Blow Out - Brian De Palma (1981)

Moderator: jogiwan

Blow Out - Brian De Palma (1981)

Beitragvon Blap » 9. Nov 2010, 00:40

Blow Out - Der Tod löscht alle Spuren (USA 1981, Originaltitel: Blow Out)

Die im Dunkeln hört man doch (nicht)

Jack Terry (John Travolta) arbeitet als Tontechniker für eine Filmfirma, deren Schwerpunkt die Produktion kleiner Horrorstreifen ist. Als er eines Abends mit seinem Equipment unterwegs ist um Naturgeräusche aufzunehmen, wird er Augenzeuge eines schweren Autounfalls. Ein Fahrzeug kommt von der Strasse ab, stürzt in einen Fluss und versinkt rasch. Schnell hat Jack den ersten Schreck überwunden, er taucht mutig und entschlossen zum Fahrzeug hinab. Tatsächlich gelingt es ihm -dank seines flotten Eingreifens- eine junge Frau namens Sally (Nancy Allen) aus der Limousine retten. Für den männlichen Insassen kommt leider jede Hilfe zu spät. Im Krankenhaus erfährt der Tontechniker pikante Details. Bei dem im Auto ertrunkenen Burschen, handelt es sich um den aussichtsreichen Präsidentschaftskandidatenanwärter McRyan. Sally gehört nicht zur Familie oder zum sonstigen Umfeld des Toten. Man redet Jack gut zu, er möge Stillschweigen über die Vorgänge wahren, um der Familie des Opfers Ärger und Kummer zu ersparen. Zähneknirschend stimmt der junge Mann zu, doch seine Bandaufnahmen sprechen eine andere Sprache. Seiner Meinung nach, wurde auf den Wagen des Politikers geschossen, doch von solchen Vorgängen will die Polizei nichts wissen. Interessanterweise existiert auch eine Filmaufnahme des Unfalls, als Jack diese mit seiner Tonspur kombiniert, ist für ihn der endgültige Beweis erbracht: McRyan fiel einem Anschlag zum Opfer! Noch immer stösst Jack auf Unglauben, doch es soll noch viel dicker kommen. Sally hat Jack nicht die ganze Wahrheit gesagt. Schwerer wiegt jedoch die Gefahr, die bereits gierig im Hintergrund lauert. Ein eiskalter und völlig skrupelloser Profikiller (John Lithgow), arbeitet mit gnadenloser Konsequenz an der Beseitigung sämtlicher Spuren...

Nach dem sehr guten Horrorthriller "The Fury" (Teufelskreis Alpha, 1978), sowieso dem meisterlichen Thriller "Dressed to kill" (1980), kam "Blow Out" 1981 als Nachfolger großartiger Werke in die Kinos. Blickt man bis ins Jahr 1976 zurück, taucht auch noch der überragende Horrorbeitrag "Carrie", in der eindrucksvollen Filmographie von Brian De Palma auf. "Blow Out" hat wahrlich keinen leichten Stand, die Schatten der vorherigen Filme des Regisseurs, scheinen übermächtig auf den Streifen zu fallen. Aus heutiger Sicht kommt noch erschwerend hinzu, dass 1983 der legendäre Reißer "Scarface" über die Leinwände flimmerte, wodurch "Blow Out" noch weiter in den Hintergrund gedrängt wird.

