Beasts of the Southern Wild - Benh Zeitlin (2012)

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Beasts of the Southern Wild - Benh Zeitlin (2012)

Beitragvon jogiwan » 1. Jun 2017, 07:15

Beasts of the Southern Wild

Bild

Originaltitel: Beasts of the Southern Wild

Herstellungsland: USA / 2012

Regie: Benh Zeitlin

Darsteller: Quvenzhané Wallis, Dwight Henry, Jonshel Alexander, Marilyn Barbarin, Kaliana Brower

Story:

Hushpuppy kann mit einem Lächeln Fische aus dem Wasser zaubern und mit einem bösen Blick wilden Kreaturen Einhalt gebieten. Und: Sie ist definitiv die mitreißendste Erzählerin seit FORREST GUMP. Aber der Reihe nach: Tief in den Sümpfen der Südstaaten, jenseits der Deiche, liegt Bathtub, wo es die weltweit meisten Feiertage gibt (und in Bathtub weiß man noch Feiertage zu feiern). Als ein Jahrhundertsturm das Wasser über der Bayou-Siedlung zusammenschlagen lässt und prähistorische Monster aus ihren eisigen Gräbern erwachen und über den Planeten jagen, wird Hushpuppy zu den wenigen Verwegenen gehören, die sich dem scheinbar Unabwendbaren stellen. (quelle: Cover)
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Re: Beasts of the Southern Wild - Benh Zeitlin (2012)

Beitragvon jogiwan » 1. Jun 2017, 07:16

Den großen Jury-Preis beim Sundance, eine Auszeichnung in Cannes und ein paar Oscar-Nominierungen sind ja prinzipiell nicht schlecht für ein Regie-Debüt und dennoch entpuppt sich der als „pure Kinomagie“ angepriesene „Beasts of Southern Wild“ leider als etwas zwiespältig zelebrierte Randgruppen-Party aus der untersten Schicht der amerikanischen Gesellschaft. Irgendwie wirkt Benh Zeitlins Film wie ein „Coming-of-Age“-Drama von einem anderen Kontinent, in dem sich auch ein paar Fantasy- und Märchenelemente verirrt haben. Trotzdem können diese aber nicht über die Lage hinwegtäuschen, in dem meines Erachtens kein Kind heranwachsen sollte und eher zeigt, wie verantwortungslos manche Menschen mit ihrem Nachwuchs umgehen. Die Geschichte hab ich daher auch augenscheinlich in den falschen Hals bekommen und auch wenn sich „Hushpuppy“ alle Mühe gibt, diverse schöne Erklärungen für ihre schwierige Situation zu finden, fand ich das Ganze eher bedrückend. Von Kinomagie war bei meiner Sichtung jedenfalls keine Spur und die wackelige Kameraführung, die ständigen Unschärfen und die fast schon bemüht wirkende Präsentation von Zivilisationsmüll und den Menschen die sich darin scheinbar sehr wohlfühlen, fand ich ebenfalls nicht sehr prickelnd. Klar kann es auf dieser Welt nicht nur Gewinner geben, aber auf dieses verklärte Denkmal, dass man der Kehrseite dieser Medaille gesetzt hat, hätte ich ehrlich gesagt auch genauso gut verzichten können.
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Re: Beasts of the Southern Wild - Benh Zeitlin (2012)

Beitragvon Arkadin » 6. Jun 2017, 09:20

Sehe ich grundsätzlich ähnlich. Der Film wurde ja damals gehypt ohne Ende. Der war - wenn ich mich richtig entsinne - sogar Eröffnungsflm vom Fantasy Filmfest. die Hauptdarstellering war wirklich grandios, das muss man sagen. aber mich störte auch, dass dem ganzen Elend und der Armut so ein märchenhaft-romantischer Anstrich gegeben wurde. So, dass die aufgedonnerte Sektglass-Schwenkerin im Kino mit einer Träne im Auge seufzen kann: "Hach.. ist das aber alles schrecklich. Aber soooooo schön, wie das kleine Mädchen das alles meistert. *schlürf*
Ein ganz ähnliches Problem habe ich auch mit "Slumdog Millionaire", der m.E. genau in die selbe Ecke fällt.
Alles so schön furchtbar - aber nur soweit, dass es nicht weh tut. Dann lieber Kwan und sein "Mondomanila".
Früher war mehr Lametta
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