Cyborg - Albert Pyun (1989)

Moderator: jogiwan

Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon jogiwan » 13. Jun 2012, 21:28

Cyborg

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Originaltitel: Cyborg

Herstellungsland: USA / 1989

Regie: Albert Pyun

Darsteller: Jean-Claude Van Damme, Deborah Richter, Vincent Klyn, Alex Daniels, Dayle Haddon

Story:

Ferne Zukunft: Die Menschheit und Zivilisation ist von einem Virus ausgerottet. Es gibt nur wenige Überlebende.
Jedoch wurde ein Gegenmittel gefunden, dass ein weiblicher Cyborg nach Atlanta zur Vervielfältigung bringen soll. Der Outlaw Gibson Rickenbacker trifft diesen Cyborg und will ihn zur Sicherheit begleiten. Doch eine Gruppe von Piraten um den brutalen Anführer Thender will das Gegenmittel auch. Thender überwältigt Gibson und bringt den Cyborg in seine Gewalt. Doch Gibson gibt sich nicht so leicht geschlagen und wartet in Atlanta schon auf die Piraten, wo es zum brutalen Showdown kommt.... (quelle: dtm.at)
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon sid.vicious » 14. Jun 2012, 00:13

Einer der Filme die so schlecht sind, dass es richtig Freude bereitet sich diesen anzusehen. Ich meine, dass der Film nicht mehr indiziert ist.
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon Blap » 14. Jun 2012, 00:58

Welch geiler Stoff taucht hier plötzlich auf? Onanie-Onana!

Ein älterer Kurzkommentar:


Cyborg

Die Zukunft sieht bescheiden aus, die Zivilisation ist am Boden zerstört. Eine Seuche hat die Menscheit stark dezimiert, marodierende Banden tyrannisieren das Land. Gibson Rickenbacker (Jean-Claude Van Damme) ist einer der wenigen Helden dieser finsteren Zeit. Ein Cyborg ist mit den Daten für ein Gegenmittel zur Bekämpfung der Seuche ausgestattet. Der Begleitschutz des weiblichen Cyborgs fällt jedoch der Bande um Fender Tremolo zum Opfer. Mit seiner Beute machen sich Tremolo und seine Mannen auf nach Atlanta, dort können die Daten ausgewertet werden. Rickenbacker, der sowieso noch eine Rechnung mit Tremolo zu begleichen hat, heftet sich den Schurken an die Fersen. Begleitet wird er von einer jungen Dame, die ebenfalls an der Rettung der Menschheit interessiert ist...

Albert Pyun drehte 1989 diesen Film für die Cannon Studios. Im Laufe seiner Karriere hat Pyun auch grausige Gurken abgeliefert, doch "Cyborg" zählt zweifellos zu seinen besten Werken. Cannon verlässt diesmal das übliche Action-Areal und setzt auf Endzeit. Ein sehr gelungener Ausflug! Wie die Namen "Gibson", "Marshall" usw. vermuten lassen, sollte "Cyborg" wohl ursprünglich eine Art harte Rock-Oper werden (zum Glück ist daraus nicht geworden! Ich liebe Musik, aber bitte in Filmen nur als Untermalung. Ich stehe einfach nicht auf die Verpanschung dieser beiden wundervollen Formen der Kunst).

Aber zurück zum Film. Van Damme zeigt sich in erstklassiger körperlicher Verfassung, schauspielerisch ist er heute um Welten besser, aber bei einem Film wie "Cyborg" passt sein damaliges Spiel perfekt. Die Endzeit-Atmosphäre kommt gut rüber, bei mir rennt man damit sowieso offene Türen ein. In Deutschland wurde der Film mit einer Indizierung bedacht. Ich halte das für übertrieben, denn allzu brutale Szenen sind nicht zu sehen. Der Film legt ein flottes Tempo vor, stellenweise hätte ich mir gar eine etwas langsamere, tiefere Erzählweise gewünscht. Sehr schöne Arbeit hat die Kamera geleistet.

Von mir gibt es dicke 8/10. Wenn der Film ausser dem Helden Van Damme noch etwas besser ausgearbeitete Co-Charaktere zu bieten hätte und manche Passagen mit mehr Sorgfalt erzählt worden wären, hätte ich vermutlich sogar 9/10 gezogen! Aber da 8/10 für "sehr gut" steht, ist damit meine Freude über diesen Film durchaus angemessen unterstrichen. Die DVD aus dem Hause MGM kommt in ordentlicher Bildqualität, lässt aber leider -wie bei MGM üblich- jegliche Extras vermissen.
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon purgatorio » 14. Jun 2012, 08:34

bin als Knabe total auf diesen Film abgefahren (hatte allerdings gelegentlich Albträume von der Szene, in der ein kleines Mädchen seine Mutti nur mit dem Festhalten von Stacheldraht vor dem tödlichen Sturz in den Brunnen bewahren sollte). Der steht schon lange wieder auf meiner Liste´: Kaufen - glotzen - glücklich sein! :nick: :thup:
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon jogiwan » 14. Jun 2012, 08:53