Doch muss sich "Blow Out" tatsächlich hinter seinen bekannteren Geschwistern verstecken? Ich denke nicht, obwohl der Film nicht an die Genialität eines "Dressed to Kill" heranreicht. De Palma spielt bekanntlich gern mit der Erwartungshaltung des Zuschauers. In dieser Hinsicht gelingt ihm mit der herrlichen Erröffnungssequenz, gleich ein -im doppelten Sinn- grandioser Start in den Film. Wir sehen eine Szene, die in jedem Slasher oder Giallo für sabbernde Verehrung sorgen würde. Ein Killer beobachtet ein Wohnheim für Studentinnen, in dem wild getanzt, gevögelt und masturbiert wird. Selbst die obligatorische Duschszene darf nicht fehlen. Die Klischees werden derartig breit und lustvoll ausgewalzt, dass der "De Palma erprobte" Filmfreund bereits ahnt, irgendetwas führt der Schelm im Schilde, da stimmt doch was nicht... Klar, die Szene stammt aus einem Film des Arbeitgebers der Hauptfigur Jack Terry, man sichtet im Vorführraum das gedrehte Material. Munter geht es mit bekannten Ingredienzien weiter, auch Split Screen darf da selbstverständlich nicht fehlen. Aber Vorsicht, denn die falsche Fährte, erweist sich bald als sehr deutlicher Kontrast zur aufgebauten Erwartungshaltung. De Palma inszenierte "Blow Out" erstaunlich bodenständig, die Kamera kommt meist weitaus "gewöhnlicher" zum Einsatz, als man es seinen anderen Filmen kennt. Stattdessen drängen sich Geräusche ein wenig weiter nach vorn, doch die Ermittlungen des Tontechnikers fallen nicht sonderlich spektakulär aus. Für seine Verhältnisse gibt sich De Palma recht konventionell, oft nahezu sachlich, nüchtern. Trotzdem gelingt der Aufbau einer gelungenen Atmosphäre, obschon man auch als De Palma Verehrer zugeben muss, dass sich die Logik ab und an wie ein glitschiger Aal windet.

John Travolta wirkte bereits in "Carrie" mit, blieb dort aber ein austauschbares Nebenrollengesicht. In "Blow Out" darf er unter Beweis stellen, dass er mehr auf der Pfanne hat, als er in peinlichen Filmchen wie "Saturday Night Fever" und "Grease" zeigte. Die Figur Jack Terry ist -vordergründig betrachtet- ähnlich "gewöhnlich" wie die -für De Palma Verhältnisse- Inszenierung des Streifens. Jack Terry ist kein strahlender Held, selbst die Rettungsaktion lässt ihn nicht in einem solchen Licht erscheinen. Der Charakter wird durch seine Behaarlichkeit interessant, durch das Aufbegehren gegen die nicht greifbaren Antagonisten (Also doch ein strahlender Held? Nein, aber überprüft es selbst). Travolta schaut ein wenig müde aus der Wäsche, was perfekt zu seiner Rolle passt. Man kann dem damals 27 Jahre jungen Schauspieler, ein gutes Zeugnis für seine Darbietung ausstellen. Nancy Allen war von 1979 bis 1983 mit Brian De Palma verheiratet, sie wirkte zuvor in "Carrie" und "Dressed to Kill" mit, konnte besonders in "Dressed to Kill" überzeugen. In "Blow Out" sehen wir Allen als beschränkte junge Frau, die in ein Mahlwerk gerät, in dem sie sich -ohne sich dessen bewusst zu sein- immer tiefer und tiefer verfängt. Obwohl der Horizont der naiven Sally arg überschaubar geraten ist, sorgt die Figur mit ihrer Mischung aus Flittchen und Naivität für ein Art Ankerstelle, lässt den Zuschauer nicht unberührt. Die Handlung konzentriert sich auf die Rollen von Travolta und Allen. Lediglich John Lithgow bekommt die Gelegenheit, ein paar starke Szenen für sich zu beanspruchen. Die Rolle des abgebrühten, arroganten Killers, wurde Lithgow gewissermaßen auf den Leib geschneidert.

Es mag "Blow Out" vielleicht ein wenig an spektakulären Momenten fehlen. Doch insgesamt erfreut das Ergebnis, das Gesamtbild ist stimmig und punktet mit liebevollen Details. So entdeckt man in den Räumlichkeiten von Jacks Arbeitgeber, einige Filmplakate zu knuffigen Perlchen der damaligen Zeit. Unter anderem hängt auf dem Flur ein Plakat von "Squirm" (1976), dem Erstling von Jeff Lieberman. Betrachtet man "Blow Out" ein wenig losgelöst von technischen Spielereien, dann wird mit jeder Minute der Laufzeit klarer, dass die vermeintliche Sachlichkeit eine der Stärken des Films ist. Erst durch die sorfältige Vorbereitung, kommt das eindrucksvolle Finale wirklich zum Zuge, kann sich in all seiner Bitterkeit entfalten (mehr kann ich nicht dazu schreiben, die Spoilergefahr wäre zu gross).

