Cry Baby - John Waters (1990)

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Cry Baby - John Waters (1990)

Beitragvon dr. freudstein » 27. Jan 2012, 20:30

Originaltitel: Cry-Baby

Bild

Herstellungsland: USA / 1990

Regie: John Waters

Darsteller: Johnny Depp, Amy Locane, Susan Tyrrell, Polly Bergen, Iggy Pop, Ricki Lake, Traci Lords,
Kim McGuire, Darren E. Burrows, Alan J. Wendl, Stephen Mailer u.a.

Story:
Baltimore im Jahre 1954: Der rebellische Mädchenschwarm Wade "Cry-Baby" Walker (Johnny Depp) gehört zu den "Drapes", einer Gang von wilden Rock’n’Rollern, die in ständigem Clinch mit den spießigen "Squares" aus der Oberschicht liegen. Die junge, hübsche Allison (Amy Locane) stammt aus gutem Hause und ist mit dem "Squares"-Mitglied Baldwin (Stephen Mailer) zusammen. Als sich Allison und Cry-Baby ineinander verlieben, wollen die "Squares" und der gekränkte Baldwin mit aller Macht dagegen vorgehen. Während eines Konzerts der "Drapes" zetteln sie eine riesige Schlägerei an, die mit Cry-Babys Verhaftung endet und ihn erst einmal hinter Gitter bringt…

http://www.ofdb.de/film/12345,Cry-Baby
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Re: Cry Baby - John Waters

Beitragvon dr. freudstein » 27. Jan 2012, 23:40

This is Rock & Roll, Baby

Musik, wie vom Teufel gemacht, Po Maden im Haar, unflätige Ausdrücke, geile Karren :knutsch: , Gewalt, Rythmus...all das bringt einen Drape Boy nur Ärger ein mit den Spießern.
Und natürlich sperrt man CRY BABY (blöder name :doof: ) ein, aber dort kommt man ziemlich leicht wieder raus.
Klasse Musikfilm, sehr einfache Handlung natürlich und ratzfatz ist das Vergnügen auch schon wieder vorbei.
Wunderbar begleitet von herrlicher passender Mucke und es spielt so einiges an Namen auf: JOHNNY DEPP; TRACI LORDS; IGGY POP etc.

Hat Spaß gemacht. Normal nerven mich Musikfilme ja oder Möchtegern Rock & Roll Filme, aber der hier war sehr unterhaltsam.

8/10
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Re: Cry Baby - John Waters

Beitragvon jogiwan » 27. Jan 2012, 23:43

guck lieber "Pink Flamingos" :D
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Re: Cry Baby - John Waters

Beitragvon dr. freudstein » 27. Jan 2012, 23:50

jogiwan hat geschrieben:guck lieber "Pink Flamingos" :D


Ich will aber Bad Boys, richtige Peckerwoods haben... :opa:
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Re: Cry Baby - John Waters

Beitragvon jogiwan » 23. Jun 2014, 07:16

John Waters erste, große "Studioproduktion" ist zwar ein hübscher Musikfilm mit Spießer und Außenseiter, bei denen die Sympathien auch wieder klar verteilt sind, aber irgendwie vermisst man als Fan schon Divine und den anarchistischen Witz seiner früheren Filme. Bei „Cry Baby“ gab es ein großes Budget mit der Vorgabe, dass der Streifen jugendfrei ausfallen muss. Waters hat die Aufgabe zwar hübsch gelöst und teilt auch auf subtile Weise gegen das Establishment aus und verleiht auch der Jugendstrafanstalt seinen ganz persönlichen Charme, aber irgendwie bleibt doch alles etwas zu brav und hinter den eigentlichen Möglichkeiten zurück. Das Geld wurde ich hübsche Klamotten und Locations investiert und der Streifen bietet neben der ersten Hauptrolle für Johnny Depp auch das Wiedersehen mit alten Bekannten wie Iggy Pop, Willem Dafoe, Tracy Lords und Susan Tyrell. Die Rockabilly-Musik ist ja eher nicht so prickelnd und ehe man sich versieht, ist der kurze aber unterhaltsame Streifen auch schon wieder vorbei.
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Re: Cry Baby - John Waters

Beitragvon jogiwan » 14. Apr 2017, 07:35

Im Rahmen der Musikfilm-Donnerstage ist „Cry Baby“ nun nochmals im Player gelandet und obwohl ich John Waters und sein Output sehr schätze ist der Streifen über den Rockabilly-Clan mitsamt Auflehnung gegen die spießige Gesellschaft schon eine wenig gehaltvolle Sache, bei der mich auch die Musik so überhaupt nicht anspricht. Sicherlich lässt sich der spaßige Streifen gut gucken, aber wenn man seine restlichen Filme heranzieht, ist „Cry Baby“ schon sein kommerziellstes und oberflächlichstes Ding, das den beißenden Spott seiner restlichen Filme fast zur Gänze vermissen lässt. Hier gibt es eher eine Parodie auf porentief-reine und jungendfreie Musikfilme der Fünfziger mit kleineren Seitenhieben auf die Gesellschaft, einem tollem Cast und einen vermeintlichen „Bad Guy“, der sich ins Herz einer jungen Frau singt und dabei mit Vorurteilen und einer Spießergang aufräumt. Hier stimmen zwar die Figuren, die Darsteller und auch die Settings, aber herausgekommen ist dennoch nur ein „mainstreamiger“ Musikfilm, der es dank Studio-Vorgabe allen recht machen will. Herausgekommen ist zwar eine sympathische Sache, die auch half seinen Regisseur und Hauptdarsteller bekannt zu machen, aber auf meiner persönlichen Waters-Rangliste rangiert der Streifen trotzdem nur auf dem letzten Platz.
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