@ purgschi: der erscheint neben vielen anderen Titeln Mitte August recht günstig in der "Action Cult Uncut"-Serie

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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon Arkadin » 14. Jun 2012, 09:05

Den mochte ich damals, als der raus kam, auch total gerne. Was man nicht so alles aus einer Ruine irgendwo auf dem Land und 'ne Abwasserkanal so alles machen kann. Habe den aber Ewigkeiten nicht gesehen. Albert Pyun hat eh ein paar wirklich nette Billig-Kracher zu der Zeit gedreht.
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon Onkel Joe » 14. Jun 2012, 16:44

Großes Trash Fest aus den 80er, hab ich damals sogar im Kino gesehen :popcorn: oder sehen dürfen :lol: .
Ist natürlich großer Neppes dieser Film aber in einer netten Runde mit gleichgesinnten :thup: .
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon horror1966 » 4. Jun 2013, 18:52

Bild






Cyborg
(Cyborg)
mit Jean-Claude Van Damme, Deborah Richter, Vincent Klyn, Alex Daniels, Dayle Haddon, Blaise Loong, Ralf Moeller, Haley Peterson, Terrie Batson, Jackson 'Rock' Pinckney, Janice Graser, Robert Pentz
Regie: Albert Pyun
Drehbuch: Kitty Chalmers
Kamera: Philip Alan Waters
Musik: Kevin Bassinson
SPIO / JK
USA / 1989

Amerika im 21. Jahrhundert: Nach Öko-Overkill und nuklearer Katastrophe herrschen Hunger, Mord und Anarchie. Eine tödliche Seuche bedroht die letzten Überlebenden. In dieser Welt des Chaos führt Fender Tremolo ein grausames Regiment. Mit plündernden und mordenden Banden - den "Fleischpiraten"- terorrisiert er das Land. Fieberhaft versuchen einige Wissenschaftler, ein Serum gegen die schreckliche Seuche zu finden. Ein Cyborg -ein menschlicher Computer- soll die Rettung bringen und die zivilisierte Ordnung wiederherstellen. Tremolo, der seine Macht gefährdet sieht, bringt Cyborg in seine Gewalt. Es gibt nur einen, der es mit ihm aufnehmen will: Gibson Rickenbacker, einen jungen Mann mit nahezu übermenschlichen Kräften, der noch eine alte Rechnung zu begleichen hat....


Nun haben sich die Filme mit Jean-Claude Van Damme im Prinzip noch nie dadurch ausgezeichnet, das ihnen eine tiefer gehende Geschichte zu Grunde liegen würde, auch sollte man nicht mit der Erwartung an hochklassiges Schauspiel an diese Werke herangehen. Eines steht jedoch gerade bei den älteren Filmen mit der belgischen Kampfsport-Legende unumstößlich fest, man bekommt zumeist herrliche Action-und Testosteron-Spektakel geboten, an denen man als Freund von gelungener B-Action seine helle Freude haben kann. Mit "Cyborg", der unter der Regie von Albert Pyun entstanden ist, bekommt es der Zuschauer mit einem typischen Relikt der 80er Jahre zu tun, das eine kurzweilige Mixtur aus Action-und SCI/FI beinhaltet, wobei man den Plot natürlich nicht unbedingt nach seinem inhaltlichen Nährwert bewerten sollte. Über die Story wurde in der Inhaltsangabe wirklich alles gesagt und das Szenario beinhaltet auch keinerlei Überraschungsmomente, sondern bietet vielmehr die handelsübliche Van Damme Kost, die gerade zur damaligen Zeit doch äußerst beliebt war.

Der Film verfügt über eine äußerst gelungene Endzeit-Atmosphäre, die Settings sind wunderbar dreckig dargestellt, so das man wirklich den Eindruck bekommt, sich in einer zerstörten Welt zu befinden, in der lediglich Tristesse-und kaum Hoffnung auf Besserung besteht. Als wenn das noch nicht genug wäre, werden die Überlebenden auch ständig noch von einer mordenden Piraten-Horde malträtiert, die brandschatzend durch die Gegend zieht und dabei eine Blutspur hinter sich her zieht, die es in sich hat. Das gesamte Geschehen ist selbstverständlich so aufgezogen, das es am Ende auf einen finalen Showdown zwischen Gibson (Van Damme) und dem Anführer der Bande Fender (Vincent Klyn) hinausläuft, ist zwischen den beiden Kontrahenten noch eine Rechnung offen, die Gibson unbedingt begleichen will. "Cyborg" ist ein typischer Männer-Film, wobei es genügend Leute gibt, die den Charme dieses unterhaltsamen 80er Jahre Kloppers nicht erkennen und zu schätzen wissen. Aus der Sicht eines Cineasten kann man das sogar durchaus nachvollziehen, doch wie schon kurz erwähnt sollte man hier nicht unbedingt die Ansprüche an extrem hochwertige Filmkunst anlegen.