Wer die Arbeiten von Brian De Palma zu schätzen weiss, der kommt an "Blow Out" auf keinen Fall vorbei. Sollte die deutsche DVD-Auflage vergriffen sein, bietet sich die britische Ausgabe als Alternative an. Die Scheiben sind identisch, ergo ist die deutsche Synchronisation auch auf der englischen DVD zu finden. Bei einem De Palma Film, spielt die Bildqualität der Auswertung eine überdurchschnittlich bedeutsame Rolle. Die DVD präsentiert sich in brauchbarer, aber nicht ganz angemessener Verfassung. Die Schärfe schwächelt ein wenig, das Bild sieht insgesamt ein wenig zu sehr nach "Video" denn "Film" aus. Generell wäre eine erneute Aufbereitung der älteren De Palma Filme sehr wünschenswert, besonders im Hinblick auf den Datenträger Blu-ray. Da momentan keine bessere Variante zu bekommen ist, kann ich die DVD durchaus empfehlen, denn sie ist zu fairen Kursen erhältlich (Z.B. für schlappe 4.99€ bei play.com, Versandkosten fallen nicht an).

Gut, vielleicht sogar (fast) sehr gut. Die Bewertung in Zahlen fällt nicht leicht, doch ich ziehe zunächst 7,5/10 (gut bis sehr gut).

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Re: Blow Out - Brian De Palma

Beitragvon Onkel Joe » 9. Nov 2010, 14:16

Ein wirkliche Granate die El Blapo da ausgegraben hat.Vielleicht einen Tick zu lang aber soetwas von spannend und gut umgesetzt, einfach nur GENIAL !!
Dicke 8/10 gibts von mir.
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Re: Blow Out - Brian De Palma

Beitragvon Arkadin » 9. Nov 2010, 14:33

"Blow Out" ist mein Liebling-De Palma. Allein dieses unglaublich zynische und fiese Ende ist Gold wert. Himmel, warum hat heute keiner mehr die Eier dem Publikum einen solchen Tritt in die selbigen zu verpassen? Und Lithgow war nie besser und furchteregender als hier.
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Re: Blow Out - Brian De Palma

Beitragvon Onkel Joe » 9. Nov 2010, 15:08

Arkadin hat geschrieben:Allein dieses unglaublich zynische und fiese Ende ist Gold wert. Himmel, warum hat heute keiner mehr die Eier dem Publikum einen solchen Tritt in die selbigen zu verpassen? Und Lithgow war nie besser und furchteregender als hier.



Das unterschreibe ich mein lieber, so ein geiler FILM !!
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Re: Blow Out - Brian De Palma

Beitragvon Nello Pazzafini » 13. Dez 2011, 21:12

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Re: Blow Out - Brian De Palma

Beitragvon buxtebrawler » 2. Feb 2014, 21:42

Ein Jahr nach „Dressed to Kill“ drehte US-Regisseur Brian De Palma („Carrie“) mit „Blow Out“ einen weiteren Thriller, erneut mit italienischen Zügen. Der Titel suggeriert bereits die Verwandtschaft mit dem 1966 veröffentlichten „Blow Up“ von Michelangelo Antonioni, zudem werden bisweilen vorsichtig Erinnerungen an Dario Argentos „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ wach.

