montes, Johanna Murillo, Arnulfo Reyes Sanchez, Marco Trevio,
Antonio de la Vega, Paz Vega, Maya Zapata, ...

Story: Marta, gespielt von Paz Vega, ist ein erfolgreiches Medium und verdient ihr Geld mit Kartenlegen. Eines Tages wird sie von ihrem Freund vergewaltigt und schwer misshandelt. Sie zieht sich komplett aus der Öfffentlichkeit zurück und entwickelt sogar eine Agoraphobie. Ihre Schwester besorgt ihr eine neue Wohnung in der sie sich vollständig erholen soll. Die ersten Tage klappt das auch ganz gut, bis sie ihre komplett durchgeknallte Nachbarin kennen lernt. Diese scheint einen Hang zur Gewalttätigkeit zu haben und schießt sich auf Marta ein. Hinzu kommt, das sie glaubt ihren Peiniger vor dem Haus gesehen zu haben.
(quelle: killingred.com)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Demon Inside - Alfonso Pineda Ulloa (2013)

Beitragvon sergio petroni » 21. Okt 2015, 05:37

Marta wird brutal vergewaltigt. Daraufhin verschließt sich die junge Frau
nahezu komplett der Außenwelt. In ihrer neuen Etagenwohnung kapselt sie
sich ein, installiert Überwachungskameras und hält lediglich über Internet
Kontakt zur Außenwelt. Durch ein Fenster beobachtet sie ihre offensichtlich
durchgeknallte Nachbarin, die gerne mit Waffen herumspielt. Beim Blick auf die
Straße hinunter glaubt Marta, ihren Vergewaltiger wieder zu erkennen.
Sie zieht sich noch mehr zurück, verklebt gar die Fenster.
So eingeschlossen beschleicht die seherisch veranlagte Marta jedoch das Gefühl,
daß auch mit Ihrer neuen Wohnung etwas nicht stimmt. Die frühere Bewohnerin
scheint verschwunden, und Visionen voller Blut plagen Marta.

Dieser mexikanische Horrorstreifen mit Paz Vega in der tragenden Rolle konnte mich
wirklich gut unterhalten; in der zweiten Hälfte sogar packen. Regisseur Ulloa spielt mit
Genreversatzstücken und zitiert aus diversen Klassikern. Dabei erschafft er aber
auch eigene Bildkompositionen, die im Gedächtnis haften bleiben.
Man denke nur an die fiese Badewannenszene.
Dieser mir bislang gänzlich unbekannte Streifen war mal wieder eine
positive Überraschung!
7/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Demon Inside - Alfonso Pineda Ulloa (2013)

Beitragvon jogiwan » 26. Dez 2016, 09:27

„Demon Inside“ ist wirklich eine nette kleine Genre-Überraschung und ein Streifen, der den Zuschauer über einen langen Zeitraum inhaltlich arg im Unklaren lässt. Die Geschichte über das vergewaltigte und verängstigte Medium und Geister der Vergangenheit wirkt ja auch dank mehreren Zeitebenen etwas umständlich erzählt und mit seinen Bildern aus zahlreichen Überwachungskameras und Geistererscheinungen wie eine bekannt vorkommende Mischung aus „Paranormal Activity“, J-Horror und Roman Polanskis „Der Mieter“. Doch dann kommt es am Ende doch irgendwie anders und auch die schlechte psychische Verfassung und die Angst vor Menschenansammlungen spielen in dem durchaus interessanten Werk eine nicht zu unterschätzende Rolle. Paz Vega macht ihre Rolle als vom Schicksal und ihrer Gabe gebeutelten Mediums auch ganz gut und Regisseur Alfonso Pineda Ulloa präsentiert auch ständig Momente, die man auf unterschiedliche Weise interpretieren kann und bei denen man nicht weiß, ob diese real sind oder auf der gestörten Wahrnehmung seiner Hauptdarstellerin beruhen. Beim überraschenden Ende ist man jedenfalls schlauer und es ergibt sich ein Gesamtbild, dass man wohl nicht so leicht erahnen kann. Andererseits muss man sich als Zuschauer auch voll und ganz auf den Streifen einlassen, da er ansonsten seine Wirkung wohl nicht entfalten kann. Herausgekommen ist jedenfalls ein spannender Streifen, der bekannte Versatzstücke auf durchaus überraschende Weise variiert und bei dem es doch verwunderlich erscheint, dass er hierzulande nicht einen höheren Bekanntheitsgrad hat.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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