Es zählt einzig und allein der reine Unterhaltungswert dieses mit gut 81 Minuten von der Laufzeit her genau richtig bemessenen Filmes, ergeben sich doch während der gesamten Laufzeit keinerlei Längen. Es macht einfach nur Spaß, einen Van Damme bei der Arbeit zu beobachten, als er noch voll im Saft gestanden hat und allein schon optisch eine erstklassige Figur abgegeben hat. In darstellerischer Hinsicht hat der gute Mann schließlich noch nie irgendwelche Wunderdinge vollbracht, denn dafür ist sein Können ganz einfach viel zu limitiert. Für Rollen wie in dieser Geschichte ist der Belgier aber immer gut gewesen und konnte seine nicht gerade wenigen Fans auch zumeist sehr zufriedenstellen. Wie sich das Ende der Story dann gestaltet dürfte für niemanden eine echte Überraschung sein, in einem eher unrealistisch gestalteten Endkampf hauen sich die beiden Kontrahenten so dermaßen gegenseitig auf die Mütze, bis letztendlich nur einer von ihnen übrig bleibt. Wer das ist kann sich wohl ein jeder denken, erstaunlich ist dabei dann lediglich die Tatsache, das nach den hier verteilten Schlägen überhaupt noch einer von beiden stehen kann.

Im Endeffekt ist "Cyborg" herrliche B-Action im typischen 80er Jahre Ambiente, die keinerlei Anspruch an inhaltliche Tiefe oder eine äußerst glaubwürdige Inszenierung stellt. Der Film will unterhalten und dem Action-Fan ein kurzweiliges Film-Vergnügen bereiten, was ihm auch relativ leicht gelingt. Und auch für einen deutschen Faktor ist hier gesorgt, denn in einer sehr kleinen Nebenrolle kann man den guten alten Ralf Moeller beobachten der hier das zum Besten gibt, was er wirklich kann, nämlich so gut wie unsichtbar sein. Freunde gelungener Action ohne allzu großen Nährwert werden hier also bestens bedient und werden sich dieses Werk auch in der heutigen Zeit immer noch gern anschauen.


Fazit:


"Cyborg" ist alles andere als ein cineastischer Hochgenuss, dafür bekommt man jedoch ein Filmchen präsentiert, das erheblich Testosteron ausschüttet und dabei extrem kurzweilige Unterhaltung bietet. Ein Van Damme zu seiner besten Zeit, eine stimmige Endzeit-Atmosphäre und jede Menge Action sind vollkommen ausreichend, um immer mal wieder in regelmäßigen Abständen eine Sichtung des Stoffes vorzunehmen.


8/10
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon jogiwan » 31. Dez 2013, 19:25

weiß jemand von euch zufällig, was es mit dieser "Slinger"-Fassung auf sich hat, die demnächst kommen soll? :?
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Re: Cyborg - Albert Pyun (1989)

Beitragvon horror1966 » 31. Dez 2013, 19:32

jogiwan hat geschrieben:weiß jemand von euch zufällig, was es mit dieser "Slinger"-Fassung auf sich hat, die demnächst kommen soll? :?



Laut OFDB:


Deutsche Ausgabe des Director's Cut von Albert Pyun. Dieser war vorher nur vom Regisseur direkt zu beziehen. Es handelt sich hierbei bisher um die letzte Schnittfassung des DC und wurde vom Regisseur daher als Misery-Version betitelt. Es existiert noch ein "anderer", älterer DC auf DVD.

Die BD beinhaltet eine aufgehübschte Fassung. Der DC lag nur auf einem VHS-Master vor. Die geänderten Szenen und Einstellungen wurde mit der HD-Kinofassung zu einer neuen Filmversion zusammengefügt. Dadurch kommt es wärend des Films zu ständigen Qualitätswechseln. Dennoch sehen die HD-Szenen sehr gut aus. Der Qualitätswechsel ist jedoch gewöhnungsbedürftig.

Die Kinofassung des Films ist nicht enthalten. Für die vorliegende Fassung wurde eine komplette Neusynchro (mit dem Stammsprecher von Jean-Claude Van Damme) angefertigt.

Die Amaray enthält eine BD und eine DVD. Weiterhin besitzt die Fassung ein Wendecover mit alternativem Motiv ohne FSK-Logo. Es handelt sich hierbei um das DC-Motiv (siehe die DC-Fassungen aus den USA). Weiterhin enthält die Amaray ein 8-seitges "Behind the Scenes"-Booklet und eine PCE-Bonus-Sammelkarte. Die ersten 2000 Exemplare wurden mit einem Prägeschuber ohne FSK-Logo ausgeliefert. Dieses befand sich nur auf der Folie.


Nachtrag zur Kürzung (von LJSilver):

Die Fassung auf der DVD ist in zwei Gewaltszenen länger als die Blu-ray-Fassung:

1. Die Szene mit dem toten Jungen ist expliziter.
2. Bei der Actionszene im Sumpf ist die Abtrennung der Hand des weiblichen Bösewichts expliziter.
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