Jack Terry (John Travolta, „Carrie“) ist Toningenieur und arbeitet gerade an den Klängen eines Horrorfilms im Auftrage einer Filmproduktion, konkret sucht er einen passenden weiblichen Schrei für eine Mordszene. Abends nimmt er Naturgeräusche auf und wird dabei Zeuge, wie ein Auto von der Straße abkommt und in einen Fluss stürzt. Jack springt geistesgegenwärtig hinterher und rettet die Prostituierte Sally (Nancy Allen, „Dressed to Kill“), für den Fahrer – den Präsidentschaftskandidaten McRyan – kommt jede Hilfe zu spät. Jack wird gebeten, die Anwesenheit der käuflichen Dame für sich zu behalten und generell wenig über den Unfall zu sprechen. Doch beim Abhören der Tonbandaufnahmen ist ein Schuss zu hören, Jack kommt einem Mordkomplott auf die Spur. Allerdings will ihm niemand Glauben schenken und der kaltblütige Auftragsmörder (John Lithgow, „Unheimliche Schattenlichter“) ist ihm und Sally bereits auf den Fersen, um alle Spuren zu beseitigen…

Der noch junge Travolta in einem Film, der zum Glück nicht das Geringste mit Tanzen zu tun hat, in dem er im Gegenteil jemanden spielen darf, dem nicht sonderlich nach Tanz zumute ist. Sein in „Blow Out“ gespielter Charakter symbolisiert in gewisser Weise den Übergang zum endgültigen Erwachsenwerden, hin zum mitunter ermüdenden Ernst des Lebens, weshalb er überraschend gut in die Rolle passt. Der Film, für den er als Tontechniker arbeitet, stellt als Film im Film den Beginn von „Blow Out“ dar, der mit dieser fast schon parodistischen Aneinanderreihung von Slasher-Klischees den Zuschauer zunächst auf eine falsche Fährte führt. Die eigentliche Handlung offenbart dann schnell ihre Parallelen zu „Blow Up“: War es in „Blow Up“ eine zufällig auf Foto eingefangene Leiche, die auf einen Mord hinwies, ist es in „Blow Out“ ein Geräusch, das zufällig auf Jacks Tonband gelangte. Doch während sich „Blow Up“ in indifferenter Gleichgültigkeit auflöst, macht De Palma aus seinem Film einen spannenden Thriller. Dieser weist eine verschwörungspolitische Dimension auf, die nicht von ungefähr an die Ungereimtheiten rund um das Attentat auf John F. Kennedy erinnert und Jack gegen eine Mauer des Schweigens und scheinbaren Desinteresses anstrampeln lässt. Eine seltsame Rolle nimmt zudem die Prostituierte Sally ein, die trotz ihres naiv-kindlichen Gemüts auch nicht ganz ohne ist.

Jack liefert sich hitzige Wortgefechte mit dem Polizeichef, doch letztlich ist er auf sich allein gestellt bzw. kann nur noch auf Sallys Mithilfe hoffen. Zwischen anspruchsvollerem Polit-Thriller und gewohnter Genre-Kost pendelt De Palma immer ein wenig hin und her; wenn er den Auftragskiller von der Leine lässt, tritt der politische Aspekt eindeutig in den Hintergrund – was indes schade ist. Nichtsdestotrotz steuert „Blow Out“ auf ein nervenaufreibend inszeniertes Finale zu, das mit einer zynischen Pointe eine Brücke zum Beginn schlägt. Erzählerisch wie inhaltlich erscheint mir „Blow Out“ bisweilen etwas eigenartig. So erzählt Jack immer wieder von zwei Knallen, obwohl nur einer zu hören ist. Gemeint ist, dass sowohl ein Schuss, als auch der dadurch platzende Reifen zu hören sein sollen – für den Zuschauer entsprechend aufbereitet wurde das aber nicht. Sallys Rolle erscheint mir etwas zu sehr konstruiert, um „Blow Out“ mit größerem Realismus zu versehen. Generell vermengt De Palma hier Realismus oder zumindest Glaubwürdigkeit mit Unwahrscheinlichkeiten und bleibt oberflächlich, wo Tiefgang interessant gewesen wäre.

Stilistisch arbeitet De Palma neben einem Klassik-Soundtrack thematisch passend mit einer Klangkulisse, die dazu übergeht, Geräusche überzubetonen. Die ernst, doch leicht konsumierbar erzählte Handlung wird aufgelockert durch wenige humoristische Einsprengsel wie z.B. den Schreierinnen auf dem Sofa des Filmmachers. Filmplakate an den Wänden, beispielsweise von „Boogey Man“, liefern Referenzen an manch Genre-Kleinod. Visuell fiel mir zudem eine irgendwie anheimelnde Farbgebung auf, die ich jedoch nicht so richtig einordnen konnte. Einen entscheidenden Hinweis liefert der Kollege Gregor Torinus von Filmtipps.at, der auf die subtile, doch allgegenwärtige Verwendung der Farben rot, blau und weiß, den US-amerikanischen Nationalfarben also, hinwies – was wiederum genial ist und zeigt, wozu Brian De Palma in der Lage ist. Unterm Strich ist „Blow Out“ ein guter, uneingeschränkt sehenswerter Film, der jedoch sowohl hinter wirklichen Polit-Thriller-Monumenten wie „I wie Ikarus“ als auch manch Genre-Thriller dann doch die zweite Geige spielt.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Blow Out - Brian De Palma

Beitragvon jogiwan » 12. Jul 2014, 10:17

Brian De Palmas tiefe Verneigung vor Michelangelo Antonionis "Blow Up" ist nach "Dressed to Kill" abermals ein wunderbarer und gern gesehener Thriller, der schon aufgrund seiner langen Planfahrten und Farbgebung seine Nähe zu italienischen Filmemachern wie Mario Bava und Dario Argento nicht verleugnen kann. Auch die Geschichte über den Toningenieur der auf der Suche nach Geräuschen beiläufig einem politischen Mordkomplott auf die Spur kommt erinnert an europäische Vorbilder und dass immer wieder eine Flasche J&B die Runde macht, ist wohl ebenfalls nicht zufälliger Natur. Ein Thriller auf extrem hohem technischen Niveau, der seine Figuren und sein Schmuddelambiente trotz humoristischer Momente ernst nimmt und alles in einem extrem spannenden und fiesen Herzschlag-Finale gipfeln lässt, in dem gleich eine ganze Parade zu Ehren der Liberty Bell in Philadeliphia eine tragende Rolle spielt. Alles in allem ein wunderbarer Thriller, der so auch sicherlich zu den Höhepunkten, des an Höhepunkten nicht gerade armen Filmografie des amerikanischen Filmemachers zählt.
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Re: Blow Out - Brian De Palma (1981)

Beitragvon purgatorio » 16. Mär 2015, 06:25

BLOW OUT – DER TOD LÖSCHT ALLE SPUREN (BLOW OUT, USA 1981, Regie: Brian De Palma)

Ein Meta-Film – nicht nur ein solider Thriller, sondern auch ein Film über den Film. Mag ich ja sehr gerne! Gern würde ich aber auch sagen, dass der Film viel mehr als „solide“ ist, ist er aber nicht wirklich. Das gewisse Etwas an Spannung fehlte mir, routiniert ist der aber auf jeden Fall – und die bitterböse letzte Sequenz wirkt ordentlich nach! Zudem mochte ich als Kunstlehrer die Daumenkinosequenz – die kann man ja tatsächlich mal im Unterricht zeigen. Und natürlich gibt es noch J&B zu sehen (Beweise demnächst im entspr. Thread) – alles in allem also: 7-8/10
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Re: Blow Out - Brian De Palma (1981)

Beitragvon buxtebrawler » 19. Jun 2016, 22:19

Erscheint voraussichtlich am 23.06.2016 bei Koch Media als Blu-ray/DVD-Kombination im Mediabook:

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Extras:
Interviews mit Nancy Allen, George Litto, Vilmos Zsigmond von Robert Fischer, Interview mit Pino Donaggio, Trailer, Bildergalerie

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=71083
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Blow Out - Brian De Palma (1981)

Beitragvon buxtebrawler » 2. Jan 2018, 12:15

Erscheint voraussichtlich am 08.02.2018 bei Koch Media noch einmal auf Blu-ray und DVD:

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Extras:
Interviews mit Nancy Allen, George Litto, Vilmos Zsigmond von Robert Fischer, Interview mit Pino Donaggio, Trailer, Bildergalerie

Quelle: OFDb-Shop
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